Dr. Birgit Rehse Bildquelle: Bernhard Wannenmacher
Was bedeutet es, Geschichte für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit zugänglich zu machen? In der Reihe „Wir sind FU“ gibt die Leiterin des zur Universitätsbibliothek gehörenden Uniarchivs, Birgit Rehse, Einblicke in ihre Arbeit und erzählt von den Aufgaben, Herausforderungen und besonderen Momenten des beruflichen Alltags.
Das Interview zeigt, wie vielfältig die Arbeit hinter den Kulissen ist – und welchen Beitrag das Archiv zur Bewahrung und Vermittlung von Wissen leistet.
Gemeinsam mit den Fachbibliotheken und Kolleg*innen aus verschiedenen Bereichen der Freien Universität Berlin bieten wir Dir eine Woche lang kostenfreie Angebote rund ums wissenschaftliche Schreiben – nicht nur für Geisteswissenschaftler*innen.
🗓️ Wann? 20.–24.07.2026, Mo 9:00–19:00 Uhr, Di–Fr jeweils 10:00–19:00 Uhr 📍 Wo? Vor Ort in der Rost- & Silberlaube (Habelschwerdter Allee 45) oder online per Webex 🔍 Was erwartet Dich? • Vormittags: bis zu 90-minütige Workshops mit Inputs und Übungen sowie Literaturlisten-Checks • Nachmittags: 16:00–19:00 Schreibzeit – betreute Schreibgruppe zum Arbeiten an eigenen Schreibprojekten 👉 zum vollständigen Programm
Egal, ob Du gerade mit Deiner ersten Arbeit an der Uni startest oder bereits Erfahrung im Schreiben mitbringst: In unseren praxisnahen Workshops bekommst Du unter anderem Tipps, • wie Du Deinen Schreibprozess planen und organisieren kannst, • wo und wie Du relevante Literatur und Quellen zu Deinen Thema finden, • wie Du Deine Gedanken ordnen und strukturieren kannst, • oder wie Du Literaturverwaltungsprogramme und KI-Tools im Studium sinnvoll nutzen kannst.
Abgerundet wird die Woche durch eine betreute Schreibgruppe – ideal, um das Gelernte direkt auf das eigene Projekt anzuwenden. Starte in der vorlesungsfreien Zeit richtig durch – oder gib die erste Hausarbeit noch vor dem Urlaub ab!
Julian Helmchen und Liska Toppe von der UniversitätsbibliothekTeilnehmende der International Staff Training Week 2026Workshop im Track „Open Science in Libraries“
Vom 23. bis 25. Juni 2026 begrüßte die Universitätsbibliothek der Freien Universität 20 Bibliothekskolleg*innen aus verschiedenen Ländern zum Library Track der International Staff Training Week. Unter dem Titel „Open Science in Libraries“ standen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen rund um Open Access, Forschungsdatenmanagement, Data Literacy und Wissenschaftskommunikation im Mittelpunkt.
In Vorträgen, Workshops und Diskussionen tauschten sich die Teilnehmenden über die Rolle von Bibliotheken in einer offenen Wissenschaft aus und brachten dabei Erfahrungen aus unterschiedlichen Hochschul- und Bibliothekssystemen ein.
Besonders bereichernd war der Blick auf die vielfältigen Wege, mit denen Open Science weltweit gefördert wird. Während einige Einrichtungen mit kreativen Anreizsystemen arbeiten, von Open-Science-Awards bis hin zu Kuchen für die Veröffentlichung besonders vieler Preprints, setzen andere auf verpflichtende Vorgaben, etwa zur Ablage von Publikationen in Repositorien. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die institutionelle Verankerung von Open Science sehr unterschiedlich ist: In manchen Hochschulen liegt die Verantwortung bei den Bibliotheken, in anderen bei Forschungsabteilungen oder zentralen Verwaltungseinheiten. Auch personelle Ressourcen, Aufgabenverteilungen und die Sichtbarkeit entsprechender Tätigkeiten unterscheiden sich erheblich. Darüber hinaus wurden Fragen des Zugangs zu Sammlungen und des Umgangs mit kolonial geprägten Beständen diskutiert, Themen, die Bibliotheken weltweit beschäftigen, wenn auch aus unterschiedlichen Perspektiven.
Deutlich wurde während der drei Tage, dass Bibliotheken weltweit vor ähnlichen Fragen stehen: Wie können Forschende für Open Science gewonnen werden? Welche Unterstützungsangebote werden benötigt? Und wie lassen sich neue Kompetenzen nachhaltig vermitteln?
Neben den fachlichen Inhalten bot die Veranstaltung zahlreiche Gelegenheiten zur Vernetzung und zum persönlichen Austausch. Die Gespräche zeigten, wie wertvoll internationale Perspektiven für die Weiterentwicklung bibliothekarischer Angebote sind. Trotz aller Unterschiede verband die Teilnehmenden eine große Offenheit, Neugier und Bereitschaft, voneinander zu lernen und sich für die eigene Praxis inspirieren zu lassen.
„Spannend war zu sehen, wie unterschiedlich Open Science in den einzelnen Ländern organisiert wird. Viele Herausforderungen ähneln sich, aber die Lösungsansätze sind oft überraschend kreativ, davon nehme ich viele Anregungen für meine eigene Arbeit mit“,
fasste eine Teilnehmerin ihre Eindrücke zusammen.
Die abschließende Podiumsdiskussion griff viele der Themen und Impulse der vergangenen Tage auf und machte deutlich, wie wichtig internationale Zusammenarbeit für die Zukunft von Bibliotheken und Open Science bleibt.
Wir danken allen Teilnehmenden für die inspirierenden Gespräche, die Offenheit im Austausch und die vielen Anregungen, die über die Veranstaltung hinaus nachwirken werden.
Berlin erlebt schon jetzt vier offizielle Hitzetage mit über 30 Grad – und der Sommer hat gerade erst begonnen. Regelmäßig trinken, beispielsweise durch die vom Studierendenwerk aufgestellten Trinkwasserbrunnen oder das geprüfte Leitungswasser auf dem Campus der Freien Universität Berlin können Abhilfe schaffen.
Für eine längere Auszeit von der Hitze finden Sie an mehreren Standorten der Universitätsbibliothek angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten. Dort ist es momentan dank architektonischer Kühlung oder schattiger Lage vergleichsweise gut auszuhalten:
Die Temperaturen können natürlich je nach Tageszeit und Auslastung variieren. Die Campusbibliothek und Philologische Bibliothek sind außerdem am Wochenende geöffnet. Die Fachbibliothek Rechtswissenschaft bleibt am Sonntag, den 28. Juni, ausnahmsweise geschlossen. Am Samstag und Sonntag werden bis zu 40 Grad erwartet. Kommen Sie gut durch die heißen Tage!
(Bildquelle: UB)
Redaktioneller Hinweis: Der Beitrag wurde nachträglich um die Fachbibliothek Nordamerikastudien ergänzt.
Summer, Sun, Library: The Best Cool Places to Study on Campus
Berlin has already experienced four official heatwave days with temperatures above 30 degrees – and summer has only just begun. Staying hydrated by drinking regularly – for example, from the drinking fountains set up by the Studierendenwerk or the tested tap water on the Freie Universität Berlin campus—can help.
If you’re looking for a longer break from the heat, several locations of the University Library offer pleasantly cool places to spend some time. Thanks to architectural cooling or their shaded locations, these spots are currently relatively comfortable:
Meteorology Library (Carl-Heinrich-Becker Weg 6-10, New building, 2nd floor)
Of course, temperatures may vary depending on the time of day and how busy the library is. The Campus Library an the Philological Library are also open on weekends. The Law Library will be closed on Sunday, June 28, as a one-time exception. Temperatures are expected to reach up to 40 degrees on Saturday and Sunday. Stay Cool During the Hot Days!
Editor’s Note: The article was subsequently updated to include the Library of North American Studies.
Ein Jahr geht schnell vorbei. Erst recht in einer Bibliothek, in der täglich gelernt, geforscht, beraten, organisiert, digitalisiert, publiziert, geplant und entdeckt wird.
Mit unserem Jahresbericht 2025 blicken wir auf zwölf abwechslungsreiche Monate zurück. Dabei geht es nicht nur um Zahlen und Projekte. Es geht vor allem um die Menschen, die die Universitätsbibliothek jeden Tag mit Leben füllen: unsere Mitarbeitenden, unsere Nutzer*innen und unsere vielen Partner*innen innerhalb und außerhalb der Freien Universität.
Der Bericht versammelt Geschichten, Entwicklungen und Ergebnisse aus den unterschiedlichen Bereichen der Bibliothek. Er zeigt, wie sich unsere Angebote weiterentwickeln, welche Themen uns beschäftigt haben und welche Projekte wir gemeinsam auf den Weg bringen konnten. Von Open Science und Open Access über Digitalisierungs- und Erschließungsprojekte bis hin zu Veranstaltungen, Ausstellungen und neuen Services für Studium, Forschung und Lehre.
Das vergangene Jahr hat uns nicht nur fachlich gefordert. Angesichts angespannter finanzieller Rahmenbedingungen und organisatorischer Veränderungen war vieles nicht selbstverständlich. Umso mehr freuen wir uns über die Projekte, Entwicklungen und Erfolge, die durch das große Engagement, die Kreativität und die Zusammenarbeit unserer Kolleg*innen möglich wurden.
Ein Jahresbericht ist immer auch eine Gelegenheit, kurz innezuhalten und zurückzuschauen: Was haben wir erreicht? Was haben wir gelernt? Und wohin möchten wir uns weiterentwickeln?
Wir laden Sie herzlich ein, mit uns auf das Jahr 2025 zurückzublicken und danken allen, die unsere Bibliothek begleiten, unterstützen und nutzen.
Ab dem 1. Juni 2026 gelten in der Zentralbibliothek (Garystr. 39) von Montag bis Freitag einheitliche Öffnungszeiten für alle Servicebereiche. Der Lesesaal im 2. Stock passt sich damit der bisherigen Öffnungszeit der Leihstelle im 1. Stock an. Ab sofort können Sie die Arbeitsplätze im Hauptlesesaal, Coworking-Space, in den Gruppenarbeitsräumen mit Webex-Boards („Labs“) und Studienkabinen durchgehend Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr nutzen.
Die Lesesaal-Auskunft konzentriert ihr Serviceangebot künftig auf den Zeitraum von 12 bis 16 Uhr. Vormittags von 9 bis 12 Uhr steht Ihnen das Auskunftsteam als mobiler Beratungsservice zur Verfügung.
Die im Lesesaal bereitgestellten Medien können durchgehend von 9 bis 20 Uhr ausgeliehen werden.
Alle Servicebereiche der Zentralbibliothek inklusive des Lesesaals sind Mo–Fr durchgehend von 9 bis 20 Uhr geöffnet.
Veränderte Servicezeiten im Lesesaal:
9–12 Uhr: Mobiler Beratungsservice – das Team der Auskunft & Teaching Library hilft Ihnen gerne weiter und steht auf Abruf für Sie bereit.
12–16 Uhr: Vollumfänglicher Service vor Ort wie bisher
16–20 Uhr:
Die Mitarbeitenden des Sicherheitsdienstes übernehmen die Erstinformation, die Ausgabe und Rückgabe der Schlüssel für Studienkabinen und Dauerschließfächer sowie von Workshop-Equipment.
Die Ausleihe von bereitgestellten Bestellungen ist im gesamten Zeitraum von 9 bis 20 Uhr möglich.
Sie haben Fragen? Unser Team ist jederzeit per E-Mail oder über das Kontaktformular für Sie da.
Central Library: New Opening Hours and Service Times for the Reading Room
Starting June 1, 2026, the Central Library (Garystr. 39) will have uniform opening hours for all service areas from Monday through Friday. The reading room on the 2nd floor will thus align with the current opening hours of the circulation desk on the 1st floor. Effective immediately, you can use the workstations in the main reading room, the coworking space, the group study rooms with Webex boards (“Labs”), and the study booths Monday through Friday from 9 AM to 8 PM.
Effective immediately, the Reading Room Information Desk will limit its services to the hours of 12 PM to 4 PM. In the mornings, from 9 AM to 12 PM, the information team will be available as a mobile reference service.
Media available in the reading room may be borrowed at any time between 9 AM and 8 PM.
All areas of the Central Library, including the reading room, are open Monday through Friday from 9 AM to 8 PM.
Changed service hours in the reading room:
9 AM – 12 PM: Mobile Help Desk – the Information & Teaching Library team is happy to assist you and is available on call.
12 PM – 4 PM: Full on-site service as usual
4 PM – 8 PM:
Security staff are responsible for providing initial information and for issuing and collecting keys for study booths and long-term lockers, as well as for workshop equipment.
Items that have been reserved can be picked up anytime between 9 AM and 8 PM.
Do you have any questions? Our team is always available to assist you via email or through the contact form.
Vom 19. bis 22. Mai 2026 findet die BiblioCon in Berlin statt: die wichtigste Fachkonferenz für Bibliotheken im deutschsprachigen Raum.
Wir freuen uns, auch in diesem Jahr mit zahlreichen Beiträgen vertreten zu sein. Kolleg*innen aus verschiedenen Bereichen unserer UB gestalten Vorträge, Hands-on-Labs, Panels und Arbeitssitzungen zu Themen wie UX-Forschung, Informationskompetenz, Open Access, Forschungsdatenmanagement, generativer KI, Nachhaltigkeit und Liaison Librarianship.
Eine chronologische Übersicht unserer Programmpunkte:
Dienstag, 19. Mai
Zwischen Auskunft und Schreibberatung: Niederschwellige Wege für Hochschulbibliotheken
Schätzen, wiegen, handeln – die Klimowaage unterstützt Bibliotheken in einer wirksamen Klimakommunikation!
AG „Vereinbarungen zu Nutzungsrechten an Forschungsdaten“
Quo vadis DH-Zentren/Labs: Kompetenzen der Digital Humanities kollaborativ vermitteln (Öffentliche Arbeitssitzung)
Gute wissenschaftliche Praxis und generative KI in wissenschaftlichen Bibliotheken“
Mittwoch, 20. Mai
Bedarf und Angebot – ist es ein Match? Vermittlung von Publikationsdienstleistungen für Diamond Open Access durch SeDOA
Arbeitskreistreffen „Liaison Librarianship D-A-CH
Qualitative Daten auswerten – UX-Roundtable für Informationsspezialist*innen
Smørrebrød, Salsa und Sushi: Das vielseitige Menü der regionalen Fachinformationsdienste
Luft raus beim Thema Nachhaltigkeit? Praxistipps konkret und wirksam: Wie Sie sich und ihr Team wieder boostern!
Donnerstag, 21. Mai
oa.atlas zum Mitmachen: Chancen, Herausforderungen und neue Features diskutieren
BOOM! PAF! ¡BUM! – Comicsammlungen in den Fachinformationsdiensten (FID)
Kommunikation als Kernaufgabe oder warum wir als Bibliotheksbeschäftigte alle kommunizieren sollten
Algorithmic Literacy im Spannungsfeld von KI-Effizienz und Informationskompetenz
Freitag, 22. Mai
Willkommen?! Untersuchung der emotionalen und sozialen Dimensionen der Bibliotheksnutzung für First Generation Studierende
Wir freuen uns auf spannende Gespräche, neue Impulse und den Austausch mit Kolleg*innen aus Bibliotheken und Wissenschaftseinrichtungen.
Wir haben das Open Heritage Statement unterzeichnet und unterstützen damit diese internationale Initiative für einen gerechteren und offenen Zugang zum kulturellen Erbe im digitalen Raum.
Das Statement wurde im Rahmen der Open Heritage Coalition von mehr als 60 Organisationen aus 25 Ländern entwickelt und von Creative Commons koordiniert. Es formuliert eine gemeinsame Vision für den Abbau von Barrieren beim Zugang zu kulturellem Erbe und setzt sich für dessen freie Nutzbarkeit in Forschung, Bildung und kreativen Kontexten ein.
Mit der Unterzeichnung schließen wir uns einer wachsenden internationalen Gemeinschaft von Institutionen an, die sich für offene, nachhaltige und zukunftsorientierte Zugänge zu kulturellen Ressourcen einsetzen. Das Open Heritage Statement versteht sich dabei als Grundlage für einen globalen Dialog über den Umgang mit digitalem Kulturerbe und als Beitrag zur Weiterentwicklung entsprechender politischer und institutioneller Rahmenbedingungen.
University Library signs the Open Heritage Statement
We have signed the Open Heritage Statement, and are thereby supporting an international initiative promoting more equitable and open access to cultural heritage in the digital environment.
The Statement was developed within the Open Heritage Coalition by more than 60 organizations across 25 countries and coordinated by Creative Commons. It articulates a shared vision to remove barriers to cultural heritage and to enable its use in research, education, and creative contexts.
By signing the Statement, we join a growing international community of institutions committed to open, sustainable, and future-oriented access to cultural resources. The Open Heritage Statement aims to foster global dialogue on digital cultural heritage and to contribute to the development of supportive policy and institutional frameworks.
Ziel des Relaunchs war es, unsere Angebote klarer, verständlicher und nutzungsorientierter darzustellen. Die neue Webseite führt Sie schneller zu den gesuchten Informationen und unterstützt Sie dabei, sich intuitiv zu orientieren.
Dafür haben wir die Struktur vereinfacht: Statt gewachsener Organisationslogiken stehen nun Services und Nutzungsszenarien im Mittelpunkt. Inhalte wurden gebündelt, überarbeitet und deutlich reduziert. Die Texte sind kürzer, verständlicher und auf die Nutzung im Web ausgerichtet. Barrierearmut und Suchmaschinenoptimierung haben wir von Anfang an mit bedacht.
Die neue Webseite basiert nicht nur auf internen Überlegungen, sondern auch auf Rückmeldungen von Nutzenden. In mehreren Testphasen wurde die Navigation überprüft und gezielt angepasst.
Der Relaunch ist in enger Zusammenarbeit vieler Kolleg*innen aus der Universitätsbibliothek entstanden. Künftig sollen klare Zuständigkeiten und ein gemeinsamer Redaktionsleitfaden dafür sorgen, dass die Inhalte aktuell und konsistent bleiben.
Im Moment arbeiten wir an der Feinjustierung und der englischen Sprachversion, um die Inhalte künftig auch international zugänglich zu machen.
Die neue UB-Webseite ist der Ausgangspunkt für weitere Entwicklungen: Perspektivisch sollen auch die Webseiten der Fachbibliotheken stärker vereinheitlicht werden. Die neue Webseite der Zentralbibliothek, die parallel online ging, könnte dabei als Orientierung dienen.
Wir laden Sie ein, die neuen Seite zu entdecken, und freuen uns über Feedback an kommunikation@ub.fu-berlin.de.
Horst W. Hartwichs Nachlass und der Altaktenbestand des Akademischen Außenamtes sind fertig erschlossen.
Hartwich, Horst W.
Gründung der Außenkommission und frühe Aufgaben (1949)
Die Außenkommission der Freien Universität Berlin wird im Jahr 1949 für die Erfüllung aller Aufgaben rund um die Außenbeziehungen der Universität ins Leben gerufen. Laut Beschluss des Akademischen Senats vom 10. Januar 1949 soll in seine Zuständigkeit nicht nur die Durchführung von Gastvorlesungen und -vorträgen ausländischer und westdeutscher Gäste, sondern auch die Initiierung und Betreuung des Studierendenaustausches sowie die Veranstaltungsorganisation mit Bezug zu auswärtigen Verbindungen fallen.
Internationale Ausrichtung der jungen Universität
Direkt nach ihrer Gründung und nicht zuletzt durch die von Beginn an enge ideelle Verbindung zu den USA, die sich anfänglich vor allem in der großzügigen finanziellen Förderung der Freien Universität durch die amerikanische Ford Foundation widerspiegelt, orientiert sich die junge Universität nach außen und beginnt, zahlreiche internationale Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen – eine Aufgabe, die schnell über die ursprünglich vorgesehenen Tätigkeitsfelder der Außenkommission hinauswächst.
Vom Ehrenamt zur Verwaltungsstruktur: Das Akademische Außenamt
1958 wird parallel zur Außenkommission das Akademische Außenamt gegründet, um dem über die Jahre sich ausdifferenzierenden und wachsenden Tätigkeitsfeld mit entsprechender Infrastruktur innerhalb der Universitätsverwaltung gerecht werden zu können.
Horst W. Hartwich und vier Jahrzehnte Außenbeziehungen
Untrennbar verknüpft mit dem Auf- und Ausbau der Außenkommission bzw. des Akademischen Außenamtes ist sein langjähriger Geschäftsführer bzw. Leiter Horst W. Hartwich, der im Juli 1949 – damals noch Medizinstudent der Gründergeneration und Außenreferent des Allgemeinen Studentenausschusses der Freien Universität – als Sekretär in zunächst studentischer Anstellung die Arbeit rund um die Außenangelegenheiten der Freien Universität aufnimmt. Bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1994 und über einige interne Umstrukturierungen und Umbenennungen der Abteilung hinweg hat Horst W. Hartwich die Leitung des Akademischen Außenamtes inne, prägt damit die Außenbeziehungen der Freien Universität über mehr als vier Jahrzehnte ohne Unterbrechungen und trägt maßgeblich zu ihrem Aufbau und nachhaltigen Bestehen bei.
Kontinuität über die Pensionierung hinaus
Kaum verwunderlich, dass kurz vor seiner planmäßigen Pensionierung im Jahr 1989 zahlreiche Vertreter der Fachbereiche und des Lehrkörpers den Präsidenten Prof. Dr. Dieter Heckelmann ihr Bedauern über das Ausscheiden von Horst W. Hartwich ausdrücken und um Prüfung von Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung über die offizielle Altersgrenze hinaus bitten. Tatsächlich übernimmt Horst W. Hartwich die kommissarische Leitung des Akademischen Außenamtes noch für einige Jahre bis 1994. Noch über seine endgültige Pensionierung hinaus engagiert er sich zudem als Leiter des Deutsch-Amerikanischen Informationsbüros auf dem Feld der internationalen Beziehungspflege und bleibt der Freien Universität als Geschäftsführer der Ernst-Reuter-Gesellschaft verbunden.
Der Aktenbestand des Akademischen Außenamtes
Der Bestand Akademisches Außenamt, dem die Akten der Außenkommission aufgrund der häufig nicht eindeutig abgrenzbaren Provenienzen zugeordnet wurden, gibt Einblicke in die Zusammenarbeit der Freien Universität mit der Ford Foundation und in diesem Zusammenhang insbesondere in die Verwendung der amerikanischen Spendengelder für den Auf- und Ausbau der Universität, so u. a. für den Bau des Henry-Ford-Baus und der Universitätsbibliothek in der Garystraße und die Weiterentwicklung der Fakultäten und Institute auf dem Gebiet von Forschung und Lehre.
Aufgabenbeschreibung ca. 1960
Internationale Studierende, Austausch und Partnerschaften
Darüber hinaus finden sich Unterlagen zum Studium ausländischer Studierender an der Freien Universität und zur Gründung eines Studienkollegs für die Vermittlung von deutschen Sprachkenntnissen und Vorbereitung der Aufnahme eines regulären Studiums an der Universität. Ein großer Teil der Akten dokumentiert die Etablierung und Pflege der zahlreichen internationalen Kontakte der Freien Universität zu ausländischen Universitäten in Form von Partnerschaften und akademischem Austausch sowohl auf der Ebene des Lehrkörpers als auch der Studierenden auf nahezu allen Kontinenten.
Internationale Netzwerke und herausragende Partnerschaften
So ist neben dem Kontakt zu zahlreichen anderen renommierten Universitäten die Verbindung zur Columbia University – erste offizielle ausländische Partneruniversität der Freien Universität – und zu ihren Vertretern, wie beispielweise dem Politikwissenschaftler Franz L. Neumann, im Bestand umfassend dokumentiert.
Gastdozierende, Kooperationen und Stipendienprogramme
Dementsprechend finden sich weitere Unterlagen zur Gewinnung von prominenten Gastdozierenden- und professor*innen für die Freie Universität durch das Akademische Außenamt bzw. die Außenkommission, bspw. zum Mitbegründer des Leo Baeck Institute Prof. Adolf Leschnitzer, der zunächst als Gastprofessor und später Honorarprofessor zwischen 1955 und 1972 Judaistik und Jüdische Geistesgeschichte an der Freien Universität lehrte. Aber auch Kooperationen und Kontakte mit Organisationen im Inland, v. a. mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Fulbright-Kommission, hier insbesondere auf dem Feld der Begabtenförderung und Stipendienvergabe, lassen sich anhand der Akten detailliert nachvollziehen.
Repräsentation und akademische Festkultur
Nicht zuletzt gibt der Bestand des Akademischen Außenamtes Einblicke in die Planung und Durchführung zahlreicher Festveranstaltungen an der Freien Universität wie die Besuche des US-amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy und seines Bruders Robert, Empfänge für wichtige – nicht nur ausländische – Vertreter*innen aus Politik und Wissenschaft und Feiern anlässlich der Verleihung von Ehrendoktor- und Ehrenbürgerwürden. Diese und viele weitere feierliche Anlässe sind in der Fotosammlung des Universitätsarchivs umfangreich dokumentiert.
Erschließung, Nutzung und Forschungspotenzial des Bestandes
Nicht nur das gesamte Berufsleben von Horst W. Hartwich, sondern zahlreiche spannende Aspekte der Entwicklung der Freien Universität hin zu einer international bestens vernetzten Universität spiegeln sich im Aktenbestand des Akademischen Außenamtes wider. Die Erschließung des Altaktenbestandes bis 1970, des kleinen beruflichen Nachlasses von Horst W. Hartwich sowie des korrespondierenden Protokollbestandes der Außenkommission konnte in diesem Jahr im Universitätsarchiv finalisiert werden.
Zugang und Kontakt zum Universitätsarchiv
Schon vor Abschluss der Verzeichnungsarbeiten erfreute sich der Bestand Akademisches Außenamt eines regen Interesses durch Archivnutzende. Durch die inzwischen vollständige Veröffentlichung aller Erschließungsinformationen in der Online-Findhilfe des Universitätsarchivs ist aufgrund der größeren Sichtbarkeit eine weiterhin hohe Nutzungsfrequenz zu erwarten.
Inhaltliche Anfragen nimmt das Team des Universitätsarchivs gerne unter der E-Mail-Adresse archiv@fu-berlin.de entgegen.