Weltklimarat veröffentlicht Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme

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Der Sonderbericht Klimawandel und Landsysteme (SRCCL) ist bereits am 08. August vom Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) in Genf auf einer Pressekonferenz vorgestellt worden. Zuvor wurden die Hauptaussagen auf der 50. IPCC-Plenarsitzung vom 2. bis 6. August verabschiedet.

Der Weltklimarat wurde im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet. Er beauftragt Experten die Ergebnisse der Forschungen aus verschiedenen Disziplinen zusammen zu stellen, dabei verzichtet der IPCC aber darauf, Handlungsratschläge oder politische Empfehlungen auszusprechen.

Die deutsche Übersetzung der Hauptaussagen des Berichtes finden Sie hier. Eine Schlussfolgerung des Berichts lautet: „Mit zunehmender Verzögerung von ambitioniertem Klimaschutz in allen Sektoren steigt die Menge an CO2, die der Atmosphäre vor allem durch land-basierte Methoden wieder entzogen werden müsste, um die Klimaziele von Paris einzuhalten.“

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11. Berliner Europa-Dialog: Der Klimawandel – Neues Thema der Populisten?

11. Berliner Europa – Dialog – Veranstaltungsposter

Das Dokumentationszentrum UN-EU der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin lädt zum 11. Berliner Europa-Dialog ein. Am 28.05. um 18 Uhr beginnt die Veranstaltung mit dem Titel: Der Klimawandel – Neues Thema der Populisten? im Henry-Ford-Bau (Hörsaal A) in der Garystr. 35 in 14195 Berlin.

Der Klimawandel bringt junge Menschen auf die Straßen: Die „Fridays-for-Future“-Bewegung mobilisiert die Jugend nicht nur in Deutschland und Europa und hat bereits medial prominente Gesichter geschaffen. Im Rahmen der der Initiative „Scientists for Future“ haben sich Klimaforscherinnen und Klimaforscher mit den Jugendlichen solidarisch erklärt.

Gleichzeitig beginnt der Europawahlkampf. Nach Umfragen könnten populistische Parteien nach den Wahlen in bisher ungekannter Stärke ins Europäische Parlament einziehen. Haben sich diese – wenngleich sehr unterschiedlichen – Parteien bislang auf Themen wie Flüchtlingspolitik und Elitenressentiment konzentriert, könnte sich nun ein neues Thema abzeichnen: die populistische Kritik am Diskurs des Klimawandels.

Eine Studie der Beratungsgesellschaft adelphi kommt zu dem Ergebnis, dass die Hälfte aller Gegenstimmen im Europäischen Parlament bei Resolutionen zu Klima- und Energie aus dem rechtspopulistischen Parteienspektrum kommt. Deren Einfluss dürfte weiterwachsen.

Ist Klimapolitik die neue Flüchtlingspolitik? Wie sollte nach den Europawahlen mit Parteien umgegangen werden, die den Klimawandel leugnen? Welche konkreten Folgen für politische Entscheidungen im neuen Parlament sind zu erwarten? Was können Bürgerinnen und Bürger tun, um Druck auf Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auszuüben?

Diese und weitere Fragen diskutieren:

  • Dr. Klaus Jacob, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsbereiche Politische Systeme und Politikfeldvergleich, Forschungsleiter des Forschungszentrums für Umweltpolitik
  • Carla Reemtsma, Mitglied der „Fridays-for-Future“-Bewegung
  • Prof. Dr. Marc Ringel, Mitglied im Rednerdienst TEAM EUROPE der Europäischen Kommission
  • Stella Schaller, adelphi, Co-Autorin der Studie “Convenient Truths – Mapping climate agendas of right-wing populist parties in Europe”

Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Prof. Dr. Tanja A. Börzel, Inhaberin des Jean Monnet Lehrstuhls und Leiterin der Arbeitsstelle Europäische Integration, Freie Universität Berlin.

Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe Berliner Europa-Dialog wird kooperativ organisiert vom Dokumentationszentrum Vereinte Nationen – Europäische Union der Freien Universität Berlin, dem Europäischen Informationszentrum Berlin (Träger: Deutsche Gesellschaft e. V.) sowie der Europa-Union Berlin e. V.

Wir würden uns freuen, Sie zu der Podiumsdiskussion begrüßen zu dürfen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Ihre Anmeldung senden Sie bitte bis zum 27.05.2019 an info@eu-infozentrum-berlin.de.

Links zum Thema finden Sie hier.

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Drei freie Datenbanken zum Klimawandel

Neu im Datenbank-Infosystem aufgenommen wurden drei lizenzfreie Datenbanken, die Volltexte, Aufsätze, Fakten und Informationen zum Klimawandel beinhalten.

Der Impact2C Web-Atlas zeigt Kartenmaterial von Europa, das Veränderungen zeigt, die sich durch die Klimaänderung ergeben, wenn das 2°C-Ziel eingehalten wird. Die Faktendatenbank ist untergliedert in die vom Klimawandel betroffenen Bereiche der Gesellschaft und der terrestrischen Ökosysteme.

Mit KLIMAPS stellt das Julius Kühn-Institut (JKI) Informationen zum Klimawandel für Forscher, Politikberatung, landwirtschaftliche Produzenten und Berater sowie die interessierte Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die Datenbank enthält aktuelle Forschungsergebnisse und Informationen aus der Fachliteratur zu den Klimafolgen für Kulturpflanzen, Schaderreger, Nützlinge, Pflanzenschutzverfahren, Boden, Landwirtschaft und deren Interaktionen. Der Online-Wissenstransfer soll einen Informationsaustausch und eine angemessene Reaktion auf den Klimawandel erleichtern. Allen Texte sind Klimaänderungsfaktoren wie erhöhter CO2-Gehalt, erhöhte Ozon-Konzentration oder abnehmende Niederschläge sowie weitere Schlagworte zugeordnet.

Das Deutsche Klimavorsorgeportal KLiVO der Bundesregierung bündelt Daten und Informationen zum Klimawandel sowie Klimaanpassungsdienste. KLiVO ist hervorgegangen aus der 2008 beschlossenen Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) und soll dabei helfen, einen Rahmen zur Anpassung an die Folgen zu schaffen.

Wo stehen die EU-Länder zur Bekämpfung des Klimawandels?

Das Climate Action Network Europe (CAN) hat kürzlich eine Studie zum Pariser Klimaabkommen veröffentlich (in Kooperation mit der Europäischen Kommission). In der Veröffentlichung werden die einzelnen Mitgliedsstaaten auf Einhaltung ihrer Ziele überprüft und eine Rangliste erstellt. Laut CAN tut allerdings kein europäisches Land genug, um den Klimawandel wirkungsvoll zu bekämpfen oder die CO2-Emissionen zu senken.

Während Schweden beispielsweise laut Prognosen ihre Klimaziele für 2030 bereits Ende diesen Jahres erreichen wird und in der Rangliste ganz oben steht, hinken andere Länder hinterher. Deutschland wird seine Ziele für 2020 voraussichtlich verfehlen, insbesondere die Ziele für Emissionsminderung und Energieeffizienz, besagt die Veröffentlichung.

Der Europäische Rat und das Parlament haben im Juni sowohl die neue Erneuerbare-Energien-Richtlinie (EER) mit einem Ziel-Anteil von 32 Prozent bis 2030 als rechtlich bindend für die Mitgliedsstaaten verabschiedet, als auch die Energieeffizienzrichtlinie mit einem EU-weiten Ziel von 32,5 Prozent bis 2030 beschlossen. Des weiteren will die EU-Kommission bis Ende des Jahres ihre Null-Emissionsstrategie für 2050 vorstellen.

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Link des Monats Dezember 2010: „Den KLIMAWANDEL bekämpfen“

Noch bis zum 10. Dezember findet der 16. Weltklimagipfel im mexikanischen Cancún statt. Auf der Konferenz werden rund 15.000 Teilnehmer und Besucher aus aller Welt erwartet, darunter Delegierte aus 190 Staaten.

Passend zu diesem Ereignis – das hoffentlich erfolgreicher verläuft als im Vorjahr – hat sich unser Link des Monats Dezember dem Klimawandel verschrieben und blickt auf Den KLIMAWANDEL bekämpfen. Die Themenseite der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) informiert mit interaktiven Grafiken, Hintergrundberichten und aktuellen Meldungen.

Danke für das Bild an WikiCommons!