„Wiederverwenden statt Wegwerfen“ – Brillenspenden-Box in der Zentralbibliothek

Die Berliner Senatsverwaltung Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz stellt Initiativen und Angebote im Sinne der Re-Use-Strategie zusammen und unterstützt deren Verbreitung. Dazu gehören verschiedene Sammelboxen, um Produkte und Materialien weiter zu verwenden, statt sie wegzuwerfen. Die AG „GreenFUBib“ hat nun in Kooperation eine Brillenspenden-Box organisiert und im Foyer der Zentralbibliothek aufgestellt.

Viele kennen diese Sammelboxen für gebrauchte Brillen aus Optikerläden. In Bibliotheken findet man zunehmend Sammelboxen für alte Handys – oder eben auch solche für Brillen. In vielen privaten Haushalten finden sich neben ausgedienten Handys sicher zahlreiche noch intakte Brillen, die aber nicht mehr verwendet werden. Bringen Sie Ihre Brillen gerne zur Spendenbox: Garystr. 39, 14195 Berlin, im Foyer neben der Eingangstür.

Für einen kleinen Beitrag, Ressourcen zu schonen und bedürftige Menschen mit einer Sehhilfe zu unterstützen, steht diese Brillenspender-Box.

Drei Ziele werden mit dieser Sammelaktion verfolgt:

  • Abfallvermeidung: viele Brillen erfüllen noch ihren Zweck und sind brauchbar
  • Sehhilfebedürftige in Entwicklungsländern erhalten gebrauchsfähige Brillen
  • Langzeitarbeitslose sortieren, reinigen und richten gesammelte Brillen und schicken diese an „BrillenWeltweit“

In diesem Zusammenhang passt ein Hinweis auf die Studie des Umweltbundesamtes zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten der Menschen in Deutschland aus dem Jahr 2020: Deutlich über 60% der Befragten stuften das Thema Umwelt- und Klimaschutz darin zuletzt als „sehr wichtig“ ein. Ressourcen zu schonen spielt dabei eine bedeutsame Rolle.

Bildquellen: Marc Spieseke und Umweltbundesamt 2021

16 gute Gründe für Nachhaltigkeit – Entdecken, Erleben, Mitmachen!

„Ich habe große Motivation, mich an der Universität zum Thema Nachhaltigkeit und Biodiversität zu engagieren. Aber es ist wirklich nicht leicht, alle Initiativen und die Angebote zu finden.“

Aussage einer Studierenden der Freien Universität Berlin während eines Kick-Off-Meetings zu den geplanten SUSTAIN IT!Hochschultagen an der Freien Universität im Juni 2022

Du bist neu an der Universität? Gerade nach Berlin gezogen und auf der Suche nach Gleichgesinnten für Gespräche zu Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Biodiversität oder Lebensmittelrettung? Du möchtest dich gezielt informieren, welche Möglichkeiten es unmittelbar neben dem Hörsaal, der Mensa oder dem Campus gibt, um neben dem Studienalltag auch ins direkte Handeln für mehr Klima- und Umweltschutz zu kommen? Wir erzählen dir dazu eine persönliche Geschichte zur Entdeckung von 16 Stationen zum Thema Nachhaltigkeit auf dem Campus Dahlem.


Sara* (Name fiktiv) ist seit dem Wintersemester 2022 an der Freien Universität in den Studienfächern Politikwissenschaften und Anglistik eingeschrieben. Sie ist neu in Berlin und möchte sich weiterhin gesellschaftlich engagieren wie zu ihrer Schulzeit. Ihr ist bekannt, dass die Freie Universität Berlin bereits 2019 den Klimanotstand ausgerufen hat und ist neugierig, welche Entwicklungen es seitdem gegeben hat, um den Auswirkungen auf Umwelt und Natur entgegenzuwirken. Sara hatte bisher Vorlesungen auf dem Campus Dahlem, Rost- und Silberlaube kennt sie mittlerweile ganz gut. Sie mag es, draußen auf den Blühwiesen, im Garten der Blätterlaube oder in einer der Bibliotheken zu sein, um zu lernen aber auch um sich mit Kommilitonen zu treffen. Sie kommt täglich mit dem Fahrrad zur Universität und sucht schon länger eine Werkstatt, da die Bremsen nachgezogen werden müssen. In ihrer WG ist die Verschwendung von Lebensmitteln oft Thema am Tisch, eine WG-Bewohnerin ist Lebensmittelretterin und fragt Sara, ob es an der Universität auch einen Ort für gerettete Lebensmittel gibt.

Das Sommersemester geht in die vorlesungsfreie Zeit und Sara möchte nun endlich mehr Informationen einholen, was es für Projekte und Initiativen gibt, bei denen man mitmachen kann. Die Webseite der Stabsstelle Nachhaltigkeit & Energie hat umfangreiche Informationen und einen Menüpunkt „Mitmachen“. Erste Informationen gibt es dort: Lebensmittelrettung und Gartenprojekte werden gezeigt. Doch Saras Anliegen, ihr Fahrrad in der Nähe der Universität zu checken, wird nicht mit den Webseiten beantwortet. Der Hinweis, den Sara zufällig in der Rubrik „Aktuelles“ findet, ist die Lösung!

Die „Sustainable Campus Tour“ machen: 16 Stationen, ca. 10.000 Schritte und ca. 90 Minuten Zeit.

Die Sustainable Campus Tour macht Nachhaltigkeits- und Klimaschutzthemen sichtbarer und stellt anschaulich Projekte und Initiativen vor, um sich zu engagieren, mitzumachen und einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit zu leisten. Die Stationen sind:

  • Herzlich willkommen!
  • Klimaneutral bis 2025!
  • Die Schüler*innen Uni
  • Philologische Bibliothek
  • FUdsharing Fairteiler
  • Solaranlagen
  • Nachhaltigkeit in der Lehre
  • Stabsstelle Nachhaltigkeit & Energie
  • Fahrrad defekt?
  • Energiesparen und Energieeffizienz
  • Fit bleiben mit Unisport
  • Die FUndgrube
  • Blätterlaube
  • Nachhaltige Mobilität
  • Internationale Netzwerke
  • Der Blühende Campus
  • Deutschlands erste grüne Mensa

Exkurs: Tipp Besuch Botanischer Garten.

Sara nimmt sich diese Zeit und startet mit Ihrem Handy und Kopfhörern wie empfohlen an der Mensa FU II (Otto-von-Simson-Str.26). Nach Eingabe der URL zur Tour in ihrem Browser kann es sofort losgehen.

Nach dem „Willkommen“ zweier sehr angenehmer Stimmen im Audiotext sieht Sara schon in der Liste, dass eine Selbsthilfefahrradwerkstatt unweit der Silberlaube existiert und auf dem Weg dorthin kommt sie auch am Raum des FUdsharings-Verteilers vorbei. Sehr begeistert ist sie von der Möglichkeit, Nachhaltigkeit in der Lehre zu erleben und wird sich mit den ABV-Kursen dazu näher beschäftigen.

Die FUndgrube zur Weiterverwendung von Büromaterialien und Alltagssachen findet Sara als Idee super, auch wenn sie nicht in das Gebäude kommt: die 360 Grad Begehung der Showrooms ist ein großartiges Feature in der Tour.

16 Stationen später…

Nach vielen Stationen, originellen Quizfragen und nützlichen Links hat Sara nun an der Veggie-Mensa in der Van’t-Hoff-Straße die Tour beendet.

Ja, diese Tour macht Lust auf Engagement und Vernetzung! Sie wird sie weiterempfehlen und sich spätestens mit Beginn des Wintersemesters beim Team der Lebensmittelretter*innen zur Verstärkung melden. Das ist praktisch, denn gerettete Lebensmittel ihrer WG-Bewohnerin kann sie dann ab und an auch mit an die Universität nehmen.

Zunächst jedoch wird der Termin bei der Selbsthilfewerkstatt fürs Fahrrad gemacht und das Klimaessen in der Mensa ausprobiert.


Bildquellen: Jennifer Gaschler, Leonie Schlick

Alles im Kreislauf! Die AG „GreenFUBib“ unterwegs

Die AG „GreenFUBib“ besuchte das „C2C“-Bildungszentrum in Berlin, Prenzlauer Berg

Das Prinzip „Cradle to Cradle“

„Cradle to Cradle“ steht für das Denken in Kreisläufen: „Von der Wiege zurück zur Wiege“ ist in der Übersetzung die Verwendung von Produkten in biologischen und technologischen Kreisläufen. Stellen Sie sich vor, dass alle Materialien von der Wandfarbe über die Deckenplatten bis hin zum Bürostuhl und dem Teppich wieder zerlegbar sind und nach ihrer Nutzung weiterverwendet werden können als neues Material. Man spricht hier von der sogenannten „Technosphäre“: Die Zirkulation von Gebrauchsmaterialien in technischen Kreisläufen. Die Niederlande machen es vor: In Venlo gibt es das Stadtverwaltungsgebäude im ganzheitlichen Verfahren der Kreislaufwirtschaft.

Die Kreislaufwirtschaft-Zertifikate gibt es bisher nicht für Räume oder ganze Gebäude, sondern nur für einzelne Produkte. Das „C2C“-Lab ist primär ein Ort für Bildung und Vernetzung und in seiner Art einmalig in Deutschland. Gerade für Unternehmen, aber auch für Verwaltungen besteht dringender Bedarf, kreislauffähiges Material für Ausstattungen zu verwenden, die Digitalisierung für eine starke Infrastruktur zu nutzen und den ökologischen Fußabdruck damit zu verringern. Die „C2C“-Mitarbeitenden vermitteln auf Anfrage gern Kontakte zu Firmen, Architekten und Handwerkern.

Büroraum mit C2C Ausstattung

Unser Besuch

Anfang März wurde ein lang geplanter Termin zusammen mit Sabine Heckmann (Ideen- und Innovationsmanagement) und Dietrich von Tengg-Kobligk (Klimaschutz- und Energiemanager) von der Stabsstelle Nachhaltigkeit „in Persona“ wahrgenommen: Wir besuchten in kleiner Runde das NGO Unternehmen „C2C“ in Berlin-Prenzlauer Berg. Dieses 2019 gegründete Unternehmen ist im Erdgeschoss eines DDR-Plattenbaus in den Räumen einer ehemaligen Apotheke untergebracht. An diese Zeit erinnern noch Türen, Fliesen und Fußboden der gemeinschaftlichen Küche, in der wir uns bei Fairtrade-Kaffee und Tee erst einmal aufwärmen durften. Staunend hörten wir dabei, dass der Küchentisch aus alten Milchkartons besteht (was man ihm aber nicht ansah!) Für eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz liefert der Ökohof Brodowin den Mitarbeitenden wöchentlich saisonales Bio-Obst und Gemüse.

Unser Fazit

Die Summe der zahlreichen einzelnen Maßnahmen zeigt in den verschiedenen Räumen das Prinzip der Kreislaufwirtschaft auf sehr eindrucksvolle Weise – vieles davon ist Inspiration pur! Was haben wir nun von dieser Besichtigung für unsere Universitätsbibliothek mitgenommen?

Wir wünschen uns, dass auch unsere Büros und Bibliotheksräume nach und nach unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit ausgestattet werden. Dazu brauchen wir viele Akteur*innen an verschiedenen Standorten und auf unterschiedlichen Ebenen. Ein „Best-Practice“-Beispiel liefert hier das bereits erwähnte Gebäude der Venloer Stadtverwaltung.

Zusammen mit den Kolleg*innen der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie sind wir uns einig:  Die im „C2C“ Lab vielfältig aufgezeigten Innovationsmöglichkeiten müssen unbedingt auch an unserer Freien Universität bekannt werden! Darum wird sich unsere AG GreenFUBib in Zukunft bemühen.

Pflanzenwände in Innenräumen sehen nicht nur gut aus, sie erzeugen ein gesundes Raumklima und sorgen für Wohlfühlatmosphäre

(Bilder: © Janet Wagner)

Lieber leihen statt kaufen

Den Zugang zu Wissen und Information zu ermöglichen und die informationelle Grundversorgung sicherzustellen, das ist Hauptaufgabe von Bibliotheken. Wissen erlangen Menschen jedoch auch über das Ausprobieren und Experimentieren mit Dingen. So sind Maker-Spaces, Living Labs oder die Bibliothek der Dinge weitere Angebote, um Bibliotheken zu Orten des Wissensaustauschs werden zu lassen.

Nicht mehr ganz neu und zunehmend verbreitet ist die Bibliothek der Dinge. Nicht täglich benötigen wir z. B. eine Eismaschine, eine Slackline oder ein Astro-Planetarium. In Bibliotheken können diese Dinge mit einem gültigen Bibliotheksausweis ausgeliehen und ausprobiert werden.

In neueren Berichten über das Leihen von Dingen liest man schnell von der Sharing Economy. Berühmt ist dazu die Aussage aus einem Blog-Beitrag von Anna Awimbo: „Have you heard of the Sharing Economy?“ my colleage asked the woman. „Of course!“ said the woman. „I’m a librarian!“.

Der begriffliche Bedeutung von Sharing Economy wird umfassend und anschaulich von Christiane Müller in ihrem Buch „Bücher leihen, Ideen teilen – Bibliotheken in der Sharing Economy“ dargestellt. „Ganz unterschiedliche Konzepte werden der Sharing Economy zugeordnet; eine einheitliche wissenschaftliche Definition existiert bislang nicht und so fällt es schwer, die Bedeutung des Begriffs klar zu fassen.“ (Müller, S. 12)

Statt Dinge dauerhaft besitzen zu müssen, können Menschen mit vorübergehendem Leihen einen beachtlichen, persönlichen Beitrag leisten, Ressourcen zu schonen, um die physische Herstellung von Produkten zu verringern. Christiane Müller gibt dies anschaulich wieder: „[…] ein Auto, das sich etwa fünf Nachbarn teilen, wird nur einmal angeschafft und produziert. So werden auch nur die Ressourcen für ein statt für fünf Fahrzeuge verbraucht. Dieses eine geteilte Auto wird dann intensiver genutzt, als dies bei einem Fahrzeug pro Person der Fall wäre.“ (Müller, S. 17)


An der Freien Universität Berlin sind das Möbellager und die FUndgrube Anlaufstellen, vor einer notwendigen Anschaffung zu prüfen, ob es den Tisch, den Stuhl oder das Regal bereits gibt.

Weltweit finden sich vielfach Bibliotheken, die das Angebot zur Bibliothek der Dinge aufnehmen und ausbauen und somit die gesellschaftliche Bereitschaft zum Teilen unterstützen.

Viel Literatur zum Thema „Sharing“ findet sich unter anderem in der Bibliografie des Netzwerks Grüne Bibliothek: https://www.netzwerk-gruene-bibliothek.de/bibliografie/.

Foto: © Boris Németh, Goethe-Institut Slowakai

Agenda 2030 – 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)

Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.

2015 wurde von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Sie sind der gemeinsame Entwurf für Frieden und Wohlstand für die Menschen und den Planeten. 

Im Mittelpunkt stehen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Sie erkennen an, dass die Beendigung von Armut und anderen Entbehrungen mit Strategien einhergehen muss, die Gesundheit und Bildung verbessern, Ungleichheit verringern, das Wirtschaftswachstum ankurbeln und gleichzeitig den Klimawandel bekämpfen und damit den Erhalt unserer Ozeane und Wälder.

Kennen Sie alle 17 Ziel? – Eine Zusammenfassung im Kurzfilm.

Und hier noch ein paar Ressourcen zur Vertiefung:

Noch mehr Informationen zur UN bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

25 Jahre UN-Weltfrauenkonferenz von Peking

Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.

25 Jahre nach ihrer Verabschiedung sind die Erklärung von Peking nach wie vor die umfassendste und transformativste globale Agenda für die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle von Frauen und Mädchen. Ihre Fortschrittsbilanz für 2020 findet zum ersten Mal im Zusammenhang mit der Agenda für nachhaltige Entwicklung 2030 und ihren Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) statt. Die Agenda 2030, zu der auch die SDG 5 über die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter und die Ermächtigung aller Frauen und Mädchen gehört, betont die zentrale Bedeutung der Gleichstellung der Geschlechter für Fortschritte bei allen Zielen und Vorgaben.

Die Abschlusserklärung der Weltfrauenkonferenz in Peking sowie die Erklärung der Konferenz in Nairobi zehn Jahre zuvor werden als Vorläufer der für die Frauenrechte wichtigen UN-Resolution 1325 aus dem Jahr 2000 gesehen, die als Meilenstein zur Ächtung sexueller Kriegsgewalt gegen Frauen und Mädchen gilt.

Literatur zum Thema:

Ten Years of Women, Peace and Security : Gaps and Challenges in Implementing Resolution 1325 – 84/2011/35053  Universitätsbibliothek (Magazinbestellung)

Women, Peace and Security : Study Submitted by the Secretary-General Pursuant to Security Council Resolution 1325 (2000) – Signatur: 88/2003/20561  Universitätsbibliothek (Magazinbestellung)

„Frauen Und Kinder Zuerst!“ : Eine Qualitative Ist-Standsanalyse Zur Implementierung Der SR-Resolution 1325 Im Österreichischen Bundesheer Im Einsatzraum an Den Beispielen Kosovo, Bosnien Und Herzegowina Und Golan ; Teilforschungsprojekt Zum Forschungsprojekt Der Landesverteidigungsakademie,BMLVS 112: Gender Mainstreaming Im ÖBH / Aga Kwiecinski. – 18/2012/2337 Universitätsbibliothek (offenes Magazin)

Noch mehr Informationen zur UN bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Zwischen Zweifeln und Fortschritten: Der SDG-Gipfel der Vereinten Nationen

Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.

Vom 24.-25. September 2019 kommen in New York die Staats- und Regierungschefs/-chefinnen zum ersten SDG-Gipfel zusammen. Vier Jahre nach Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung werden Sie beraten, wie die Umsetzung der Ziele gelingen kann.

Welche Fortschritte konnten bereits erzielt werden und wo gibt es die größten Missstände? Auf welche grundlegenden Veränderungen kommt es in den nächsten Jahren an, um die SDGs erreichen zu können? Und welche Impulse für stärkeres Handeln und notwendige Reformen können vom SDG-Gipfel der Vereinten Nationen ausgehen?

Programm

18:30: Begrüßung durch Detlef Dzembritzki, DGVN-Vorsitzender

18:35: SDG-Gipfel in New York (Dr. Marianne Beisheim, Stiftung Wissenschaft und Politik, SWP)

18:50: Live-Schaltung zum SDG-Gipfel nach New York mit Einschätzungen von Rebecca Freitag und Felix Kaminski (Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung)

19:00: Podiumsdiskussion zur Umsetzung der SDGs mit

  • Ernst Ulrich von Weizsäcker, Umweltwissenschaftler, Mitglied des Deutschen Bundestags a.D.
  • Ulli Nissen, Mitglied des Deutschen Bundestags
  • Marcel Dorsch, Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WGBU)
  • Christina Arkenberg, Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DSPG)

Moderation: Katie Gallus (angefragt)

20:00: Empfang

Bitte melden Sie sich hier für die Veranstaltung an.

Veranstaltungsadresse:  Urania
An der Urania 17
10787 Berlin

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Ohne Risiken und Nebenwirkungen? Globale Gesundheit und die Vereinten Nationen

Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.

Im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und deren Sustainable Development Goals (SDGs), ist als Ziel Nr.  3 „Ensure healthy lives and promote well-being for all at all ages“ festgehalten. Hier geht es u. a. um die Bekämpfung von Krankheiten mit geringen Überlebenschancen für die Betroffenen (AIDS, Ebola, etc.), die Bekämpfung von Mütter- und Kindersterblichkeit aber auch, um die Verbesserung der Gesundheitsvorsorge für alle.

Neben nationalen Maßnahmen bedarf es vor allem der internationalen Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen. Denn: Gesundheit trägt nicht nur zu nachhaltiger Entwicklung bei, sondern besitzt auch eine menschenrechtliche und sicherheitspolitische Dimension.

Die DGVN lädt am 10.04.2019 von 18:30 – 21:00 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung über folgende Fragen ein: Welche Schwerpunkte setzt Deutschland im Bereich der globalen Gesundheit? Was verbirgt sich hinter dem Globalen Aktionsplan für ein gesundes Leben und Wohlergehen aller Menschen? Und wie kann das Menschenrecht auf Gesundheit verwirklicht werden?

Programm:

Begrüßung: Detlef Dzembritzki, DGVN-Vorsitzender

Deutschlands Politik im Bereich der globalen Gesundheit

  • Prof. Dr. Andrew Ullmann, MdB, stellv. Vorsitzender Unterausschuss Globale Gesundheit
  • Karolin Seitz, Global Policy Forum

Kommentar: Das Menschenrecht auf Gesundheit
Dr. Kerstin Leitner
, DGVN-Präsidium

Kommentar: Gesundheit und Sicherheit
Daniela Braun
, Konrad-Adenauer-Stiftung

Diskussion | Moderation: Maike Voss, Stiftung Wissenschaft und Politik

anschließend Empfang

Veranstaltungsort: Hotel Aquino / Katholische Akademie Berlin, Hannoversche Str. 5b, 10115 Berlin

Es wird um Anmeldung gebeten.

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Die Spotlight-Initiative: Gewalt gegen Frauen und Mädchen beseitigen

Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.

Die Europäische Union und die Vereinten Nationen starten eine neue, globale, mehrjährige Initiative zur Beseitigung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen (VAWG) – die Spotlight-Initiative.

Die Initiative rückt das Thema Gleichstellung der Geschlechter und  Stärkung der Rolle der Frauen im Einklang mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen:  #SpotlightEndViolence

Die Europäische Union wird den Hauptanteil der Anfangsinvestition von 500 Mio. Euro bereitstellen. Andere Geber und Partner werden eingeladen, sich der Initiative anzuschließen, um ihre Reichweite und ihren Umfang zu erweitern. Ein UN-Multi-Stakeholder-Treuhandfond wird mit Unterstützung der Kernorganisationen UNDP, UNFPA und UN Women verwaltet und vom Exekutivbüro des UN-Generalsekretärs überwacht.

Im Rahmen der Spotlight-Initiative wurde bereits die Kampagne #HerStoryOurStory ins Leben gerufen, die darauf abzielt, das Bewusstsein für die Auswirkungen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu schärfen. Ein breites internationales und lokales Publikum soll mit Hilfe eines webbasierten Videospiels dazu herausgefordert werden, zu überlegen, wie sie reagieren würden, wenn sie mit einer schwierigen Situation konfrontiert werden.

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Vorstellung des Global Monitoring Reports von UN Women

Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.

Den Versprechen Taten folgen lassen: Gleichstellung der Geschlechter in der Agenda 2030, Vorstellung des Global Monitoring Reports am:
15. Februar 2018, 17:30-20:30 Uhr, im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Marie-Schlei-Saal, Stresemannstr. 94, 10963 Berlin.

Begrüßung und Einleitung:

  • Thomas Silberhorn – Parlamentarischer Staatssekretär, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Dr. Yannick Glemarec – Beigeordneter Generalsekretär, Stellv. Exekutivdirektor, UN Women

Präsentation der Zentralen Ergebnisse des Berichts:

  • Dr. Silke Staab – Report Manager, UN Women

Podiumsdiskussion:

  • Sascha Gabizon – Exekutivdirektorin, Women Engage for a Common Future (WECF),
  • Dr. Yannick Glemarec – Beigeordneter Generalsekretär, Stellv. Exekutivdirektor, UN Women,
  • Ingrid-Gabriela Hoven – Leiterin der Abteilung „Globale Zukunftsaufgaben – Sektoren“ (BMZ),
  • Prof. Dr. Ute Klammer – Vorsitzende der Sachverständigenkommission Gleichstellung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Moderation: Conny Czymoch

Zur Veranstaltung laden BMZ und UN Women, gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und UN Women Nationales Komitee Deutschland.

Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltung an und bringen Sie Ihren Lichtbildausweis mit.

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