Die EU beantwortet Fragen zur Corona-Krise

Am 01. April 2020 hat sich Dr. Jörg Wojahn, Leiter der EU-Kommissionsvertretung in Berlin, den Fragen der Facebook-Community zur aktuellen Situation gestellt. Das Video können Sie auch als nicht-angemeldete Nutzer*in bei Facebook anschauen.

Beispiele für Fragen waren unter anderem: Warum gibt es nicht sofort schnelle finanzielle Hilfe für Spanien und Italien? Was tut die EU, um die Pandemie zu verlangsamen? Was sind die Eurobonds? Diese und weitere Fragen beantwortet Herr Wojahn in diesem Informationsvideo.

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Hack the Crisis – Berlin

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Mit „Hack the Crisis – Berlin Edition“ hat die Technologie Stiftung Berlin und CityLab Berlin ein Projekt ins Leben gerufen, das auf partizipative Mitarbeit in der gegenwärtigen Situation setzt. Auf der Online-Plattform können sich engagierte Bürger*innen austauschen und Ideen einbringen, wie die Verbreitung des Corona-Virus verlangsamt und Konsequenzen gemindert werden können.

Die Grundidee ist einfach – es wird ein Forum zur Verfügung gestellt, in dem aus der Berliner Community heraus Projekte und Ideen vorgestellt werden, in denen interessierte Mitmenschen ihre Ressourcen anbieten und aktiv mitarbeiten. Die Betreiber der Plattform stehen im stetigen Austausch mit Berliner Gesundheitsbehörden und anderen Experten und sorgen dafür, dass die besten Projekt-Ideen an Entscheidungsträger*innen weitergeleitet werden.

Berlin-Geschichte mit „Luise“

Ebenfalls neu in der Digitalen Bibliothek vertreten ist das kostenfreie Lexikon von A-Z zur Berlingeschichte und Gegenwart.

Die Webseite bietet Artikel zur Geschichte und Gegenwart Berlins. Aufgeteilt in die fünf Rubriken „Berliner Stadtentwicklung“, „Straßennamen-Lexikon“, „Lexikon der Bezirke“. „Berlin ehrt Persönlichkeiten“ (geehrte Persönlichkeiten) und „Gedenktafeln in den Bezirken“ enthält das Online-Nachschlagewerk über 26.500 Stichwörter.

Das Material wurde vom Berliner Luisenstädischen Bildungsverein e. V. zusammengestellt (in Anlehnung an den Namen wurde das Lexikon auch schlicht „Luise“ genannt). Aufgrund fehlender Fördermittel wurde 2009 die Berliner kaupert media GmbH der neue Betreiber. Die Linklisten können zum Teil Rechtschreibfehler enthalten. Die unter www.luise-berlin.de eingerichtete Volltextsuche deckt den Großteil des Lexikons nicht ab.

Deutsches Beamten-Jahrbuch Berlin lizenziert

Die CD-ROM zur gedruckten Loseblattausgabe enthält alle wichtigen Gesetze und einschlägigen Verordnungen für das Beamtenrecht Berlin (Stand: Juli 2012). Sie bilden die Arbeitsgrundlage für Personalbearbeitung und Personalführung.

Im Standardwerk enthalten sind:

  • Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht
  • Allgemeines Beamtenrecht
  • Besoldungsrecht
  • Versorgungsrecht
  • Disziplinarrecht, Korruption
  • Personalvertretungsrecht
  • Reisekosten-, Umzugskostenrecht
  • Fürsorge-, Beihilferecht
  • Sozialrecht, Schutzvorschriften, Familienförderung, Vermögensbildung

Die Volltexte lassen sich u. a. Kopieren bzw. als PDF-Datei herunterladen.

Neu in der Digitalen Bibliothek: Berlin Open Data

Das Berliner Open-Data-Portal ging Mitte September 2011 als erstes Open-Data-Portal eines deutschen Bundeslandes online. Öffentliche Verwaltungsdaten werden frei zugänglich gemacht und können u. a. für Recherchen und Apps-Entwicklungen weitergenutzt werden. Die meisten Datensätze werden vom Statistischen Landesamt bereitgestellt, wieder andere stammen aus offenen Quellen wie z. B. OpenStreetMap.

Momentan existieren Rohdaten zu folgenden Rubriken:

  • Arbeitsmarkt
  • Bildung
  • Demographie
  • Geographie und Stadtplanung
  • Kunst und Kultur
  • Sport und Erholung
  • Tourismus
  • Umwelt und Klima
  • Ver- und Entsorgung
  • Wahlen
  • Wirtschaft
  • Wohnen und Immobilien
  • Öffentliche Verwaltung, Haushalt und Steuern

Neuer Bibliothekenführer Berlin-Brandenburg in Planung

Gegenwärtig arbeitet ein Entwickler im Auftrag des KOBV an der Aktualisierung des Bibliothekenführers Berlin-Brandenburg. Der bisherige Stand kann bereits eingesehen werden. Eine Umfrage und auch die direkte Ansprache des Entwicklers sollen zu weiteren Verbesserungen führen.

(Gesehen bei bibliothekarisch.de via kobv.de)

Im Angesicht des Verbrechens

Passend zum vorangegangenen Beitrag SOKO „Buch“ ein Fernsehtipp für den heutigen Dienstag Abend, bei dem zwar Berlin die Hauptrolle spielt, es aber wohl nicht um Bücher geht: „Im Angesicht des Verbrechens“ von Dominik Graf. Irgendwo zwischen Polizeithriller und Familiensaga angesiedelt, erzählt der Zehnteiler von einem jungen Polizisten, jüdisch-lettischer Abstammung, der in Berlin in einen Bandenkrieg zwischen Zigarettenschmugglern und Zuhältern gerät. „Die Serie zeigt die Lebenswelt unterschiedlicher Ethnien in der Stadt, die alle versuchen, mit ihren hergebrachten Regeln und Gesetzen in der Metropole Berlin zu überleben“, verspricht der Fernsehsender.

Genauso abenteuerlich wie der Kurzinhalt liest sich die Produktionsgeschichte. Bereits für Herbst 2009 war eine Ausstrahlung angekündigt worden, dann verschuldete sich die Produktionsfirma. Regisseur Dominik Graf weigerte sich das Drehbuch zu ändern, so feierte man erst im Februar 2010 Premiere – dafür immerhin auf der Berlinale. Die Kritiker in den heutigen Feuilletons titeln voll des Lobes: von einer „meisterhaften TV-Serie“ (Tagesspiegel), von „dicht, komplex, großartig“ (taz) bis hin zu einem „Nie war die Russenmafia so cool wie auf Arte“ (Welt) ist zu lesen. Ab heute Abend kurz nach zehn kann sich auch der „gemeine Fernsehzuschauer“ ein Urteil bilden, wenn die beiden ersten Teile ausgestrahlt werden.

Dominik Graf gilt als einer der vielseitigsten deutschen Regisseure. Sein Spielfilmdebüt gab er 1982 mit „Das zweite Gesicht“, in dem sich ein junger Mann in eine Bibliothekarin (gespielt von Greta Scacchi) verliebt, die von unerklärlichen Erinnerungen gequält wird (nein, es waren keine verstellten Bücher ;)). Seither hat er an über 30 Film- und Fernsehproduktionen gearbeitet und acht Grimme-Preise einheimsen können, zuletzt dieses Jahr für die Friedrich-Ani-Fernsehproduktion Kommissar Süden und der Luftgitarrist.

„re:publica“ in Berlin eröffnet

Nach 2007 eröffnet ab heute die vierte re:publica ihre Tore in Berlin. Die Konferenz rund um das Thema Web 2.0 steht unter dem Motto „nowhere“ und präsentiert über 160 Veranstaltungen zum Echtzeit-Web. Alle Vorträge sollen als Videostream live ins Netz übertragen werden. Wer sich lieber persönlich unter die rund 2500 erwarteten Besucher aus 30 Ländern mischen möchte, der hat bis zum 16. April im Berliner Friedrichstadtpalast oder in der Kalkscheune Gelegenheit dazu.

Natürlich bleibt auch bei den Hauptstadtzeitungen die Veranstaltung nicht unbemerkt. Der Tagesspiegel widmet der Konferenz unter dem Titel Blogger suchen ihren Platz in der Medienlandschaft“ ein Porträt und diskutiert die Zukunft des geistigen Eigentums im Online-Zeitalter, die Berliner Morgenpost hat einige Blogger getroffen (via wiso praxis). Die Süddeutsche Zeitung hat ein Interview mit dem Berliner Netz-Aktivisten Markus Beckedahl veröffentlicht, Mitbegründer der re:publica.

Tag der Bibliotheken in Berlin und Brandenburg

Mit großen Schritten nähert sich der alle zwei Jahre stattfindende regionale Bibliothekartag für Berlin und Brandenburg. Dieses Jahr findet er am Samstag, den 21. November, im neu erbauten Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum statt. Veranstalter sind VDB Berlin/Brandenburg, DBV Berlin, BIB Berlin, DBV Brandenburg und BIB Brandenburg; die Schirmherrschaft übernimmt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.

Unter dem Motto „Wissensräume für die Zukunft“ werden in vier Sektionen wieder aktuelle Themen aus den Bibliotheken der Region aber auch darüber hinaus präsentiert und diskutiert, u.a.: Bibliothek als Ort / Bibliotheksbau, Qualitätsmanagement, Vermittlung von Informationskompetenz.

Das vollständige Programm mit Adresse, Tagungsorten und Zeiten kann im WWW eingesehen bzw. heruntergeladen werden. Die Tagung wird zeitlich umrahmt von Führungen durch das neue Grimm-Zentrum, die um 8.30 Uhr und um 15.30 Uhr angeboten werden.

200 Autoren aus aller Welt

Gerade in Zeiten der viel beschworenen „S-Bahn-Krise“ wendet sich der Blick morgens öfter als sonst den digitalen Fahrplananzeigen auf den Bahnsteigen zu. Man registriert die Massen an Mitwartenden und hofft insgeheim doch noch einen Sitzplatz in den überfüllten Zügen ergattern zu können.

Dem ein oder anderen dürfte beim Warten die vielen orange-schwarzen Werbeplakate mit dem überdimensionalen Satzzeichen aufgefallen sein, die mittlerweile kreuz und quer über Berlin verstreut sind. Nein, ausnahmsweise mal kein Wahlplakat und auch keine neue Werbeoffensive der Deutschen Post, sondern die Ankündigung zum Auftakt des alljährlichen Internationalen Literaturfestivals in Berlin.

Die neunte Auflage wird heute um 18 Uhr im Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße 24 eröffnet (ganz in der Nähe eines U-Bahnhofs ;-)) und widmet sich diesen Frühherbst vor allem der Prosa und Poesie aus den arabischen Ländern. Neben in Deutschland noch wenig bekannten Autoren – von Vertretern traditioneller arabischer Poesie bis hin zu jungen Blog-Autoren – sind natürlich auch vertraute Namen anzutreffen. Wolf Biermann, Judith Hermann, Katharina Hacker, Siegfried Lenz, Alice Schwarzer, der gerade angesagte Amerikaner John Wray (Retter der Welt) und viele andere haben ihr Kommen angekündigt (vgl. Autorenliste auf literaturfestival.com).

Bis zum 20. September werden mehr als 200 internationale Autoren in rund 300 Veranstaltungen vorlesen und diskutieren. Neben Literatur wird das Festival unter anderem von Musik, speziellen Theater- und Filmvorführungen begleitet. Konkurrenz für das Berliner Festival bietet Hamburg, wo ab heute erstmals das Harbour Front Literaturfestival eröffnet wird.