20-jähriges Jubiläum des Förderkreises Philologischen Bibliothek

Plakat 20 Jahre BüBaDer Förderkreis Philologische Bibliothek feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Gefeiert wird in der Philologischen Bibliothek am Dienstag, den 21.06.2016, ab 18 Uhr. Es wird u.a. eine Lesung des Preisträgers des diesjährigen Berliner Literaturpreises Feridun Zaimoglu geben.

 

Alle Besucherinnen und Besucher der Bibliothek und Freundinnen und Freunde des Förderkreises sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

 

Rede von Außenminister Frank-Walter Steinmeier an der FU Berlin

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier
Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier
(Quelle: Bernd Wannenmacher)

Am vergangenen Mittwoch den 21.10.2015 fand die Veranstaltung „Welt aus den Fugen – was hält uns zusammen?“ im Henry-Ford-Bau der Freien Universität statt. Anlass war das 70-jährige Jubiläum der Vereinten Nationen. Im Rahmen dessen hielt auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier eine Festrede mit dem Titel „Welt aus den Fugen – was hält uns zusammen? Die internationale Ordnung 70 Jahre nach Gründung der Vereinten Nationen.„. Diese Festrede kann nun auf den Seiten des Auswärtigen Amtes nachgelesen werden. Die Pressemitteilung der Freien Universität mit Pressefotos gibt es hier.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Freien Universität Berlin und dem dort angesiedelten Dokumentationszentrums UN-EU.

 

Zum selben Anlass fand am gleichen Abend in der Gedächtniskirche ein Festakt der DGVN mit Bundespräsident a.D. Horst Köhler statt. Dessen Rede ist hier zu finden.

 

Welt aus den Fugen – Was hält uns zusammen?

Frank-Walter Steinmeier
Frank-Walter Steinmeier (2014)

Festrede von Frank-Walter Steinmeier: Internationale Ordnung 70 Jahre nach Gründung der Vereinten Nationen

Vor 70 Jahren, am 24. Oktober 1945, trat die UN-Charta als Gründungsvertrag der Vereinten Nationen in Kraft – ein völkerrechtlicher Meilenstein für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit. Die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen engagieren sich heute in zahlreichen Organen und übernehmen damit weltpolitische Verantwortung.

Gleichzeitig scheinen die in der Präambel der UN-Charta formulierten Ziele vor dem Hintergrund des aktuellen Weltgeschehens in die Ferne gerückt: Ist die Welt aus den Fugen geraten? Was hält uns zusammen?

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier geht diesen Fragen in seiner Festrede nach und diskutiert mit Ihnen die internationale Ordnung 70 Jahre nach der Gründung der Vereinten Nationen.

Ablauf:

  • Eröffnung: Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin
  • Festrede: Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen
  • Diskussion mit dem Bundesminister des Auswärtigen, Moderation: Prof. Dr. Thomas Risse, Direktor der Arbeitsstelle Transnationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik der Freien Universität Berlin

Anmeldung bis 18. Oktober 2015: einladung@fu-berlin.de

Eine Veranstaltung der Freien Universität und des dort angesiedelten Dokumentationszentrums UN-EU

Zeit & Ort

21.10.2015, 14:30 s.t – 16:00

Henry-Ford-Bau
Garystraße 35
14195 Berlin

Am Abend des 21. 10.2015 findet zum selben Anlass, organisiert von der DGVN,  ein Festakt in der Gedächtniskirche statt.

Bild: Mueller / MSC (CC-BY-3.0-DE), überarbeitete Version

Shakespeare all around

Globe Theatre, London
Globe Theatre, London

Bei der Frage, warum man bei der Wahl des „Welttags des Buches“ auf den 23. April gekommen ist (vgl. unser Blogposting), wird als Begründung auch immer wieder der Todestag Shakespeares genannt, der auf den 23.4.1616 gefallen ist (übrigens vermeintlich identisch mit Cervantes, der vom Briten aufgrund der uneinheitlichen Einführung des Gregorianischen Kalenders allerdings faktisch um 10 Tage überlebt wurde).

Weniger bekannt bzw. weniger gesichert ist, dass auch der Geburtstag Shakespeares evtl. auf den 23.4. (1564) datiert werden kann. Überliefert ist, dass er laut Kirchenregister der Holy Trinity Church in Stratford-upon-Avon am 26. April 1564 getauft worden ist. Seit dem 18. Jahrhundert wird der 23. April dann oft als sein Geburtstag genannt, was häufig damit begründet wird, dass man im England des 16. Jahrhunderts Kinder drei Tage nach ihrer Geburt getauft habe. Nimmt man, wie etwa die Einwohner des Geburtsorts Shakespeares, Stratford-upon-Avon, den 23. April als Geburtstag an, wäre heute der 450. Geburtstag von Englands berühmtesten Dichter, der dort und an vielen anderen Orten in der Welt groß gefeiert wird.

Shakespeares Zauber und Faszination sind erstaunlich ungebrochen, was sich auch in überwältigenden Publikationszahlen ausdrückt. Jahr für Jahr erscheinen weltweit ca. 6.000(!) Publikationen über Shakespeare (darunter knapp 365 Bücher, also durchschnittlich täglich eines). Auch in der Liste der weltweit bedeutendsten Autoren des OCLC WorldCats (= weltweit größter Bibliothekskatalog) nimmt Shakespeare einen absoluten Spitzenplatz ein (vgl. „WorldCat Identities“).

Zum Shakespeare-Jubiläum erscheinen naturgemäß besonders viele neue Titel. Hingewiesen sei an dieser Stelle exemplarisch auf drei jeweils in ihrer Art sehr gelungene Einführungen:

MacGregor, Neil:
Shakespeares ruhelose Welt / Neil MacGregor. Aus dem Engl. von Klaus Binder. – München : Beck, 2013. – 347 S.. – zahlr. Ill., Kt. . – ISBN: 978-3-406-65287-5. – ISBN: 3-406-65287-5

Günther, Frank:
Unser Shakespeare : Einblicke in Shakespeares fremd-verwandte Zeiten / Frank Günther. – Orig.-Ausg.. – München : Dt. Taschenbuch-Verl., 2014. – 335 S.. – Ill. . – ISBN: 978-3-423-26001-5. – ISBN: 3-423-26001-7. – (dtv ; 26001 : Premium)

Gelfert, Hans-Dieter:
William Shakespeare in seiner Zeit / Hans-Dieter Gelfert. – München : Beck, 2014. – 471 S.. – zahlr. Ill. . – ISBN: 978-3-406-65919-5. – ISBN: 3-406-65919-5

Shakespeares Werke sind bequem über eine CD-ROM-Ausgabe überall im Campus der FU Berlin verfügbar:
Shakespeare, William: Complete Works

[Annotation aus der „Digitalen Bibliothek“ der FU Berlin: „Die CD-ROM macht das Gesamtwerk des größten englischen Dichters auf vier verschiedenen Ebenen zugänglich: Sie enthält eine moderne, wissenschaftlichen Kriterien genügende Edition seiner Dramen und Gedichte in der Originalsprache sowie die bis heute am weitesten verbreitete Übersetzung in deutscher Sprache von August Wilhelm Schlegel, Dorothea Tieck, Ludwig Tieck und Wolf Graf Baudissin. Speziellen Interessen dienen das vollständige elektronische Faksimile der „First Folio“-Ausgabe von 1623 sowie deren komplette Transkription. Alle vier „Fassungen“ der jeweiligen Werke sind szenenweise miteinander verknüpft, so daß unkomplizierte Textvergleiche möglich werden. (Digitale Bibliothek ; Bd. 61)“]

Für die Grafik Dank an Wikimedia Commons!

50 Jahre Europäisches Dokumentationszentrum in der Universitätsbibliothek!

Das Dokumentationszentrum Vereinte Nationen – Europäische Union begeht dieses Jahr den 50. Jahrestag seines Status als Europäisches Dokumentationszentrum (EDZ). Der aus diesem Anlass erschienene Artikel von Bianca Schröder in campus.leben vom 11.12.2013: Europas Zusammenwachsen begleiten liefert Informationen und Hintergründe zur Arbeit des Dokumentationszentrums.

Seit 1956 mit dem Status einer Depository Library der Vereinten Nationen und seit 1963 dem Status eines Europäischen Dokumentationszentrums versehen, werden im Dokumentationszentrum Publikationen und Dokumente der Organisationen gesammelt, Sekundärliteratur erworben, Studierende und Lehrende der Universitäten sowie externe NutzerInnen mit Informationen, Literaturrecherchen und Schulungen zu den Themenbereichen Vereinte Nationen und Europäische Integration versorgt.

Das Dokumentationszentrum UN-EU befindet sich in der Universitätsbibliothek im Lesesaalbereich im 2. OG. Der gut sortierte Freihandbereich bietet Gelegenheit zum ruhigen Arbeiten. Unterstützung bei der Literatursuche und sonstigen Fragen zum Themenbereich UN-EU geben die Mitarbeiterinnen während der Beratungszeiten vor Ort, sonst nach Terminabsprache, per E-Mail: uneu-dok@ub.fu-berlin.de oder am Telefon.

Der Geburtstag des EDZ-Netzwerkes wird zur Zeit auch mit einem Artikel in den aktuellen EU-Nachrichten Nr. 19 vom 28.11.2013 gefeiert (auf Seite 6).

Happy Birthday, DNB …

… nachträglich! Gestern feierte die Vorgängerinstitution der Deutschen Nationalbibliothek, die Deutsche Bücherei in Leipzig, ihren 100 Geburtstag. Seit 1913 hat die DNB die Aufgabe, veröffentlichte deutschsprachige beziehungsweise auf Deutschland bezogene Literatur vollständig zu sammeln, zu erschließen und zu archivieren. Der MDR blickte zum Jubiläum diese Woche in der Dokumentation Der Bücherturm hinter die Kulissen. Wer den knapp halbstündigen Film verpasst hat, kann das in der ARD-Mediathek nachholen.

Bild: Neuer Erweiterungsbau der DNB in Leipzig (Urheber: Concord, CC-BY-SA-3.0)

100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek

Zwar ist der 100. Geburtstag der deutschen Nationalbibliothek noch ein Weilchen hin – am 3. Oktober 1912 wurde die Deutsche Bücherei in Leipzig gegründet – doch schon im März haben in Leipzig und Frankfurt am Main die mehrmonatigen offiziellen Feierlichkeiten begonnen. Passend dazu hat die DNB eine eigene Website gestartet. Neben einem Jubiläumsmagazin, das bis Anfang Oktober in vier Teilen erscheint, finden sich ein Veranstaltungskalender und ein nettes Video in dem Kinder Antworten auf die wichtigsten Fragen rund ums Thema Buch suchen.

Abgerundet wird das ganze durch die Mitmach-Aktion „Wir sind ein Jahrgang“. Auf einem großen Online-Jahrgangsmosaik kann man ein Bild von sich mit Buch oder Musiktitel aus seinem Geburtsjahr einreichen, nebst Text, warum man das Medium ausgewählt hat. Die Bilder und Texte werden dabei mit einer freien Creative-Commons-Lizenz versehen.

Wer mehr zur Geschichte der DNB erfahren möchte, dem sei u. a. der FAZ-Artikel Doppelt sammeln hält besser aus der letzten Woche empfohlen, versehen mit einem programmatischen O-Ton von Generaldirektorin Elisabeth Niggemann – „Wissen wir, was eine Google-Suche uns alles nicht zeigt?“

Happy Birthday, PC!

„Es ist der Computer für jeden, der schon immer einen persönlichen Rechner im Büro, auf dem Campus einer Universität oder zu Hause haben wollte“, so bewarb der US-amerikanische Computerhersteller IBM Anfang der 1980er Jahre sein Modell 5150. Genau vor dreißig Jahren, am 12. August 1981 in New York, wurde der erste kommerzielle „Personal Computer“ vorgestellt. Das Gerät war innerhalb von dreizehn Monaten in Boca Raton, Florida, entwickelt worden und bald in vielen Büros und Privathaushalten zu finden. Das erste Modell 5150 verkaufte sich drei Mio. Mal – ursprünglich hatte man den Verkauf von „nur“ 200.000 Geräten anvisiert. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Computerspiele für 1565 US-Dollar (ca. 3540 Mark). Im Vergleich zu heute tausendfach weniger Prozessor-Geschwindigkeit (damals „nur“ 4,77 Megahertz) und mehr als hunderttausend Mal weniger Arbeitsspeicher (1981 lag der bei 16 Kilobyte!).

Danke für das Bild an Boffy b (CC-/GFDL-Lizenz)!