Freier Zugriff auf das „Erich Mendelsohn Archiv” – Der Briefwechsel zwischen Erich und Louise Mendelsohn

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist die Volltextdatenbank des „Erich Mendelsohn Archivs” (EMA).

Im Mittelpunkt des EMA steht der Briefwechsel zwischen Erich Mendelsohn und seiner Frau Luise, der sich über vier Jahrzehnte, von 1910 bis zu Mendelsohns Tod 1953 erstreckt. Die Sammlung umfasst 1410 von Erich und 1328 von Luise Mendelsohn verfasste Briefe mit insgesamt 11.000 Seiten Brieftext. Die Briefe geben Einblick in die Ideenwelt und die Arbeitsweise des bedeutenden Architekten und beleuchten ferner das Leben emigrierter deutscher Juden.

Einsteinturm, von Mendelsohn entworfen. (© Astrophysikalisches Institut Potsdam)

Mendelsohn gilt in der Architektur als Vorreiter der Stromlinien-Moderne. Eines seiner bekanntesten Werke steht in Potsdam, und zwar der „Einsteinturm”. Ein Observatorium, welches vom Leibniz-Institut für Astrophysik betrieben wird.

In der Datenbank EMA kann zeitlich durch die Jahre des Briefwechsels sowie im Register nach Personen navigiert werden.

Testzugriff auf die Datenbank „ARTstor – Images for Education & Scholarship“

Bis zum 24. Oktober 2018 kann im FU-Campusnetz kostenfrei die Datenbank ARTstore – Images for Education & Scholarship getestet werden.

Die Datenbank enthält zurzeit über 1,1 Million Aufnahmen aus über 150 Sammlungen aus den Bereichen Kunst, Architektur, Geistes- und Sozialwissenschaften. Geografisch deckt ARTstor Europa, Asien und Amerika ab und bietet Zugang zu den digitalen Beständen bedeutender Sammlungen wie Metropolitan Museum of Art, Museum of Modern Art, American Council for Southern Asian Art Collection, Ethnology Collection der Harvard University oder The Illustrated Bartsch.

Sie wird laufend durch neue Sammlungen ergänzt, wie zuletzt der des Georgia O’Keeffe Museums oder Magnum Photos. Ebenfalls angeboten werden verschiedene Werkzeuge zur Präsentation und Verwaltung der Bilder für Forschung und Lehre.

Einige Bildsammlungen (u. a. prominent auf der Einstiegsseite beworben) sind für den Testzugriff gesperrt.

Allgemeines Künstlerlexikon Online lizenziert

Neu über das FU-Campusnetz abrufbar ist die Datenbank Allgemeines Künstlerlexikon – Internationale Künstlerdatenbank – Online.

Die Online-Ausgabe des Allgemeines Künstlerlexikons enthält Informationen zu Künstlern von der Antike bis zur Gegenwart und aus allen Ländern der Welt. Verzeichnet sind Maler, Graphiker, Bildhauer, Architekten, Designer, Fotografen, Schriftkünstler, Kunsthandwerker u.v.m. Insgesamt sind über 1 Million Künstlerbiographien enthalten.

  • Über 500.000 ausführliche, signierte biographische Artikel (u.a. aus Thieme-Becker/Vollmer)
  • jährlich kommen rund 3.500 hinzu
  • Online First: neue Artikel sind sofort verfügbar, unabhängig vom Erscheinen in der Printausgabe des AKL
  • Über 9.000 Artikel zusätzlich in der jeweiligen Originalsprache
  • Ständige Aktualisierungen: Daten, Ausstellungen, Quellen werden laufend ergänzt und aktualisiert

Die Daten bzw. Volltexte stammen aus den Werken Thieme-Becker (1907-1950), Vollmer (1953-1962), Allgemeines Künstlerlexikon (AKL) (1991 ff.), Nürnberger Künstlerlexikon (2007), Lexikon der Künstlerinnen (2005), Künsterlexikon der Antike (2001-2004) und (neu seit August 2013) Pariser Lehrjahre. Ein Lexikon zu Ausbildung deutscher Maler in der französischen Hauptstadt, Band 1.
Die Artikel sind im Volltext durchsuchbar.

Der Beschreibungstext ist dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

Kulturgeschichtliches Bildarchiv mit über 800.000 Artefakten im Test

Die Datenbank wurde nach dem Testzeitraum nicht weiterlizenziert.

Bis voraussichtlich 8. Mai 2018 kann über das FU-Campusnetz kostenfrei die Datenbank Arkyves getestet werden.

Ähnlich dem gemeinfreien Online-Portal Europeana bietet Arkyves des Verlags Brill eine Sammlung aus unterschiedlichen Quellen zum Studium der Kulturgeschichte. Die Datenbank enthält über 800.000 Einträge zu u. a. Gemälden, Buchillustrationen, Emblemen und Handschriftenillustrationen aus verschiedenen Sammlungen, z. B. aus dem Getty Center Los Angeles, dem Rijksmuseum Amsterdam oder dem Herzog Anton Ulrich Museum Braunschweig und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

Die Bilder werden mit Hilfe des Klassifikationssystems ICONCLASS inhaltlich erschlossen und können über eine fachliche Suche oder über kombinierte Suchworte (Volltext, Orte, Personen etc.) gesucht werden. Auch über ICONCLASS Codes kann gesucht werden. Die Bildqualität ist häufig sehr gut. Arkyves verbindet diese stets mit der Originalquelle via Open Access, sodass man Gewissheit über die Authentizität des Materials hat.

Die Datenbank wird laut Anbieter laufend ergänzt.

Kostenfreies „Graphikportal“ gestartet

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist das in diesem Monat online gegangene, kostenfreie Graphikportal.

Das Graphikportal präsentiert erstmals die Bestände graphischer Sammlungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Italien auf einer gemeinsamen Online-Plattform und stellt diese für die wissenschaftliche Recherche zur Verfügung. Gegenwärtig sind mehr als 300.000 digitalisierte Werke kostenfrei abrufbar, darunter Objekte von Albrecht Dürer, Max Liebermann, Adolph von Menzel, Rembrandt oder Henri de Toulouse-Lautrec. Bevorzugte Sammlungsbestände sind Handzeichnungen, Malerei auf Papier (inklusive Inkunabeln) sowie sämtliche druckgraphisch hergestellte Werke. Im Graphikportal finden sich auch Illustrationen aus anatomischen Lehrbüchern, Scheibenrisse oder Entwürfe für Monogramme. Künstlerische Fotografie wird aufgrund der Vielfalt der Bestände zunächst ausgeschlossen.

Derzeit vernetzt sind die Bestände aus 24 Sammlungen zahlreicher Institutionen, darunter die Kupferstichkabinette von Berlin und Dresden, die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig, die Universitätsbibliotheken von Frankfurt/Main und Heidelberg, die Albertina in Wien, die Herzog August-Bibliothek in Wolfenbüttel sowie die ETH Zürich. Das Graphikportal wird vom Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg betrieben, einer Einrichtung der Philipps-Universität Marburg.

Zwei kritische Stimmen zum neuen Online-Portal haben sich bereits eingefunden, nachzulesen in den Blogs von Archivalia (Klaus Graf) und arthistoricum.net (Georg Schelbert, HU Berlin).

Weltgrößte Datenbank zu jüdischen Kunstobjekten

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist der Bezalel Narkiss Index of Jewish Art.

Die Datenbank wurde offiziell am 9. August 2017, im Rahmen des jährlich stattfindenden World Congress of Jewish Studies, vorgestellt. Der Bezalel Narkiss Index of Jewish Art, benannt nach dem Begründer des herausgebenden Center for Jewish Art (CJA), weist Abbildungen und Informationen über jüdische Kunstartefakte auf der ganzen Welt nach. Die Datenbank enthält über 260.000 Bilder (mit Wasserzeichen versehen) von Objekten und Artefakten aus 700 Museen, Synagogen und privaten Sammlungen aus 41 verschiedenen Ländern. Ebenfalls enthalten sind Architekturzeichnungen von 1500 Synagogen und rituellen Bauwerken von der Antike bis zur Gegenwart.

Die Datenbank gilt laut Anbieter als umfassendste ihrer Art. Über 30 Jahre nahm die Erstellung des Index in Anspruch, weitere sechs Jahre dessen Digitalisierung. Einige der eingetragenen Objekte existieren heute nicht mehr. 2012 setzte die israelische Regierung den Bezalel Narkiss Index of Jewish Art auf die Liste des immateriellen nationalen Kulturerbes (vgl. Artikel bei breakingnewsisrael.com, 11. August 2017).

Die Digitalisierung der Archive des Center for Jewish Art (CJA) an der Hebrew University of Jerusalem erfolgte in Zusammenarbeit mit der National Library of Israel und der Judaica-Abteilung der Harvard University Library.

Freier Online-Zugriff auf Kupferstiche

Ebenfalls in der Digitalen Bibliothek nachgewiesen ist nun das Virtuelle Kupferstichkabinett.

Die kostenfrei verfügbare Datenbank ist ein Kooperationsprojekt des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig (Beschreibung von Einzelblättern und gebundenen Graphikfolgen) und der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel (Einblattholzschnitte des 15. Jahrhunderts, deutsche Druckgraphik bis 1800). Das Projekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Ziel ist die virtuelle Zusammenführung repräsentativer Teile der beiden Graphischen Sammlungen. Ihre Kernbestände haben gemeinsame Ursprünge in den Sammlungen der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel.

Gegenwärtig sind über 46.000 Beschreibungen und Abbildungen von Druckgraphik und Zeichnungen erfasst. Die Bildinhalte werden nach dem international verbindlichen Iconclass-System erschlossen. Über eine OAI Schnittstelle können die Daten im DC- oder Museumdat-Format auch in anderen Zusammenhängen genutzt werden.

Der Text ist weitgehend den Infoseiten des Anbieters entnommen.

„Allgemeines Künstlerlexikon“ und „Gemälde in Museen“ lizenziert

Für das Jahr 2013 hat die FU Berlin Lizenzen für zahlreiche Datenbanken des Verlags De Gruyter erworben. FU-Angehörige können diese Titel ab sofort kostenfrei nutzen. Der Vorstellungsreigen beginnt mit dem Allgemeinen Künstlerlexikon – Internationale Künstlerdatenbank – Online und Gemälde in Museen – Deutschland, Österreich, Schweiz.

Das Allgemeinen Künstlerlexikon – Internationale Künstlerdatenbank – Online (bisher existierte in der Digitalen Bibliothek „nur“ eine CD-ROM-Version) ermöglicht den Zugang zu biographischen Informationen von ca. 1,23 Millionen bildenden Künstlern aller Epochen und Völker aus den 37 Bänden des Thieme-Becker (1907-1950), den 6 Bänden des Vollmer (1953-1962), den bisher erschienenen Bänden des Allgemeinen Künstlerlexikons (1991 ff.) inkl. der Nachtragsbände und Künstlereinträge aus der AKL-Redaktionsdatenbank, die in den Printausgaben nicht veröffentlicht wurden.

Aufgenommen sind auch die vollständigen Artikel aus dem Künstlerlexikon der Antike, hrsg. von Rainer Vollkommer (2 Bände, 2001 und 2004) sowie die Einträge aus Nürnberger Künstlerlexikon und dem Lexikon der Künstlerinnen.

Die signierten Artikel enthalten neben der Biographie Informationen zum künstlerischen Schaffen und zur kunsthistorischen Bedeutung der Künstlerin/des Künstlers, ausführliche Hinweise auf Selbstzeugnisse und Schriften eine Auswahl von Werken mit Standorten und Ausstellungen sowie umfangreiche bibliographische Angaben. Verlinkungen existieren zur ebenfalls von der FU für ein Jahr lizenzierten Datenbank Gemälde in Museen – Deutschland, Österreich, Schweiz, für Standortinformationen verschiedener Werke. Gleichzeitig werden neue Artikel noch vor Erscheinen der Printausgabe in die Datenbank eingepflegt.

Verlinkungen existieren zur Datenbank Gemälde in Museen – Deutschland, Österreich, Schweiz. Hier finden sich Informationen zum Gesamtbestand der ausgestellten und depotgelagerten Werke von fast 650 Museen aus den drei angegebenen Ländern. Es existieren Einträge zu über 178.000 Gemälden, Pastellen, Gouachen und Bildern in Mischtechnik aller Epochen, Genres und Stile sowie von ca. 31.200 Künstlern.

Die Beschreibung ist weitgehend dem Text des Fachhändlers Digento bzw. der Anbieter-Information von De Gruyter entnommen.

Freier Zugriff auf Getty Research Portal

Das kostenfreie Getty Research Portal ging diesen Sommer online. Die Plattform soll weltweiten Zugriff auf digitalisierte wissenschaftliche Quellen auf dem Gebiet der Kunst- und Architekturgeschichte bieten.

Das Portal enthält Katalogeinträge aus dem Bestand bedeutender internationaler kunst- und architekturhistorischer Bibliotheken und verlinkt direkt zu den digitalisierten Werken der Partnerinstitutionen. Angeboten werden wesentliche kunsthistorische Texte, seltene Bücher und weiterführende Literatur, die i.d.R. nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen. Neben dem Portalbetreiber, das Getty Research Institute in Los Angeles, konnten folgende Partnerinstitutionen gewonnen werden: Avery Architectural & Fine Arts Library at Columbia University (New York), Frick Art Reference Library (New York), Institut national d’histoire de l’art (Paris) und die Universitätsbibliothek Heidelberg.

Ebenfalls werden Bestände von Internet Archive (Archive.org) oder der HathiTrust Digital Library berücksichtigt. In Zukunft ist geplant, mehr Material über nicht-westliche Kunst ins Portal einfließen zu lassen.

Kostenfreie biographische Nachschlagewerke aus aller Welt

Neu aufgenommen in die Digitale Bibliothek der FU wurden folgende kostenfreie Online-Ressourcen, die teilweise auf gedruckte biographische Nachschlagewerke zurückgehen:

Biographical Directory of the United States: Enthält die offiziellen Kurzbiographien aller Kongressmitglieder seit 1774, zum Teil mit Bild und Bibliografie. Neben einzelnen Namen kann auch nach Position, Bundesstaat, Parteizugehörigkeit und Jahreszahlen gesucht werden.

BRAHMS – Base de Documentation sur la Musique Contemporaine: Internationales Verzeichnis mit französischsprachigen Kurzbiographien zeitgenössischer Komponisten (ab 1900 ff.). Die Redaktion obliegt dem am Pariser Centre Pompidou beheimateten Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique (IRCAM).

Dansk Kvindebiografisk Leksikon (DKL): Elektronische Version der gleichnamigen Printausgabe in dänischer Sprache, die Biographien von etwa 1900 bedeutenden dänischen, färöischen und grönländischen Frauen bereithält, die vom Mittelalter bis zur Gegenwart gewirkt haben.

Dictionary of Art Historians: Enthält Kunsthistoriker, die in den wichtigsten Beschreibungen zur Geschichte der Kunstgeschichte erwähnt werden. Herausgeber ist Lee Sorensen, Kunsthistoriker und Bibliothekar an der Duke University.

Dizionario Biografico degli Italiani (DBI): Vom Istituto Treccani herausgegebenes Nachschlagewerk in italienischer Sprache, das Infos über verstorbene Persönlichkeiten beinhalten soll, die nach dem Ende des Weströmischen Reiches in Italien geboren sind oder dort einen wesentlichen Teil ihres Lebens und Wirkens verbracht haben. Geplant sind 110 Bände mit 35.000 Biographien und einem Umfang von rund 80.000 Seiten.

Magyar Életrajzi Lexikon: Verbesserte und überarbeitete Onlineversion der Printausgabe des Akadémiai Kiadó mit Kurzbiographien von Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte, Kultur etc. im Zeitraum 1000-1990.

Slovenski Biografski Leksikon: Die Datenbank enthält Kurzbiographien zu mehr als 5.000 bedeutende Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart Sloweniens. Sie basiert auf der Erstauflage des gedruckten Slovenski Biografski Leksikon, das zwischen 1925 und 1991 in 16 Bänden erschien.

Svenskt biografiskt lexikon (SBL): Seit 1917 herausgegebenes schwedischsprachiges, sehr detailliertes Lexikon über verstorbene Persönlichkeiten. Bis 2011 wurden 33 Bände veröffentlicht. Jeder Band umfasst 800 Seiten und bisher wurden auf rund 25.000 Seiten mehr als 9.000 Einträge zu Familien und Personen veröffentlicht, womit das SLB eines der umfangreichsten Nachschlagewerke Nordeuropas ist.