„DDR-Presse“-Datenbank wächst

Letztes Jahr stellte die Staatsbibliothek zu Berlin ihren Online-Zugriff zur digitalisierten DDR-Presse wieder her (Biblioblog berichtete). Mit Hilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist das Online-Zeitungsarchiv stetig gewachsen. Mittlerweile bietet es wieder kostenfreien Zugriff auf alle Ausgaben des Neuen Deutschlands (ND; 1946-1990), dem Zentralorgan der DDR-Staatspartei SED.

Neu hinzugekommen ist nun auch der angekündigte zweite Titel – die Jahrgänge 1945-1964 der Berliner Zeitung (1965 ff. in Vorbereitung), die zu den ältesten Zeitungen der Nachkriegsgeschichte zählt. Ursprünglich von der Frontpolitverwaltung der Roten Armee für die Berliner Bevölkerung herausgegeben, ging die Herausgeberschaft des Blattes nur wenige Wochen nach seiner Gründung auf den Magistrat der Stadt Berlin über. 1953 wurde die Berliner Zeitung dem Zentralkomitee der SED unterstellt. Im Gegensatz zu anderen Zeitungen wie dem Neuen Deutschland fehlte aber ein entsprechender Hinweis auf der Titelseite und der Status der Zeitung soll niemals schriftlich festgehalten worden sein. Dies löste Spekulationen über das Profil der Berliner Zeitung aus, die eigenen Angaben zufolge mitunter – mit Genehmigung – Untertöne zu den offiziellen ND-Verlautbarungen veröffentlicht habe.

Die Archivtexte wurden automatisch digitalisiert und können daher Fehler enthalten. Ergänzend zur Textversion, die mitunter Weiterverlinkungen zur biographischen Datenbank Wer war wer in der DDR enthält, wird jeweils eine Faksimile-Version der Zeitungsseite als PDF-Download angeboten. Neben einer Volltextsuche steht zum Stöbern eine Kalenderfunktion zur Verfügung.

Für den Zugriff auf die Datenbank DDR-Presse benötigt man keinen Benutzungsausweis der Staatsbibliothek. Es lässt sich auch mit Hilfe eines kostenfreien OpenID-Kontos bei xlogon.net benutzten (s. Zugangshinweise auf den Seiten der Stabi). OpenID ermöglicht das sogenannte Single-Sign-On-Verfahren (SSO), nach dem sich ein Anwender nur einmal an einem System anmeldet und dann – ohne weitere Anmeldungen – Zugriff auf alle Anwendungen und Dienste hat, die ihm zur Verfügung stehen. Via xlogon.net ist Anonymität quasi möglich, da der Benutzer nur ein Namensfeld und eine E-Mail-Adresse angeben muss bzw. über Pseudonyme agieren kann.

Wer lieber nicht online zugreifen möchte, für den besteht die Möglichkeit über die Sozialwissenschaftliche Bibliothek und Bibliothek des Osteuropa-Instituts an die Mikrofilmausgaben der drei Pressetitel mit überwiegend gleichem Berichtszeitraum zu gelangen.

Zugriff auf DDR-Presse wiederhergestellt

Ende 2011 wurden aus dem Online-Zeitungsportal der Staatsbibliothek zu Berlin zahlreiche Digitalisate aus lizenzrechtlichen Gründen entfernt (Biblioblog berichtete). Betroffen war auch das komplette Archiv des Neuen Deutschlands (ND), dem Zentralorgan der DDR-Staatspartei SED (1946-1990). Nun wird im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts der Online-Zugriff auf den Titel (Berichtszeit: 23. April 1946 – 3. Oktober 1990) wiederhergestellt.

Im Rahmen des Projekts DDR-Presse sollen neben den ND-Ausgaben zwei weitere DDR-Tageszeitungen digitalisiert und im Volltext erschlossen werden – die Berliner Zeitung (BZ, Berichtszeitraum: 21. Mai 1945 – 3. Oktober 1990) und die Neue Zeit (ND, 22. Juli 1945 – 5. Juli 1994). Die Jahrgänge 1946 bis 1970 des Neuen Deutschlands sind bereits wieder online zugänglich. Die Archivtexte wurden automatisch digitalisiert und können daher Fehler enthalten. Ergänzend zur Textversion wird jeweils eine Faksimile-Version der Zeitungsseite als PDF-Download angeboten. Neben einer Volltextsuche steht zum Stöbern eine Kalenderfunktion zur Verfügung. Das Angebot soll laut der Staatsbibliothek zu Berlin laufend vervollständigt werden.

Für den Zugriff auf das ND-Archiv benötigt man keinen Benutzungsausweis der Staatsbibliothek. Es lässt sich auch mit Hilfe eines kostenfreien OpenID-Kontos bei xlogon.net benutzten (s. Zugangshinweise auf den Seiten der Stabi). OpenID ermöglicht das sogenannte Single-Sign-On-Verfahren (SSO), nach dem sich ein Anwender nur einmal an einem System anmeldet und dann – ohne weitere Anmeldungen – Zugriff auf alle Anwendungen und Dienste hat, die ihm zur Verfügung stehen. Via xlogon.net ist Anonymität quasi möglich, da der Benutzer nur ein Namensfeld und eine E-Mail-Adresse angeben muss bzw. über Pseudonyme agieren kann.

Wer lieber nicht online zugreifen möchte, für den besteht die Möglichkeit über die Sozialwissenschaftliche Bibliothek und Bibliothek des Osteuropa-Instituts an die Mikrofilmausgaben der drei Pressetitel mit überwiegend gleichem Berichtszeitraum zu gelangen.

Bild: Bundesarchiv, Bild 183-T0220-0307 / CC-BY-SA

e-day in der Staatsbibliothek zu Berlin

Am 4. Mai 2011 veranstaltet die Staatsbibliothek zu Berlin (Haus Potsdamer Str.) einen sogenannten e-day. An diesem Tag will die Stabi umfassend über moderne Techniken wissenschaftlicher Recherche informieren.

Dabei geht es um allgemeine Internetrecherche, E-Books, Zeitschriften und Zeitungen sowie den Einsatz des Internets bei der Arbeit mit Handschriften und alten Drucken. Eine andere Reihe von Informationsveranstaltungen beschäftigt sich mit aktuellen Entwicklungen in einzelnen Fächern und Fächergruppen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Das Programm gibt es als Flyer (pdf-Datei).

Die Veranstaltungen können sicherlich auch für Studierende nützlich sei. Allerdings bietet die Staatsbibliothek kein so komfortables Rechercheportal wie Primo an … 😉

Musik-Imagekataloge der Staatsbibliothek zu Berlin jetzt online

Die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz hat mehr als 1 Million Katalogkarten ihrer 3 umfangreichsten Musikalien-Zettelkataloge gescannt und sie als Imagekataloge (IPACs) ins Internet gestellt.

Die NutzerInnen können sich hier über den Bestand der Stabi an Noten, CDs, Bücher und Zeitschriften informieren, der noch nicht im Stabikat nachgewiesen ist und die Materialien auch direkt in den Musiklesesaal bestellen.

Die Kataloge sind auf der Webseite der Musikabteilung zu finden.

Staatsbibliothek sperrt Magazin am Potsdamer Platz

Im Magazin der Staatsbibliothek an der Potsdamer Strasse wurde eine geringe Asbestbelastung, wahrscheinlich eine Folge der noch laufenden Sanierung der Klimaanlagen gemessen.

Als Vorsichtsmassnahme zum Schutz von MitarbeiterInnen und NutzerInnen wurde das Magazin gesperrt, d. h. es können zurzeit keine Bestellungen für die Bestände aus dem Hochmagazin im Haus Potsdamer Straße entgegengenommen werden. Es handelt sich dabei überwiegend um moderne Werke – erworben nach 1970 , einen Teil der Zeitschriftenbände sowie aktuelle ungebundene Zeitschriftenhefte.
Wie lange es dauern wird, die betroffenen 57 Regalkilometer durch eine Spezialfirma reinigen zu lassen, kann noch nicht abgeschätzt werden.

Das Ausleihsystem ist für diese Bestellungen gesperrt. Die Bestände aus anderen Magazinbereichen sind nicht betroffen.

Die Staatsbibliothek will ihre NutzerInnen für diese Einschränkung entschädigen. Mehr auf der Webseite der Staatsbibliothek.

ZEFYS startet am 3. Juni 2009 zum Deutschen Bibliothekartag

ZEFYS, das Zeitungsinformationssystem der Staatsbibliothek zu Berlin ist ein neues Portal für den Nachweis und den Zugriff auf aktuelle und historische Zeitungen aus Deutschland und der ganzen Welt.

„Derzeit sind Informationen zu über 500 Internetquellen mit mehreren tausend Zeitungstiteln verfügbar. Das Angebot von ZEFYS wird ausgebaut und verfeinert sowie um weitere Module ergänzt: Künftig wird es auch Informationen zu Neuerscheinungen auf dem Zeitungsmarkt, einen ZEFYS-Newsletter, umfassende Informationen zu Trägern von Zeitungssammlungen und Digitization-on-demand von Zeitungen in Mikroformen geben.“ (gekürzt aus: Pressemitteilung der Staatsbibliothek zu Berlin).

Ganz interessant sind momentan die oben erwähnten Internetressourcen, die digitalisierte Zeitungsbestände auflisten.

Vieles befindet sich aber noch im Aufbau – wir sind gespannt auf die angekündigten Module.