Video-Streaming-Service „Docuseek“ im Test

Bis 2. Juni 2020 kann über das FU-Campusnetz die Filmdatenbank Docuseek getestet werden.

Der Video-Streaming-Service aus Chicago, hinter dem 11 mehrheitlich US-amerikanische Produktionsgesellschaften stehen, bietet seinen Service vor allem Bildungseinrichtungen an. Gegenwärtig ermöglicht Docuseek den Zugriff auf mehr als 600 Dokumentarfilme, überwiegend in englischer Sprache, in einer großen thematischen Bandbreite.

Bild: Nur einer von zahlreichen Dokumentarfilmen – Catching Sight of Thelma and Louise (Bullfrog Fillms, 2019). Die 86-minütige Doku begibt sich auf die Spuren des gleichnamigen, legendären Road Movies von Ridley Scott aus dem Jahr 1991 mit Susan Sarandon und Geena Davis als Titelheldinnen.

Im Vordergrund stehen unabhängige, soziale und umweltbezogene Filmproduktionen, die exklusiv auf der Online-Plattform bereitgestellt werden. Unter den teilnehmenden Gesellschaften finden sich u. a. First Run Features, Kartemquin Films und MediaStorm aus den USA, das staatliche National Film Board of Canada sowie dGenerate Films, die direkt unszensierte Filme aus China vertreiben.

Gegen eine kostenfreie Registrierung auf der Online-Plattform lassen sich Playlists anlegen und eine  „Clips“-Funktion nutzen. Mit letztgenanntem attraktiven Feature haben Zuschauer die Möglichkeit, für sie interessante Teile der einzelnen Filme komfortabel auf die Sekunde genau herauszuschneiden. Man kann diese Clips neu betiteln, kommentieren sowie innerhalb der Hochschule oder mit Freunden und Bekannten teilen.

Erst kürzlich wurde bis Ende September 2020 von der FU Berlin der Video-Streaming-Service Artfilms Digital lizenziert. In einer Zeit, in der es für das Kino schwierig ist zu überleben, hat gestern das ebenfalls auf Dokumentarfilm spezialisierte Filmfestival Dok.fest München begonnen. Seine Auswahl aus über 100 Filmen wird ausschließlich online präsentiert. Ende Mai soll außerdem auf YouTube das virtuelle Filmfestival We Are One starten. Initiator dieser Veranstaltung, an dem sich 20 Festivals weltweit beteiligen wollen, ist das ausgefallene New Yorker Tribeca Film Festival, das von Schauspieler Robert De Niro mitbegründet wurde.

Video-Streaming-Service „Artfilms Digital“ mit tausenden Filmen lizenziert

Bis Ende September 2020 kann im FU-Campusnetz kostenfrei Artfilms Digital genutzt werden.

Artfilms Digital ist der Video-Streaming-Service von Contemporary Arts Media.
Contemporary Arts Media / Artfilms bietet seinen Service vor allem Bildungseinrichtungen an und ermöglicht den Zugriff auf derzeit mehr als 5000 Filme, Dokumentationen oder Interviews, vorwiegend in englischer Sprache, in einer großen thematischen Bandbreite.
Die Filme stammen aus Australien, Großbritannien, den USA, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Ungarn, Kanada, der Schweiz, Pakistan, Indonesien, Afrika und Japan.
Contemporary Arts Media arbeitet auch direkt mit Kunstschaffenden weltweit zusammen und beteiligt sich an Produktionen.

Während die renommierten Filmfestspiele von Cannes dieses Jahr noch immer auf eine Ausrichtung ihrer 73. Auflage hoffen, haben andere Festivals damit begonnen, gezeigte Filme als kostenfreien Stream zur Verfügung zu stellen. So bietet das von Robert De Niro mitbegründete New Yorker Tribeca Film Festival bereits seit Ende März unter dem Motto „A Short Film a Day Keeps Anxiety Away“ jeden Tag mit Hilfe des Videoportals Vimeo einen neuen Kurzfilm auf seiner Website an. Ebenfalls Zugriff gibt es auf aktuelle Kurzfilme des diesjährigen US-amerikanischen Filmfestivals South by Southwest. Sie werden vom Independentfilmverleih Oscilloscope Laboratories und dem Technikunternehmen Mailchimp 30 Tage lang kostenlos auf einer gemeinsamen Onlineplattform zur Verfügung gestellt (bis ca. Ende April). Auch das für Dokumentarfilme bekannte Festival DOK.fest München, das ursprünglich für Anfang Mai vorgesehen war, hat kurzerhand beschlossen, eine Online-Auflage zu veranstalten.

Mit Kanopy hat die FU Berlin einen weiteren Video-Streaming-Service regulär lizenziert.

UPDATE, 18.04.: Seit Ostern präsentiert radioeins gemeinsam mit dem rbb und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf die Reihe Von 12 bis 12 – Filmuni auf radioeins, in der insgesamt 16 Kurzfilme junger Regisseurinnen und Regisseure vorgestellt werden. Gegenwärtig steht das zweite von drei Programmen für eine Woche exklusiv im Online-Stream bei radioeins.de zur Verfügung. Begleitet wird das Online-Filmfestival von Knut Elstermanns jeweils am Samstag gesendetem Filmmagazin.