Berliner Europa-Dialog am 27.01.2016: Prima Klima? Die Klimapolitik nach dem UN-Abkommen von Paris

Logo Dokumentationszentrum UN-EUDas UN-Klimaabkommen von Paris ist in Politik, Medien und Zivilgesellschaft überwiegend positiv aufgenommen worden. Erstmals haben sich alle 196 UN-Staaten sowie die Europäische Union dazu verpflichtet, sich ab 2020 auf ehrgeizige Klimaziele festzulegen: Die Erderwärmung soll gegenüber vorindustriellen Zeiten verbindlich auf 2 Grad begrenzt werden – als Option wurde sogar das 1,5-Grad-Ziel in den Vertragstext aufgenommen.

Um diese Ziele zu erreichen, sollen in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts nicht mehr Klimagase ausgestoßen werden, als das Ökosystem wieder aufnehmen kann. Ein Schlagwort der Konferenz lautete daher „Dekarbonisierung“, also den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. Nicht zuletzt wurden auch Fragen der globalen Gerechtigkeit zwischen dem Norden und Süden diskutiert, sind doch vor allem die westlichen Industriestaaten für den Klimawandel verantwortlich.

Kommt das Abkommen noch rechtzeitig, um den Prozess der Erderwärmung zu bremsen? Werden alle Staaten – besonders die großen Verursacher von Treibhausgasen – ihre Verpflichtungen erfüllen und das Abkommen ratifizieren? Oder muss befürchtet werden, dass wichtige Vertragspartner wie die USA nach einem innenpolitischen „Klimawechsel“ aussteigen?

Diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres Podiums diskutieren.

Die Veranstaltung findet am 27.01.2016 von 18:30-20:30 Uhr in der Freien Universität Berlin, Henry-Ford-Bau, Hörsaal A, Garystraße 35, 14195 Berlin- Dahlem (U3 Thielplatz) statt. Sie wird moderiert von Prof. Dr. Tanja A. Börzel, Leiterin der Arbeitsstelle Europäische Integration der Freien Universität Berlin.

Als Referentinnen und Referenten sind eingeladen:

  • Olaf Bandt, Bundesgeschäftsführer Politik und Kommunikation, BUND- Bundesverband
  • Joachim Hein, Referent Abteilung Energie- und Klimapolitik, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
  • Karsten Sach, Unterabteilungsleiter Europa und Internationales, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
  • Dr. Miranda Schreurs, Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft und Leiterin des Forschungszentrums für Umweltpolitik, Freie Universität Berlin

 

Wir würden uns freuen, Sie zu der Podiumsdiskussion begrüßen zu dürfen. Ihre Anmeldung senden Sie bitte bis zum 26.01.2016 an info@eu-infozentrum-berlin.de Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Berliner Europa-Dialog“ wird kooperativ organisiert vom Europäischen Informationszentrum Berlin (Träger: Deutsche Gesellschaft e.V.), dem Dokumentationszentrum Vereinte Nationen – Europäische Union der Freien Universität Berlin sowie der Europa-Union Berlin e.V.

 

 

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Reminder und Update: Berliner Europa-Dialog am 17.11.2015: Wege der Flucht – Formen der Solidarität

Wir möchten an die Veranstaltung des Dokumentationszentrum UN-EU am kommenden Dienstag erinnern: Berliner Europa-Dialog: Wege der Flucht – Formen der Solidarität.

Die Veranstaltung findet am 17.11.2015 von 18:00 bis 20:00 Uhr in der Freien Universität Berlin, Henry-Ford-Bau, Hörsaal A, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem (U3 Thielplatz) statt.

Die aktuelle Gästeliste für das Podium:

  • S.E. Ranko Vilović , außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der
    Republik Kroatien
  • Dr. Ulrich Brückner, Mitglied im Rednerdienst TEAM EUROPE der Europäischen
    Kommission
  • Jochen Schwarz, borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V.
  • Marta Orosz, Journalistin u. a. für den ungarischen Rundfunk

 

Im Netz haben wir zwei Visualisierungen zum Thema gefunden. Die erste Visualisierung bezieht sich auf den Beschluss der EU-Innenminister im September, einen Teil der Flüchtling mithilfe einer Quotenregelung auf die Mitgliedsstaaten umzuverteilen. Damit sollen die stark vom Flüchlingsstrom betroffenen Länder Italien, Ungarn und Griechenland entlastet werden. Die Darstellung der Data Design Company macht sichtbar, wie hoch die Qoute ist, die dem jeweilligen Mitgliedsstaat zugeordnet wurde und ob er diese schon erfüllt hat.

Die zweite Visualisierung vom gleichen Anbieter vergleicht die Anzahl der Asylanträge vier Mitgliedsstaaten der EU mit den meisten Asylanträgen seit Beginn des Jahren und die USA miteinander.

Mehr Literatur zur Flüchtlingspolitik findet sich auch in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

 

Berliner Europa-Dialog am 17.11.2015: Wege der Flucht – Formen der Solidarität

Die Europäische Union befindet sich aktuell vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte: Viele zehntausend Flüchtlinge drängen auf der Flucht vor Bürgerkriegen und Staatszerfall in die Europäische Union – und hier vor allem nach Deutschland. Allein in diesem Jahr wird mit einer Million Flüchtlingen hierzulande gerechnet. Die Medien berichten sehr positiv über eine neue Willkommenskultur, die entsprechenden Umfragewerte sind positiv – nicht zuletzt durch das Voranschreiten von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrer Aussagen „Wir schaffen das!“ bzw. „…dann ist das nicht mein Land“. Gleichzeitig steigen die Übergriffe auf Flüchtlinge, sowohl auf Unterkünfte als auch direkt auf Menschen.

Darüber hinaus steht die europäische Solidarität – und damit eine Grundlage der EU – vor einer schweren Belastungsprobe. Die Flüchtlingskrise sei kein europäisches, sondern ein deutsches Problem, so der ungarische Regierungschef Viktor Orbán, der die Grenze zu Serbien hermetisch abriegeln lässt und Gleiches mit der Grenze zu EU-Nachbar Rumänien plant. Viele EU-Staaten, allen voran die so genannten Visegrád-Staaten, verweigern ein Eingehen auf den Vorschlag der EU-Kommission einer festen Quote für eine gerechtere Verteilung von Flüchtlingen in Europa. Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, fordert einen „großen Kraftakt europäischer Solidarität.“

Wie steht es um die europäische Solidarität? Zeigt sich Europa doch noch als Wertegemeinschaft oder obsiegt das Verständnis von einer reinen Wirtschaftsgemeinschaft? Was können Bürgerinnen und Bürger konkret vor Ort tun, um ihre Solidarität mit geflüchteten Menschen zum Ausdruck zu bringen? Wie unterstützen EU, Bund und Land dabei? Diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres Podiums diskutieren.

Die Veranstaltung findet am 17.11.2015 von 18:00 bis 20:00 Uhr in der Freien Universität Berlin, Henry-Ford-Bau, Hörsaal A, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem (U3 Thielplatz) statt. Sie wird moderiert von Prof. Dr. Tanja A. Börzel, Leiterin der Arbeitsstelle Europäische Integration der Freien Universität Berlin.

Auf dem Podium sind vertreten:

  • S.E. Ranko Vilović , außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der
    Republik Kroatien
  • Dr. Ulrich Brückner, Mitglied im Rednerdienst TEAM EUROPE der Europäischen
    Kommission
  • Jochen Schwarz, borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V.
  • Marta Orosz, Journalistin u. a. für den ungarischen Rundfunk

Wir würden uns freuen, Sie zu der Podiumsdiskussion begrüßen zu dürfen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.
Ihre Anmeldung senden Sie bitte bis zum 15.11.2015 an info@eu-infozentrum-berlin.de. Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe Berliner Europa-Dialog wird kooperativ organisiert vom Europäischen Informationszentrum Berlin (Träger: Deutsche Gesellschaft e.V.), dem Dokumentationszentrum Vereinte Nationen – Europäische Union der Freien Universität Berlin
sowie der Europa-Union Berlin e.V.