Wikipedia-Trends 2019

Wer die persönliche Rückschau auf das vergangene Jahr noch vermieden hat, kann sich nun mit Hilfe der 100 am häufigsten aufgerufenen Artikel im Mitmach-Lexikon Wikipedia inspirieren lassen. Unter den Top 10 des Jahres 2019 sind etwa Greta Thunberg (Platz 3), die abgeschlossene Fernsehserie Game of Thrones (6.) oder Freddie Mercury (8.) zu finden, aber auch der Artikel zum Asperger-Syndrom (5.), eine Form des Autismus, scheint viele Leser angezogen zu haben. Platz 1 geht allerdings an ein traditionelles Schulthema – die Formelsammlung Trigonometrie wurde mit fast 9,5 Mio. Seitenaufrufe im Jahr 2019 mit Abstand am häufigsten angeklickt und das fast ausnahmslos auf Laptop oder Desktop-PC und nicht etwa auf dem Smartphone.

Doch passiv Artikel konsumieren ist die eine Sache, aktiv mitmachen eine andere. Die Wikipedia-Community beklagt in letzter Zeit in seinem internen Newsletter Kurier vermehrt Autorenschwund und das die Inhalte der kosten- und werbefreien Online-Plattform zu veralten drohen. Es liegt also an uns, dass dieser riesige Schatz an Wissen aktuell bleibt, den wir täglich in Beruf und Privatleben konsultieren und althergebrachte Lexika wie den Brockhaus (bitte, was!?) längt abgelöst hat. Wie wäre es also mit dem guten Vorsatz, einfach mal in der Wikipedia auf den Bearbeiten-Button zu klicken und z. B. Tippfehler zu korrigieren oder veraltete Infos zu aktualisieren, falls man darauf stößt? Auch eine Art von Ehrenamt, für das neulich gar ein sehr fleißiger Artikelschreiber mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

Bild: Lane Hartwell (abgeleitetes Werk; CC-BY-SA-3.0)

Autor: Marc Spieseke

Universitätsbibliothek, Team Digitale Dienste und Team des Informationszentrums

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