The Ocean Cleanup – erfolgreicher Test im Pazifik

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Nach über einem Jahr Testzeit hat „The Ocean Cleanup„, ein Sanierungs-Konzept für die Weltmeere, das von Boyan Slat erstmals auf einer TEDx-Konferenz im Oktober 2012 vorgestellt wurde, erfolgreich Kunststoffabfälle erfasst und eingesammelt. Das System 001/B mit dem die Abfälle gesammelt werden, wurde im großen Pazifischen Müllteppich – laut Forschern von The Ocean Cleanup hat er eine Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern – getestet.

Neben dem Sammeln von deutlich sichtbaren Kunststoffresten sowie viel größeren „Geisternetzen“ im Zusammenhang mit der kommerziellen Fischerei hat das System 001/B auch Mikrokunststoffe bis zu einer Größe von 1 mm erfolgreich erfasst.

Weltweit werden jede Minute eine Million Kunststoff-Trinkflaschen gekauft, und bis zu 5 Billionen (5.000.000.000.000) Einweg-Plastikbeutel werden jedes Jahr weltweit verwendet. Insgesamt ist die Hälfte aller produzierten Kunststoffe so konzipiert, dass sie nur einmal verwendet werden können – und dann weggeworfen werden.

Jedes Jahr landen unglaubliche 8 Millionen Tonnen Kunststoff in den Weltmeeren. Wie kommt es dorthin? Vieles davon kommt von den Flüssen der Welt, die als direkte Kanäle für den Müll von den Städten zur Meeresumwelt dienen. Nur 9% aller jemals anfallenden Kunststoffabfälle wurden recycelt. Etwa 12% wurden verbrannt, während der Rest – 79% – sich auf Müllhalden oder in der Natur angesammelt hat (Quelle: United Nations Report „SINGLE-USE PLASTICS: A Roadmap for Sustainability„). Die Vereinten Nationen haben deshalb unter anderem die #BeatPlasticPollution Kampagne ins Leben gerufen, um einen bewussteren Umgang mit Plastikmüll zu erreichen.

Mit neuen Erkenntnissen und Erfahrungen aus dem erfolgreichen Einsatz von System 001/B beginnt The Ocean Cleanup nun mit der Entwicklung des nächsten Ozeanreinigungssystems, System 002. Sobald dieses System voll funktionsfähig ist, wird es Kunststoff zur Wiederverwertung an Land bringen.

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The Ocean Cleanup

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Die Welt hat ein Problem mit Plastikabfall. Eine gigantische Menge davon schwimmt im Meer und bedroht einen riesigen Lebensraum und nicht zuletzt uns Menschen – die Verursacher.

Viele Wissenschaftler, Ingenieure, Architekten und besorgte Menschen haben sich mit diesem Problem auf die eine oder andere Weise auseinandergesetzt. Bisher ohne signifikante Ergebnisse.

„Big problems require big solutions. Plastic pollution is a big problem.“ UN Plenary Statment – The Ocean Cleanup, June 9, 2017

Boyan Slat, Champion of the Earth, hat sich von allen Schwierigkeiten nicht abhalten lassen und mit vielen Freiwilligen und Professionellen gemeinsam das erste schwimmende Reinigungssystem für die Meere entwickelt. Nach 5 Jahren intensiver Forschung, Entwicklung und Erprobung wird ca. 250 Seemeilen vor der Küste Kaliforniens das erste Meerwassersäuberungssystem – The Ocean Cleanup – in seine betriebsbereite U-Form zusammengesetzt.

Innerhalb der nächsten 2 Wochen wird es eine Art streng überwachter Generalprobe geben. Wird diese ein Erfolg, geht es los zum ca. 1.200 Seemeilen (1 Seemeile = 1,852 km) vor der Küste liegenden, sogenannten Great Pacific Garbage Patch. Die Reise dorthin wird ca. 2 bis 3 Wochen dauern, da die Konstruktion nur mit 2-4 Knoten (1 Knoten = 1,852 km/h) geschleppt werden kann. Vor Ort kann die Reinigung beginnen.

Trotz aller Euphorie gab und gibt es auch Kritik an dem Projekt. Das Bemerkenswerteste ist jedoch, dass aus dem Gedanken, die Meere zu reinigen, das erste Mal ein reales, arbeitendes Projekt geworden ist, das in Teilen auf enormen Spenden und auf freiwilliger Arbeit beruht.

„Ich bin unglaublich dankbar für die enorme Unterstützung, die wir in den letzten Jahren von Menschen auf der ganzen Welt erhalten haben, die es uns ermöglicht hat, ein System zu entwickeln, zu testen und zu starten, dass das Potenzial hat, ein ökologisches Desaster zu mildern. Das stimmt mich zuversichtlich, dass, wenn es uns gelingt, die Technologie zum Laufen zu bringen, die Reinigung stattfinden wird „, so Boyan Slat, CEO und Gründer von The Ocean Cleanup.

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