Kostenfrei in tausenden von französischen Doktorarbeiten blättern

Seit 2009 verzeichnet thèses.fr französische Dissertationen. Die Seite wurde von der Agence bibliographique de l’enseignement supérieur (ABES) in Zusammenarbeit mit dem französischen Bildungsministerium ins Leben gerufen.

Insgesamt sind schon über 6000 Doktorarbeiten, die seit 2006 publiziert wurden, erfasst. Laut Datenbankbetreiber sind mehr als 5000 davon frei zugänglich. Die Veröffentlichung auf thèses.fr von mehr als 60.000 Titeln (ab Erscheinungsjahr 2001) ist in Vorbereitung. Die Inhaltsangaben liegen in englischer und französischer Sprache vor.

Sofern man der französischen Sprache mächtig ist, kann man die Suche auch nach Themen, Hochschulen, Sprachen etc. anhand von Facetten einschränken und die Treffer wie im Bibliotheksportal Primo z. B. nach Autoren oder Datum sortieren. Ebenfalls kann man sich über neue Doktorarbeiten per RSS informieren lassen. Ältere Dissertationen können im französischen Verbundkatalog SUDOC ermittelt werden.

Vielen Dank für dieses Posting an Joscha Petersen und Samuel Schlicht, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste an der Freien Universität Berlin

10.000 Bücher über dem Meer …

Passagiere des Luxuskreuzers Queen Mary 2 können einen ganz besonderen Service in Anspruch nehmen, denn in der Schiffsbibliothek stehen über 10.000 Medien zum Lesen, Schmökern und Ausleihen bereit. Systematisch und nach Sprachen geordnet, finden so Hochseeleseratten die richtige Lektüre.
Einen interessanten Bericht über die „größte Bibliothek zu Wasser“ hat im letzten Monat der Tagesspiegel veröffentlicht.

Vielen Dank für dieses Posting an Joscha Petersen und Samuel Schlicht, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste an der Freien Universität Berlin

„Le Grand Robert Online“ lizenziert

Nach einem erfolgreichen Test in diesem Sommer können Angehörige der FU Berlin nun dauerhaft auf die neueste Version des Le Grand Robert de la Langue Française Online zugreifen.

Die Online-Ausgabe des traditionsreichen, einsprachigen Großwörterbuchs zur französischen Sprache basiert auf der 2001 erschienenen, sechsbändigen Printausgabe des Le Grand Robert de la langue française, hrsg. unter der Leitung von Alain Rey, und bietet in der 2011 vorgelegten „nouvelle édition“ neben zahlreichen funktionalen Neuerungen u.a. über 1500 neue Stichwörter und Bedeutungen sowie 1200 neue Belegstellen.

Das mit über 101.500 Stichwörtern und 350.000 Bedeutungsangaben sowie rund 410.000 Anwendungsbeispielen, Konstruktionen und Kollokationen umfangreichste zeitgenössische französische Sprachwörterbuch dokumentiert den französischen Wortschatz vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Über 326.000, teilweise sehr ausführliche Belegstellen aus literarischen und nicht-literarischen Texten illustrieren den Sprachgebrauch.

(Quelle: Digento )

Literaturnobelpreis für Tomas Tranströmer

Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an Tomas Tranströmer, wie am Donnerstag das Nobelpreis-Komitee in Stockholm bekanntgab. Der 80-jährige schwedische Lyriker weise „uns in komprimierten, erhellenden Bildern neue Wege zum Wirklichen“, so die offizielle Begründung. Tranströmer war seit Jahren als Mitfavorit auf den wichtigsten Literaturpreis gehandelt worden und hatte am letzten Tag auch bei den Buchmachern die Führungsposition von Rockpoet Bob Dylan übernommen. Zuletzt hatte 1996 mit der Polin Wisława Szymborska eine Lyrikerin triumphiert.

Der Redakteurssohn studierte Literatur- und Religionsgeschichte sowie Psychologie in seiner Heimatstadt Stockholm und war in den 1960er Jahren als Psychologe in einer Jugendstrafanstalt, später als Berufsberater für Arbeitsämter tätig. Bereits in seiner Schulzeit begann Tranströmer erste Gedichte zu veröffentlichen. Sein erster Sammelband „17 dikter“ (17 Gedichte) erschien 1954. In den folgenden Jahrzehnten etablierte er sich mit weniger als 100 Texten als bedeutendster schwedischer Lyriker der Gegenwart, der nach Kindlers Literatur-Lexikon mit seinen metaphernreichen, oft verschlüsselten Versen die geistige Freiheit des Menschen gegen die materialistische Welt behauptet. Die Encyclopedia Britannica weist ihn sogar als am häufigsten ins Englische übersetzten skandinavischen Autoren des 20. Jh. nach.

Darüber hinaus war Tranströmer als Übersetzer für die Gedichte von Robert Bly, János Pilinszky und Boris Pasternak tätig. Nach einem schweren Schlaganfall im Jahr 1990 handeln seine Texte von der Schwierigkeit des Schreibens und er nahm sich des Haiku als Gedichtform an. Im Bestand der Universitätsbibliothek der FU findet sich Tranströmers Gedichtband Der Mond und die Auszeit (1992) sowie ein Gedichtband aus dem Jahr 1969 (bereits vorgemerkt).

Die „Nobelpreis-Woche“ ist mit Tranströmers Sieg noch nicht beendet. Nachdem die Gewinner für die Sparten Medizin/Physiologie, Physik, Chemie und Literatur feststehen, wird am Freitag der Friedensnobelpreisträger bekanntgegeben. Hoffnungen auf die Auszeichnungen können sich 241 Kandidaten machen – so viele wie nie zuvor. Unter den Nominierten sind 188 Einzelpersonen und 53 Organisationen vertreten, darunter z. B. die Enthüllungsplattform WikiLeaks. Am 10. Oktober wird der Nobelpreis für Wirtschaft vergeben. Die Preisübergabe an die Laureaten erfolgt alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Bild: Андрей Романенко (CC-BY-SA-3.0)

„Bibliography of British and Irish History“ im Test

Bis zum 3. November 2011 können FU-Angehörige kostenfrei die Bibliography of British and Irish History (BBIH) testen.

Die fachbibliographische Datenbank bietet mehr als 470.000 Literaturnachweise zur Geschichte Großbritanniens und Irlands an (inkl. Empire und Commonwealth). Dabei wird ein Zeitraum von der römisch-britischen Frühzeit bis zur Gegenwart abgedeckt. Erfasst werden Monographien, Zeitschriftenaufsätze und Beiträge aus Sammelwerken. Vollständig enthalten sind u. a. die Nachweise der gedruckten Bibliographien Writings on British History (1901-1974) und Annual Bibliography of British and Irish History (1975 ff.). Der Datenbestand wird viertelmonatlich aktualisiert und wächst jährlich um ca. 10.000 Litertaturnachweise an.

BBIH Online ging aus den bis 2009 kostenfrei angebotenen Datenbanken Royal Historical Society Bibliography des UK Arts and Humanities Research Council (AHRC), London’s Past Online sowie die noch existierende freie Datenbank Irish History Online (über 75.000 Literaturnachweisen zur Geschichte Irlands von der Frühzeit bis zur Gegenwart) hervor. Nach Einstellung der Finanzierung durch das AHRC haben sich das britische Institute of Historical Research und die Royal Historical Society mit dem kommerziellen Anbieter Brepols zusammen getan, um die Datenbank unter neuem Namen kostenpflichtig anbieten zu können.

Die Datenbank selbst präsentiert sich mit einem neuen Interface einfach und intuitiv in der Bedienung und verfügt u. a. auch über eine deutschsprachige Menüführung. Eine „Autocomplete-Funktion“ ermöglicht die schnellere Eingabe von Suchbegriffen. Icons weisen ähnlich wie in Primo bereits auf die Medienart (Monografie oder Artikel) hin. BBIH Online unterstützt u. a. den Export in die Literaturverwaltungsprogramme EndNote und RefWorks.

Goodbye, Steve Jobs

Steve Jobs, Kreativkopf und Mitgründer von Apple Inc. ist gestern am 5. Oktober in Kalifornien verstorben.

Geboren 1955 wuchs er als Adoptivkind bei Paul und Clara Jobs in Kalifornien auf. Nach einem abgebrochenen Design-Studium lernte er Steve Wozniak bei Hewlett Packard kennen und gründete im Jahr 1976 die Firma Apple. In der Garage von Steve Jobs‘ Eltern fingen die beiden an, ihre ersten Computer aus Billigteilen zusammenzuschrauben. Zwei Jahre später war Jobs bereits Millionär.

Nachdem er 1984 den Computermarkt mit Macintoshs revolutionierte, sorgte er siebzehn Jahre später für weitere folgenreiche Entscheidungen. 2001 erweiterte er Apples Produktpalette mit dem iPod und 2007 mit dem iPhone.

Weitgehend unbekannt ist Jobs‘ Erfolg außerhalb von Apple. 1986 wurde er zum CEO von den Pixar Animation Studios und konnte auch auf dem Gebiet des Trickfilms neue Maßstäbe setzen. 1995 brachte er Toy Story mit in die Kinos – der erste ausschließlich auf Computer-Animation beruhende Film.

Nachdem 2009 gesundheitliche Probleme von Steve Jobs bekannt geworden waren, hatte er im Januar 2011 das Apple-Tagesgeschäft aus gesundheitlichen Gründen an Tim Cook übergeben. Er blieb bis zu seinem Tod jedoch weiterhin CEO von Apple.

Bild: MetalGearLiquid/Matt Yohe (CC-BY-SA-3.0)
Vielen Dank für dieses Posting an Joscha Petersen und Samuel Schlicht, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste an der Freien Universität Berlin

Spinoza-Bibliografie neu in der Digitalen Bibliothek

Die frei zugängliche Spinoza-Bibliografie weist Primär- und Sekundärliteratur über den niederländischen Philosophen Benedictus de Spinoza (1632-1677) nach. Angestrebt wird eine vollständige Erfassung der Spinoza-Literatur seit 1663. Der Datenfundus soll kontinuierlich aktualisiert und erweitert werden. Nicht zuletzt helfen außer den Redakteuren auch Spinoza-Forscher mit ihren selbst erbrachten Nach- und Hinweisen dabei, die Datenbank so aktuell und umfassend wie möglich zu gestalten. Schon jetzt sind mehrere tausend Titel erfasst.

Neben der deutschsprachigen Oberfläche steht auch eine englischsprachige Menüführung zur Verfügung. Ein Import der Treffer in gängige Literaturverwaltungsprogramme wird leider noch nicht angeboten.

Danke für dieses Posting an Samuel Schlicht, Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste an der Freien Universität Berlin

Erste E-Book-Bestsellerliste für den deutschen Buchmarkt

Die New York Times hat es Anfang des Jahres erfolgreich vorgemacht und ihre regelmäßig veröffentlichten Bestsellerlisten um E-Book-Verkäufe in den Sparten „Fiction“ und „Nonfiction“ ergänzt. Nun hat der deutsche Buchmarkt nachgezogen – Media Control hat erstmals für den Monat August 2011 offizielle E-Book-Charts vorgelegt. Diese unterscheiden sich nicht so stark von den Hardcover-Titellisten – ein dänischer Krimiautor und ein deutsches Multitalent sind gleich mehrfach vertreten.

Die E-Book-Bestsellerliste setzt sich aus Informationen von Händlern und E-Book-Plattformen sowie Konsumenten- und Verlagsangaben zusammen.

Zugriff auf das Reichsgesetzblatt

Das Reichsgesetzblatt (Abkürzung: RGBl.) war das amtliche Verkündungsblatt für die Gesetze des Deutschen Reichs 1871–1945. Hin und wieder lautet auch für geltendes Recht manchmal noch die Fundstelle RGBl. Über die Plattform ALEX lassen sich gegenwärtig die Jahrgänge von 1919 bis 1945 kostenfrei einsehen. Einzelne Seiten oder ganze Jahrgänge können als Bild- bzw. PDF-Dateien abgespeichert werden. Der Ausdruck ist begrenzt auf max. 20 aufeinander folgende Seiten.

ALEX ist der digitale Lesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek für Gesetze und entsteht in Kooperation mit weiteren Bibliotheken aus der Alpenrepublik. Nicht nur gesamtstaatliche Gesetzgebungen sondern auch Landesgesetzgebungen oder Parlamentaria sind zu finden. Neu eingeführt hat die Plattform auch eine inhaltliche Suche.

Forschungslandschaft im Überblick mit dem „Research Explorer“

Der Research Explorer ist ein Forschungsverzeichnis, das über 19.000 Institute an deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen nach geografischen, fachlichen und strukturellen Kriterien nachweist. Recherchiert werden kann u. a. geographisch anhand einer Karte, fächerbezogen bzw. über eine Freitextsuche (Erweiterte Suche). Einrichtungen, bei denen Promotionsmöglichkeiten bestehen, verweisen auf das Angebot Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), wo weitere Informationen u. a. zu Zulassungsvoraussetzungen oder der Promotionsordnung bereitgestellt werden.

Das Verzeichnis wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Zusammenarbeit mit der Hochschulrektorenkonferenz zur Verfügung gestellt.