Zettelkatalog der Bibliothek des BGBM steht ab 5. August für einige Wochen nicht zur Verfügung

Der Zettelkatalog der Bibliothek des Botanischen Gartens und Botanischen Museums wird in einen Image-Katalog überführt und steht demnächst wie schon viele andere Altbestandskataloge von FU-Fachbibliotheken im Internet zur ortsunabhängigen Recherche zur Verfügung (vgl. auch: Posting vom 25. Februar 2009).

Zur Durchführung der vorbereitenden Arbeiten muss der Katalog allerdings außer Haus gegeben werden. Deshalb können ab dem 5. August für vier Wochen keine Recherchen in dem Altbestandskatalog durchgeführt werden. Bis er als Image-Katalog im Netz zur Verfügung steht, wird es aufgrund der erforderlichen Anschlussarbeiten ungefähr noch weitere vier Wochen dauern.

Dank für dieses Posting an Petra Buchholz, Bibliothekarin am BGBM.

Kuriosester Buchtitel 2009 gesucht

Bereits 2008 gab es diesen etwas skurril anmutenden Wettbewerb … Prämiert wurde seitens des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels der kurioseste Buchtitel 2008.
Vorbild ist der „Diagram Prize for Oddest Book Title of the Year“, der seit mehr als 30 Jahren in Großbritannien vergeben wird.

„Begegnungen mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer“ hat sich 2008 durchgesetzt gegen „Gräber selbst gestalten. Individuell- Stilvoll- Pflegeleicht“ (Ulrike Müller-Kaspar / Manuela Prinz, Österreichischer Agrarverlag), „Wer bin ich- und wenn ja wie viele?“ (Richard D. Precht, Goldmann Verlag), „Landwirtschaftliche Fahrzeuge beim Gülle- und Mistfahren“ (Michael Schauer, Podszun Verlag), „Vom Lustgewinn beim Speisen im Freien“ (Ingrid Schick, CoCon Verlag) und „Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot“ (Josef Winkler, Suhrkamp Verlag).

Auch 2009 soll der Preis wieder auf der Frankfurter Buchmesse vergeben werden.

Mal sehen, ob die letztjährigen Vorschläge zu toppen sind. Eine eigene Webseite informiert über den Wettbewerb, dessen Preis übrigens eine Flasche Champagner ist.

Vorschläge können noch bis Ende August gemacht werden – eigentlich sollten Bibliothekare und Buchhändler diejenigen sein, bei denen die gesamte Buchproduktion gesichtet wird. Also mitmachen – man muss das Buch ja nicht besitzen.

Berlin’s Secret Libraries

Vor kurzem gerade eine Bitte um Unterstützung in der bibliothekarischen Diskussionsliste INETBIB – jetzt schon fertig: das FaMI-Projekt „Berlin’s Secret Libraries“.

„Hinter zahllosen Fenstern und Türen dieser Stadt brodelt das Wissen, pulsieren die Informationen. Als Auszubildende in zwei kleinen Spezialbibliotheken erleben wir, dass es noch andere exzellente „Wissensoasen“ in Berlin gibt. (Zitat: von der Webseite)

Erstellt wurde mit Hilfe von GoogleMaps eine interaktive Seite mit Standorten und Kurzbeschreibungen zu den Bibliotheken. Eine Email-Adresse gibt es auch; falls die ein oder andere Bibliothek fehlen sollte, könnte man sie nachmelden.

Prima Idee 🙂 !

Quellen zur US-Regierung

Suchen Sie Statements zum elften September, wollen Sie die Genese politischer Entscheidungen verfolgen oder Analysen zu Naturkatastrophen studieren? Dann können Sie morgen, am 30. Juli 2009, von 17 bis 19 Uhr an einer Schulung in der Staatsbibliothek Potsdamer Straße teilnehmen, in der Online-Datenbanken für die Recherche nach aktuellen und historischen Quellen zur US-Regierung vorgestellt werden. Um Anmeldung wird gebeten.

Punkte für Wikipedia-Artikel

Sowohl bei Schülern und Studenten als auch bei uns Bibliotheksmitarbeitern ist Wikipedia beliebt. Dass aber gerade junge Pennäler mitunter zu textgläubig und wenig kritisch mit dem freien Mitmachlexikon umgehen, hat nun das Zentrum für Bildungsinformatik der Pädagogischen Hochschule Bern auf den Plan gerufen. Mit Wikibu versuchen die Schweizer ab sofort Hilfestellung bei der Qualitätseinschätzung von Artikeln aus der deutschsprachigen Wikipedia zu geben.

Schon auf der Startseite des noch in der Testphase befindlichen Online-Dienstes ist, benutzerfreundlich à la Google, die Suchmaske integriert. Durch diese kann man genauso wie in Wikipedia Artikel nachschlagen. Schon nach wenigen Sekunden gelangt man zur Wikibu-Auswertung.

Die Beurteilung eines Artikels erfolgt anhand eines Punktesystems von 1 (wenig verlässlich) bis 10 (sehr verlässlich). Die Punktzahl berechnet sich aus verschiedenen Kriterien, unter anderem nach der monatlichen Besucheranzahl, der Anzahl der am Artikel beteiligten Autoren, interne Verweise und Quellenangaben. Auch Warnhinweise werden gegeben, sollte der Artikel stark diskutiert oder häufigen Veränderungen ausgesetzt sein.

Einfacher als bei Wikipedia ist es bei Wikibu die Hauptautoren eines Artikels zu ermitteln. Zum Standard gehört die Ausgabe der fünf Nutzer, die in letzter Zeit am häufigsten am Artikel mitgearbeitet haben. Über einen Klick erfährt man, über welche Themen sie noch geschrieben haben und kann bei Fragen auf ihrer Benutzerseite in Kontakt treten.

So lässt sich beispielsweise leicht feststellen, dass der Benutzer Torinberl in letzter Zeit maßgeblich am Artikel zur Freien Universität Berlin beteiligt war und auch zu übrigen Berlin- und Hochschulthemen Wissen beigetragen hat. Die FU schwimmt mit sieben von zehn Punkten im oberen Mittelfeld und braucht sich mit ihrem Artikel hinter den übrigen Hauptstadt-Unis wie HU (7 Punkte) oder TU (8) nicht zu verstecken.

Trotz des Dienstes bleibt die sorgfältige inhaltliche Prüfung von Wikipedia-Artikeln weiterhin dem gemeinen Leser überlassen, da Wikibu seine Punkte „nur“ nach statistischen, aber nicht nach inhaltlichen Kriterien vergibt. „Es geht uns nicht darum, zu sagen, ob ein Artikel richtig oder falsch ist. Wir versuchen nur die Wahrnehmung zu steigern, dass Inhalte bei Wikipedia kritisch hinterfragt werden müssen“, so Nando Stöcklin im Gespräch mit der Schweizer SonntagsZeitung (26. Juli 2009). Der Hauptinitiator des Projekts kennt die freie Online-Enzyklopädie nur zu gut – als Benutzer Napa war er mehrere Jahre in der Wikipedia aktiv und ist mittlerweile Pressesprecher des schweizerischen Wikimedia-Vereins.

Bibliothek meets Tamiflu

In Zeiten der Schweinegrippe sind Bibliothekare mehr als nur bloße Informationsvermittler, wie die Blogger von Globolibro feststellen konnten. Am 16. Juli 2009 berichteten demnach die britischen Channel 4 News, dass in Mittelengland die Verteilung von Grippe-Medikamenten durch Bibliothekare in öffentlichen Bibliotheken vorgenommen werden soll. Eine Stunde später dann aber die Entwarnung – nur bei einer ernsthaften Verbreitung der Krankheit könnte es eventuell zum Einsatz von Bibliotheksmitarbeitern in sogenannten „Care homes“ kommen.

„Schwein gehabt“, möchte man da als deutscher Berufskollege denken. Entwarnung scheint es aber in England keine zu geben. Mittlerweile wurden in fünf Büchereien in der englischen Grafschaft Warwickshire Sammelstellen für die Ausgabe des Grippe-Medikaments Tamiflu eingerichtet, wie das Lokalblatt Coventry Evening Telegraph vor zwei Tagen berichtete. Der Bibliotheksbetrieb soll aber wie gewohnt weiterlaufen. ;)

Auch in Deutschland kann man in der Hauptreisezeit mit regelmäßigen Händewaschen nicht falsch liegen.

Danke für das Bild an Wikimedia Commons!

Datenbank „Publizistik und Massenkommunikation“ stellt Erscheinen ein

Die CD-ROM Datenbank „Publizistik und Massenkommunikation“ stellt ihr Erscheinen ein. Die letzte Ausgabe beinhaltet Daten von 1980 bis Juli 2009.

Erarbeitet wurde die Datenbank von der Fachinformationsstelle Publizistik der Freien Universität in enger Abstimmung mit dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und in Zusammenarbeit mit dem Informationszentrum Sozialwissenschaften (IZ Bonn).

Ausgewertet wurden Fachzeitschriften, Monographien, Sammelwerke, Graue Literatur, Tages- und Wochenzeitungen sowie Fachdienste für folgende Teilbereiche:

* Massenkommunikation
* Geschichte der Medien, Pressegeschichte
* Interaktive Medien, Multimedia, Kommunikationstechnologie
* Medieninhalte
* Mediennutzung
* Medienwirkung
* Journalismus
* Medien und Politik, internationale Kommunikation
* Medien und Ökonomie
* Medien und Recht
* Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Unternehmenskommunikation
* Medienpädagogik, Medienarbeit
* Öffentliche Meinung, Meinungsforschung
* Sprache und interpersonelle Kommunikation

Die Fachbeiträge sind bibliographisch erfasst, indexiert und zum Teil mit Abstracts versehen.

Die Datenbank Publizistik und Massenkommunikation ist – oder in Zukunft muss man wohl sagen – war – die umfassendste kommunikationswissenschaftliche Literatur-Datenbank im deutschsprachigen Raum … auf eher gewöhnungsbedürftiger, weil veralteter Software allerdings.

Hintergrund ist wohl, dass die Fachinformationsstelle mit Wirkung zum 31. Oktober 2008 die Arbeit eingestellt hat, wie es lapidar auf der Webseite des Fachbereichs heißt.

Schade, dass das Projekt nicht weitergeführt wird! 🙁

Grimm’sches Wörterbuch ab 2012 nur noch online

Das 33-bändige Deutsche Wörterbuch, begründet von den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm, ist das umfassendste deutsche Wörterbuch und auch heute noch unabdingbar für Studien zur deutschen Sprachentwicklung.

„Aus allen Ritzen fällt der Silbenschnee“ so titelt der Tagesspiegel vom 22.7.2009 und berichtet, dass das renommierte Deutsche Wörterbuch in Zukunft nur noch als Datenbank existieren wird.

Damit geht das Deutsche Wörterbuch (DWB) den Weg so manchen Nachschlagewerks, das aus Zeit-, Kosten- und Konkurrenzgründen die Gutenberg-Galaxis verlässt, um nunmehr online verfügbar zu sein. […]
1854 erschien der erste Band, in dessen Vorrede Jacob Grimm die Leiden des Lexikografen überliefert hat: „wie wenn tagelang feine, dichte flocken vom himmel nieder fallen, (…) werde ich von der masse aus allen ecken und ritzen auf mich andringender wörter gleichsam eingeschneit.“(Zitat: Tagesspiegel)

Seit 1965 wird an einer Neubearbeitung (UB Lesesaal IX 75/1) gearbeitet, die bisher nur bis zum Buchstaben F gediehen ist und an dieser Stelle als Druckversion abgebrochen werden soll. Neue Begriffe und Aktualisierungen lassen sich halt viel besser in einer Datenbank verwalten.

Wer mehr auf haptische Wahrnehmung steht, kann die Erstausgabe im Lesesaal der UB unter der Signatur IX 75 im Regal finden.

Übrigens sind nur die ersten Bände wirklich von den Gebrüdern Grimm zusammengestellt worden: Wilhelm starb 1859 mit Abschluss des D, Jacob 1863 über dem F.

Volltextdatenbanken zur lateinischen Literatur

Ab sofort haben die Bibliotheken Zugriff auf zwei umfassende Volltextdatenbanken zur lateinischen Literatur, die der Verlag de Gruyter über seine Plattform Reference Global zur Verfügung stellt.

Die Bibliotheca Teubneriana Latina (BTL) Online ersetzt die gleichnamige, bisher in der Digitalen Bibliothek befindliche CD-ROM des BTL 4 (2006). Die Datenbank enthält Texte zur lateinischen Literatur von der Republik (3. Jh. v. Chr.) bis zur Kaiserzeit und Spätantike (2. Jh. n. Chr. bis 735) mit einer Auswahl von mittel- und neulateinischen Texten. Gegenüber der BTL 4 sind rund eine Million Wortformen hinzugekommen, sowie die seit 2005 im Druck erschienenen Editionen der BT. Die Textsammlung umfasst damit über 13 Millionen Wortformen.

Verlinkungen führen zum Thesaurus Linguae Latinae (TLL) Online, der den Wortschatz sämtlicher aus der Antike erhaltenen lateinischen Texte, literarischer wie nicht-literarischer, von den Anfängen bis ca. 600 n. Chr. dokumentiert. Damit ist es das umfassendste einsprachige lateinische Wörterbuch. Die Online-Ausgabe umfasst alle von 1900 bis 2008 publizierten Artikel des Wörterbuchs einschließlich der speziellen Eigennamen-Bände sowie die sog. Zitierliste.

Beck-Online zum Fachmedium des Jahres 2009 gekürt

In der Kategorie Recht-Wirtschaft-Steuern (RWS) hat „beck-online. Die Datenbank“ bereits im Mai 2009 den Preis „Fachmedium des Jahres 2009“ im Rahmen des Kongresses der Deutschen Fachpresse in Wiesbaden erhalten. Mit diesem Preis werden jährlich herausragende gedruckte und digitale Medienangebote von Fachverlagen ausgezeichnet.

„C.H. Beck ist es vorbildlich gelungen, die Potentiale der Digitalisierung so zu nutzen, dass durch die realisierten Funktionalitäten des Onlineangebotes sein inhaltliches Angebot in den Arbeitsprozess seiner Zielgruppen integriert und ein deutlicher Mehrwert im Vergleich zu reinen Print Angeboten geschaffen wird.“

… so begründet die zehnköpfige Jury ihre Wahl.

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