Vom 5. bis 9. März 2012 schließt die JFKI-Bibliothek für ihre alljährliche Bestandsrevision. In dieser Woche wird das gesamte Bibliothekspersonal damit beschäftigt sein, über zehn Prozent des Buchbestandes auf Vollständigkeit durchzusehen und zu ordnen, damit Sie bei uns auch in Zukunft einen gut benutzbaren Bestand vorfinden. Leihfristen, die in dieser Zeit enden, werden automatisch auf die Folgewoche verlängert. Buchrückgaben sind über die Klappe im Garderobenbereich möglich. Wir bitten um Ihr Verständnis für diese Maßnahme.
QR-Codes für elektronische Zeitschriften
In der Philologischen Bibliothek haben wir mit der Einführung der Quick Response-Codes (auch bekannt als QR-Codes) angefangen.
Bei den aktuellen Zeitschriften, die auch elektronisch verfügbar sind, wurde zusätzlich ein QR-Code am entsprechenden Aufsteller in der Zeitschriftenauslage angebracht. Beim Einlesen dieses Codes mit einem Smartphone wird man direkt auf alle Jahrgänge gelenkt, die elektronisch an der FU vorhanden sind. Voraussetzung ist, dass das Smartphone via „eduroam“ im Funknetz der FU eingeloggt ist.
Link des Monats Februar 2012: Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde
Die Webseite des Wissenschaftsjahrs 2012 mit dem Motto Zukunftsprojekt ERDE ist der Link des Monats für den Februar 2012.
Klimawandel, demografischer Wandel oder Biodiversitätsverlust – das sind globale Herausforderungen, die in den nächsten Jahren zu meistern sind. Eine wichtige Rolle spielt hier auch das Thema Nachhaltigkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten nicht nur in der Umwelt- oder Energieforschung, sondern ebenso in den Wirtschafts- und Geisteswissenschaften daran, die Erde auch für kommende Generationen zu bewahren.
Bibliotheksmitarbeitern aus aller Welt über die Schultern schauen
Womit verbringt ein Bibliotheksmitarbeiter eigentlich seinen Arbeitstag? Sitzen die KollegInnen in den USA, Großbritannien oder Australien auch gerade an der schwierigen Katalogaufnahme eines mehrbändigen Werkes oder Zeitschriftenstücktitels? Wer gerne wissen möchte, was sich auf den Bibliotheksschreibtischen aus aller Welt so an Arbeit tummelt, für den könnte das Projekt „Library Day in the Life Project“ interessant sein.
Zweimal im Jahr sind Bibliotheksmitarbeiter oder –studenten dazu aufgerufen, jeweils eine Woche lang ihren Arbeitsalltag zu dokumentieren – die aktuelle Auflage findet vom 30. Januar bis 5. Februar 2012 statt. Die Berichterstattung kann im eigenen Blog, über Twitter oder beispielsweise auch via Flickr erfolgen. Die Beiträge werden mit dem Tag „libday8“ gekennzeichnet.
Gegenwärtig (Stand: 12:10 Uhr) beteiligen sich an der Aktion 302 Interessierte – vom „Metadata Librarian“ aus London bis hin zum „Liaison and Outreach Librarian“ aus Baltimore. Aus Deutschland meldet sich momentan „nur“ eine Kollegin aus der Universitätsbibliothek Erlangen zu Wort, die u. a. von der Teilnahme an „Vergnügungsausschüssen“, der Zahl an katalogisierten Medien pro Tag oder den Tücken des lokalen Bibliothekssystems zu berichten weiß.
Wer aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr teilnehmen möchte – der nächste „libday9“ (oder wohl eher „libweek9“) findet voraussichtlich im Juli 2012 statt.
Bild: Augiasstallputzer, Jackl, Fred the Oyster (PD-self)
„Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ zieht um
Bisher wurde die Online-Version des Kritischen Lexikons zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur noch über die Plattform nachschlage.net angeboten. Nachdem dieser Zugang nun ausgelaufen ist, kann das „KLG“ ab sofort über Munzinger Online angesteuert werden.
Das Lexikon der edition text + kritik gilt als Standardwerk zur zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur. Seit Jahrzehnten liefert es Informationen über ausgewählte Autoren. Die Artikel enthalten neben kurzen biografischen Texten und Nachweise auf Primär- und Sekundärliteratur auch detaillierte Essays, in denen auf Werk und Wirkung der Schriftsteller eingegangen wird. Von „A“ wie Friedrich Achleitner bis „Z“ wie Gerhard Zwerenz enthält es Artikel zu mehr als 700 deutschsprachigen Autorinnen und Autoren.
Das KLG ist nicht das einzige Nachschlagewerk, das bei Munzinger Online zur Verfügung steht. Daneben sind für FU-Angehörige die Biografien aus dem Internationalen Biographischen Archiv („Personen“ – aus internationaler Politik, Wirtschaft, Kunst und mehr), -Sportarchiv („Sport“) und Pop-Archiv („Pop“ – deutsche und internationale Musiker), Länderprofile, eine Chronik über historische Ereignisse sowie das Kritische Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur (Pendant zum KLG mit mehr als 650 Autorenporträts) nachgewiesen. Abgerundet wird das ganze durch Filmkritiken des film-diensts (29.000 Filmkritiken ab 1948 ff.) und einen Jubiläumskalender. Separat bei anderen Anbietern lizenziert hat die FU die Brockhaus-Enzyklopädie, das Kindler-Literaturlexikon, das Archiv der Frankfurter Allgemeinen und die Duden-Produkte.
„Großes Wörterbuch der deutschen Sprache“ als CD-ROM
Seit neustem gibt es nun auch den Duden – Das große Wörterbuch der deutschen Sprache“ in elektronischer Form, in der aktuellen Ausgabe (4., vollständig überarbeitete Auflage, 2011 2012) in der Digitalen Bibliothek. Für FU-Angehörige steht die CD-ROM-Version, mit fünf gleichzeitigen Zugriffen, kostenfrei zu Verfügung
Die einfache und erweiterte Suche, macht das Abrufen der mehr als 780.000 Stichwörter, Zitate und Bedeutungen leicht und man kommt schnell an den gewünschten Treffer. Um professionell und zielgenau zu recherchieren, hat man die Möglichkeit einer Volltext- und Stichwortsuche, die sich auch miteinander kombinieren lassen. Durch die schreibungstolerante Suche können alle Wörter jedem Ursprungs gefunden werden. Zum Beispiel Wörter, die aus der russischem oder jiddischem Sprache ins Deutsche gelangten.
Danke für dieses Posting an Madeleine Jungkuhn, Azubi zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste an der FU Berlin
Im Test: Yearbook of International Organizations Online
Die Datenbank wurde nach dem Testzeitraum nicht weiterlizenziert.
Bis zum 22. Februar 2012 darf kostenfrei das Yearbook of International Organizations Online getestet werden.
Die Datenbank, die gemeinsam von der Union of International Associations (UIA) und dem Wissenschaftsverlag Brill angeboten wird, enthält ca. 64.000 Einträge zu Organisationen weltweit, darunter sowohl staatliche, als auch nicht-staatliche, gemeinnützige und internationale Organisationen.
Bei der Recherche stehen verschiedene Such- und Filtermöglichkeiten zur Verfügung (u. a. auch nach geografischem Raum oder fachlicher Ausrichtung). Der Sucheinstieg unter „Organizations“ ist beim ersten Mal etwas gewöhnungsbedürftig – das Menü ist schmal am linken Bildschirmrand untergebracht und aufgrund der vielen Einstiege muss man etwas scrollen, um an den „Apply“-Button zu gelangen und seine Suche abzuschicken (Tipp: bei freien Textfeldern einfach „Enter“ drücken). Bis zu 100 Einträge lassen sich aus der Ergebnisliste im XLS-, CSV- oder Word-DOC-Format exportieren.
Die Einträge selbst enthalten neben den reinen Kontaktdaten auch Informationen zur Geschichte, zu Zielen, Struktur, Finanzen, Mitgliederzahlen und Hinweise auf eigene Veröffentlichungen. Die Einträge sind mit Google Maps verbunden und können auch kommentiert werden. Die Datenbank wird alle zwei Monate aktualisiert.
Weiterhin bietet das Yearbook of International Organizations Online eine Bibliographie, verschiedene Statistiken, eine Suchmöglichkeit nach leitenden Angestellten (Menüpunkt “Who’s Who”) sowie ein direktes Stöbern nach Organisationslogos („Logotypes“). Mittels der „IGO Search“ besteht außerdem die Möglichkeit, direkt in den Webangeboten von 3000 zwischenstaatlichen Organisationen (IGOs) zu recherchieren, darunter z. B. die Vereinten Nationen, die Europäische Kommission und die Weltbank.
Hinweis: An den login-freien Computer-Arbeitsplätzen in den FU-Bibliotheken kann es zu Darstellungsproblemen kommen, die zu Dienstag behoben sein sollten.
Dokumentationszentrum Vereinte Nationen – Europäische Union schließt für 4 Tage
Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.
Das Dokumentationszentrum UN-EU ist vom 1. bis 6. Februar 2012 (einschließlich) für die allgemeine Benutzung geschlossen. Das bedeutet, dass der dort aufgestellte Bestand, also Schrifttum von und über die beiden Organisationen nicht zugänglich sein wird.
Einzelne Bände können in dringenden Fällen zur Benutzung im Lesesaal bereit gestellt werden.
Die Mitarbeiterinnen erreichen Sie an diesen Tagen unter der Nummer (030) 838-56497. Anfragen können per E-Mail gestellt werden: uneu-dok@ub.fu-berlin.de.
Die Universitätsbibliothek bittet um Verständnis.
Videoportal zur US-amerikanischen Geschichte im Test
Die Datenbank wurde im Jahr 2013 weiterlizenziert.
Bis zum 23. Februar 2012 haben FU-Angehörige die Möglichkeit kostenfrei die Datenbank American History in Video zu testen.
Angeboten werden aktuell mehr als 5000 Videos mit über 2000 Stunden Lauflänge rund um die US-amerikanische Geschichte. Dazu zählen Dokumentationen in Spielfilmlänge (u. a. von The History Channel, Public Broadcasting Service), Wochenschauaufnahmen und unkommentiertes Archivmaterial, die zwischen 1898 und 2009 produziert wurden. Thematisch erstrecken sich die Videos von der Frühgeschichte und den amerikanischen Ureinwohnern bis hin zum Ersten Golfkrieg (1980-1988), über Porträts von Benedict Arnold und Daniel Boone bis zu zeitgenössischen Persönlichkeiten wie die Journalistin und Washington-Korrespondentin Helen Thomas.
Die Videos verfügen über englischsprachige Transkriptionen, die parallel zum Film mitlaufen und auch durchsucht werden können (diese sind an den Computer-Arbeitsplätzen in den FU-Bibliotheken aus technischen Gründen weitgehend nur separat abrufbar). Ein attraktives Feature ist auch die Funktion „Make Clips“. Der Zuschauer hat die Möglichkeit, für ihn interessante Teile des Videos komfortabel auf die Sekunde genau herauszuschneiden. Man kann diese Clips neu betiteln, kommentieren sowie mit Freunden und Bekannten teilen.
Bildstrecke: Im Dokumentarfilm Kamikaze (Documentary Educational Resources – DER, 2007) erinnert sich der Japaner Masami Takahashi an seinen Vater und dessen Freunde, die sich im Zweiten Weltkrieg als Kampfpiloten auf Selbstmord-Missionen gegen den US-amerikanischen Feind begaben.
„Fliegende Bücher“ dürfen auf Oscar hoffen
Diese Woche wurden in Hollywood die Oscar-Nominierungen bekanntgegeben. Neben der favorisierten Stummfilm-Hommage The Artist oder Wim Wenders 3D-Dokumentation Pina darf sich auch der animierte Kurzfilm The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore der beiden US-Amerikaner William Joyce und Brandon Oldenburg Hoffnungen auf den renommierten Filmpreis machen. Der Link zum 15-minütigen Streifen, der seit dieser Woche kostenfrei in Netz zu sehen ist, ging schon durch diverse Biblioblogs und soll auch hier nicht verschwiegen werden. Der Titel hält auf alle Fälle, was er verspricht. Hier die englischsprachige Originalbeschreibung zum Film, der gänzlich ohne Dialog auskommt:
Inspired in equal measures, by Hurricane Katrina, Buster Keaton, The Wizard of Oz, and a love for books, “Morris Lessmore” is a story of people who devote their lives to books and books who return the favor. The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore is a poignant, humorous allegory about the curative powers of story. Using a variety of techniques (miniatures, computer animation, 2D animation), award-winning author/illustrator William Joyce and Co-director Brandon Oldenburg present a hybrid style of animation that harkens back to silent films and M-G-M Technicolor musicals.“Morris Lessmore” is old-fashioned and cutting edge at the same time.
Bei dem Film handelt es sich um die erste Produktion des Animationsstudios Moonbot. Koregisseur Joyce hat früher bei Pixar gearbeitet, was man dem Film deutlich anmerkt. Als Vorlage für die bibliophile Titelfigur diente übrigens William C. Morris († 2003), der mehrere Jahrzehnte lang die Kinderbuchabteilung des Verlags HarperCollins leitete und auch Ansprechpartner für US-amerikanische Bibliotheken war. Die Oscars werden am 26. Februar vergeben.
Update: Die fliegenden Bücher haben sich gegen die Konkurrenz durchsetzen können, allerdings ist nach der Mission Oscar der Film aus dem Netz genommen worden …