E-Zeitschriften zur angewandten Mathematik im Test

Bis zum 30. November 2017 kann über das Campusnetz das Zeitschriften-Angebot der Society for Industrial and Applied Mathematics (SIAM Journals Online) kostenfrei online getestet werden. Die US-amerikanische Gesellschaft für angewandte Mathematik gibt gegenwärtig folgende 17 Fachzeitschriften heraus:

  • Multiscale Modeling and Simulation (MMS) – 2003 ff.
  • SIAM Journal on Applied Algebra and Geometry (SIAGA) – 2016 ff.
  • SIAM Journal on Applied Dynamical Systems (SIADS) – 2002 ff.
  • SIAM Journal on Applied Mathematics (SIAP) – 1997 ff.
  • SIAM Journal on Computing (SICOMP) – 1997 ff.
  • SIAM Journal on Control and Optimization (SICON) – 1997 ff.
  • SIAM Journal on Discrete Mathematics (SIDMA) – 1997 ff.
  • SIAM Journal on Financial Mathematics (SIFIN) – 2010 ff.
  • SIAM Journal on Imaging Sciences (SIIMS) – 2008 ff.
  • SIAM Journal on Mathematical Analysis (SIMA) – 1997 ff.
  • SIAM Journal on Matrix Analysis and Applications (SIMAX) – 1997 ff.
  • SIAM Journal on Numerical Analysis (SINUM) – 1997 ff.
  • SIAM Journal on Optimization (SIOPT) – 1997 ff.
  • SIAM Journal on Scientific Computing (SISC) – 1997 ff.
  • SIAM/ASA Journal on Uncertainty Quantification (JUQ) – 2013 ff.
  • SIAM Review (SIREV) – 1997 ff.
  • Theory of Probability and Its Applications (TVP) – 1997 ff.

Eine Suche kann über alle Zeitschriften oder einzelne Titel erfolgen. Die Artikel liegen als PDF-Datei vor.

Die Society for Industrial and Applied Mathematics wurde 1951 in Philadelphia gegründet und hat über 14.000 Mitglieder. SIAM ist Mitveranstalter der alle vier Jahre stattfindenden International Congress on Industrial and Applied Mathematics (ICIAM), der größten internationalen Konferenz für angewandte Mathematik.

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Online-Enzyklopädie zum Verfassungsrecht im Test

Die Datenbank wurde nach dem Testzeitraum nicht weiterlizenziert.

Bis zum 30. November 2017 kann über das FU-Campusnetz kostenfrei die Max Planck Encyclopedia of Comparative Constitutional Law (MPECCoL) getestet werden.

Das im April 2017 begründete Nachschlagewerk von Oxford University Press (OUP) ist eine Ergänzung zu den zahlreichen Primärtexten und analytischen Kommentaren welche bereits in den Oxford Constitutions of the World und US Constitutional Law (beide Datenbanken ebenso wie der Oxford Law Citator nicht Bestandteil des Tests!) verfügbar sind. Bei seiner Fertigstellung soll das Werk über 570 englischsprachige Artikel beinhalten. Gegenwärtig sind 90 Artikel abrufbar. Monatlich kommen etwa 10 neue Einträge hinzu.

Von A wie „Autochthonous Constitutions“ bis W wie „Weimar Constitution (1919)“ sind die Artikel im Stil der Max Planck Encyclopedia of Public International Law aufgebaut und analysieren und erklären juristische Kontexte wie z. B.:

• Menschenrechte
• Errichtung von Verfassungen
• Verschiedene Typen von gesetzlichen Strukturen und Interaktionen innerhalb eines Rechtssystems

Zudem sollen die Einträge Einblicke in die Schlüsselelemente der Geschichte des Verfassungsrechts wie z. B. die Magna Carta, die Verfassung von Medina oder die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam geben. Jeder Beitrag enthält Literaturhinweise zum jeweiligen Thema und verweist auf Rechtsfälle (Volltextzugriff auf die Fälle nicht Bestandteil des Tests!).

Die einzelnen Artikel lassen sich als PDF-Dateien abspeichern bzw. ausdrucken. Nach einer kostenfreien Anmeldung beim Anbieter kann man sich auch u. a. Favoritenlisten erstellen und getätigte Suchen speichern bzw. verwalten.

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Online-Plattform „OffenesParlament.de“ gestartet

Zu Beginn dieses Monats ist die kostenfreie Online-Plattform OffenesParlament.de an den Start gegangen. Die Website setzt es sich zum Ziel, Informationen über die Arbeit des Deutschen Bundestages zu sammeln. Sie ermöglicht eine Suche nach Themen oder Schlagwörtern über 245 Plenarprotokolle der 18. Wahlperiode (2013 bis 2017), darunter zu gesellschaftspolitischen Debatten wie z. B. Griechenlandkrise, Abgasskandal und deutscher Außenpolitik.

Neben Zugang und Analyse der Plenarprotokolle bietet OffenesParlament.de weitere Datenanalysen, die zeigen, welche Abgeordneten und Fraktionen am häufigsten sprechen und welche Themen im Zentrum der parlamentarischen Arbeit stehen. Informationen gibt es auch zum Hintergrund der Abgeordneten (Alter, Bundesland, Geschlecht, Beruf).

OffenesParlament.de versteht sich als gemeinnützige und überparteiliche Informationsseite zur Arbeit der Parlamente auf Bundesebene. Das Projekt wird in einer gemeinsamen Kooperation von der Datenschule der Open Knowledge Foundation Deutschland und der Transparenzinitiative abgeordnetenwatch.de betrieben. Alle Daten können unter der Lizenz CC0 als Open Data heruntergeladen werden.

Literaturnobelpreis an Kazuo Ishiguro

Bild: Mariusz Kubik, Lizenz: GFDL/CC-BY-SA-3.0-migrated/CC-BY-2.5
Kazuo Ishiguro (2005)

Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an Kazuo Ishiguro, wie am Donnerstag das Nobelpreis-Komitee in Stockholm bekannt gab. Der ursprünglich in Japan geborene, englische Schriftsteller habe in seinen „Romanen von starker emotionaler Wirkung den Abgrund in unserer vermeintlichen Verbundenheit mit der Welt aufgedeckt hat“, so die offizielle Begründung.

(Bild: Mariusz Kubik, Lizenz: GFDL/CC-BY-SA-3.0-migrated/CC-BY-2.5)

Der Sohn eines Ozeanografen wurde im japanischen Nagasaki geboren, wuchs aber ab 1960 bedingt durch einen Arbeitsplatzwechsel des Vaters in Guildford, Surrey, in der Nähe von London auf. Ishiguro, der ursprünglich Popmusiker werden wollte, studierte an der Universität von Kent Philosophie und Anglistik. 1980 erwarb er an der University of East Anglia einen Master in „creative writing“, wo sein Mentor Malcolm Bradbury war. Ishiguro selbst gab an, sich nicht als Japaner zu verstehen. Er sieht seine literarischen Vorbilder in der westlichen Literatur, vor allem bei Dostojewski und Tschechow (vgl. Autorenprofil im KLfG).

Nachdem Ishiguro als Sozialarbeiter gearbeitet hatte, widmete er sich ab 1983 ganz seiner Karriere als Schriftsteller. Trotz seines überschaubaren Œuvres von sieben Romanen, sowie einigen Kurzgeschichten und Drehbüchern, wird er heute zu den bedeutendsten englischsprachigen Autoren der Gegenwart gezählt. Bekannt ist er vor allem für seine „vielschichtige psychologische Ausleuchtung seiner Ich-Erzähler, die zwischen Selbstbetrug und Selbsterkenntnis mit ihren Erinnerungen ringen“ (vgl. Kindlers Literatur-Lexikon). Dazu zählt der loyale und seinem Herrn ergebene Butler Stevens in Ishiguros drittem Roman The Remains of the Day (dt. Was vom Tage übrig blieb), der ihm 1989 den renommierten Booker Prize einbrachte. Das Buch wurde 1993 erfolgreich von James Ivory mit Anthony Hopkins und Emma Thompson in den Hauptrollen verfilmt.

Drei weitere Male stand Ishiguro auf der „Short List“ zum Booker Prize – mit dem in Japan angesiedelten Werk An Artist of the Floating World (Der Maler der fließenden Welt, 1986), der in Shanghai spielenden Detektivgeschichte When We Were Orphans (Als wir Waisen waren, 2000) sowie mit Never Let Me Go (Alles, was wir geben mussten, 2005). Letztgenanntes Buch über ein Internat, in dem menschliche Klone zum Zweck der Organspende aufgezogen werden, kam 2010 mit Carey Mulligan, Andrew Garfield und Keira Knightley auf die Kinoleinwand. Ishiguros bisher letzter Roman, The Buried Giant (Der begrabene Riese, 2015), spielt im kriegerischen Britannien des 5. Jahrhunderts und stellt ein Elternpaar in den Mittelpunkt, das sich auf die Suche nach seinem Sohn begibt.

Literatur von Kazuo Ishiguro, besonders seine englischsprachigen Romane, lässt sich auch in den Bibliotheken der FU finden, vor allem in der Philologischen Bibliothek.

Die Auszeichnung an Ishiguro kann durchaus als Überraschung gewertet werden. Bei bekannten Wettanbietern hatten in den vergangenen Tagen Namen wie der Kenianer Ngũgĩ wa Thiong’o, der Japaner Haruki Murakami oder die Kanadierin Margaret Atwood vorne gelegen. Nach der Preisvergabe an den US-amerikanischen Singer-Songwriter Bob Dylan (2016) und die weißrussische Journalistin und Autorin Swetlana Alexijewitsch (2015) hatten Experten eine diesmal eher konservativere Wahl prognostiziert. Ishiguro passt als 62-jähriger, englischsprachiger Romanautor nahezu perfekt in eine Analyse, die die NZZ letzte Woche unter dem Titel Was den typischen Literaturnobelpreisträger auszeichnet veröffentlichte.

Die Preisübergabe an die Nobel-Laureaten erfolgt alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Kostenfreier Human Protein Atlas

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist der Human Protein Atlas (HPA).

Das im Jahr 2003 in Schweden gestartete Projekt setzt sich zum Ziel, alle menschlichen Proteine in Zellen, Geweben und Organen zu kartographieren. Alle gesammelten Daten werden im Open-Access-Verfahren zur Verfügung gestellt, um die Erforschung des menschlichen Proteoms zu unterstützen. Der Atlas teilt sich in drei Bereiche, die sich jeweils auf einen bestimmten Aspekt der genomweiten Analyse der menschlichen Proteine konzentrieren:

  • Tissue Atlas: Verteilung der Proteine über alle wichtigen Gewebe und Organe im menschlichen Körper
  • Cell Atlas: Subzelluläre Lokalisierung von Proteinen in einzelnen Zellen
  • Pathology Atlas: Auswirkungen der Proteinebenen bei der Krebstherapie von Patienten

Der Human Protein Atlas unterstützte bereits die Veröffentlichung von mehreren Tausenden von Publikationen im Feld der menschlichen Biologie und Krankheit und wird als eine europäische „Kernressource“ angesehen.

Forschungsdatensuche von Elsevier

Neu ins das Datenbank-Infosystem (DBIS) aufgenommen wurde die kostenfreie Elsevier DataSearch.

Die im Herbst 2016 von Elsevier entwickelte Suchmaschine, befindet sich momentan im Beta-Status. Die letzte Überarbeitung fand im zurückliegenden September statt. Recherchiert werden kann nach freien Forschungsdaten (Open Data) des niederländischen Wissenschaftsverlags sowie verschiedener Open-Access-Repositorien. Aufgenommen werden u. a. Illustrationen, Tabellen und weiterführende Daten.

Gegenwärtig werden folgende Online-Ressourcen komplett oder teilweise von DataSearch ausgewertet:

  • Dryad
  • EarthChem Portal (Auswahl) der Interdisciplinary Earth Data Alliance (IEDA)
  • Harvard Dataverse
  • The Inter-university Consortium for Political and Social Research (ICPSR)
  • Mendeley Data
  • NeuroElectro
  • PANGAEA
  • ThermoML – Thermodynamic Research Center (TRC) des National Institute of Standards and Technology (NIST)
  • Verschiedene Metadaten (u. a. 4TU.Centre of Research Data, University of Cambridge, Princeton University, University of Washington, London School of Hygiene & Tropical Medicine, Médecins Sans Frontières, Smithsonian, Zenodo)
  • Tabellen, Zahlen und ergänzende Daten von Dokumenten von arXiv und ScienceDirect

Geplant ist, die Suche irgendwann ins lizenzpflichtige Angebot von Elsevier zu übernehmen.

Statistik-Datenbank zu erneuerbaren Energien

Neu  im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgeweisen ist das kostenfreie Angebot REsource.

Die Datenbank der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) enthält statistische Informationen zur weltweiten Entwicklung erneuerbarer Energien. Diese stammen aus folgenden Quellen:

– IRENA Homepage
– IEA/IRENA Joint Policies and Measures Database
– Abu Dhabi Fund for Development (ADFD)
– Daten- und Statistikbereich
– Global Atlas for Renewable Energy
– REmap2030 (Roadmap der IRENA)
– Renewable Energy Costs
– REValue (Socio-economic Value of Renewable Energy)

Der Zugriff kann neben einer Suche über detaillierte Länderprofile oder einen separaten Daten- und Statistik-Bereich erfolgen. Die Daten können grafisch miteinander verglichen und abgespeichert werden (Format: PDF oder Tableau-Arbeitsmappe) sowie über soziale Netzwerke (Facebook, Twitter) geteilt werden.

Fake-News-Website der EU

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist das kostenfreie Angebot EU vs Disinformation.

Die Website ist Teil der gleichnamigen Kampagne „EU versus Disinformation“, die von der East StratCom Task Force des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EEAS) durchgeführt wird. Ziel der im März 2015 vom Europäischen Rat initiierten Task Force ist es, laufenden Desinformationskampagnen Russlands (sogenannten „Fake News“) entgegenzuwirken. Zwischen Januar 2015 und September 2017 wurden über 3300 Falschmeldungen in 18 verschiedenen Sprachen identifiziert, die in einer Datenbank („Disinfo Cases“) recherchiert werden können. Daneben wird im „News and Analysis“-Bereich detaillierter auf einzelne Falschmeldungen eingegangen.

Die Webseite wird auf Englisch, Russisch und Deutsch angeboten und erfuhr im September 2017 einen Relaunch.

Online-Archiv mit historischen Punk-Bildern

Mit PUNKFOTO haben wir eine neue, kostenfreie Online-Ressource im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen.

Die von Karl Nagel 2007 ins Leben gerufene Bilddatenbank bezeichnet sich selbst als weltweit größte Sammlung historischer Punk-Bilder. Gegenwärtig verzeichnet sie über 28.000 Bilder. Das Hauptarchiv umfasst 130 Alben der Jahre 1977 bis 2007 mit über 11.000 Aufnahmen aus der BRD, DDR, Österreich und der Schweiz. Weitere Aufnahmen kamen durch registrierte Mitglieder zusammen, die eigene Bilder auf PUNKFOTO hochladen, in Alben zusammenstellen und kommentieren können. Über 2200 Bilder sind nur nach einer kostenfreien Registrierung einsehbar.

Das Angebot finanziert sich über Crowdfunding.

Online-Archiv der New Yorker Philharmoniker

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen sind die New York Philharmonic Leon Levy Digital Archives.

Ziel der 2011 veröffentlichten, kostenfreien Online-Datenbank ist es, jedes Dokument aus den New York Philharmonic Archives der Jahre 1842 bis 1970 (u. a. Briefwechsel, beschriebene Notenblätter, Protokolle des Board of Directors) sowie öffentliche Dokumente der Jahre 1970 ff. (u. a. Werbematerialien, Pressemitteilungen und Jahresberichte) zu digitalisieren. Gegenwärtig werden 1,3 Mio. von geplanten drei Mio. Seiten angeboten, darunter

– 1789 beschriebene Notenblätter (u. a. von Leonard Bernstein oder Andre Kostelanetz)
– 16.000 Musikauftritte von Orchestermitgliedern
– 14.000 gedruckte Programme
– 5550 Geschäfts- und Projekunterlagen
– 16.500 Fotografien und Bilder

Zuletzt wurden im März 2017 Dokumente und auch Filmmaterial aus der Toscanini-Ära (1925–1945) veröffentlicht. Das Projekt wird von der Leon Levy Foundation finanziert.

Das Archiv der New Yorker Philharmoniker enthält insgesamt ca. 6 Mio. Seiten an Archivmaterial. Das Symphonieorchester wurde 1842 als Philharmonic Symphony Society of New York gegründet.