Library Fun: Bibliothekskrimi auf YouTube

Gefunden auf Youtube – für alle, die einen Rechner mit Ton haben (ist in unseren Bibliotheken ja eher kein Standard): ein Video, das mit den klassischen Klischees von Bibliothekarinnen spielt – unterlegt ist mit dem Popsong „I want to be a librarian …“.

Viel Spass!

Kommt Bibliothekskatze ins Kino?

Von 1988 bis 2006 verfügte die Public Library in Spencer, Iowa, über einen ganz besonderen Publikumsliebling – einen rotgetigerten Kater namens „Dewey Readmore Books“. Das Tier war im Alter von acht Wochen mitten im Winter von Unbekannten in der Buchrückgabebox der öffentlichen Bibliothek „entsorgt“ worden.
Daraufhin wurde der Kater vom dortigen Personal adoptiert. Den Namen „Dewey“ bekam er nach dem berühmtesten amerikanischen Bibliothekar Melvil Dewey, dem Erfinder der nach ihm benannten Dezimalklassifikation.

In den nächsten Jahren brachte es Dewey durch seine Zutraulichkeit gegenüber Bibliotheksmitarbeitern und -besuchern bald zu überregionaler Bekanntheit – selbst ein japanisches Fernsehteam machte sich auf den Weg in den Mittleren Westen der USA. 2006 ist Dewey im gesegneten Alter von 19 (Bibliotheks-)Jahren gestorben.
Vicki Myron, die Bibliotheksleiterin und Deweys ehemalige „Dosenöffnerin“ veröffentlichte die Geschichte als Buch (vgl. USA Today-Artikel vom 18. September 2008). Es wurde millionenfach verkauft und hielt sich von November 2008 bis März 2009 sogar auf der Bestsellerliste der New York Times. Eine deutsche Übersetzung unter dem Titel „Dewey und ich“ soll nun in diesem Herbst erscheinen.
Es gibt in den USA auch schon Überlegungen einen Kinofilm über Dewey mit prominenter Besetzung zu machen …

Wer Dewey live in der Bibliothek sehen will, dem sei dieses Video auf Youtube ans Herz gelegt. Wie es sich für eine Bibliothekskatze von Welt gehört, verfügt Dewey natürlich auch über einen eigenen Wikipedia-Eintrag.

Obwohl so eine Bibliotheksmietze in Zeiten immer knapper werdender Etats finanziell ziemlich lukrativ sein kann (vgl. New York Times-Artikel vom 4. April 2007), hat sich die Universitätsbibliothek über die Anschaffung einer Katze bisher noch keine Gedanken gemacht. Dabei sollte es uns doch an phantasievollen Namen für einen Bibliothekstiger nicht mangeln – PI, RAK, oder doch lieber Citavi oder Endnote? 😉

Dank für dieses Posting an Marc Spieseke aus der UB.

Bibliothekskartenspiel

Kaum zu glauben – aber wahr. Es gibt ein Bibliotheksquartett, „ein vergnügliches Kartenspiel rund um die Bibliothek“. Es stellt 32 Bibliotheken mit Fotos und Daten aus dem aktuellen BIX-Bibliotheksindex und der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) vor und wird vom Deutschen Bibliotheksverband e.V. herausgegeben.

„Gespielt werden kann in zwei Varianten: Die Spieler vergleichen ihre Bibliothekskarten in puncto Medienbestand pro Nutzer, Schulungsstunden und anderen Bibliotheksdaten und der jeweils höhere Wert gewinnt. Oder es werden Quartette aus den abgebildeten Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken gesammelt. Das Quartett eignet sich nicht nur als Werbemittel für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch als Aufmerksamkeit für Kolleg/inn/en und Freunde und für alle, die sich für Bibliotheken interessieren.“ (von der Webseite bibliotheksportal.de)

Klasse, statt mit den PS von Porsche oder Ferrari kann man hier mit Bibliotheksdaten punkten. Kostet übrigens 4 Euro (Mindestbestellmenge: 5 Stück). 🙂

World Digital Library startet am 21. April 2009

Auf der UNESCO General Conference in Paris im Oktober 2007 wurde der Prototyp der zukünftigen World Digital Library vorgestellt. Das Projekt wird getragen von der Library of Congress, der UNESCO, der IFLA und verschiedenen Partner-Bibliotheken aus Brasilien, Ägypten und Russland. Die World Digital Library will historisch bedeutsame Dokumente aus allen Regionen der Welt digitalisieren und über das Internet zugänglich machen. Die Benutzeroberfläche soll in mehreren Sprachen und Schriftzeichen funktionieren.
Sie baut auf dem bereits bestehenden UNESCO-Projekt „Memory of the World“ auf.

Nach 4 Jahren der Planung wird die World Digital Library am 21. April starten. Wir können gespannt sein, ob der Server dem ersten Ansturm von Neugierigen standhält oder wie bei der Europeana erstmal zusammenbricht.

Ich empfehle vorab schon mal das Concept-Video , das Appetit auf mehr macht.

Bücheresel statt Bücherbus

Jeden Sonnabendmorgen sattelt Luis Soriano den Esel und bepackt ihn mit schweren Bücherkisten. Dann macht sich der kolumbianische Lehrer mit seiner mobilen Bücherei auf den Weg in die Dörfer. Er möchte Kindern in Kolumbien, die alltäglich Gewalt erleben, den Zugang zu Büchern eröffnen, denn „wenn Schulen keine Bücher haben, dann können Kinder keinen Frieden lernen“.
Ein NDR-Beitrag vom 07.04.2009, den man sich als Video anschauen kann. Den Hinweis habe ich im netbib weblog: Neues vom Biblioburro gefunden.
Anschauen!

Gut gelernt – gut gelehrt! Ruhr-Universität Bochum startet Studierendenprojekt zur Verbesserung der Lehrkompetenz

Dass nicht jede/r Wissenschaftler/in die angeborene Gnade besitzt, ihr/sein Fachwissen didaktisch kompetent an Studierende weitergeben zu können – gilt übrigens auch für BibliothekarInnen! 😉 – ist ja bekannt. An der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat man sich dazu jetzt etwas Neues einfallen lassen und die Betroffenen (die Studis) zu Beteiligten gemacht: 12 „LernexpertInnen“ aus unterschiedlichen Studiengängen sollen Systematiken entwickeln, um zielführende Didaktik und Motivation zu identifizieren und Kompetenzen (der Lehrenden) zu beschreiben, die erfolgreiches Lernen befördern. Im Juni diesen Jahres sollen dann die Perspektiven der Studierenden und der Lehrenden auf „gelungene Lehre“ in einem Dialog zusammengeführt werden. Man darf gespannt sein …

Mehr zum Projekt, das von der Stabsstelle „Interne Fortbildung und Beratung (IFB)“ beim Rektorat der RUB gesteuert wird, findet sich hier. Der Deutschlandfunk berichtete heute darüber in seiner Sendung „Campus & Karriere“ (vgl. Online-Artikel „Hilfestellung aus dem Hörsaal“).

Und bloß nicht in die Bibliothek!

Die perfekte Anleitung für schlechte Studienarbeiten heisst der satirische Artikel aus dem Uni-Spiegel vom Februar 2008. Zwar nicht ganz aktuell, aber vielleicht kennt ihn der ein oder andere Leser noch nicht:

„Spät anfangen, die letzte Nacht durcharbeiten und alle Regeln wissenschaftlicher Arbeit ignorieren: Der Würzburger BWLer Stefan Zimmermann, 33, weiß, wie man jeden Dozenten an den Rand des Nervenzusammenbruchs treibt …“

Erfolgversprechender als die Tipps von Stefan Zimmermann scheint mir doch wohl eher die traditionelle Variante zu sein – also, doch in die Bibliothek zu gehen und bspw. Bücher zum Wissenschaftlichen Arbeiten zu lesen!
Da immer mehr E-Bücher für die Angehörigen der FU lizenziert werden, kann man sich diesen Weg in Zukunft möglicherweise irgendwann auch sparen . 🙂

Link des Monats: Europa Film Treasures

Pünktlich zur Vergabe der Deutschen Filmpreise Ende April widmet sich der Link des Monats diesmal dem Thema Film. 28 Kinematheken aus 19 europäischen Ländern haben sich zusammengetan und präsentieren seit Juli 2008 auf der Website „Europa Film Treasures“ kostenfrei Filmschätze aus aller Welt.
Die Spannbreite reicht von Spielfilmen bis hin zu Dokumentationen, von Dramen über Trickfilme bis hin zu Science-Fiction-Filmen, schwerpunktmößig aus den Anfängen der Filmkunst.
Eine wahre Fundgrube, in der man beispielsweise auch auf das Frühwerk eines Meisterregisseurs wie John Ford stößt.
Neugierig geworden? Dann besuchen Sie unseren Linktipp vom April 2009.

Dank für das Posting an Marc Spieseke aus der UB, der auch den Linktipp ausgesucht und verfasst hat.

Fehlerteufel im Korrekturmodus

Wer kennt sie nicht, die überraschenden, manchmal störenden, häufig irritierenden Korrekturvorschläge, die gängige Textverarbeitungsprogramme uns immer wieder unterschieben bzw. aufdrängen möchten?! Mancher Text wurde damit schon „verschlimmbessert“ – unfreiwillige Komik ist (vor)programmiert. SPIEGEL online hat jetzt Leser um die schönsten Blüten maschineller Auslese gebeten: von „Kontrakthuren“ bis „Sarg-Taste“ – überwiegend heiter … 😉

Nachrichten, die nichts kosten …

Nicht, dass die Amerikaner sich nicht mehr für Nachrichten interessieren würden – sie sind dem durchschnittlichen US-Bürger im Online-Zeitalter nur nicht mehr besonders viel wert. Das Nachsehen gegenüber den Online-Medien hat die Print-Presse, deren tägliche Gesamtauflage in den USA 2008 erneut um etwa 4,6 Prozent auf nun rund 48 Millionen Exemplare zusammenschmolz – so nachzulesen im 6. Jahresbericht zum amerikanischen Journalismus „The State of the News Media“ von 2009 des angesehenen Pew-Forschungsinstituts in Washington.

2009 dürfte für die US-Zeitungsbranche angesichts der gleichzeitigen dramatischen Wirtschaftskrise damit zum vermutlich „schlimmsten Jahr“ überhaupt werden. Das oft beklagte Zeitungssterben, vor allem in der amerikanischen Provinz, wird sich demnach mit erhöhtem Tempo fortsetzen. „Auch Zeitschriften, Radio und die lokalen Fernsehsender in den USA mussten 2008 Einbußen hinnehmen“, bemerkt die taz. Als Gewinner können sich neben Internet-Anbietern vor allem die großen Nachrichtensender wie CNN, MSNBC und Fox News fühlen. Diese konnten im Superwahljahr 2008 ihre Zuschauerzahlen um 38 Prozent und die Gewinne um 33 Prozent steigern.

Viel Zeit bleibt den angeschlagenen Zeitungsverlagen allerdings nicht. Sie müssen unter Hochdruck Geschäftsmodelle entwickeln, um finanziell überlebensfähig zu bleiben.  Die herkömmliche Refinanzierung über Werbeeinnahmen allein scheint als Grundlage für professionellen Journalismus mittlerweile nicht mehr ausreichend. Den Qualitätsjournalismus an sich sieht die medienwissenschaftliche Studie allerdings deshalb nicht per se am Ende.