Metakatalog der Europäischen Union

Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.

Die Europäische Union ist eine große Organisation mit einer Vielzahl an

Einrichtungen. Diese Einrichtungen veröffentlichen ständig neue Daten.

Sofern es möglich ist, sollen diese öffentlich zugänglich gemacht werden. Um interessierten Menschen die Daten, die an vielen Stellen veröffentlicht werden, zentral und durchsuchbar zur Verfügung zu stellen, wurde 2012 auf Grundlage eines Kommissionsbeschlusses das Offene Datenportal der EU (vgl. Eintrag in DBIS) eingerichtet. Die dort verfügbaren Daten sollen, so will es der Beschluss, unentgeltlich und ohne urheberrechtliche Einschränkungen verfügbar sein.

Die Suche nach Daten kann entweder gezielt nach Begriffen erfolgen, oder nach Sachgebieten des EuroVoc (mehrsprachiger Thesaurus der EU).

Zusätzlich bietet das Portal eine Liste von Apps und Webtools für die Wiederverwendung der Daten.

 

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

 

Kostenfreier Human Protein Atlas

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist der Human Protein Atlas (HPA).

Das im Jahr 2003 in Schweden gestartete Projekt setzt sich zum Ziel, alle menschlichen Proteine in Zellen, Geweben und Organen zu kartographieren. Alle gesammelten Daten werden im Open-Access-Verfahren zur Verfügung gestellt, um die Erforschung des menschlichen Proteoms zu unterstützen. Der Atlas teilt sich in drei Bereiche, die sich jeweils auf einen bestimmten Aspekt der genomweiten Analyse der menschlichen Proteine konzentrieren:

  • Tissue Atlas: Verteilung der Proteine über alle wichtigen Gewebe und Organe im menschlichen Körper
  • Cell Atlas: Subzelluläre Lokalisierung von Proteinen in einzelnen Zellen
  • Pathology Atlas: Auswirkungen der Proteinebenen bei der Krebstherapie von Patienten

Der Human Protein Atlas unterstützte bereits die Veröffentlichung von mehreren Tausenden von Publikationen im Feld der menschlichen Biologie und Krankheit und wird als eine europäische „Kernressource“ angesehen.

Forschungsdatensuche von Elsevier

Neu ins das Datenbank-Infosystem (DBIS) aufgenommen wurde die kostenfreie Elsevier DataSearch.

Die im Herbst 2016 von Elsevier entwickelte Suchmaschine, befindet sich momentan im Beta-Status. Die letzte Überarbeitung fand im zurückliegenden September statt. Recherchiert werden kann nach freien Forschungsdaten (Open Data) des niederländischen Wissenschaftsverlags sowie verschiedener Open-Access-Repositorien. Aufgenommen werden u. a. Illustrationen, Tabellen und weiterführende Daten.

Gegenwärtig werden folgende Online-Ressourcen komplett oder teilweise von DataSearch ausgewertet:

  • Dryad
  • EarthChem Portal (Auswahl) der Interdisciplinary Earth Data Alliance (IEDA)
  • Harvard Dataverse
  • The Inter-university Consortium for Political and Social Research (ICPSR)
  • Mendeley Data
  • NeuroElectro
  • PANGAEA
  • ThermoML – Thermodynamic Research Center (TRC) des National Institute of Standards and Technology (NIST)
  • Verschiedene Metadaten (u. a. 4TU.Centre of Research Data, University of Cambridge, Princeton University, University of Washington, London School of Hygiene & Tropical Medicine, Médecins Sans Frontières, Smithsonian, Zenodo)
  • Tabellen, Zahlen und ergänzende Daten von Dokumenten von arXiv und ScienceDirect

Geplant ist, die Suche irgendwann ins lizenzpflichtige Angebot von Elsevier zu übernehmen.

Statistik-Datenbank zu erneuerbaren Energien

Neu  im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgeweisen ist das kostenfreie Angebot REsource.

Die Datenbank der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) enthält statistische Informationen zur weltweiten Entwicklung erneuerbarer Energien. Diese stammen aus folgenden Quellen:

– IRENA Homepage
– IEA/IRENA Joint Policies and Measures Database
– Abu Dhabi Fund for Development (ADFD)
– Daten- und Statistikbereich
– Global Atlas for Renewable Energy
– REmap2030 (Roadmap der IRENA)
– Renewable Energy Costs
– REValue (Socio-economic Value of Renewable Energy)

Der Zugriff kann neben einer Suche über detaillierte Länderprofile oder einen separaten Daten- und Statistik-Bereich erfolgen. Die Daten können grafisch miteinander verglichen und abgespeichert werden (Format: PDF oder Tableau-Arbeitsmappe) sowie über soziale Netzwerke (Facebook, Twitter) geteilt werden.

Fake-News-Website der EU

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist das kostenfreie Angebot EU vs Disinformation.

Die Website ist Teil der gleichnamigen Kampagne „EU versus Disinformation“, die von der East StratCom Task Force des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EEAS) durchgeführt wird. Ziel der im März 2015 vom Europäischen Rat initiierten Task Force ist es, laufenden Desinformationskampagnen Russlands (sogenannten „Fake News“) entgegenzuwirken. Zwischen Januar 2015 und September 2017 wurden über 3300 Falschmeldungen in 18 verschiedenen Sprachen identifiziert, die in einer Datenbank („Disinfo Cases“) recherchiert werden können. Daneben wird im „News and Analysis“-Bereich detaillierter auf einzelne Falschmeldungen eingegangen.

Die Webseite wird auf Englisch, Russisch und Deutsch angeboten und erfuhr im September 2017 einen Relaunch.

Online-Archiv mit historischen Punk-Bildern

Mit PUNKFOTO haben wir eine neue, kostenfreie Online-Ressource im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen.

Die von Karl Nagel 2007 ins Leben gerufene Bilddatenbank bezeichnet sich selbst als weltweit größte Sammlung historischer Punk-Bilder. Gegenwärtig verzeichnet sie über 28.000 Bilder. Das Hauptarchiv umfasst 130 Alben der Jahre 1977 bis 2007 mit über 11.000 Aufnahmen aus der BRD, DDR, Österreich und der Schweiz. Weitere Aufnahmen kamen durch registrierte Mitglieder zusammen, die eigene Bilder auf PUNKFOTO hochladen, in Alben zusammenstellen und kommentieren können. Über 2200 Bilder sind nur nach einer kostenfreien Registrierung einsehbar.

Das Angebot finanziert sich über Crowdfunding.

Online-Archiv der New Yorker Philharmoniker

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen sind die New York Philharmonic Leon Levy Digital Archives.

Ziel der 2011 veröffentlichten, kostenfreien Online-Datenbank ist es, jedes Dokument aus den New York Philharmonic Archives der Jahre 1842 bis 1970 (u. a. Briefwechsel, beschriebene Notenblätter, Protokolle des Board of Directors) sowie öffentliche Dokumente der Jahre 1970 ff. (u. a. Werbematerialien, Pressemitteilungen und Jahresberichte) zu digitalisieren. Gegenwärtig werden 1,3 Mio. von geplanten drei Mio. Seiten angeboten, darunter

– 1789 beschriebene Notenblätter (u. a. von Leonard Bernstein oder Andre Kostelanetz)
– 16.000 Musikauftritte von Orchestermitgliedern
– 14.000 gedruckte Programme
– 5550 Geschäfts- und Projekunterlagen
– 16.500 Fotografien und Bilder

Zuletzt wurden im März 2017 Dokumente und auch Filmmaterial aus der Toscanini-Ära (1925–1945) veröffentlicht. Das Projekt wird von der Leon Levy Foundation finanziert.

Das Archiv der New Yorker Philharmoniker enthält insgesamt ca. 6 Mio. Seiten an Archivmaterial. Das Symphonieorchester wurde 1842 als Philharmonic Symphony Society of New York gegründet.

Infographik: Wofür geben die Regierungen der Mitgliedsstaaten Geld aus?

Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.

What do governments in the Member States spend money on?

In einer interaktiven Infographik werden die Ausgaben der Regierungen der Mitgliedsstaaten der EU beleuchtet. Eurostat schlüsselt die staatlichen Ausgaben nach Funktionen innerhalb der EU in den folgenden Kategorien auf: Verteidigung, Wirtschaft, Bildung, Umweltschutz, allgemeine öffentliche Dienste, Gesundheits-, Wohnungs- und Gemeinschaftseinrichtungen, öffentliche Ordnung und Sicherheit, Erholung, Kultur und Religion und Sozialschutz.

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Open Data zu weltweitem Handel und Wettbewerbsfähigkeit

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist das kostenfreie Angebot TCdata360.

Die Datenbank der Weltbank enthält offene Daten (Open Data) zu den Themen Handel und Wettbewerbsfähigkeit. Diese stammen u. a. aus über 70 Quellen, darunter folgende Institutionen:

• World Bank Group
• International Monetary Fund (IMF)
• Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD)
• World Economic Forum (WEF)
• World Trade Organization (WTO)
• Global Entrepreneurship Research Association
• International Trade Centre (ITC)

Der Zugriff kann neben einer Suche u. a. über 216 Länderprofilen oder 2400 Indikatoren erfolgen. Die Daten können grafisch miteinander verglichen und abgespeichert werden (Format: PDF oder PNG) sowie über soziale Netzwerke (u. a. Facebook, Twitter) geteilt werden. Daneben existieren Länderreports sowie Reports zu den Themen Tourismus und Unternehmertum.

Die Daten werden i.d.R. jährlich aktualisiert. TCdata30 verfügt auch über eine API-Schnittstelle.

Leseverhalten der Generation Smartphone

Zur Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft in München (20.-22. September) wurde der Medienwissenschaftler Henning Lobin von Deutschlandfunk Kultur befragt. In Zeiten von Like-Buttons, kurzen Twitter-Nachrichten und Emojis ging es um die Frage, ob junge Leser überhaupt noch lange Texte verstehen können. Aber keine Angst, Lobin weiß in Sachen Harry-Potter-Generation zu beruhigen 😉 …

(Gesehen im Vöbblog)