Forschungslandschaft im Überblick mit dem „Research Explorer“

Der Research Explorer ist ein Forschungsverzeichnis, das über 19.000 Institute an deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen nach geografischen, fachlichen und strukturellen Kriterien nachweist. Recherchiert werden kann u. a. geographisch anhand einer Karte, fächerbezogen bzw. über eine Freitextsuche (Erweiterte Suche). Einrichtungen, bei denen Promotionsmöglichkeiten bestehen, verweisen auf das Angebot Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), wo weitere Informationen u. a. zu Zulassungsvoraussetzungen oder der Promotionsordnung bereitgestellt werden.

Das Verzeichnis wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Zusammenarbeit mit der Hochschulrektorenkonferenz zur Verfügung gestellt.

In Büchern aus dem 18. Jahrhundert blättern

Nachdem mit dem VD 16 und VD 17 retrospektive Nationalbibliographien für im 16. und 17. Jahrhundert im deutschen Sprachraum erschienene Literatur vorliegen, folgt chronologisch mit dem VD 18 das nächste Jahrhundert. Das von der DFG geförderte Projekt befindet sich noch in der Pilotphase, weist aber bereits mehr als 37.000 Titel aus dem 18. Jahrhundert nach. Beteiligt sind sechs Bibliotheken in Deutschland, u. a. die Staatsbibliothek zu Berlin und die Bayerische Staatsbibliothek München.

Anders als bei den Vorgängerprojekten gehen beim Projekt VD 18 Erschließung und Digitalisierung der Drucke Hand in Hand. So hat man nicht nur den Bestandsnachweis im Katalog sondern kann sogleich auch die gescannten Bücher elektronisch auf den Servern der jeweiligen Bibliothek durchblättern oder (je nach Bibliothek) auch komplett als PDF-Datei herunterladen. Da man beim Download die Original-Bilddateien herunterlädt, können die erhaltenen PDFs verhältnismäßig groß werden – bis zu 100 MB oder mehr pro Buch. Die Autoren sind in VD 18 mit Links auf die entsprechenden Wikipedia-Biografien versehen.

Möchte man den Band trotz guter Scans auch in den Händen halten, lassen sich mit wenigen Klicks Recherchen nach dem gewünschten Titel im heimischen Online-Katalog oder anderen Bibliotheksverbünden starten.

Bild: Detail aus dem Titelblatt der Allgemeinen Verordnung des Lüneburgischen Zucht- und Werck-Hauses (1701; bereitsgestellt durch die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen)

Deutsche Geisteswissenschaften am Scheideweg

Im Tagesspiegel-Artikel „Professoren, schreibt mehr Bücher!“ vergleicht Christopher Young, Leiter der Faculty of Modern and Medieval Languages an der Uni Cambridge und gegenwärtig FU-Gastwissenschaftler, die angloamerikanische und die deutsche Gelehrtenwelt. Sein Fazit fällt entsprechend negativ aus. Deutsche Geisteswissenschaftler bleiben international außen vor – werden aber dennoch von ihren angelsächsischen Kollegen gebraucht.

Wohlfühlfaktor und „ökologischer Fußabdruck“

Der Bibliothekssoziologe Olaf Eigenbrodt äußert sich im Gespräch mit Goethe.de über deutsche Bibliotheksneubauten und seine Lieblingsbibliothek. Schade nur, dass man die beigefügten Bilder nicht vergrößern kann :(

(gesehen im netbib weblog).

21 gute Gründe für gute Bibliotheken

Falls Ihnen – wie mir -vielleicht auch nur höchstens 10 Gründe einfallen sollten … die Broschüre des BID erläutert 21 gute Gründe für gute Bibliotheken (pdf-Datei).

Etwas übertrieben vielleicht ist bei allem Berufsstolz Grund Nummer 13:
Das Beste in der Bibliothek: die Bibliothekarin! 😉

„Bibliothek & Information Deutschland (BID)“ ist die Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheks- und Informationsverbände e.V.“

MARKUS jetzt online

Ab sofort besteht für FU-Angehörige Zugriff auf MARKUS. Hinter dem eher ungewöhnlichen Namen (Abkürzung für „Marketinguntersuchungen“) verbirgt sich ein Online-Firmenverzeichnis, das ausführliche und aktuelle Geschäftsinformationen zu einer Mio. deutscher, österreichischer und luxemburgischer Unternehmen sowie zu 1,5 Mio. Entscheidern bereithält. Zusätzlich bestehen drei Mio. Verknüpfungen zu Gesellschaften und Tochtergesellschaften weltweit.

Recherchiert werden kann nach spezifischen Einzelunternehmen und Zielgruppen. Auch die Erstellung von Rankings und Adresslisten für Mailings bis hin zur umfassenden Analyse von Marktpotenzialen, Kundenstrukturen und Konzernverflechtungen ist möglich.

Run auf Biografien

Das Biographie-Portal wurde mittlerweile ins Angebot der Digitalen Bibliothek aufgenommen.

Wie begehrt in Zeiten von Wikipedia kostenfreie und verlässliche lexikalische Inhalte sein können, konnten vor zwei Tagen die Macher von biographie-portal.eu erfahren. Das Kooperationsprojekt der Bayerischen Staatsbibliothek, der Historischen Kommission der Bayerischen Akademien der Wissenschaften, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖBL) und der Stiftung Historisches Lexikon der Schweiz (HLS) wurde am vergangenen Montag in München vorgestellt und erlebte offenbar einen Ansturm, der die Server noch bis heute schwitzen lässt.

Die noch in der Entwicklung befindliche Datenbank, zusammengestellt von Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, enthält laut den Initiatoren mehr als 100.0000 Einträge, die auf den Inhalten der Allgemeinen Deutschen Biographie (ADB), der Neuen Deutschen Biographie (NDB), des Österreichischen Biographischen Lexikons 1815-1990 (ÖBL) und des Historischen Lexikons der Schweiz (HLS) basieren. Das kumulierte Gesamtregister kann, wenn es denn die Server zulassen, nach Name, Geburts- und/oder Sterbejahr oder Beruf durchsucht werden. Der Datenbankeintrag präsentiert dann im Idealfall einen Link zum digitalisierten Volltext.

Der Anspruch der Betreiber ist hoch. Das Online-Portal möchte weitere biografische Nachschlagewerke und Personendatenbanken kostenfrei erschließen und europaweite Kooperationen mit Universitäten und Archiven anstreben, um so zu einer „vereinten europaweiten Kommunikationsplattform“ zu werden (vgl. dpa-Meldung bei welt.de, 06.07.). Als direkte Konkurrenz zu Wikipedia versteht sich biographie-portal.eu nicht und so werden die Einträge von einer Redaktion betreut und nicht frei zu bearbeiten sein. Die deutschsprachige Ausgabe der freien Online-Enzyklopädie enthält derzeit Lexikonartikel zu 235.700 Männern und 39.700 Frauen. Sämtliche 26.000 Einträge der Allgemeinen Deutschen Biographie werden im Wikipedia-Schwesterprojekt WikiSource zur Verfügung gestellt, wo diese von den Benutzern schon seit längerer Zeit korrekturgelesen werden.