BibliotheksreferendarInnen gesucht

Die Universitätsbibliothek hat 2 Stellen für die Ausbildung für den höheren Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken im Stellenanzeiger der Freien Universität Berlin vom 04.03.2013 ausgeschrieben.

Die Bewerbungsfrist endet am 28.03.2013.

Gesucht werden AbsolventInnen eines Hochschulstudiums in den Wirtschaftswissenschaften oder mit einem Hochschulabschluss im Bereich Anglistik, Romanistik oder eines komparatistischen philologischen Faches mit guten Englischkenntnissen in Wort und Schrift sowie guten Kenntnissen mind. einer romanischen oder slawischen Sprache.

Pritzker-Preis an Bibliothekserbauer

Mit dem Pritzker-Preis, dem weltweit wichtigsten Architekturpreis, wird dieses Jahr Toyo Ito ausgezeichnet. Zu den Bauprojekten, die der Japaner im zurückliegenden Jahrzehnt realisiert hat, zählen auch zwei Bibliotheksbauten – die 2001 errichtete Sendai Mediatheque (ein erdbebensicherer Bau, der eine Kunstgalerie und eine Bibliothek beherbergt) sowie die 2006 erbaute Bibliothek der Kunsthochschule Tama, in der Präfektur Tokio. Eindrucksvolle Fotoimpressionen zu beiden Bauten bietet u. a. die Fachwebsite archdaily.com (s. Sendai und Tama) an.

Online-Zugriff auf Oxford-Handbooks aus dem Bereich Linguistik

Ab sofort können FU-Angehörige 20 elektronische Handbücher des Verlags Oxford University Press aus dem Fachbereichsmodul Sprachwissenschaft/Linguistik kostenfrei nutzen. Die einzelnen Titel, die zwischen 2005 und 2012 als Printausgabe erschienen sind, im Überblick:

– The Oxford Handbook of Applied Linguistics (2 ed.)
– The Oxford Handbook of Case
– The Oxford Handbook of Cognitive Linguistics
– The Oxford Handbook of Comparative Syntax
– The Oxford Handbook of Compositionality
– The Oxford Handbook of Compounding
– The Oxford Handbook of Computational Linguistics
– The Oxford Handbook of Grammaticalization
– The Oxford Handbook of Japanese Linguistics
– The Oxford Handbook of Laboratory Phonology
– The Oxford Handbook of Language and Law
– The Oxford Handbook of Language Evolution
– The Oxford Handbook of Linguistic Analysis
– The Oxford Handbook of Linguistic Fieldwork
– The Oxford Handbook of Linguistic Interfaces
– The Oxford Handbook of Linguistic Minimalism
– The Oxford Handbook of Linguistic Typology
– The Oxford Handbook of Tense and Aspect
– The Oxford Handbook of the History of English
– The Oxford Handbook of Translation Studies

Alle oder einzelne E-Books können direkt im Volltext durchsucht und einzelne Kapitel als PDF-Datei abgespeichert werden. Entscheidet man sich für eine kostenfreie Registrierung, kann man u. a. eine Merkliste anlegen bzw. die Abspeichermöglichkeit von getätigten Suchen nutzen. Zitate können direkt in Literaturverwaltungsprogramme wie EndNote oder Zotero übernommen werden.

Bild: The Oxford Handbook of the History of English, hrsg. von Terttu Nevalainen und Elizabeth Closs Traugott (2012)

Kein Zugriff mehr existiert zu den Fachbereichsmodulen Business & Management, Philsophy und Political Science, die die FU Berlin ab März 2012 für ein Jahr lizenziert hatte. Die zugehörigen Einträge im FU-Katalog sind bereits gelöscht worden.

Preis der Leipziger Buchmesse an FU-Absolventen

Gestern sind auf der Leipziger Buchmesse zum neunten Mal die mit 45.000 Euro dotieren Preise in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung vergeben worden.

In der Kategorie Belletristik gewann der in Berlin lebende Schriftsteller David Wagner. Sein favorisierter Roman Leben ist autobiographisch geprägt und handelt von einem jungen Mann, der sich einer lebenswichtigen Organtransplantation unterziehen muss. Im Berliner Virchow-Klinikum teilt sich der Ich-Erzähler das Zimmer mit den unterschiedlichsten Bettnachbarn und erfährt so von ihren Schicksalen. Ihm selbst gibt fortwährend der Gedanke an seine Tochter Kraft.
Wagner litt selbst unter einer Autoimmunhepatitis und musste sich einer Lebertransplantation unterziehen. An Leben arbeitete er sechs Jahre lang. Der 1971 geborene und im Rheinland aufgewachsene Schriftsteller studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Bonn, Paris und Berlin. Wagner verließ die FU Berlin 1996 mit dem M.A.-Grad, für die er zwischenzeitlich auch eine Lehrtätigkeit übernahm. Sein Debüt als Romancier gab er 2000 mit Meine nachtblaue Hose. 2009 schaffte es sein Vier Äpfel auf die Longlist des Deutschen Buchpreises. Daneben arbeitet Wagner als Journalist für die Feuilletons und Kolumnen verschiedener Zeitungen. Wagner setzte sich bei der Vergabe des Preises u. a. gegen Ralph Dohrmanns Kronhardt, Birk Meinhardts Brüder und Schwestern sowie Anna Weidenholzers Der Winter tut den Fischen gut die, die alle in der Philologischen Bibliothek verfügbar sind. Im Vorjahr war Wolfgang Herrndorf Agentenroman Sand ausgezeichnet worden.

Als bestes Sachbuch setzte sich Die Gruppe 47 von Helmut Böttiger durch (momentan in der Philologischen Bibliothek ausgeliehen). Der Literaturkritiker und Essayist schildert in seiner Studie die Entwicklung der 1947 als lockere Vereinigung von Schriftstellern und Kritikern gegründeten Initiative, die durch ihre jährlichen Herbsttreffen zum Keim bedeutender deutschsprachiger zeitgenössischer Literatur avancierten sollte. Die Übersetzerin Eva Hesse wurde für ihre Übertragung von Ezra Pounds Hauptwerk Die Cantos geehrt (UB ausgeliehen/Philologische Bibliothek).

Danke für die Mithilfe an diesem Posting an Mara L. Diehl, Auszubildende zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek.

Neu in der Digitalen Bibliothek: Arachne, Connected Histories, Wasserzeichenkartei Piccard

Ab sofort sind folgende freie Ressourcen in der Digitalen Bibliothek zu finden:

Arachne

Arachne ist die zentrale Objektdatenbank des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und des Forschungsarchivs für Antike Plastik des Archäologischen Instituts der Universität zu Köln.
Die Datenbank verwaltet über 250.000 Objekte und mehr als 836.000 Scans in einem einheitlichen Datenmodell. Verschiedene, an Objektklassen angepasste Module versorgen sich aus dem einheitlichen Datenpool: etwa der Buchbrowser iDAI.books, die Browser für bilderreiche Denkmäler, die Browser für minoische Siegel oder antike Sarkophagreliefs.

Das Projekt verfolgt einen Semantic-Web-Ansatz, indem archäologische Objekte, ihre Beschreibungen (Metadaten), zugehörige Abbildungen und Referenzen in der wissenschaftlichen Literatur miteinander verknüpft werden. Als Ontologie wird das CIDOC Conceptual Reference Model (CIDOC-CRM) zugrundegelegt.
Zugleich werden im Modul iDAI.BookBrowser urheberrechtsfreie archäologische Grundlagenwerke (v.a. Abbildungswerke) in digitaler Form bereitgestellt und auf die Objektdatenbank referenziert.
Arachne dient darüber hinaus der Informationssicherung von Dokumenten auf gefährdeten Trägern – u.a. werden Fotografien aus den Archiven des DAI digital bereitgestellt – sowie als Materialplattform für Publikationen, etwa bei der Neuaufnahme der Basilica Aemilia. Das Ziel ist die Kontextualisierung der Objekte.
Zu den geplanten oder bereits in Durchführung befindlichen Projekten zählen die Dokumentation der Skulpturen der Berliner Antikensammlung im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten „Berliner Skulpturennetzwerks“ sowie die Online-Edition des Corpus der antiken Sarkophagreliefs.

(Quelle: Datenbank-Infosystem (DBIS))

 

Connected Histories

In der Metasuchmaschine Connected Histories werden 22 Fachdatenbanken zur britischen Geschichte von 1500 – 1900 ausgewertet. Neben Primär- und Sekundärliteratur werden auch digitalisierte Zeitschriften und Zeitungen sowie historische Bilder angeboten. Die meisten Materialien sind frei verfügbar, einige nur durch Lizenzierung erhältlich. Hilfreich bei der fachlichen Suche sind die so genannten „Guides“.

Danke für dieses Posting an Mara L. Diehl, Auszubildende zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek.

 

Wasserzeichenkartei Piccard

Komplette Wasserzeichensammlung Piccard mit mehr als 92.000 Einträgen. Sowohl die unpublizierten Karten als auch alle den gedruckten Findbüchern zugrunde liegenden Abzeichnungen stehen über das Internet zur Verfügung.

(Quelle: Datenbank-Infosystem (DBIS))

 

 

 

„Illustrated London News“ online testen

Die Datenbank wurde nach dem Testzeitraum nicht weiterlizenziert.

Bis zum 8. April 2013 können FU-Angehörige kostenfrei das Illustrated London News Historical Archive testen.

Die Illustrated London News (kurz „ILN“) wurde 1842 von Herbert Ingram gegründet. Der frühere Drucker und Zeitungshändler hatte beobachtet, dass der Zeitungsverkauf zunahm, sobald die Ausgabe über einen Holzschnitt zur Illustration verfügte. Gleichzeitig hatten seine Kunden häufig nach den „Londoner Neuigkeiten“ gefragt. Daraufhin brachte er mit der Illustrated London News ein eigenes wöchentliches Magazin heraus, dessen erste Ausgabe auf 16 Seiten 32 Holzschnitte enthielt. Der Erfolg der „ersten“ illustrierten Zeitschrift der Welt war mit allein 26.000 verkauften Exemplaren in der ersten Woche überwältigend. Schon 1843 folgten Ableger in Frankreich (L’Illustration, Paris) und Deutschland (Illustrirte Zeitung, Leipzig).

Bild: Titelblatt aus dem Jahr 1889, das von einem verheerenden Zyklon auf Samoa berichtet.

Die Illustrated London News berichteten bis Juli 2003 über in- und ausländische Themen aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Sport. In den früheren Jahrzehnten der Zeitschrift konnten u. a. so bekannte Fotografen wie Felice Beato, Antoine Claudet, Joseph Cundall oder Roger Fenton für Illustrationen gewonnen werden. Auch entsandte die Zeitschrift Kriegszeichner zu Konflikten nach Kontinentaleuropa.
Ab den 1960er und 1970er Jahren konnten die Illustrated London News mit dem Erfolg der Nachrichtenberichterstattung im Fernsehen nicht mithalten und sie erschienen quartalsweise und zuletzt zweimal im Jahr.

Das Online-Archiv gewährt Zugriff auf alle erschienenen Ausgaben von 1842 bis 2003 als digitalisierte Faksimiles. Über 260.000 Seiten können im Volltext durchsucht werden. Einzelne Artikel oder Seiten kann man ausdrucken bzw. im PDF-Format abspeichern. Zitate können direkt in Literaturverwaltungsprogramme wie EndNote oder RefWorks übernommen werden.

Wütende Samtpfote trifft auf Handschrift

Wer kennt das als Katzenbesitzer nicht heutzutage? Man vergisst bei der Arbeit am Computer die Zeit, bis einen die hungrige Samtpfote an die Dosenöffner-Pflichten erinnert (und die merkwürdigsten Tastenkombinationen für sein Betriebssystem gibt es gratis dazu ;) ). Dass dieses Ritual von den Stubentigern schon seit hunderten von Jahren perfekt einstudiert wurde beweist ein Bild, dass ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität von Sarajevo im letzten Jahr im Web zur Verfügung stellte. Emir O. Filipović entdeckte bei seinen Recherchen zu seiner Doktorarbeit ein mittelalterliches Manuskript im Staatsarchiv von Dubrovnik – die kostbaren Seiten zierten dunkle Katzenpfotenabdrücke. Filipović stellte das Bild bei Twitter online – dort und über Facebook fand die Hinterlassenschaft der „wütenden Katze“ zahlreiche Anhänger, so dass auch bald US-Medien wie The Atlantic auf den Schnappschuss aufmerksam wurden. Anfang dieses Monats hat der überraschte Fotograf im eigenen Blogposting Of cats and manuscripts weitere Hintergrundinfos zu den Katzentapsen geliefert, wie auch zum Archivstandort Dubrovnik selbst und bekannteren Gefahren wie etwa Bücherwürmern.

Gesehen im Netbib Weblog

Über 180 E-Handbooks von Sage testen

Das E-Book-Angebot wurden nach dem Testzeitraum nicht weiterlizenziert.


Bis Anfang Ende September 2013 können FU-Angehörige über Sage Knowledge: Handbooks online auf rund 180 englischsprachigen Handbücher (WICHTIG: Ergebnisliste im rechten Menü nach „Availabale to Me“ filtern) des Verlags Sage Publications zugreifen, die ein breites Fächerspektrum bedienen. Zur Verfügung gestellt werden Titel aus folgenden Fachgebieten:

– Psychologie
– Wirtschaft & Verwaltung
– Bildung
– Politik & Internationale Beziehungen
– Soziologie
– Medien- und Kommunikation
– Geografie
– Gesundheits- und Sozialpflege

Die Plattform lässt eine Volltext-Suche über alle oder einzelne Titel zu. Die Texte selbst liegen kapitelweise im HTML- oder PDF-Format vor und können zum Eigengebrauch abgespeichert werden. Gegen eine kostenfreie Registrierung können Merklisten erstellt oder häufig getätigte Suchanfragen gespeichert bzw. verwaltet werden. Auch lassen sich Zitate direkt in Literaturverwaltungsprogramme wie EndNote exportieren.

Bild: Nur einer der zahlreichen lizenzierten Titel – The SAGE Handbook of Historical Theory von Nancy Partner und Sarah Foot (2013).

Oxford Reports on International Law im Test

Die Datenbank wurde nach dem Testzeitraum weiterlizenziert.

Ebenfalls neu im Test ist die Datenbank Oxford Reports on International Law (ORIL), die bis 6. April 2013 kostenfrei von FU-Angehörigen genutzt werden kann.

Der Online-Service bietet Zugang zu kommentierten Gerichtsurteilen im Bereich der internationalen Rechtsprechung. ORIL versteht sich als Referenzportal für alle Aspekte der Rechtsprechung nationaler und internationaler Gerichte im Bereich des Völkerrechts. Alle publizierten Entscheidungen sind im Volltext zugänglich und mit Anmerkungen versehen. Die Datenbank besteht aus den folgenden Modulen:

  • Oxford Reports on International Law in Domestic Courts
  • Oxford Reports on International Criminal Law
  • Oxford Reports on International Human Rights Law
  • Oxford Reports on International Courts of General Jurisdiction
  • Oxford Reports on International Investment Claims

Die Gerichtsurteile selbst stehen im Textformat (via JavaScript) zur Verfügung und können kopiert bzw. ausgedruckt werden. An Personalisierungsfunktionen bietet die Plattform Alerts via E-Mail oder auch RSS-Feed an.

Die Beschreibung ist weitgehend dem Text des Fachhändlers Digento entnommen.

Ein Bibliothekar als Papst?

Seit gestern ist der argentinische Kardinal Jorge Mario Bergoglio dem emeritierten Benedikt XVI. als Papst Franziskus nachgefolgt. Doch bereits bevor gestern Abend weißer Rauch über der Sixtinischen Kapelle aufstieg, machten sich via Twitter einige internationale Berufskollegen Gedanken darüber, was wohl ein Bibliothekar als Papst besser machen würde. Der Hashtag #librarianpope liefert die passenden Antworten. Eine kleine Tweet-Auswahl präsentiert auch das Blog Library Mistress ;-)

Bild: Schwarzer Rauch über der Sixtinischen Kapelle bei der Papstwahl 2005 (Fotograf: Vdp, Lizenz: PD-self)

Update: Auch campus.leben hat dem neuen Papst einen Artikel gewidmet.
Update2: Und in der Gemeinsamen Normdatei der Deutschen Nationalbibliothek existiert bereits ein entsprechender Autorensatz für die zukünftigen Veröffentlichungen von Franziskus (gesehen via Lesewolke)