Neu in der Digitalen Bibliothek: Berlin Open Data

Das Berliner Open-Data-Portal ging Mitte September 2011 als erstes Open-Data-Portal eines deutschen Bundeslandes online. Öffentliche Verwaltungsdaten werden frei zugänglich gemacht und können u. a. für Recherchen und Apps-Entwicklungen weitergenutzt werden. Die meisten Datensätze werden vom Statistischen Landesamt bereitgestellt, wieder andere stammen aus offenen Quellen wie z. B. OpenStreetMap.

Momentan existieren Rohdaten zu folgenden Rubriken:

  • Arbeitsmarkt
  • Bildung
  • Demographie
  • Geographie und Stadtplanung
  • Kunst und Kultur
  • Sport und Erholung
  • Tourismus
  • Umwelt und Klima
  • Ver- und Entsorgung
  • Wahlen
  • Wirtschaft
  • Wohnen und Immobilien
  • Öffentliche Verwaltung, Haushalt und Steuern

Erste E-Book-Bestsellerliste für Sachbücher

Nachdem Media Control Anfang September erstmals E-Book-Belletristik-Charts für den deutschen Buchmarkt vorlegte, kommen nun auch die Sachbücher nicht mehr zu kurz. Bei den ersten offiziellen E-Book-Charts für Sachbücher gibt es bei der Führungsposition allerdings keine große Überraschung – Walter Isaacsons Biografie über den verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs hat ebenso wie bei den Hardcover-Titellisten die Nase vorn. Wer noch nicht dazu kam, das Buch zu lesen, kann die englischsprachige Originalausgabe übrigens ab Montag wieder in der Bibliothek des J.F. Kennedy-Instituts ausleihen.

Die E-Book-Bestsellerlisten setzen sich aus Informationen von Händlern und E-Book-Plattformen sowie Konsumenten- und Verlagsangaben zusammen. Sie präsentieren keine absoluten Verkaufszahlen.

Neues bpb-Online-Angebot zu Europa

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat dieses Jahr mit Zahlen und Fakten: Europa ein neues Online-Angebot zur Verfügung gestellt. Eingeteilt nach den Rubriken „Bevölkerung“, „Wirtschaft und Finanzen“, „Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit“ und „Armut, Einkommen und sozialer Schutz“ soll es u. a. dem Nutzer das Ausmaß der Schuldenkrise näherbringen sowie EU-Nettozahler-Debatte oder -Sozialstaatsprinzip zu verstehen.

Angereichert ist das Material mit zahlreichen Tabellen und Grafiken – diese und auch die kompletten Kapitel stehen als kostenfreier Download im PDF- bzw. Excel-Format zur Verfügung. Hinter Konzept, Inhalt und Redaktion steht der Historiker Christian Hartmann.

Die Inhalte selbst stehen unter einer freien Creative-Commons-Lizenz.

Hilfe bei der Selbstarchivierung im Open Access?

Sie haben wissenschaftliche Artikel z. B. in Zeitschriften veröffentlicht und sind sich unklar darüber, was Verlage bei der Selbstarchivierung gestatten? Hinweise darauf gibt die sogenannte SHERPA/RoMEO-Liste, die von der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e.V. angeboten wird.

Mit Hilfe eines Farbcodes können schon bei der Suche nach Zeitschriftentitel- oder –verlag die Standardbedingungen relativ schnell erkannt werden:

  • Grün = Archivierung von Pre-Print und Post-Print-Dokumenten ist gestattet
  • Blau = Archivierung von Post-Print-Dokumenten ist erlaubt
  • Gelb = Archivierung von Pre-Print-Dokumenten ist gestattet
  • Weiß = Archivierung ist offiziell nicht erlaubt

Darüber hinaus gibt es weitere Informationen zu Copyright-Bedingungen oder Paid-Access-Optionen.

„Hilfe bei der Selbstarchivierung im Open Access?“ weiterlesen

Dokumentationszentrum UN-EU umgebaut

Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.

Die Bauarbeiten im Dokumentationszentrum UN-EU in der Universitätsbibliothek sind beendet (Biblioblog berichtete). Der Kopierer ist wieder betriebsbereit. Internetnutzung ist an zwei Geräten auf Stehpulten oder über WLAN mit Ihrem eigenen Notebook möglich.

Die wichtigen Primärpublikationen (u.a. die Official Records der Vereinten Nationen und die Sitzungsprotokolle des Europäischen Parlaments) werden aus dem Zeitschriftenfreihandmagazin in das Dokumentationszentrum umgestellt und nach einer neuen Systematik aufgestellt. Im Laufe des nächsten Jahres wird auch der übrige Bestand auf diese neue Systematik umgestellt werden.

Die Zeitschriften Spiegel, Spektrum der Wissenschaft, Psychologie heute, Test usw. finden Sie wieder in den Regalen im Eingangsbereich.

Fragen beantworten Ihnen gerne die Mitarbeiterinnen des Dokumentationszentrums
Tel.: (030) 838-523 99, E-Mail: uneu-dok@ub.fu-berlin.de

Wir danken Ihnen für Ihre Geduld. Ihre Universitätsbibliothek.

Dank für dieses Posting an Sabine Hertel, Mitarbeiterin des Dokumentationszentrums UN-EU.

Französische Open-Access-Plattform

Die französische Open-Access-Plattform OpenEdition wurde vom Centre national de la recherche scientifique (CNRS) ins Leben gerufen und richtet sich an Wissenschaftler aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie vereint folgende drei Webangebote:

  • Revues.org: Plattform zur Veröffentlichung wissenschaftlicher Buch- und Zeitschriftenliteratur (gegenwärtig 310 Zeitschriften und 22 Buchreihen)
  • Calenda: seit 2000 veröffentlichter wissenschaftlicher Veranstaltungskalender in französischer Sprache mit Informationen von jährlich bis zu 17000 Veranstaltungen
  • Hypotheses.org: Netz an überwiegend französischsprachigen wissenschaftlichen Fachblogs (fast 300 Stück)

Auf Basis von Hypotheses.org wird gegenwärtig an einem Blogportal für Geisteswissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum gearbeitet. Unter de.hypotheses.org (momentan noch im Betatest) können sich Forschergruppen oder Einzelforscher/innen anmelden, die über eine universitäre oder institutionelle Anbindung verfügen und regelmäßig über ihre aktuelle Forschungen schreiben möchten. Ein wissenschaftlicher Beirat entscheidet darüber, welche Beiträge auf der Startseite vorgestellt werden.

Google für Profis

Anfang Dezember hat Bibliothekarisch.de hat eine nette Grafik veröffentlicht, die einige mehr oder weniger bekannte Tipps und Tricks im Umgang mit Google anbietet. Natürlich sind die englischsprachigen Hinweise auch auf das deutschsprachige Such-Interface anwendbar. Jedoch sollte man den Tipp ganz unten „Use Your Library’s Website“ natürlich nicht vergessen. Auch die Bibliothekare vor Ort helfen bei eventuellem Suchfrust gerne weiter  ;)

Gegenwärtig hat sich Google mit einem kleinen „Easter Egg“ übrigens perfekt auf das bevorstehende Weihnachtsfest vorbereitet. Einfach mal in den Suchschlitz „let it snow“ eingeben und überraschen lassen. Das gleiche gilt für die Suchen nach „tilt“ oder „do a barrel roll“.

PS: Wer nicht unbedingt auf Google angewiesen sein möchte, für den bietet boersenblatt.net einige Varianten an.

Neu in der Digitalen Bibliothek: der AGGB-Katalog

Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.

Im Vergleich zum Bibliotheksportal | Primo kommt der Online-Katalog der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB) im Handling doch etwas „altbacken“ daher, dennoch haben wir ihn in die Digitale Bibliothek aufgenommen. Nachgewiesen werden Bestände von Bibliotheken die sich an Orten von NS-Verbrechen, NS-Dokumentationszentren, Gedenkstätten und weiteren Institutionen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und zu zeitgeschichtlichen Forschungseinrichtungen befinden.

Verzeichnet werden Bücher, Aufsätze aus Zeitschriften und Sammelbänden, Broschüren und elektronische Medien, wobei laut Anbieter die Literatur vor 1945 noch nicht vollständig verzeichnet wird. Der Online-Katalog wird monatlich aktualisiert und enthält momentan Bestände folgender Bibliotheken:

  • Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.
  • Deutsche Nationalbibliothek Anne-Frank-Shoah-Bibliothek (Leipzig)
  • Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Berlin)
  • Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
  • Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
  • KZ-Gedenkstätte Neuengamme
  • NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
  • Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Primo für Smartphones

Für das Bibliotheksportal Primo gibt es jetzt – wie bereits für den FU-Katalog – auch eine für Smartphones optimierte Version.

Primo mobil bietet die grundlegenden Möglichkeiten der Recherche über den gesamten FU-Bestand (FU-Katalog Plus und Primo Central). Als Sucheinstieg steht nur die Schnellsuche zur Verfügung. Das kann, da hier auch der Megaindex Primo Central eingebunden ist, zu einer Vielzahl von Treffern führen. Hier helfen die Facetten/Kategorien beim Herausfiltern relevanter Treffer. Aus Platzgründen sind die Facetten unterhalb der Ergebnisliste angesiedelt.

Primo mobil eignet sich, um von unterwegs eine Recherche – auch nach Aufsätzen – durchzuführen, Bücher zu bestellen oder Ausleihen zu verlängern. Auf die in der klassischen Primo-Oberfläche eingebundene Recherchemöglichkeit in Sets von mehreren Datenbanken haben wir hier verzichtet.

Um an die für die Freie Universität Berlin lizenzierten Volltexte zu kommen, muss Ihr Smartphone über eduroam in das Campusnetz der FU Berlin eingewählt werden (vgl.: ZEDAT-Info).

In der Regel werden Sie sich Volltexte allein aus Platzgründen auf Ihrem Desktop-Rechner anschauen wollen. Tipp: Ergebnisse im Korb mit den Daten der Titel können ganz einfach per E-Mail versandt und später weitergenutzt werden.
Oder: Melden Sie sich in Primo (vgl.: Anmelden) an und gesammelte Titel bleiben im Korb gespeichert. Von hier aus können Sie Ergebnisse in eigenen Ordnern ablegen und jederzeit – bspw. von einem Desktop-Rechner wieder aufrufen.

Wir haben Primo mobil auf einem iphone für Sie getestet – sollte es dennoch Probleme geben, würden wir uns über eine Fehlermeldung freuen.

„International Studies Online“ lizenziert

Ab sofort haben FU-Angehörige kostenfreien Zugriff auf die Datenbank International Studies Online (ISO). Das Nachschlagewerk basiert auf der gedruckten Ausgabe International Studies Encyclopedia aus dem Jahr 2010 und enthält rund 350 ausführliche Beiträge zu den Bereichen Internationale Studien und internationale Beziehungen. Von A wie „African Foreign Policies“ bis W wie „Women National Leaders“ wurden alle Artikel von Experten geprüft (peer-reviewed).

Neben der Volltextsuche kann auch ein systematischer Sucheinstieg nach Fach, Stichwort oder geographischen Raum erfolgen – diese helfen auch bei der Suche das Treffer-Ergebnis besser einzugrenzen (facettierte Suche wie im FU-eigenen Bibliotheksportal | Primo). Die Artikel selbst liegen im HTML-Format vor, sind mit den Namen der Autoren versehen und verfügen über teilweise sehr reichhaltige Literaturhinweise. Neben Zitierhinweisen der einzelnen Beiträge steht auch eine Kommentarfunktion zur Verfügung. Feste URLs und DOIs ermöglichen eine gute Verlinkung. Leider lassen sich einzelne Artikel nicht mit der bequemen Ein-Klick-Methode abspeichern. Wer an Auszügen aus den einzelnen Beiträgen interessiert ist, muss sich diese via Copy & Paste abspeichern.

Die Datenbank wird halbjährlich aktualisiert. Herausgeber des Nachschlagewerks ist die International Studies Association (ISA).