Am Dienstag, den 20. Juli 2010 bleibt die Bibliothek des John-F.-Kennedy-Instituts aufgrund einer Team-Fortbildung geschlossen. An diesem Tag fällige Ausleihen werden von uns um einen Tag verlängert. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Autorenwettstreit am Wörthersee
Es wird wieder gelesen am Wörthersee – gestern starteten in Klagenfurt zum 34. Mal die Tage der deutschsprachigen Literatur, in deren Verlauf der renommierte Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben wird. Bis Samstag treten 14 eher unbekannte Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Wettstreit gegeneinander an. Das Besondere dabei: die bisher unveröffentlichten Prosatexte werden direkt nach der Autorenlesung (bis zu 30 min lang) von den sieben Jurymitgliedern öffentlich vor Publikum diskutiert. Ebenso erfolgt die Ermittlung des Preisträgers in einer offenen Abstimmung. Der Lesemarathon wird wie jedes Jahr live vom ORF 3sat im Fernsehen ausgestrahlt, allerdings für Berufstätige zu eher ungünstigen Zeiten (doch es gibt Alternativen!). Bereits am 27. Juni ist die Preisverleihung.
Zur diesjährigen Jury, die die Wettbewerbsteilnehmer auch vorschlägt, zählen der deutsche Journalist und Literaturkritiker Hubert Winkels, der deutsche Schriftsteller Burkhard Spinnen, der österreichische Journalist Paul Jandl und der Schweizer Autor Alain Claude Sulzer.
Autoren im Wettbewerb:
- Volker H. Altwasser (Deutschland)
- Thomas Ballhausen (Österreich)
- Dorothee Elmiger (Schweiz)
- Christian Fries (Deutschland)
- Sabrina Janesch (Deutschland)
- Josef Kleindienst (Österreich)
- Christopher Kloeble (Deutschland)
- Daniel Mezger (Schweiz)
- Verena Rossbacher (Österreich)
- Max Scharnigg (Deutschland)
- Iris Schmidt (Deutschland)
- Aleks Scholz (Deutschland)
- Peter Wawerzinek (Deutschland)
- Judith Zander (Deutschland)
Die bisher vorgetragenen Texte lassen sich zeitnah auf der offiziellen Website nachlesen. Im letzten Jahr hatte der deutsche Autor Jens Petersen mit seinem Romanauszug Bis dass der Tod die Nase vorn.
Danke für das Bild an WikiCommons!
F.A.Z. ab sofort als Online-Datenbank lizenziert
Vorbei sind die Zeiten, in denen man mühsam im wenig benutzerfreundlichen FAZ-CD-ROM-Archiv (u. a. keine Suche über mehrere Jahrgänge) nach Artikeln recherchieren musste – ab sofort haben FU-Angehörige kostenfreien Zugriff auf das tagesaktuelle Frankfurter Allgemeine BiblioNet Frankfurter-Allgemeine-Archiv: das Bibliotheksportal.
Die Datenbank enthält sämtliche Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seit dem Jahr 1993 sowie die Berichte der Rhein-Main-Zeitung, dem Regionalteil der F.A.Z. für das Rhein-Main-Gebiet, und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beginnend mit dem Jahr 1995. Darüber hinaus sind FAZ.NET-Beiträge ab 2001 enthalten.
Das F.A.Z.-Archiv selbst teilt sich in vier Rubriken: neben der Suche (einfache und „präzisere“ Suche), gewährt der „Aktuell Bereich“ Zugriff auf die sieben letzten Ausgaben, in denen man nach Rubriken (Titelseite, Feuilleton, Politik usw.) stöbern kann. Hinter dem Bereich „Update“ versteckt sich ein Alert-Dienst, mit dem man sich gezielt über neueste Artikel aus seinem Interessensgebiet per E-Mail informieren kann. Eine „Themenseite“ ermöglicht die Suche nach Artikeln zu vorgegebenen Themengebieten (u. a. Studium, Beruf & Karriere, Freizeit usw.).
Die Artikel liegen größtenteils im HTML-Format vor. Bei vielen Artikeln ab 2000 findet man auch die dazugehörigen Grafiken. Fotos können aus urheberrechtlichen Gründen nicht angeboten werden. Für Artikel ab dem Jahr 2001 gibt es dafür eine Zeitungsseiten-Anzeige im PDF-Format. Sie öffnet den gewünschten Artikel im Original-Layout mit allen grafischen Elementen, Illustrationen, Bildern und Karikaturen sowie den weiteren Artikeln der Seite.
Archiv-Erweiterung
Voraussichtlich Ab 1. Juli 2010 wird wurde der Datenbestand um die Archive von 1949 bis 1992 ergänzt, die FU-Angehörige dann selbstverständlich auch kostenfrei nutzen können.
Danke für die Grafik an WikiCommons!
Zugriff auf „International Encyclopedia of Communication“
Ab heute können FU-Angehörige dauerhaft die Online-Ausgabe der International Encyclopedia of Communication nutzen.
Das Nachschlagewerk bietet über 1.350 Fachbeiträge zu allen Teilbereichen der Medien- und Kommunikationswissenschaft und der angrenzenden Fachgebiete wie Recht, Psychologie und Wirtschaftswissenschaften. Interdisziplinär ausgerichtet, deckt die Datenbank die gesamte Bandbreite der Kommunikationswissenschaften von der Methodologie bis hin zu konkreten Forschungsproblematiken ab. Jeder Beitrag enthält i.d.R. weiterführende Literaturhinweise und eine Zitierhilfe.
Ebenso hat man Zugriff auf Aufsätze zu Themen wie: Kommunikationstheorie und -philosophie, interpersonelle Kommunikation, Journalismus, interkulturelle Kommunikation und Kommunikation zwischen sozialen Gruppen, Effekte der Massenkommunikation, strategische Kommunikation/PR, Medienrecht, Mediensysteme sowie Kommunikation und Technologie.
Einführungsveranstaltung: Literatursuche und -beschaffung für die Abschlussarbeit (Geisteswissenschaften)
Wenn Sie noch Literatur für Ihre Abschlussarbeit benötigen und unsicher sind, wie Sie sie finden können, dann sollten Sie diese Veranstaltung besuchen. Gezeigt und erklärt werden fachbezogene Recherchen in Bibliothekskatalogen, Datenbanken und im Internet.
Termin: Fr, 02.07.2010, 14.00-16.00
Ort: Universitätsbibliothek, Garystr. 39, Schulungsraum
Treffpunkt: Informationszentrum
Anmeldung: UB/Informationszentrum: telefonisch 838-51111, per E-Mail: auskunft@ub.fu-berlin.de oder persönlich vor Ort
Einführungsveranstaltung: Zeitschriftenaufsätze – von der thematischen Suche zum elektronischen Volltext
Am Beispiel der Internationalen Bibliographie der Zeitschriftenliteratur (IBZ) wird vorgestellt, wie Zeitschriftenaufsätze zu einem Thema ermittelt werden können und wie Sie Informationen darüber erhalten, wo die entsprechenden Zeitschriften in gedruckter oder elektronischer Form zu finden sind. Es wird schwerpunktmäßig das Angebot an elektronischen Zeitschriften in der FU vorgestellt. Darüber hinaus werden weitere prominente Quellen für E-Journals und ihre Handhabung gezeigt.
Termin: Di, 29.06.2010, 10.00-12.00 Uhr
Ort: Universitätsbibliothek, Garystr. 39, Schulungsraum
Treffpunkt: Informationszentrum
Anmeldung: UB/Informationszentrum: telefonisch 838-51111, per E-Mail: auskunft@ub.fu-berlin.de oder persönlich vor Ort
Neue Nationallizenz für US-Zeitschrift
Im Rahmen der von der DFG finanzierten Nationallizenzen bekommen FU-Angehörige ab sofort kostenfreien Zugriff auf The Nation Digital Archive.
Die Datenbank enthält die vollständigen Ausgaben der Zeitschrift The Nation ab der Erstausgabe von 1865 bis 2010 im Volltext (auf aktuelle Artikel erhält man mit einem Monat Verzögerung Zugriff). Als erste Wochenzeitschrift ist The Nation eine kritische Politik- und Kulturzeitschrift, die meinungsbildend seit 143 Jahren die politische und kulturelle Entwicklung der USA und andernorts begleitet hat.
Aufgrund ihrer linksliberalen Ausrichtung bietet das Archiv wichtiges Quellenmaterial, um einen breiten Einblick in verschiedene Standpunkte zu politischen und gesellschaftlichen Themen zu erhalten, insbesondere im Vergleich mit anderen US-amerikanischen Medien. Darüber hinaus liefern Buch-, Theater- und Filmbesprechungen interessante Grundlagen für kulturwissenschaftliche Untersuchungen.
Die Datenbank selbst präsentiert sich in der gewohnten, gut bedienbaren EBSCO-Oberfläche. Neben der erweiterten Suche wird auch eine „Visual Search“ angeboten. Mit wenigen Klicks lässt sich die Ergebnisliste nach Volltexten (die Datenbank wird trotz des abgeschlossenen Berichtszeitraums regelmäßig ergänzt) oder Bildern durchsuchen und der Publikationszeitraum einschränken. Die Dokumente liegen in durchsuchbaren und layoutgetreuen PDF-Dateien vor.
Nationallizenz für Music Online
Im Rahmen der von der DFG finanzierten Nationallizenzen bekommen FU-Angehörige ab sofort kostenfreien Zugang auf Music Online.
Die Datenbank von Alexander Street Press umfasst vier Teile:
• Classical Scores Library
Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Musikdrucken, Musikhandschriften und bisher unveröffentlichtem Material zu verschiedenen Musikgattungen vom 15. bis zum 20. Jahrhundert.
• Classical Music Reference Library
Die Zusammenstellung mit einem Umfang von ca. 55.000 Seiten enthält renommierte Nachschlagewerke zur Geschichte der westlichen klassischen Musik vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert.
• African American Reference Library
Mit einer Sammlung von seltenen oder bisher unveröffentlichten Materialien und einem Gesamtumfang von über 45.000 Seiten stellt dieser Bereich ein umfassendes Nachschlagewerk zur Geschichte der afro-amerikanischen Musik von den Anfängen bis in die 1970er Jahre dar.
• The Garland Encyclopedia of World Music Online
Die digitale Ausgabe des Standardnachschlagewerks beinhaltet über 1200 ausführliche Sach- und Personenartikel zur traditionellen Ethnomusik weltweit.
Eines der Referenzwerke: Baker’s Student Encyclopedia of Music (3 Bände, 1999).
Bibliographien, Lexika, Volltexte & mehr …
Auch in den letzten Wochen haben wieder einige freie Quellen Eingang in die Digitale Bibliothek gefunden. Sowohl FU-Angehörige als auch externe Nutzer können folgende kostenfreie Titel bequem von zu Hause aus nutzen:
Italinemo: Internationale Zeitschriften- und Zeitschrifteninhaltsbibliographie zur Italianistik, mit Abstracts zu den Aufsätzen. Derzeit werden 113 Zeitschriften mit bibliographischen Angaben zu 32.141 Artikel und Rezensionen ausgewertet.
HathiTrust Digital Library: Diese Datenbank bildet den Zusammenschluss von Digitalisierungsinitiativen an verschiedenen Hochschulen (u.a. Indiana Univ., Univ. of Michigan, Univ. of California, Univ. of Virginia) und Google Books sowie dem Internet Archive. Das Archiv umfasst gegenwärtig über 6 Mio. Literaturnachweise (darunter 1,1 Mio. freie Titel im Volltext).
sciencegate.ch: Die Schweizer Webplattform sammelt, kategorisiert und veredelt wissenschaftliche Daten von über 1400 Universitäten und Open Access Journalen. Im öffentlichen Bereich findet man aktuell über 1,8 Mio. Artikelnachweise.
CiteSeerX Beta: Suchmaschine und Zitationsdatenbank für frei zugängliche wissenschaftliche Informationen im Internet zu den Fachbereichen Informatik und Informationswissenschaft (Stand Mai 2010: über 1,5 Mio. Artikel und 30. Mio. Zitierungen). Viele der Publikationen können als kostenlose PDF-Dokumente heruntergeladen werden; auch die referenzierte Literatur ist verlinkt.
Lexika der Bundeszentrale für politische Bildung: Recherche über Begriffe, Personen, Länder und Institutionen aus Politik, Wirtschaft und Kultur in acht Lexika, darunter der Fischer Weltalmanach, Duden Wirtschaft und das Duden Lexikon.
Digitale Bibliotheek voor de Nederlandse Letteren: Die „Digitale Bibliothek der niederländischen Literatur“ bietet Informationen zur niederländischen Literatur, Sprache und Kultur. Die Website enthält u. a. literarische Texte vom 12. Jh. bis in die Gegenwart (inkl. Texte aus Friesland und Suriname), Sekundärliteratur, Biografien, Porträts und weiterführende Weblinks.
60 Jahre und keine Ende – das Taschenbuch hat Geburtstag
Heute vor sechzig Jahren brachte Rowohlt die ersten „modernen“ Taschenbücher auf den Markt. Revolutionär waren weniger die Inhalte (der Rowohlt-Verlag konnte vor allem zurückgreifen auf Rechte aus den zwanziger und dreißiger Jahren an Romanen großer amerikanischer Autoren wie Hemingway, Faulkner u.a.), sondern eher das Format (11-18 cm) und vor allem ein neuartiges Verfahren zum Kleben der Buchrückseiten („Lumbeck“-Technik).
Nach der Abschottung der deutschen Kultur in der Zeit des Nationalsozialismus boten die Taschenbücher allerdings sehr wohl einem deutschen Massenpublikum die Chance auf preisgünstige Weise geistig wieder Anschluss an die westliche Welt und die Weltliteratur herzustellen und waren somit neben einer verlegerischen Erfolgsstory aus der Zeit des beginnenden „Wirtschaftswunders“ zugleich ein beachtliches westdeutsches Kulturphänomen.
Der erste Band in einer Reihe von zahllosen Titeln, die in der Regel nicht unter einer Erstauflage von 50.000 Exemplaren erschienen und ständig nachgedruckt wurden, war übrigens Hans Falladas‘ „Kleiner Mann was nun?“
Wer noch mehr zum Taschenbuch und dessen Geburtstag erfahren möchte, sei verwiesen auf ein hörens- bzw. lesenswertes Interview, das der Deutschlandfunk heute mit dem ehemaligen Kulturstaatsminister Michael Naumann geführt hat.