Online-Zugriff auf das Handwörterbuch der antiken Sklaverei

Ab sofort können FU-Angehörige über die Digitale Bibliothek auf die CD-ROM-Datenbank Handwörterbuch der antiken Sklaverei (HAS) zugreifen.

Beim HAS handelt es sich um ein noch in Bearbeitung befindliches grundlegendes Nachschlagewerk mit ca. 1500 Sach- und Personenartikeln zu allen Aspekten der internationalen Sklaverei-Forschung, mit dem Schwerpunkt auf der Antike (Geschichte, Recht, Philologie, Archäologie). Es ist Teil des Projekts „Forschungen zur antiken Sklaverei“ der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und wird von der Akademie-Kommission für Geschichte des Altertums betreut. Von den fünf geplanten CD-ROM-Lieferungen sind bisher drei fertiggestellt worden.

Neben den klassischen Formen der Sklaverei werden auch andere Arten der Unfreiheit, die übrigen Kulturen des Mittelmeerraumes (Alter Orient, Ägypten, Karthago etc.) sowie Abhängigkeitszustände in außereuropäischen Zivilisationen (Indien, China etc.) und Beiträge zur Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte Berücksichtigung finden.

Die Artikel lassen sich in andere Anwendungen kopieren bzw. im PDF-Format anzeigen und ausdrucken.

Pulitzer-Preise vergeben

Während momentan leider ganz andere Nachrichten aus den USA die Welt bewegen, sind gestern die Gewinner der Pulitzer-Preise bekannt gegeben worden. 1917 von dem aus Österreich-Ungarn stammenden Journalisten und Zeitungsverleger Joseph Pulitzer (1847–1911) gestiftet, gelten sie als wichtigste Medienpreise in den Vereinigten Staaten. Ausgelobt werden gegenwärtig 21 Kategorien, in denen Journalisten, Schriftsteller und Komponisten von einer Jury aus Journalisten und Verlegern prämiert werden. Von den 2013 preisgekrönten oder nominierten Werken lassen sich einige auch im FU-Bereich nachweisen.

In den Kategorien für Journalismus schnitt die New York Times mit insgesamt vier gewonnenen Preisen (Bester investigativer Journalismus, Beste Hintergrundberichterstattung, Beste Auslandsberichterstattung, Bester Fachjournalismus) am erfolgreichsten ab. Über lizenzierte Presse-Datenbanken wie LexisNexis Wirtschaft (Berichtszeit: Juni 1980 ff.) können FU-Angehörige das Archiv der Tageszeitung durchsuchen, aktuelle Artikel im Volltext aufrufen und abspeichern.

In der Kategorie für den besten Roman gewann Adam Johnsons Das geraubte Leben des Waisen Jun Do (Originaltitel: The Orphan Master’s Son), der das Leben eines Waisenkindes in Nordkorea erzählt. Ebenfalls nominiert war Nathan Englanders What to Talk About When We Talk About Anne Frank. Der Kurzgeschichtenband präsentiert zum Teil ganz eigen erzählte Episoden zur jüdischen Geschichte, Religion und Gegenwart und kann in der Bibliothek des John-F.-Kennedy-Instituts für Nordamerikastudien ausgeliehen werden.

Ebenfalls am JFKI ausleihbar sind zwei weitere Preisträger. In Embers of War spürt Fredrik Logevall, Geschichtsprofessor an der Cornell University, dem Konflikt in Vietnam nach – vom Ende des Zweiten Weltkriegs unter der damaligen französischen Kolonialmacht bis Ende der 1950er-Jahre und der sich allmählich abzeichnenden Intervention der USA. Die New York Times lobte Anfang September in ihrer Kritik Logevalls Buch als bislang umfangreichstes Werk über diese Epoche. Als bestes Sachbuch setzte sich Gilberts Kings Devil in the Grove durch. Es zeichnet den Kampf des afroamerikanischen Bürgerrechtsanwalts Thurgood Marshall für die Abschaffung der Rassentrennung an öffentlichen Schulen („Brown v. Board of Education“) nach.

Das jährliche Pulitzer Prize luncheon findet übrigens seit 1984 in der Low Library der Columbia University statt.

Neue Primo Version in Arbeit

Primo wird in den nächsten Wochen auf eine neue Version umgestellt.

Es müssen alle lokalen Daten neu geladen und die Konfigurationen überprüft und getestet werden.

Ab dem 10.4.2013 wird es vorraussichtlich keine Aktualisierungen in Primo mehr geben. Das bedeutet, dass nach dem 10.4. katalogisierte Titel für die Zeit der Migration nur im FU-Katalog nachgewiesen sind. Sie werden aber natürlich in der neuen Primo-Version geladen sein. Zurzeit wird allerdings geprüft, ob zumindest ab und zu Updates aus dem FU-Katalog laufen können.

Das Primo-System wird für den gesamten Zeitraum – geplant ist vom 10. April bis zum 20. Mai 10. Juni 2013 – auf einem Ausweichserver zur Verfügung stehen. Bestell- und Kontofunktionen werden aktuell gehalten, sind somit nicht betroffen. Ggf. kann für Bestellung oder Kontoverwaltung der FU-Katalog genutzt werden.

Einschränkungen wird es nach heutigem Stand des Migrationsplans für die persönlichen Suchprofile geben, die nach der Migration auf den Stand vom 10.4.2013 zurückgesetzt werden. Denken Sie bitte daran, wenn Sie Titel in den Korb oder wenn Sie Suchanfragen (dauerhaft) speichern möchten. Auch persönliche Einstellungen wie die Anzahl angezeigter Treffer oder die Sprachauswahl werden in der neuen Version den Stand 10.4. haben.

Die neue Version wird dann ein neues Layout und einige neue Funktionalitäten haben, über die wir später informieren werden.

Ihre Universitätsbibliothek

Encyclopedia of Applied Linguistics im Test

Die Datenbank wurde nach dem Testzeitraum nicht weiterlizenziert.

Bis zum 30. April 2013 können FU-Angehörige kostenfrei die Online-Ausgabe der Encyclopedia of Applied Linguistics testen.

Der Datenbank liegt die 2012 veröffentlichte, 10-bändige Printausgabe zugrunde. Dabei handelt es sich um ein umfassendes, interdisziplinär ausgerichtetes Referenzwerk zur Angewandten Linguistik und ihrer Teildisziplinen mit über 1.100 Beiträgen von rund 900 internationalen Fachwissenschaftlern. Abgedeckt werden 27 Teilbereiche bzw. Schwerpunktthemen der Angewandten Linguistik, darunter u. a.:

  • Spracherwerb und Sprachtherapie
  • Sprachlehr- und –lernforschung
  • Korpuslinguistik
  • Textlinguistik und Gesprächsanalyse
  • Kognitive Linguistik
  • Forensische Linguistik
  • Lexikographie
  • Quantitative Linguistik
  • Fachsprachenforschung
  • Übersetzen/Dolmetschen und mehrsprachige Kommunikation
  • Fachsprache und Terminologie
  • Phonetik und Phonologie

Über 200 Beiträge sind der Philosophie und der Geschichte der Angewandten Linguistik und ihren wichtigsten Vertretern gewidmet. Die Volltexte sind wahlweise als HTLM-Texte bzw. PDF-Dateien hinterlegt und können für den Eigengebrauch ausgedruckt und abgespeichert werden.

Die Beschreibung ist weitgehend dem Text des Fachhändlers Digento entnommen.

Einführung in das Bibliothekssystem für Studentische Hilfskräfte, TutorInnen oder MultiplikatorInnen

Der erste Termin für eine Einführung in das Bibliothekssystem für Studentische Hilfskräfte, TutorInnen oder MultiplikatorInnenden steht fest. Der Kurs findet am Mi 17. April um 11.00 Uhr in der Universitätsbibliothek statt und informiert über die Servicebereiche und Infrastruktur des Bibliothekssystems der FU Berlin.

Eine genaue Beschreibung der Inhalte gibt es im aktuellen Vorlesungsverzeichnis.

Die Anmeldung ist im Informationszentrum unter Tel. (030) 838-511 11 oder E-Mail auskunft@ub.fu-berlin.de möglich.

Link des Monats April 2013: Offene Entwicklungshilfe

Im April 2013 ist unser Link des Monats Offene-Entwicklungshilfe.de, ein Projekt, das alle Aktivitäten der staatlichen deutschen Entwicklungszusammenarbeit der letzten 10 Jahre im Detail darstellt. Die Webseite zeigt 110.775 Projekte deutscher Entwicklungszusammenarbeit auf einen Blick. Die Zahlen sind durch Graphiken sehr anschaulich aufbereitet.

Google und die Macht des Wissens

Die gut 90-minütige Dokumentation (Originaltitel: Google and the World Brain) wurde gestern zur Prime Time auf Arte ausgestrahlt. Regisseur Ben Lewis blickt darin zurück auf die Auseinandersetzungen um das Google-Books-Projekt und beginnt seinen Film zugleich mit dem Gegenbild von H. G. Wells‘ Idee eines Weltgehirns. Zu Wort kommen u. a. die Bibliotheksdirektoren Robert Darnton (Harvard), Richard Ovenden (Oxford) und Jean-Noël Jeanneney (bis 2007 Französischen Nationalbibliothek). Dagegen wird Google angeblich aus juristischen Gründen nur durch einen Abgesandten repräsentiert.

Der Dokumentarfilm war dieses Jahr im Wettbewerb des US-amerikanischen Sundance Filmfestivals anzutreffen und kann u. a. noch sieben Tage kostenfrei in Artes Online-Mediathek angesehen werden.