Kostenfreies Nachschlagewerk zu deutschen Lehnwörtern

IDSNeu in der Digitalen Bibliothek der FU Berlin zu finden ist das Lehnwortportal Deutsch des Instituts für Deutsche Sprache.

Es stellt Wörterbücher zu Entlehnungen aus dem Deutschen in andere Sprachen zur Verfügung. Diese Wörterbücher können als Einzelwerke konsultiert werden; die Datenbasis des Portals ist jedoch um Vernetzungen zwischen den Wörterbüchern angereichert, so dass sämtliche lexikographischen Informationen als komplexes, wörterbuchübergreifendes Netzwerk von Lehn- und Herkunftswörtern repräsentiert sind.

Das Portal ist insbesondere als „umgekehrtes Lehnwörterbuch“ nutzbar: Im Wörterbuch der Herkunftswörter kann ausgehend von deutschen Wörtern in allen Wörterbüchern nach zugehörigen Lehnwörtern in anderen Sprachen gesucht werden. Für Experten bietet das Portal komplexe Suchfunktionen an, um Lehn- oder Herkunftswörter beispielsweise auch anhand von grammatischen Merkmalen oder zeitlich-dialektaler Zuordnung zu finden. Es sind derzeit vier Wörterbücher zu deutschen Lehnwörtern in den Sprachen Polnisch, Teschener Polnisch, Slovenisch und Hebräisch in das Portal integriert; das Portal wird laut Anbieter beständig weiter ausgebaut.

Der Infotext ist dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

Neue Zitierindizes für Zeitschriften, Personen, Institutionen und Länder

Thomson ReutersAb sofort kann über das FU-Campusnetz das Modul Journal and Highly Cited Data (JHCD) auf der Plattform InCites von Thomson Reuters genutzt werden. Das Modul beinhaltet Zugriffe auf folgende zwei Datenbanken:

Journal Citation Reports (InCites) ist eine interdisziplinäre Datenbank, die der Evaluierung von internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften hinsichtlich ihrer Reichweite sowie ihrer Nutzungs- und Zitierhäufigkeit dient. Sie ist der Nachfolger der bisherigen Journal Citation Reports (JCR) on the Web und bietet u. a. Informationen darüber, wie oft eine Zeitschrift in anderen Periodika zitiert wird, in welchen Organen und mit wie alten Beiträgen sie angeführt wird und wie häufig welche anderen Organe in der zu analysierenden Zeitschrift zitiert werden. Ausgewertet werden mehr als 8400 naturwissenschaftliche und technische (JCR Science Edition) und über 3000 sozial- und geisteswissenschaftliche Zeitschriften (JCR Social Sciences Edition) aus ca. 83 Ländern und 232 Fachgebieten. Die Daten werden jährlich aktualisiert.

Essential Science Indicators (ESI) ermöglicht Zitationsanalysen nach Personen, Institutionen, Ländern und Zeitschriften. Die Datenbank analysiert die Artikel der jeweils letzten zehn Jahre aus den bei ISI indexierten wissenschaftlichen Zeitschriften (ca. 12 Mio. aus über 12.000 Zeitschriften) und sind nach 22 Fachbereichen (u. a. Agrarwissenschaften, Biologie und Biochemie, klinische Medizin, Wirtschaftswissenschaft, Ingenieurwissenschaften, Pharmakologie, Botanik und Veterinärmedizin) geordnet. Bei den in der Datenbank aufgeführten Wissenschaftlern handelt es sich ausschließlich um diejenigen, deren Anzahl an Zitierungen im obersten Prozent der am meisten zitierten Personen liegt. Die Datenbank wird alle zwei Monate aktualisiert.

Das individuell zusammengestellte Datenmaterial kann in beiden Datenbanken ausgedruckt bzw. als PDF-, CSV- oder Excel-Datei abgespeichert werden.

Datenbankzugänge zum „Literature Resource Center“ und „Alternative Press Index“ weggefallen

Zum Jahreswechsel 2015/16 gab es weitere Änderungen im Datenbankangebot der FU Berlin. Nicht mehr weiter lizenziert wurden das Literature Resource Center (LRC) und der Alternative Press Index.

Das Literature Resource Center von Gale/Cengage bot Informationen über Schriftsteller/-innen aller Zeiten und Länder, die u. a. in den Genres Fiktion, Nonfiktion, Lyrik, Drama, Geschichte und Journalismus geschrieben haben. Mit enthalten war neben Contemporary Authors Online (biographisches Material zu tausenden Schriftstellern) Contemporary Literary Criticism Select (Informationen zu über 900 zeitgenössischen Autoren, darunter Biografien, Zeitschriften- und Buchartikel) und das Dictionary of Literary Biography Online (tausende biographisch-bibliographische Aufsätze über Autoren und ihre Werke von ausgewiesenen Fachleuten). Als Ersatz kann gerade aus deutschsprachiger Hinsicht mit Blick auf die Biografien das Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG) oder das Kritische Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur (KLfG), für den Umgang mit Werken Kindlers Literatur-Lexikon herangezogen werden.

Der Alternative Press Index von EBSCO lieferte bibliographische Nachweise zu Artikeln in internationalen alternativen, radikalen und linksgerichteten Zeitschriften, Zeitungen und Magazinen ab Erscheinungsjahr 1991 ff. Dagegen nicht weggefallen ist der Zugriff zum Alternative Press Index Archive (1969-1990). 1969 vom nordamerikanischen Alternative Press Center (APC) ins Leben gerufen, werden insgesamt über 700 Publikationen mit über 400.000 Artikelnachweisen in dieser Datenbank gelistet.

Aus „Communication & Mass Media Complete“ wird „Communication Source“

EBSCOhostMehr als viereinhalb Jahre lang hat die Online-Datenbank Communication & Mass Media Complete von EBSCO treue Dienste geleistet. Sie bot umfangreiche Recherchemöglichkeiten im Bereich der Kommunikationswissenschaften und Massenmedien und wies bibliographische Daten zu einschlägigen Aufsätzen aus Zeitschriften und Monographien nach. Ebenso gab es Volltextzugriff zu mehr als 500 Zeitschriften. Zum Jahreswechsel 2015/16 hat sich die FU dazu entschieden, die umfangreichere Datenbank Communication Source vom selben Anbieter zu lizenzieren. Die Umstellung erfolgt ab sofort.

Communication Source
speist sich aus den Inhalten der beiden EBSCO-Datenbanken Communication & Mass Media Complete und Communication Abstracts. Neben bibliographischen Angaben bietet die neue Datenbank auch wieder Volltexte zu u. a. wissenschaftliche Zeitschriften, Konferenzschriften bzw. Tagungsbände, Fachzeitschriften, Magazine und weitere Periodika. Insgesamt werden über 1100 Titel ausgewertet. Es besteht Volltextzugriff für mehr als 860 Zeitschriften, darunter 200 mehr als in der Vorgänger-Datenbank Communication & Mass Media Complete.

Bei der Recherche kann u. a. ein Thesaurus helfen, der über 17.000 Begriffe enthält. Die Volltexte selbst liegen i. d. R. als PDF-Datei, teilweise auch ergänzend als HTML-Text, vor. Literaturnachweise lassen sich in gängige Literaturverwaltungsprogramme (z. B. Citavi, EndNote, Zotero usw.) exportieren.

Online-Bibliographie zur Klassischen Altertumswissenschaft lizenziert

classicsNach einem Test im Oktober/November 2015 ist über das FU-Campusnetz die Datenbank Oxford Bibliographies / Classics nun dauerhaft lizenziert.

Die Datenbank zur Klassischen Altertumswissenschaft (Classics) verbindet Eigenschaften einer annotierten Bibliographie mit denen einer Enzyklopädie. Man möchte sich grundlegend in ein Thema einarbeiten und kennt noch nicht die passende Literatur? OBO Classics bietet in wenigen Klicks Rat mit zahlreichen Übersichtsartikeln plus verlässlichen Literaturhinweisen. Die englischsprachigen Artikel – von A wie „Academy, The“ bis Z wie „Zeno of Elea“ gegenwärtig 215 Beiträge zählend – werden von Experten verfasst. Pro Jahr folgen fortlaufend neue Einträge (ca. 50-75). Jeder Beitrag wird laut Anbieter regelmäßig um Hinweise auf verwandte Lexikoneinträge und ähnliche Themenfelder ergänzt.

Die zu den jeweiligen Themen mitgelieferten kommentierten Literaturhinweise können Bücher, Buchkapitel, Zeitschriftenaufsätze, Konferenz- und Festschriften, aber auch Websites, Datenbanken und Blogs beinhalten. Links führen zum Volltext oder zum Standort des Dokuments (wenn dieses verfügbar ist), außerdem zu verwandten oder weiterführenden Einträgen. Der Export in Literaturverwaltungsprogramme (u. a. EndNote, RefWorks oder Zotero) ist möglich. Optional können nach einem kostenfreien Login direkt auf der Online-Plattform eigene Literaturlisten erstellt und mit Anmerkungen versehen oder häufig getätigte Recherchen gespeichert werden.

Neben Oxford Bibliographies / Classics hat die FU Berlin gegenwärtig die Online-Bibliographien zu den African Studies, International Relations und Political Science fest lizenziert.

E-Books von Edward Elgar Publishing

ElgaronlineAb sofort kann über das FU-Campusnetz kostenfrei auf E-Books von Elgaronline zugegriffen werden.

Hinter der Online-Plattform steht der britische Wissenschaftsverlag Edward Elgar Publishing. Dieser bietet via Elgaronline Zugriff auf E-Zeitschriften, Nachschlagewerke und E-Books (u. a. wissenschaftliche Monographien, Handbücher) aus dem Bereich der Rechts- und Sozialwissenschaften, insbesondere der Wirtschaftswissenschaften, an.

Die FU Berlin hat gegenwärtig 38 E-Books lizenziert. Diese liegen kapitelweise als PDF-Dateien vor und können für den Eigengebrauch heruntergeladen bzw. ausgedruckt werden. Nach einer kostenfreien Anmeldung beim Anbieter kann man sich auch u. a. Favoritenlisten erstellen, getätigte Suchen und Alert-Funktion speichern bzw. verwalten.

Bild: Nur einer von über drei Dutzend E-Book-Titeln: Emerging Markets and the Future of the BRIC Nations, hrsg. von Ben L. Kedia und Kelly Aceto (2015)

Elgaronline unterstützt den Titel-Export in Literaturverwaltungsprogramme wie u. a. EndNote, RefWorks oder Zotero.

Kanadisches Online-Filmarchiv in der Digitalen Bibliothek vertreten

NFB-LogoNeu in die Digitale Bibliothek der FU Berlin aufgenommen wurde das Online-Filmarchiv des National Film Board of Canada (NFB).

Das NFB ist die staatliche Filmbehörde Kanadas mit Sitz in Montreal. Sie wurde 1939 gegründet und untersteht dem Kunst- und Kulturministerium. Das NFB hat die Aufgabe, die kulturelle und gesellschaftliche Darstellung des Landes zu fördern und tritt als Filmproduzent und -verleiher gleichberechtigt für englisch- und französischsprachige Filme auf. Auf der Webseite des NFB sind eigenen Angaben zufolge über 3000 Dokumentar-, Spiel- und Animationsfilme hinterlegt. Mehrere hundert lassen sich kostenfrei abrufen, darunter der Oscar-prämierte und von der UNESCO zum Weltdokumentenerbe erklärte Kurzfilm „Neighbours“ von Norman McLaren, der als erster die Pixilation-Filmtechnik verwendete sowie die ebenfalls mit dem Academy Award preisgekrönte Dokumentation „I’ll Find a Way“ über den Alltag eines Mädchens mit Spina bifida.

Diese Filme lassen sich über das Menü („Online-Streaming“ –> „For home viewing“) auswählen.

Nutzung von UTB-studi-e-books bleibt attraktiv

UTB-LogoOb „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 1“, „Internationale Politik“, „Inhaltsanalyse“ oder „Geomorphologie“ – der Verlag UTB bietet für viele Fächer Studienbücher an, die sich in den Regalen der Lehrbuchsammlungen finden lassen. Parallel existiert das Online-Lehrbuch-Angebot UTB-studi-e-book, das seit 2010 für FU-Angehörige lizenziert ist.

Im Vergleich mit anderen E-Book-Plattformen hinkte UTB-studi-e-book lange Zeit servicetechnisch hinterher. Die angebotenen E-Bücher waren vorrangig für den reinen Online-Lese-Zugriff mittels Flashplayer bestimmt, eine ergänzende Kopier-Funktion war auf ein paar tausend Zeichen limitiert. Das restriktive Nutzungsmodell wurde jedoch vor einigen Monaten zum Start des Wintersemesters 2015/16 vom Verlag überarbeitet – seitdem ist es möglich pro Login-Session bis zu 30 Seiten pro E-Book kostenfrei auszudrucken oder herunterzuladen (die Anzahl der Sessions pro Nutzer ist unbegrenzt).

Bei der Kopier-Funktion existiert ebenfalls kein Limit mehr – unbegrenzt können Abschnitte per „Copy & Paste“ in andere Anwendungen eingefügt werden. Mit der Umstellung auf den HTML5-Webstandard  können die E-Bücher laut Anbieter auf allen gängigen browserfähigen Endgeräten dargestellt werden.

Kostenfreie Speicher-Funktion der UTB-Online-Bibliothek (nach Erstellung eines Benutzerkontos)Kopier-Funktion der UTB-Online-Bibliothek

Die Universitätsbibliothek hat sich dafür entschieden, das neue, höherpreisige Nutzungsmodell auch 2016 über das FU-Campusnetz anzubieten. Gegenwärtig stehen damit über 1700 Online-Lehrbücher über UTB-studi-e-book dauerhaft zur Verfügung, die auch im Bibliotheksportal Primo nachgewiesen sind.

Um die Druck-, Speicher- und Kopierfunktion nutzen zu können, muss man sich ein kostenloses Benutzerkonto über die E-Book-Plattform erstellen. Möchte man eine Übersicht über alle auf UTB-studi-e-book verfügbaren Lehrbücher einsehen, wählen sie bitte im oberen rechten Seitenbereich den Link „Lizenzierte Titel“ aus.

„LGBT Thought and Culture“ lizenziert

LGBT Thoughs and CultureEbenfalls nach einem Test im Oktober/November 2015 wurde die Datenbank LGBT Thought and Culture lizenziert. Diese ist von nun an ebenfalls dauerhaft kostenfrei über das FU-Campusnetz nutzbar.

Die noch im Aufbau befindliche Datenbank, ebenfalls von Alexander Street Press bereitgestellt, soll bei ihrer Fertigstellung ca. 150.000 Seiten an Material zur LGBT-Bewegung (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) um Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender beinhalten, darunter Texte, Briefe, Zeitschriften, Reden, Interviews und Sammlerartikel vom Ende des 19. bis Anfang des 21. Jahrhunderts. Dazu zählen auch die Sammlungen bzw. Nachlässe des Filmemachers und Schwulenrechtsaktivisten Pat Rocco (* 1934), der lesbischen Aktivistin und Herausgeberin Jeanne Cordova (* 1948), der Sexualforscher Magnus Hirschfeld (1868-1935) und Harry Benjamin (1885-1986).

An Zeitschriften wurden die Publikationen Outline (1987-2000) für die Chicagoer LGBT-Community, die afroamerikanische LGBT-Themen aufgreifenden Blacklines (1996-2006) und En La Vida (1996-2006) für Latinos digitalisiert. An Büchern sind u. a. das unter dem Pseudonym „Donald Coreys“ veröffentlichte Sachbuch The Homosexual in America (1951) von Edward Sagarin, der in Europa verfasste schwule Roman Imre: A Memorandum von Edward Prime-Stevenson (Pseudonym: Xavier Mayne) oder der Essayband Left Out: The Politics of Exclusion von Martin B. Duberman enthalten. Die Datenbank soll bei ihrer Fertigstellung nicht nur Archivmaterial aus den USA sondern aus aller Welt anbieten, mit einem speziellen Fokus auf Europa, Australien, Neuseeland und Lateinamerika.

Fernseharchiv „60 Minutes“ lizenziert

60 MinutesNach einem Test im Oktober/November 2015 kann über das FU-Campusnetz nun dauerhaft das Fernseharchiv von 60 Minutes genutzt werden.

Angeboten werden 350 Stunden an Videomaterial des amerikanischen investigativen Nachrichtenmagazins aus den Jahren 1997 bis 2014. Das entspricht insgesamt 1700 Beiträge aus den Bereichen Politik, Recht, Gesundheit, Außenpolitik, Wirtschaft, Kunst und Kultur. Seit 1968 vom Fernsehsender CBS ausgestrahlt, gilt 60 Minutes als die am längsten laufende Nachrichtensendung in der Geschichte des Fernsehens und wurde vielfach mit den TV-Preisen Emmy und Peabody Award preigekrönt. Vom Start der Sendung bis 2006 wurde sie u. a. von Mike Wallace moderiert. Seit 1975 Sonntagabend von 19 bis 20 Uhr ausgestrahlt, erreicht das Format heute bis zu 25 Mio. Zuschauer und ist somit das häufigsten gesehene Nachrichtenmagazin im amerikanischen TV.

Das Archiv, angeboten von Alexander Street Press, wird durch Nachrichtenmaterial des CBS-Programms Sunday Morning (175 Stunden) ergänzt. Die Videos verfügen über englischsprachige Transkriptionen, die parallel zur Sendung mitlaufen. Nach einer kostenfreien Registrierung lassen sich Playlists und individuell geschnittene Clips zusammenstellen.