Schon als Student hatte Siegward Lönnendonker Flugblätter und Dokumente des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS) und aus der Außerparlamentarischen Opposition (APO) zusammengetragen und aufbewahrt – damit baute der Soziologe am Institut für sozialwissenschaftliche Forschung ein einzigartiges Archiv auf, das die Geschichte der Freien Universität Berlin aus einer besonderen Perspektive erzählt. Als SDS-Aktivist und Jazz-Bassist erlebte Siegward Lönnendonker nicht nur das politische, sondern auch das kulturelle Leben des damaligen Berliner „Undergrounds“ mit. Der neue Film in der Online-Ausstellung Erlebte Geschichte gibt lebendige Einblicke.
Ganz neu: Forschungsdaten-Vereinbarungen für Studierende und Wissenschaftler*innen, entwickelt von unserem Team Forschungsdatenmanagement und der Arbeitsgruppe von Prof. Maria Piquer-Rodriguez (Institut für Geographische Wissenschaften).
Diese Vereinbarungen sind ein hervorragendes Instrument, um mit allen Teammitgliedern von Arbeitsgruppen frühzeitig über Forschungsdatenmanagement, inkl. Nutzungsrechte an Daten, zu sprechen. Das trägt dazu bei, Konflikte um Daten zu vermeiden, ehe sie entstehen.
Diese Dokumente haben wir jetzt unter CC0 veröffentlicht, damit sie als Vorlage von anderen Arbeitsgruppen oder Fachbereichen genutzt werden können. Schauen Sie sich das an und verändern es nach Bedarf, um es an Ihren Institutionen einzusetzen.
Diese Dokumente sind übrigens ein tolles Beispiel für Erfolge unseres Liaison-Librarian-Konzepts an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin: Liaison-Arbeit bedeutet bei uns vor allem, die engen Beziehungen zu den Fachbereichen weiterzuentwickeln und zu festigen. Das ist uns hier gelungen! Vielen Dank auch an das Rechtsamt für die tatkräftige Unterstützung.
Bis zum 30. April 2025 sollen Veröffentlichungen von Angehörigen der Freien Universität aus dem Jahr 2024 im Selbsterfassungssystem SEP eingetragen werden.
Die Universitätsbibliografie erfasst seit 1981 die gemeldeten Veröffentlichungen von Mitgliedern der Freien Universität. So bietet sie eine Übersicht über die Publikationen, die von Angehörigen der Freien Universität während ihrer Zugehörigkeit zur Universität verfasst wurden.
Um diese Übersicht möglichst vollständig zu halten, benötigen wir Unterstützung der Autor*innen: Bitte tragen Sie Ihre Publikationen mit dem Erscheinungsjahr 2024 bis zum 30. April 2025 ein.
Das Wichtigste zu SEP
Vereinfachtes Eintragen der Daten mit DOI Eine DOI erleichtert die Datenübernahme in SEP – die Eintragungsmaske wird automatisch befüllt.
Wer kann Publikationen in SEP eintragen? Jeder, der einen ZEDAT-Account besitzt und an der Freien Universität Berlin beschäftigt ist, kann Publikationen für sich und auch für andere eintragen. Nicht festbeschäftigte Mitarbeitende der Universität, wie z. B. Emeriti, Lehrbeauftragte, Gastprofessor*innen, Stipendiat*innen, Doktorand*innen, können sich an die SEP-Ansprechpartner*innen in den Fachbibliotheken wenden.
Welche Publikationen (elektronisch oder Print) können Sie erfassen? Monografien, Herausgabe von Büchern, Zeitschriften oder Schriftenreihen, Buchbeiträge, Zeitschriftenaufsätze, ‚graue‘ Literatur (z.B. Working Papers, Privatdrucke etc.), Rezensionen, Patentschriften, (eigene) Rundfunk- und Fernsehbeiträge und andere elektronische Veröffentlichungen. Bitte tragen Sie keine Interviews und Vorträge in SEP ein.
University Bibliography: Report your publications from 2024
By April 30, 2025, publications by members of Freie Universität from the year 2024 are to be entered in the SEP self-reporting system (German only).
The university bibliography has been recording the reported publications of Freie Universität members since 1981. It thus provides an overview of the publications written by members of Freie Universität during their affiliation with the university.
In order to keep this overview as complete as possible, we kindly ask for the authors‘ support: Please enter your publications from 2024 by April 30, 2025.
The most important things about SEP
Simplified data entry with DOI A DOI makes it easier to transfer data to SEP – the entry mask is filled in automatically.
Who can enter publications in SEP? Anyone who has a ZEDAT account and is employed at Freie Universität Berlin can enter publications for themselves and for others. Non-permanent employees of the university, such as emeriti, lecturers, visiting professors, scholarship holders, doctoral candidates, can contact the SEP contact persons in the subject libraries.
Which publications (electronic or print) can you record? Monographs, published books, journals or publication series, book contributions, journal articles, ‚gray‘ literature (e.g. working papers, private prints, etc.), reviews, patent specifications, (own) radio and television contributions and other electronic publications. Please do not enter interviews and lectures in SEP.
Quelle: Erlebte Geschichte – Freie Universität Berlin. Fotografin: Doris Tausendfreund
Schon vor dem Fall der Mauer lagen die Freie Universität Berlin und ihre Einrichtungen eher am Rand der Stadt – dies wurde nach 1989 noch deutlicher. Zu den Institutionen, die dies vor neue Herausforderungen stellte, während gleichzeitig organisatorische Aufgaben in der umgestalteten Wissenschaftslandschaft zu bewältigen waren, zählte auch der Botanische Garten.
Wie diese Einrichtung mit der veränderten Lage umging, beschreibt Prof. Dr. Walter Lack, der damalige Direktor des Botanischen Gartens und Museums, in einem neuen Themenfilm in der Online-Ausstellung „Erlebte Geschichte. Menschen erzählen – Leben mit der Freien Universität Berlin“.
Ab sofort haben Forschende in Deutschland erstmals die Möglichkeit, auf eine besondere Sammlung historischer Zeugnisse zuzugreifen: Die Zentralbibliothek der Freien Universität bietet Zugang zu den lebensgeschichtlichen Interviews der Sammlung „Final Account: Third Reich Testimonies“. Diese umfasst knapp 300 Gespräche mit Zeitzeug*innen, die ihre Erinnerungen an den Nationalsozialismus, den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg schildern.
Einblicke in den Alltag und die Beteiligung am NS-Regime Die Interview-Sammlung wurde zwischen 2008 und 2017 vom britischen Dokumentarfilmer Luke Holland zusammengestellt und dokumentiert die Aussagen von 295 Menschen, die zwischen 1905 und 1934 geboren wurden. Die Gespräche mit Angehörigen der „Volksgemeinschaft“ gewähren Einblicke in den Alltag und die individuelle Verantwortung während der NS-Zeit. Neben ehemaligen SS- und Wehrmachtsangehörigen kommen auch Sekretärinnen, Angestellte in NS-Organisationen, Landarbeiterinnen und Hausfrauen zu Wort. Ihre Berichte zeigen nicht nur das Alltagsleben im nationalsozialistischen Deutschland, sondern auch die späteren Reflexionen über Schuld und Mittäterschaft.
Zugang für Forschende Forschende, insbesondere aus dem Bereich der Holocaust-Studien, können sich für die Nutzung der Sammlung anmelden und die Interviews in einem Medienraum in der Zentralbibliothek (Garystr. 39) sichten. Die Sammlung bietet die Möglichkeit, sich mit den vielfältigen Perspektiven jener auseinanderzusetzen, die Teil der nationalsozialistischen Mehrheitsgesellschaft waren.
Die Datenbank wurde nach dem Testzeitraum nicht lizenziert.
Bis zum 31. März 2025 kann über das FU-Campusnetz die Datenbank SAGE Business Cases getestet werden.
Die Datenbank ermöglicht den Zugriff auf über 6.800 Fallstudien aus 120 Ländern, die das gesamte Spektrum betriebswirtschaftlicher Fragestellungen abdecken.
Neben den vom Anbieter entwickelten und veröffentlichten Fallstudien (Sage Originals) sind auch solche von Partnern wie Universitäten, Zeitschriften und Gesellschaften enthalten. Zu nennen sind hier z.B. die Yale School of Management, NeilsonJournals Publishing oder die Society for Case Research.
Darüber hinaus werden die Fälle teilweise durch Audios, Videos, Datensätze oder Lehrmaterialien ergänzt.
Die Enzyklopädie enthält von A wie Abusive Supervision bis W wie Workplace Mistreatment: A Review and Agenda for Research derzeit 285 Artikel (Stand: 02/2025). Herausgeber ist Donald D. Bergh, Inhaber des Louis D. Beaumont Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre an der University of Denver.
Die Themengebiete im Überblick: Accounting | Business Education | Business Law | Business Policy and Strategy | Consulting Entrepreneurship | Ethics | Finance | History | Human Resource Management | Information Systems | International Business | Marketing | Negotiations and Bargaining | Operations Management | Organization Theory | Organizational Behavior | Problem Solving and Creativity | Research Methods | Social Issues | Technology and Innovation Management
Mit dem Programm der Oxford Research Encyclopedias (ORE) baut der Wissenschaftsverlag Oxford University Press dynamische Online-Enzyklopädien für mehr als 20 Disziplinen auf, die eine wissenschaftliche Alternative zu Wikipedia darstellen. Enthalten sind von Experten verfasste und geprüfte Überblicksartikel zu verschiedensten Themengebieten. Die Autoren der jeweiligen Einträge sind benannt, die Artikel entsprechend referenziert und als Literaturliste am Ende der Einträge wiedergegeben. Die Online-Enzyklopädien werden monatlich durch neue oder überarbeitete Einträge sowie neu erstellte Überblicksartikel ergänzt.
Die einzelnen Artikel können für den Eigengebrauch in Auswahl als PDF-Datei abgespeichert werden. Außerdem wird der Titel-Export in die gängigen Literaturverwaltungsprogramme unterstützt.
Sie möchten die Datenbank über das Testende hinaus nutzen? Dann lassen Sie uns gerne Ihre Bewertung zukommen!
Neuer Portraitfilm in der Online-Ausstellung „Erlebte Geschichte“
Die Wissenschaft erschließt sich immer neue Felder – als Randolf Menzel anfing, sich noch als Student intensiv mit dem Fach Biologie zu beschäftigen, war von der Disziplin der Neurobiologie noch nicht die Rede. Dabei hat der Forscher auf diesem Gebiet, speziell der Gedächtnisforschung bei Bienen, große Erfolge erzielt, mit denen auch der Brückenschlag zur Medizin gelang.
Der Portraitfilm mit Prof. Dr. Randolf Menzel ist ab sofort in der Online-Ausstellung Erlebte Geschichte einsehbar.
Wie gelingt die Reform der Forschungsbewertung hin zu mehr qualitativen und transparenten Verfahren? Neues Empfehlungspapier der Universitätsbibliothek und des Open-Access-Büros Berlin.
Was ist CoARA? Das Akronym CoARA steht für die im Dezember 2022 gegründete „Coalition for Advancing Research Assessment“. Dahinter verbirgt sich ein weltweiter Verbund von Forschungseinrichtungen, die sich gemeinsam für einen Kulturwandel in der Bewertung von Forschung einsetzen. Ziel ist es, die Forschungsbewertung qualitativ hochwertiger, diverser und transparenter zu gestalten. CoARA basiert auf dem „Agreement on Reforming Research Assessment“ (ARRA), das Prinzipien und Verpflichtungen für die Reform festlegt. Forschungseinrichtungen, die Mitglied werden, verpflichten sich, die ARRA-Prinzipien schrittweise umzusetzen.
Aktuell hat CoARA mehr als 700 Mitgliedsorganisationen weltweit. Im Vordergrund steht die Abkehr von rein quantitativen Metriken (wie dem Journal Impact Factor) hin zu einer qualitativen Beurteilung, ergänzt durch transparente Peer-Review-Verfahren. Der Zusammenschluss CoARA fördert zudem die Anerkennung der Vielfalt wissenschaftlicher Beiträge, einschließlich offener Wissenschaftspraktiken.
Über das Empfehlungspapier Um die Umsetzung von CoARA an der Freien Universität Berlin voranzubringen, erarbeiteten Julian Vuorimäki (Team Open Access und wissenschaftliches Publizieren der Universitätsbibliothek) sowie Maike Neufend und Maxi Kindling vom Open-Access-Büro Berlin ein Papier mit Empfehlungen.
Die Autor*innen beleuchten die Hintergründe und Rahmenbedingungen von CoARA als zentrale Initiative der Reform der Forschungsbewertung und geben Handlungsempfehlungen für Berliner Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Dabei erklären die Autor*innen, wie die Institutionen die CoARA-Prinzipien umsetzen können. Das Papier betont die Bedeutung offener Wissenschaftspraktiken und macht Vorschläge für die Integration dieser Ansätze in Bewertungsverfahren.
Das Empfehlungspapier Reform der Forschungsbewertung – Aktiv werden bei CoARA. Empfehlungen für Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Berlin steht als Open-Access-Dokument zur Verfügung.
Durch die Ernennung eines Open-Science- und eines Open-Access-Beauftragten soll die freie Verbreitung von wissenschaftlichem Wissen gefördert werden.
Prof. Frank Fischer, Open-Science-Beauftragter der Freien Universität Berlin. Bildquelle: Eric M – Encre NoireDr. Dennis Mischke, Open-Access-Beauftragter der Freien Universität Berlin. Bildquelle: Privat
Frank Fischer, Professor für Digital Humanities am Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, tritt das neu geschaffene Amt des Open-Science-Beauftragten an. Er wird die Prinzipien offener Wissenschaft universitätsweit fördern und innovative Strategien zur Vernetzung von Wissenschaft und Gesellschaft entwickeln.
Dennis Mischke, promovierter Amerikanist und Leiter der Abteilung Forschungs- und Publikationsservices an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, übernimmt das seit 2012 bestehende Amt des Beauftragten für Open Access. Er wird sich für die freie Zugänglichkeit von Publikationen, Forschungsdaten und Software einsetzen.
Mit diesen Maßnahmen unterstreicht die Freie Universität Berlin ihr Engagement für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und gesellschaftliche Zugänglichkeit von Forschungsergebnissen. Sie setzt sich seit fast zwei Jahrzehnten für diese Themenfelder ein – bspw. durch die Unterzeichnung der „Berliner Erklärung“ 2006, die Einführung einer Open-Access-Policy 2008 und ihre Aktualisierung 2021.
Wir als Universitätsbibliothek freuen uns über diese Ernennung und die Chance, den offenen Zugang zu Wissen auf diesem Wege weiter zu stärken.
The appointment of an Open Science and an Open Access Representative is intended to promote the free dissemination of academic knowledge.
Frank Fischer, Professor of Digital Humanities at the Department of Philosophy and Humanities, is taking up the newly created post of Open Science Representative. He will promote the principles of open science throughout the university and develop innovative strategies for networking science and society.
Dennis Mischke, who holds a doctorate in American Studies and is Head of the Research and Publication Services Department at the University Library of Freie Universität Berlin, will take over the position of Open Access Officer, which has been in place since 2012. He will advocate for the free accessibility of publications, research data and software.
With these measures, Freie Universität Berlin is underlining its commitment to transparency, traceability and social accessibility of research results. It has been committed to these issues for almost two decades – for example, by signing the “Berlin Declaration” in 2006, introducing an open access policy in 2008 and updating it in 2021.
As the University Library, we are delighted about this appointment and the opportunity to further strengthen open access to knowledge in this way.