Wie gestalten Bibliotheken ihre Zukunft zwischen KI, Openness und Nutzerorientierung? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines dreitägigen Workshops, zu dem wir im März 2026 Kolleg*innen unserer Partnerbibliothek der University of Edinburgh in Berlin begrüßen durften.
Austausch, der verbindet Nach einer kurzfristigen Absage im Jahr 2025 (bedingt durch einen bundesweiten Flughafenstreik) konnte der Besuch nun endlich stattfinden: Zwölf Kolleg*innen aus Edinburgh arbeiteten vom 17.–19. März 2026 gemeinsam mit unserem Team an aktuellen Herausforderungen im Bibliothekskontext. Die Zusammenarbeit basiert auf einem Memorandum of Understanding (2020) und verfolgt das Ziel, durch regelmäßigen Austausch, gegenseitige Besuche und den Ansatz des „critical friend“ voneinander zu lernen und Innovationen voranzutreiben.
Impulse & zentrale Themen Den Auftakt bildeten kurze Lightning Talks mit Einblicken in zentrale Arbeitsfelder, darunter:
Research Data Management
User Experience Research
Virtual Access Assistants
Liaison-Bibliotheksarbeit
Digitale Sammlungen und Lehrunterstützung
In anschließenden World-Café-Sessions wurden zentrale Zukunftsthemen vertieft:
Künstliche Intelligenz in Bibliotheken
Inklusive und nutzerzentrierte Services
Forschungssicherheit vs. Openness Der Fokus lag dabei auf dem Austausch von Best Practices und der Entwicklung gemeinsamer Fragestellungen für die weitere Zusammenarbeit..
Von Ideen zu Zusammenarbeit Ein besonderes Ergebnis des Workshops: konkrete Ansätze für zukünftige Kooperationen – insbesondere in den Bereichen:
KI und Bibliotheksservices
Nutzungsforschung (User Experience)
Forschungsdatenmanagement
Fazit Der Workshop hat gezeigt, wie wertvoll internationaler Austausch für die Weiterentwicklung von Bibliotheken ist – fachlich wie persönlich. Die Partnerschaft mit der University of Edinburgh liefert wichtige Impulse für die Gestaltung zukunftsfähiger Bibliotheksservices.
Ihre Sichtweise interessiert uns! – Zweiwöchige Briefstudie in den Bibliotheken der Freien Universität ab Montag, 19. Juni 2023
+++ For the English version, please see below . +++
Ob die Bibliothek bereits seit vielen Jahren Ihre treue Begleiterin ist oder Sie beide sich erst kürzlich kennengelernt haben: Wir wüssten gerne, wie es Ihnen geht in Ihrer Beziehung zur Bibliothek. Sind Sie noch in der Honeymoon-Phase? Hat die Beziehung erste Kratzer bekommen, ist aber stabil? Kriselt es zwischen Ihnen und der Bibliothek? Oder denken Sie gar über eine Trennung nach?
Um uns zu helfen, die Bibliothek aus Ihrer Perspektive als Nutzer*in zu betrachten – und auf diese Weise herauszufinden, was wir verbessern können –, bitten wir Sie:
Schreiben Sie Ihrer Bibliothek einen Liebes- oder Abschiedsbrief!
Gelegenheit dazu bietet die Briefstudie #LiebeBib vom 19. bis 30. Juni 2023 – in den Häusern mit Sonntagsöffnung bis 02. Juli – in (fast) allen Bibliotheken der Freien Universität.
An allen unten aufgelisteten Bibliotheksstandorten finden Sie während dieser Zeit vorgefertigte Briefbögen zum Ausfüllen. Für diejenigen, die lieber online schreiben oder im angegebenen Zeitraum zu den regulären Öffnungszeiten nicht vor Ort sein können, gibt es zudem eine digitale Alternative.
Lassen Sie uns wissen: Wenn Sie Ihre Beziehung zur Bibliothek weiterhin führen möchten – warum? Oder, falls Sie sich lieber trennen würden: Was sind die Gründe dafür?
Ihrer Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt: Ob Sie uns einen klassischen Brief schreiben, uns Ihre Gedanken in Form von Stichpunkten, Zeichnungen, Mindmaps oder als (Liebes-)Gedicht übermitteln möchten: Alles, was auf den vorgefertigten Briefbogen im A4-Format passt, ist willkommen!
So funktioniert’s:
#LiebeBib-Briefbogen nehmen (gibt es in der Bibliothek!)
Briefbogen ausfüllen (anonym) – gerne detailreich und kreativ!
In die mit #LiebeBib gekennzeichnete Briefbox in der Bibliothek einwerfen.
Dort können Sie sich gerne ein kleines Dankeschön dafür mitnehmen.
Sie möchten lieber tippen als von Hand zu schreiben?
Alternativ können Sie uns Ihren Brief auch digital (und ebenfalls anonym) via Votingo zukommen lassen:
#LiebeBib – How is your relationship with the library going?
We are interested in your point of view! – Letter study in the libraries of Freie Universität Berlin starting Monday, June 19, 2023.
Whether the library has been your faithful companion for many years or you two have only recently met: We’d love to know how you’re doing in your relationship with the library. Are you still in the honeymoon phase? Has the relationship started to get scratches, but is stable? Is there a crisis between you and the library? Or are you even thinking about breaking up?
To help us look at the library from your perspective as a user – and in this way find out what we can improve – we’d like to ask you:
Write your library a love letter or a break up letter!
The opportunity to do so is offered by the #LiebeBib letter study from June 19 to 30, 2023 – or, in the libraries with Sunday opening, until July 2nd – in (almost) all libraries of Freie Universität.
At all library locations listed below, you will find pre-written letterhead (in German or English) to fill out during this time. For those who prefer to write online or cannot be on site during the specified period, there is also a digital alternative.
Let us know: If you would like to continue your relationship with the library – why? Or, if you would rather part ways: What are the reasons?
There are almost no limits to your creativity: Whether you want to write us a classic letter, convey your thoughts to us in the form of bullet points, drawings, mind maps or as a (love)poem: Anything that fits on the ready-made letterhead in A4 format is welcome!
How it works:
Take #LiebeBib letterhead (available in the library, in German or English)
Fill out the letterhead (anonymously) – as creatively and detailed as you like!
Drop into the letterbox marked #LiebeBib in the library.
You are welcome to take a small thank you for it there.
You would rather type than write by hand?
Alternatively, you can send us your letter digitally (and also anonymously) via Votingo:
Which libraries of Freie Universität are participating?
Central Library (University Library)
Campus Library
Law Library
Library of Economics
Library of Social Sciences and Eastern European Studies
Library of the John F. Kennedy Institute for North American Studies
Philological Library
Subject Library History and Art History
Library at the Botanic Garden
Earth Sciences Library
The #LiebeBib letter study is a joint campaign by several academic libraries in Germany, including the ZBW Hamburg/Kiel, the University Library of the Technische Universität Berlin, the Hildesheim University Library, the Frankfurt/Main University Library and the WiSo Library of the University of Hamburg.
UPDATE: Vielen Dank für Ihr Interesse! Wir haben in der Zwischenzeit genügend Teilnehmer*innen für die Studie gefunden!
Recherchieren Sie im Bibliotheksportal Primo? Dann suchen wir Sie! (10€-Mensa-Gutschein als Dankeschön)
Der digitale „Gang ans Bibliotheksregal“ erfolgt an der Universitätsbibliothek seit 2010 über unser Bibliotheksportal Primo. Wir versuchen, diesen wichtigen Service stetig Ihren Bedürfnissen entsprechend weiterzuentwickeln. Dafür suchen wir derzeit Testpersonen, die an der Freien Universität lehren oder studieren.
Gemeinsam mit der Fachhochschule Potsdam stellen wir Primo am Dienstag, 31. Mai und am Dienstag, 07. Juni 2022 in einer Eye-Tracking-Studie auf die Probe. Eye-Tracking ist eine Methode der Benutzungsforschung, bei der mithilfe einer Infrarot-Kamera Blickbewegungen auf der Primo-Oberfläche analysiert werden können. Interesse, mitzumachen? So geht’s:
Für den Bericht wurde der Bedarf an analogen Karten in der Forschung, der Lehre und im Studium am Fachbereich Geowissenschaften erhoben. Im Fokus stand die Frage, welche Rolle analoges Kartenmaterial im Forschungs-, Lehr- und Studienalltag spielt. Hierzu wurden eine Online-Umfrage am Fachbereich realisiert und sechs ausführliche Interviews mit wissenschaftlichem Personal geführt. Zusammengefasst zeigen die Ergebnisse, dass analoge Karten in Forschung, Lehre und Studium in verschiedenen Fachrichtungen der Geowissenschaften nach wie vor genutzt werden, dabei jedoch unterschiedlich wichtig sind (siehe Abb. 2-3 und 6-9 des Berichts).
Abbildung 1: Teilnehmende der Online-Umfrage nach einzelnen Statusgruppen und Fachzugehörigkeit. (Quelle: http://dx.doi.org/10.17169/refubium-34217)
Insgesamt nahmen 137 Personen an der Online-Umfrage teil, wobei die Geographischen Wissenschaften als Fachrichtung und Studierende als Statusgruppe am stärksten vertreten waren (vgl. Abb. 1). Diese große Resonanz zeigt das Interesse an analogem Kartenmaterial am Fachbereich.
Analoge Karten: „wichtig für ein wirkliches Verständnis der raumbezogenen Zusammenhänge“
Für den Großteil der Befragten und Interviewten spielen analoge Karten eine wichtige Rolle für ihre Arbeit oder ihr Studium. Trotz fachspezifischer Unterschiede wird sehr häufig angemerkt, dass analoge Karten auch zukünftig von Interesse sind.
So zeigt die Auswertung, dass in Fachrichtungen wie der Physischen Geographie analoge Karten einen hohen Mehrwert für Forschung, Lehre und Studium bieten. Laut einer Geographin schaffen erst analoge Karten ein „wirkliches Verständnis der raumbezogenen Zusammenhänge“ und werden beispielsweise auch vor und während Expeditionen und Exkursionen genutzt. Karten werden zwar für Geländeaufenthalte häufig digital aufbereitet und georeferenziert. Digitale Karten, so wird häufig angemerkt, ersetzen jedoch analoge Karten nicht.
Der Bedarf an analogen Karten in der Meteorologie fällt im Vergleich zur Geographie eher gering aus. Wenn analoge Karten hier genutzt werden, dann z. B. für Vergleichsarbeiten mit Luft- und Satellitenaufnahmen.
Für Studierende insbesondere der Geologischen und Geographischen Wissenschaften ist die Arbeit mit analogem Kartenmaterial ein integraler Bestandteil des Studiums. In der Geographie ist sie ein wichtiger Teil der Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten und damit auch relevant für zukünftige Tätigkeiten. Auch für Fächer außerhalb der FB Geowissenschaften, wie etwa den Altertumswissenschaften, – so zeigt ein Interview mit einem Archäologen – sind analoge Karten ebenso ein wichtiges Medium, zum Beispiel für die Bestimmung von Toponymen.
Kartensammlung in Lankwitz: „überraschende Entdeckung“ – „Juwel“ – „Aushängeschild“
Der fachliche, ideelle und historische Wert der Kartensammlung der Geowissenschaftlichen Bibliothek wird an vielen Stellen der Befragung deutlich. Herausgestellt werden insbesondere die breite räumliche Abdeckung, die historischen Karten und der teilweise unikale und daher sehr wertvolle Bestand. Die Vielfalt des Bestands wird als besonderer Mehrwert für die Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg wahrgenommen und geschätzt. Darüber hinaus werden die räumliche Nähe zum Fachbereich und die unkomplizierten Nutzungsmöglichkeiten als Vorteile betrachtet. Zwar gibt es mit der Kartenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin und dem Deutschen GeoForschungszentrum in Potsdam weitere Möglichkeiten für Forschende, Lehre und Studierende, analoges Kartenmaterial zu beziehen, jedoch werden diese Optionen aufgrund längerer Wege, Nutzungsgebühren und Wartezeiten als zu umständlich und teuer wahrgenommen. Nur etwa 15% des wissenschaftlichen Personals und gerade einmal 7 % der Studierenden greifen beispielsweise auf das Angebot der Staatsbibliothek zurück (siehe Abb. 2 und Abb. 3).
Abbildung 2: Kartenbezug der Forschenden und Lehrenden. Fächerdurchschnitt. Mehrfachantworten möglich. „AG“: Arbeitsgruppe. (Quelle: http://dx.doi.org/10.17169/refubium-34217)Abbildung 3: Kartenbezug der Studierenden. Fächerdurchschnitt. Mehrfachantworten waren möglich. „ich weiß es nicht“: Studierende wissen nicht immer, woher analoge Karten kommen, die in Lehrveranstaltungen bereitgestellt und von ihnen genutzt werden. „AG“: Arbeitsgruppe. (Quelle: http://dx.doi.org/10.17169/refubium-34217)
Herausforderung Marketing: „viele Studierende wissen gar nicht was unsere Kartensammlung ist“
Das von den Befragten beschriebene Potential der Kartensammlung kann ihrer Meinung nach aufgrund mangelnder Sichtbarkeit nicht voll ausgeschöpft werden. So kennen zum Beispiel 17 der 80 befragten Studierenden die Kartensammlung bisher gar nicht, 30 nutzten sie noch nie. Die Kartensammlung wird als „viel zu unbekannt“ eingeschätzt – auch vom wissenschaftlichen Personal. Über alle Statusgruppen hinweg wird deutlich, dass der Mehrwert, den die Kartensammlung bietet, „wirkungsvoll kommuniziert“ werden sollte. Hierfür sehen die Teilnehmenden – insbesondere die Lehrenden – sowohl sich selbst (z.B. analoge Karten als Studieninhalt stärken, Seminarbesuche der Kartensammlung) als auch die Geowissenschaftliche Bibliothek in der Verantwortung (z.B. durch Website, Informationsveranstaltungen und Gespräche mit Neuberufenen). Zudem besteht der Wunsch, das Angebot der Bibliothek auch nach außen zu tragen, etwa über das Forschungsnetzwerk Geo.X.
Nächste Schritte: „Betreuung der Kartensammlung ist essentiell“
Neben besserer Sichtbarkeit wünschen die Befragten eine verbesserte Betreuungssituation seitens der Geowissenschaftlichen Bibliothek. Insbesondere langjährige Mitarbeitende am Fachbereich wünschen sich, dass der Kartenservice „wieder auf das früher vorhandene Niveau“ gehoben wird. Dazu zählen eine verbesserte Kuratierung der Kartensammlung und eine fachlich versierte Betreuung der Nutzdenden. Auch Studierende sagen: „es fehlt fachkundiges Personal“. Häufig angeregt werden darüber hinaus technische Verbesserungen wie eine umfassende digitale Erschließung der Kartenbestände und aussagekräftige Metadaten in einem elektronischen Recherchesystem, im besten Falle versehen mit Vorschaubildern oder digitalisierten Indexblättern.
Welche konkreten Maßnahmen nun ergriffen werden können, um diese Anregungen in der Praxis umzusetzen und wie das Angebot der Kartensammlung der Geowissenschaftlichen Bibliothek perspektivisch weiterentwickelt wird, wird derzeit gemeinsam von der Geowissenschaftlichen Bibliothek und der Universitätsbibliothek (Zentralbibliothek) erarbeitet.
Text: Lea Schneider und Julian Katz Titelbild: Geowissenschaftliche Bibliothek
Wie läuft gegenwärtig die Beziehung zur Campusbibliothek oder zur Philologischen Bibliothek? Das würden wir gerne von Ihnen erfahren – egal, ob Sie schon lange mit einem der beiden Standorte auf „Du“ sind oder erst dieses Semester kennengelernt haben.
Aus diesem Grund findet in der Woche vom 14. bis 18. Februar 2022 in beiden Bibliotheken eine Briefaktion statt. Wählen Sie zwischen einem „Liebesbrief“, einem „Schlussmachbrief“ oder beiden Optionen aus und klären Sie uns über Ihre Beziehung zu dem von Ihnen genutzten Standort auf. Aus welchen Gründen führen Sie die Partnerschaft mit uns weiter – und wenn nicht, warum würden Sie sich trennen wollen?
Und so einfach geht es:
Ausgelegten Briefbogen in der Campusbibliothek oder der Philologischen Bibliothek nehmen
Anonymen Brief an uns schreiben
Brief in vorbereitete Briefkästen an den Leihstellen einwerfen
ODER
Schreiben Sie uns Ihren Brief vom 14.02.-18.02. elektronisch per E-Mail an kommunikation@ub.fu-berlin.de
An den Leihstellen Campusbibliothek und der Philologischen Bibliothek können Sie sich beim Einwurf der Briefe auch gerne ein kleines Dankeschön für Ihre Offenheit abholen.
Ihr Blick interessiert uns. Bitte helfen Sie uns, die Bibliotheken aus Ihrer Sicht besser zu verstehen und zu verbessern. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
Your library relationship put on test bench – write us a letter!
How is your relationship with the Campus Library or Philological Library going? We want to know more about your view – no matter if it has been a long-term partner to you or it is your first semester together: We would like to know more.
From February 14th to 18th, we would like to get your love- or breakup-letter to the Campus Library or Philological Library. You can find letterheads in both our branches.
How it works:
• Take a letterhead laid out in the Campus Library or Philological Library
• Write your anonymous letter
• leave it in our Mailbox at the loan desk
ALTERNATIVELY
Send your e-letter via E-Mail to kommunikation@ub.fu-berlin.de
Why are you still in this relationship and, if you would breakup, why? Please help us understand and improve the Philological Library further and drop us a letter! At the loan desks in both branches, you will receive a litte thank-you-gift when returning your letter.
Thank you for your participation, your perspective is important to us!