Krieg in Europa!

Die letzte Woche hat alles verändert. Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine brachte den Krieg nach Europa. Menschen sind auf der Flucht, müssen ihre Heimat verlassen, sich verstecken und die demokratischen Werte verteidigen.

Die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin schließt sich der Stellungnahme des Deutschen Bibliotheksverbandes an und verurteilt den Angriff Russlands auf die Ukraine.

Einige fragen sich vielleicht, was wir in der aktuellen Lage konkret machen können, um persönlich bekannten und allgemein Ukrainerinnen und Ukrainern zu helfen.

Drei Ansatzpunkte gibt Martin Lee dazu konkret:

1) Informationen, Sichtbarkeit und Kommunikation

Eine Unterstützung ist durch die Verbreitung und Bündelung von hilfreichen Informationen möglich (s. Linkliste unten und #StandWithUkraine). Gerade auch falsche Information auf sozialen Medien zu korrigieren ist wertvoll.

Viele fragen sich, ob die Teilnahme an Demonstrationen helfen. Darüber können wir viel diskutieren und philosophieren. Aber ich kann Ihnen sagen, dass ich heute und gestern viele Stimmen aus ukrainischen Städten wie Charkiw, Lviv, Kyjiw, Sumy und Odessa gehört habe, die Kraft und Trost aus der Nachricht der gestrigen Berliner Demo erhalten haben.

Im Gespräch bleiben, miteinander reden, sich austauschen bleiben wichtig – mit der russischen und ukrainischen Diaspora in Berlin, aber auch innerhalb der Freien Universität Berlin.

2) Spenden, Mittel und Förderung

In den Medien sind zahlreiche Spendenaufrufe zu finden (z.B: ARD oder ZDF). Falls Ihnen das zu unpersönlich oder unübersichtlich ist: Seit über 15 Jahren bin ich in einem Verein, welcher aktuell die Kommunikation zwischen verschiedenen Partnern in der Ukraine, Polen, Moldawien, Litauen, Ungarn und der Slowakei koordiniert. Die dort handelnden Personen kenne ich persönlich gut: https://www.mitost.org/#donate-to-ukraine.

Sonderforschungsbereiche und Exzellenzcluster können ihre pauschalen Mittel verwenden, um geflüchtete Personen einzubinden. Für Postdocs gibt es speziell für Personen aus Risiko-Gebieten das Walter-Benjamin-Programm. Der Twitter-Kanal Science for Ukraine bündelt Informationen speziell für Forschende und Studierende.

3) Links teilen und ergänzen


Text von: Martin Lee

Bildquelle: https://www.worldnewsdiscussions.com/2022/02/27/standwithukraine-update/

Forschungsdatenmanagement am Fachbereich Geowissenschaften

Englische Version unten / english version below!

NFDI4Earth startet mit FU-Beteiligung

Wissenschaftler*innen am Fachbereich Geowissenschaften und die Universitätsbibliothek der Freien Universität arbeiten jetzt zusammen in der NFDI4Earth. Akteure aus der Geochemie bauen eine sog. „NFDI4Earth Interest Group“ auf, die die Standardisierung geochemischer Daten vorantreiben wird. Das Team Forschungsdatenmanagement der Universitätsbibliothek arbeitet in einem Teilprojekt zu Anreiz- und Belohnungssystemen für „FAIR and open“ Forschungsdatenmanagement-Praktiken in den Geowissenschaften. In der Arbeitsgruppe Wetter- und Klimaprozesse am Meteorologischen Institut werden die Arbeiten zur NFDI4Earth erst im Sommer 2022 beginnen.

NFDI4Earth hat die Arbeit im Herbst 2021 aufgenommen. Das Projekt wird von der deutschen Earth-System-Science-Community mit derzeit über 50 Partnern aus Universitäten, Forschungseinrichtungen, Infrastrukturanbietern und Behörden breit unterstützt. NFDI4Earth hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren bestehende und zukünftige Strategien und Services für Forschungsdatenmanagement in den Geowissenschaften zu vereinheitlichen und an den Grundsätzen von Offenheit und den FAIR-Prinzipien auszurichten.

NFDI4Earth ist Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Die NFDI soll die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung systematisch erschließen, nachhaltig sichern und zugänglich machen sowie (inter-)national vernetzen. Sie wird in einem aus der Wissenschaft getriebenen Prozess als vernetzte Struktur eigeninitiativ agierender Konsortien aufgebaut werden. Bund und Länder fördern die NFDI gemeinsam.

Ansprechpartner*innen an der FU: Elfrun Lehmann (Geochemie), Ingo Kirchner (Meteorologie), Andreas Hübner (Universitätsbibliothek)


Scientists at the Department of Earth Sciences and the University Library of the Freie University are now working together in NFDI4Earth. Stakeholders from the geochemistry group are setting up a so-called „NFDI4Earth Interest Group“, which will drive forward the standardisation of geochemical data. The Research Data Management team of the University Library is working in a sub-project on incentive and reward systems for „FAIR and open“ research data management practices in the geosciences. In the Weather and Climate Processes working group at the Meteorological Institute, work on NFDI4Earth will not start until summer 2022.

NFDI4Earth started work in autumn 2021. The project is broadly supported by the German Earth system science community with currently more than 50 partners from universities, research institutions, infrastructure providers and public authorities. NFDI4Earth aims to standardise existing and future strategies and services for research data management in the Earth sciences over the next few years and align them with the principles of openness and the FAIR principles.

NFDI4Earth is part of the National Research Data Infrastructure Germany (NFDI). The NFDI is intended to systematically develop, sustainably secure and make accessible the data holdings of science and research and to network them (inter)nationally. It will be established in a process driven by the scientific community as a networked structure of individual consortia. The federal (Bund) and state (Länder) governments jointly fund the NFDI.

Contact persons at the FU: Elfrun Lehmann (Geochemistry), Ingo Kirchner (Meteorology), Andreas Hübner (University Library)

Text: Dr. Andreas Hübner

(Bildquellen: https://nfdi4earth.de/)

Freie Universität Berlin visualisiert Publikationsgebühren für Open Access Zeitschriftenartikel und Monografien

Die Freie Universität Berlin, die die Finanzierung von OA Publikationen über den von der Universitätsbibliothek verwalteten Publikationsfonds seit 2012 anbietet, hat diese Ausgaben für die in 2021 geförderten Open Access Zeitschriftenartikel und Monografien unter einer freien Lizenz veröffentlicht.

Mehr dazu:

https://treemaps.openapc.net/apcdata/fu-berlin/#publisher/period=2021

https://treemaps.openapc.net/apcdata/bpc/#institution/FU%20Berlin/period=2021&country=DEU

Weitere Informationen unter
https://www.fu-berlin.de/sites/open_access/finanzierung/index.html

Fragen zu den Möglichkeiten der Finanzierung für Angehörige der Freien Universität Berlin beantwortet Ihnen jederzeit gern die Redaktion Dokumentenserver der Universitätsbibliothek unter
edocs@ub.fu-berlin.de

Beziehung auf dem Prüfstand – schreiben Sie uns einen Brief!

Englische Version unten / english version below!

Wie läuft gegenwärtig die Beziehung zur Campusbibliothek oder zur Philologischen Bibliothek? Das würden wir gerne von Ihnen erfahren – egal, ob Sie schon lange mit einem der beiden Standorte auf „Du“ sind oder erst dieses Semester kennengelernt haben.

Aus diesem Grund findet in der Woche vom 14. bis 18. Februar 2022 in beiden Bibliotheken eine Briefaktion statt. Wählen Sie zwischen einem „Liebesbrief“, einem „Schlussmachbrief“ oder beiden Optionen aus und klären Sie uns über Ihre Beziehung zu dem von Ihnen genutzten Standort auf. Aus welchen Gründen führen Sie die Partnerschaft mit uns weiter – und wenn nicht, warum würden Sie sich trennen wollen?

Und so einfach geht es:

  1. Ausgelegten Briefbogen in der Campusbibliothek oder der Philologischen Bibliothek nehmen
  2. Anonymen Brief an uns schreiben
  3. Brief in vorbereitete Briefkästen an den Leihstellen einwerfen

ODER

Schreiben Sie uns Ihren Brief vom 14.02.-18.02. elektronisch per E-Mail an kommunikation@ub.fu-berlin.de

An den Leihstellen Campusbibliothek und der Philologischen Bibliothek können Sie sich beim Einwurf der Briefe auch gerne ein kleines Dankeschön für Ihre Offenheit abholen.

Ihr Blick interessiert uns. Bitte helfen Sie uns, die Bibliotheken aus Ihrer Sicht besser zu verstehen und zu verbessern. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Your library relationship put on test bench – write us a letter!

How is your relationship with the Campus Library or Philological Library going? We want to know more about your view – no matter if it has been a long-term partner to you or it is your first semester together: We would like to know more.

From February 14th to 18th, we would like to get your love- or breakup-letter to the Campus Library or Philological Library. You can find letterheads in both our branches.

How it works:

•           Take a letterhead laid out in the Campus Library or Philological Library

•           Write your anonymous letter

•           leave it in our Mailbox at the loan desk

ALTERNATIVELY

  • Send your e-letter via E-Mail to kommunikation@ub.fu-berlin.de

Why are you still in this relationship and, if you would breakup, why? Please help us understand and improve the Philological Library further and drop us a letter! At the loan desks in both branches, you will receive a litte thank-you-gift when returning your letter.

Thank you for your participation, your perspective is important to us!

(Bildquelle: Pixabay.com)

Nobelpreise 2021 und die Messung wissenschaftlicher Qualität

Im Wettbewerb um wissenschaftliche Exzellenz wird gern auf bibliometrische Kennzahlen wie Impact Faktor oder h-Index zugegriffen. Der Vergleich statistisch erhobener Kennzahlen wirkt einfach, korrekt und belegt. Meist wird die Zitationsdatenbank Web of Science als Datenquelle herangezogen.

In der Tabelle der letztjährigen Nobelpreisträger, die alle die höchste Auszeichnung für wissenschaftliche Leistung erhalten haben, zeigten sich jedoch kurz nach der Auszeichnung auch innerhalb des gleichen Fachgebiets deutliche Unterschiede.

FachgebietPreisträgerH(irsch)-IndexPublika- tionenZitationenHochrangigste Zeitschrift in der publiziert wurdeImpact Faktor
       
ChemieBenjamin List     78 13225,506Nature49,962
ChemieDavid MacMillan     99 23641,198Chemical Reviews60,622
      
MedizinDavid Julius     45 11819,957Nature49,962
MedizinArdem Patapoutian     70 14622,920Nature49,962
       
PhysikKlaus Hasselmann     22   57  4,678Nature Geoscience16,908
PhysikGiorgio Parisi     64 42323,307Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America11,205
       
WirtschaftJoshua D. Angrist     48    9121,261Quarterly Journal of  Economics15,563
WirtschaftDavid Card     56 22515,695Quarterly Journal of  Economics15,563
WirtschaftGuido W. Imbens     53 10222,252American Economic Review  9,17
Recherche am 14.10.2021

Ist der Vergleich von wissenschaftlicher Qualität mit Hilfe von Kennzahlen eher vermessen?

Wer sich dafür interessiert, wie Impact Faktor, h-Index und ähnliche Kennzahlen berechnet werden und welche Aussagekraft sie haben sowie sich für weitere Methoden zur Bewertung wissenschaftlicher Qualität interessiert, ist herzlich eingeladen am morgigen Online-Seminar teilzunehmen:

Qualitätskriterien für die Literaturauswahl
Donnerstag, 03.02.2022 | 10:00 s.t. – 12:00
Anmeldung: Online-Formular

Vielen Dank für den Beitrag an Heike Thomas, Mitarbeiterin in der Auskunftsabteilung am Bibliotheksstandort Garystr. 39!

(Bildquelle: Pixabay.com)

Bibliotheksstandort Garystr. 39 öffnet am 27. Januar später

Aufgrund einer internen Veranstaltung öffnet der Bibliotheksstandort Garystr. 39 am Donnerstag, den 27. Januar 2022 erst um 11:00 Uhr.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

(Bildquelle: Bernd Wannenmacher)

Drucker und Scanner wieder in Betrieb

Das Drucken über die Computerarbeitsplätze in den Bibliotheken sowie das Scannen mit den Aufsichtsscannern („Bookeye“) funktionieren wieder. Aufgrund eines technischen Problems war der zentrale Server unseres Kopierservices RICOH für mehrere Trage nicht mehr ansteuerbar.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

(Bildquelle: Pixabay.com)

Druck- und Scanmöglichkeiten gegenwärtig eingeschränkt – Update: Probleme sind behoben!

Update vom 21.01.: die Probleme sind aktuell behoben.

Aufgrund eines technischen Problems ist der zentrale Server unseres Kopierservices RICOH nicht mehr ansteuerbar. Dadurch funktioniert weder das Drucken über die Computerarbeitsplätze in den Bibliotheken, noch das Scannen mit den Aufsichtsscannern („Bookeye“).

Wir sind bemüht, dass Problem so schnell wie möglich zu lösen und bitten um Ihr Verständnis!

Zwischen den Seiten gefunden

Provenienzforschung in der Bibliothek des Botanischen Gartens: Getrocknete Pflanzen & die Geschichte eines geraubten Buchs aus Frankreich

Bildquelle: Lena Mittasch

Beim oberflächlichen Durchblättern ist sie leicht zu übersehen, die etwas mitgenommene Blume, die nah am Falz zwischen den Seiten vier und fünf gepresst wurde. Zwischen anderen Seiten sind noch wenige weitere Pflanzen und Blätter zu finden. Sie liegen im Buch Flore der Loir-et-Cher von Adrien Franchet und wurden höchstwahrscheinlich von Schülerinnen der Mädchenschule École Primaire Supérieure de Jeunes Filles de Pontlevoy gepflückt. Denn dieser Schule gehörte das Buch, das bei Provenienzforschung in der Bibliothek des Botanischen Gartens auffiel. Es handelt sich um NS-Raubgut, das während des Zweiten Weltkriegs nach Berlin gelangte. Eine Einheit der Wehrmacht hatte die Schulbibliothek ausgeräumt.

In der Recherche war es keine Blume, die das Nachschlagewerk als Eigentum der französischen Schule auswies. Aussagekräftiger war ein Stempel auf dem Titelblatt. Denselben Stempel fanden auch Provenienzforscher:innen des Deutschen Technikmuseums Berlin in einem Buch aus ihrer Bibliothek. Kürzlich konnten beide Bücher nach Frankreich restituiert werden.

Die gepressten und getrockneten Pflanzen in diesem Buch aus der französischen Schulbibliothek sind ein besonderer Fund. Gerade solche persönlichen Spuren geben einem geraubten Buch für Erben und Restitutionsempfängerinnen einen hohen ideellen Wert. In diesem Fall ermöglichen Sie heutigen Schüler:innen in Pontlevoy einen Zugang zur Geschichte ihres Internats.  


Interessieren Sie sich für Provenienzforschung? Verfolgen Sie Restitutionsfälle aus verschiedenen Bibliotheken im Blog der Kooperativen Provenienzdatenbank Looted Cultural Assets (LCA).

Übrigens: Lassen Sie sich manchmal durch Pay Walls davon abhalten, Artikel in Onlineausgaben deutscher Tageszeitungen zu lesen? Das muss nicht sein. Viele Zeitungen können Sie über das Bibliotheksportal Primo recherchieren und als Universitätsangehörige in Datenbanken wie Nexis Uni den Volltext der Artikel aufrufen.


Text: Lisa Trzaska

(Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Provenienzrecherche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut im Bestand der Bibliothek des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin“. Das Forschungsprojekt wird gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturverluste.

Reservierungsmöglichkeit für Mikroformen-Scanner am Standort Garystr. 39

Aufgrund der Tatsache, dass seit Januar 2022 „nur“ ein funktionierendes Mikroformen-Lesegerät im Lesesaal (2. Stock) am Standort Garystr. 39 zur Verfügung steht, kann der Scanner ab sofort für längere Arbeiten über das Arbeitsplatzreservierungssystem auf der UB-Webseite reserviert werden.

Wie auch bei den in separaten Arbeitsräumen befindliche Einzelarbeitsplätzen stehen von Montag bis Freitag zwei Zeit-Slots zur Auswahl:

  • 9:00 –14:00 Uhr oder
  • 14:00–18:00 Uhr

Sollte es dennoch vorkommen, dass es trotz vorheriger Online-Reservierung in Stoßzeiten zu gleichzeititgen Anfragen auf das Gerät kommt, sprechen Sie sich bitte untereinander ab.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!