Beteiligung am Aufbau einer nationaler Servicestelle für Diamond Open Access (SeDOA)

Seit Mai 2025 beteiligt sich die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin am DFG-geförderten Projekt SeDOA Aufbau einer bundesweiten Servicestelle für Diamond Open Access. Ziel des zunächst auf drei Jahre angelegten Vorhabens ist es, das wissenschaftsgeleitete, kostenfreie Publizieren im Diamond Open Access in Deutschland gezielt zu stärken.

Gemeinsam mit Berlin Universities Publishing (BerlinUP) ist die Freie Universität Teil eines Konsortiums aus 15 Einrichtungen. Im Rahmen des Projekts werden unter anderem zentrale Informationsangebote bereitgestellt, Publikationsservices verbessert, rechtliche Beratung ermöglicht und innovative Ansätze in einem eigenen Innovation Lab erprobt.

Unsere Rolle

Die UB der Freien Universität übernimmt Aufgaben im Arbeitspaket 2. Zusammen mit der ZB MED Köln, der ULB Darmstadt, der UB Heidelberg sowie der HU und der TU Berlin entsteht ein Verteilzentrum für Diamond-Open-Access-Zeitschriften und -Buchreihen. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung standardisierter Workflows und Angebote zur Langzeitarchivierung.

Auch in weiteren Arbeitspaketen – etwa zur Vernetzung und Innovationsförderung – bringt sich BerlinUP ein. Ende Juni richtet wir das offizielle Kick-off-Treffen des Projekts in Dahlem aus.

Mehr erfahren: DFG-Pressemitteilung

Bei Fragen steht Ihnen unser Team Open Access und wissenschaftliches Publizieren gerne zur Verfügung: open-access@fu-berlin.de

25 Jahre Lange Nacht der Wissenschaften – Wir sind dabei

Am 28. Juni 2025 feiert Berlin ein besonderes Jubiläum: Zum 25. Mal öffnet die Lange Nacht der Wissenschaften ihre Türen – und die Freie Universität ist natürlich mit dabei!

Von 17 bis 24 Uhr verwandelt sich der Campus Dahlem in einen Ort des Staunens, Entdeckens und Mitmachens. Über 200 faszinierende Projekte für Groß und Klein zeigen die Vielfalt und Innovationskraft unsere Uni.

Auch die Universitätsbibliothek beteiligt sich mit fünf spannenden Aktionen, die zeigen, dass Bibliotheken heute weit mehr sind als Orte der Bücher. Kommen Sie vorbei – zum Ausprobieren, Diskutieren, Staunen!


Unsere Aktionen im Überblick
🧠 Café Geisteswissenschaften
Ort: Theaterhof der Rost- und Silberlaube
Zeit: ab 17 Uhr
Ein offenes Café lädt zur Begegnung ein: Treffen Sie Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichsten Disziplinen – im direkten Gespräch, auf Augenhöhe. Ob Citizen Scientist oder Professorin – hier geht es um Austausch, Ideen und neue Perspektiven.
Ein gemeinsames Angebot vom Dahlem Humanities Center und unserem Ada Lovelace Center for Digital Humanities.

🌱 Ökologisches Lesen – Nachhaltigkeit trifft Bibliothek
Ort: Philologische Bibliothek – Foyer, Untergeschoss & weitere Stationen
Zeit: 17–22 Uhr
Wie ökologisch ist eigentlich das Lesen? Eine interaktive Mitmach-Station, spannende Dialoge und eine Podiumsdiskussion regen zum Nachdenken an – in Kooperation mit der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.

🎉 10 Jahre Campusbibliothek – Das feiern wir mit euch! 🎈
Ort: Campusbibliothek
Zeit: 17 – 23 Uhr
Ein buntes Programm für alle Generationen:

  • Infostand mit Glücksrad
  • Kinderfreundliche Escape-Rooms
  • Kreative Mitmachstationen
  • Führungen durch die Bibliothek
  • Interaktive Ausstellung
  • Stempel-Rallye mit kleinen Überraschungen

🔍 Gefährliche Quellen – Eine Spurensuche mit bibliothekarischen Mitteln
Ort: Campusbibliothek, Schulungsraum (Neubau UG)
Zeit: 17:30 – 20:00 Uhr
Wem kann man trauen? In dieser spannenden Kurzvortragsreihe werden Fake News und fragwürdige Quellen enttarnt – informativ, unterhaltsam und aufklärend. Perfekt für alle, die gerne kritisch hinterfragen!

🎨 Buchkunst trifft Nachhaltigkeit – Ausstellung & Workshop mit Jan-Micha Gamer
Ort: Philologische Bibliothek (über das Gebäude verteilt), Workshop im Schulungsraum
Zeit: 17:30 – 24 Uhr
Kunst und Bibliothek – passt das zusammen? Auf jeden Fall! Die Ausstellung zeigt kreative Zugänge zu nachhaltiger Buchgestaltung, und im Workshop könnt ihr selbst aktiv werden.


Kommen Sie – wir freuen uns auf Sie! Egal ob neugierige Kinder, wissenschaftsbegeisterte Erwachsene oder einfach Menschen mit Lust auf Neues – bei der Langen Nacht der Wissenschaften ist für alle etwas dabei.

Weitere Infos zum Programm an der Freien Universität während der Langen Nacht der Wissenschaften 2025 finden Sie auf dieser Website.



Move your Brain – bewegter lernen in der Bib

Bewegung tut gut – auch beim Lernen. Deshalb probieren wir in mehreren Standorten der Universitätsbibliothek weiterhin neue Bewegungsangebote aus. Gemeinsam mit dem Hochschulsport und dem Projekt Healthy Campus ist daraus das Projekt Move your Brain entstanden.

Inzwischen haben sich neben unserem stromerzeugenden Fahrrad einige Angebote bewährt und sind dauerhaft verankert:

  • Zentralbibliothek: Schachspiel und Kickertisch mit leisen Schaumstoffbällen im 1. OG
  • Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaft: XXL Schachfeld und Sportkiste mit Cross-Boccia, Tischtennis und mehr
  • Alle Standorte: Poster mit Übungen für kleine Bewegungspausen

Außerdem gibt es Stehpulte zur ergonomischen Nutzung in folgenden Standorten:

  • Campusbibliothek
  • Fachbibliothek Rechtswissenschaft
  • Fachbibliothek Sozialwissenschaften und Osteuropastudien
  • Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaft
  • Fachbibliothek Geschichts- und Kunstwissenschaften
  • Fachbibliothek Geowissenschaften
  • Zentralbibliothek

Und: montags und mittwochs um 15:30 Uhr findet die Bewegte Pause in der Campusbibliothek statt. Tankt in 15 Minuten neue Energie, steigert die Konzentrationsfähigkeit und bringt etwas Bewegung in den Lernalltag. Einfach mitmachen, kostenlos und ohne Anmeldung.

Weitere Pilotprojekte laufen noch. Zum Beispiel touren gerade Wackelhocker durch verschiedene Bibliotheken – wir testen noch, ob sie sich für den Dauereinsatz eignen.

Wie findet Ihr das? Was wünscht Ihr euch noch?
Schreibt uns gerne einen Kommentar!

Entscheidung für Berlin – Neuer Themenfilm der „Erlebten Geschichte“ der Freien Universität

Blick über Berlin mit Fernsehturm und Roten Rathaus.
Quelle: pexels.com: Niki Nagy

Nach der Teilung der Stadt befand sich West-Berlin in einer kritischen Insellage, umgeben von der Sowjetischen Besetzungszone (SBZ) und später der DDR. Was das bedeuten konnte, hatte die Bevölkerung bei der Berlin-Blockade 1948/49 hautnah erlebt. Die Insellage machte es der Freien Universität zeitweilig schwer, Studierende und Lehrpersonal aus der Bundesrepublik zu gewinnen. Wer dennoch kam, tat dies aus unterschiedlichsten Gründen – oft spielte Abenteuerlust dabei auch eine Rolle.

In einem neuen Themenfilm der Online-Ausstellung „Erlebte Geschichte“ erzählen Universitätsangehörige von ihrer Entscheidung für Berlin.

Zentralbibliothek: Eingeschränkter Zugang zum Offenen Magazin


Aufgrund laufender Bauarbeiten sind aktuell einzelne Etagen des Offenen Magazins in der Zentralbibliothek temporär nicht frei zugänglich.

Trotzdem müssen Sie nicht auf die benötigten Medien verzichten:

  • Bestellen Sie die gewünschten Titel einfach über Primo
  • Alternativ hilft Ihnen das Team an der Leihstelle im 1. Obergeschoss gerne weiter. In der Regel können die Kolleg*innen die gewünschten Bücher für Sie aus dem Magazin holen.

    Wir bemühen uns, Ihnen während der Bauphase den bestmöglichen Service zu bieten und halten Sie über alle Änderungen auf dem Laufenden.

    Vielen Dank für Ihre Geduld und Ihr Verständnis!

Technische Probleme bei Mahnungen

Aktuell kommt es leider zu technischen Schwierigkeiten bei der Erstellung unserer Mahnungen. Gemeinsam mit der Anbieterin unserer Bibliothekssoftware arbeiten wir bereits an einer Lösung.

Für Sie entstehen dadurch keine Nachteile.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

ASR4Memory: Automatische Transkription für Forschende der Freien Universität

Ob Zeitzeugeninterviews, ethnografische Tonaufnahmen oder historische Audio-Video-Dokumente – audiovisuelle Daten sind aus vielen geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsvorhaben nicht mehr wegzudenken. Besonders in der Geschichtswissenschaft, etwa in der Oral History, ist die Transkription dieser Daten essenziell – aber oft zeitaufwendig. Das Projekt ASR4Memory bietet dafür ein neues Transkriptionsangebot speziell für Forschende der Freien Universität Berlin.

Transkription mit KI – datenschutzkonform und forschungsnah
ASR4Memory nutzt KI-basierte Spracherkennung (ASR), um audiovisuelle Forschungsdaten automatisch und mit sehr hoher Transkriptionsgenauigkeit in Textform zu überführen – in über 30 Sprachen, mit optionaler Sprechererkennung und präziser Zeitkodierung eines jeden gesprochenen Wortes. Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich auf der lokal betriebenen Infrastruktur der Freien Universität Berlin, eingebunden in die Forschungsumgebung von Oral-History.Digital.

Flexible Ausgabeformate für vielfältige Forschungsszenarien
Die Transkripte stehen in unterschiedlichen Formaten zur Verfügung – von TXT und PDF über CSV und JSON bis hin zu Untertiteldateien (VTT, SRT). Perspektivisch wird auch die Integration in Standardformate wie TEI-XML ermöglicht. So lassen sich die Transkripte direkt für qualitative Analyse, digitale Edition oder Archivierung nutzen.

Ein Angebot für die Forschung
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Forschende der Freien Universität, insbesondere aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, die mit audiovisuellen Forschungsressourcen arbeiten. Im Fokus stehen forschungspraktische Szenarien wie die Transkription von Oral-History-Interviews – ein Anwendungsfeld, in dem Genauigkeit, Datenschutz und wissenschaftliche Standards besonders wichtig sind.

Interesse?
Wenn Sie AV-Daten in gängigen Formaten vorliegen haben und diese für Ihre Forschung automatisch transkribieren lassen möchten, wenden Sie sich gerne an das Projektteam.
👉 Weitere Infos finden Sie auf der Projektwebseite
📧 Kontakt: tobias.kilgus@fu-berlin.de | peter.kompiel@fu-berlin.de

Kurzer Jahresbericht der Universitätsbibliothek – Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr

Mit Freude präsentieren wir unseren Jahresbericht 2024. Kurz und knackig werfen wir einen Blick auf Entwicklungen und Projekte, die wir im letzten Jahr gemeistert haben. Von neuen digitalen Angeboten über spannende Forschungskooperationen, der Förderung von Open Science und Open Access, der Einführung neuer Lernräume bis zur vielfältigen Unterstützung der Studierenden – es tut sich was. In diesen bewegten und nicht immer einfachen Zeiten stehen wir nicht still.

Wir sind gespannt auf das kommende Jahr und die vielen Herausforderungen, die noch vor uns liegen.

Zum Jahresbericht (online-Version)


Neuer Portrait-Film in der Online-Ausstellung „Erlebte Geschichte“

Dr. Burkhart Veigel: ein umtriebiger Fluchthelfer

Der Mauerbau im August 1961 war nach der Berlin-Blockade die radikalste Einschränkung der Bewegungsfreiheit in der Stadt. Die Freie Universität Berlin war wie der gesamte Westteil der Stadt eingeschlossen; ihre Angehörigen, die im Ostteil wohnten, konnten nicht mehr nach Dahlem gelangen. Der einzige Ausweg für sie war die Flucht, die mit Hilfe von FU-Studenten wie Burkhart Veigel oft gelang.

Der neue Film in der Online-Ausstellung Erlebte Geschichte gibt lebendige Einblicke.

Neuer Themenfilm in der Online-Ausstellung „Erlebte Geschichte“

Dieter Heckelmann (1. v. r.) im Gespräch nach der Schlüsselübergabe für das Präsidialamt.
Quelle: Freie Universität Berlin/ Universitätsarchiv / Foto-S/Sig. FA-14_023_1 / Foto: Reinhard Friedrich

Dieter Heckelmann: Ein konservativer Präsident konsolidiert

Nach den erbittert geführten universitätspolitischen Grabenkriegen der 1970er Jahre wurde 1983 mit Dieter Heckelmann ein konservativer Hochschullehrer Präsident der Freien Universität Berlin, der sich bemühte, alle hochschulpolitischen Lager einzubinden. Eine zentrale Rolle spielte dabei die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Vizepräsidenten, die die unterschiedlichen Fraktionen der Hochschullehrer repräsentierten. Auch Teile des akademischen Mittelbaus und der studentischen Linken wurden in die neue Konstellation des Präsidialamts eingebunden.

Der neue Film in der Online-Ausstellung Erlebte Geschichte gibt lebendige Einblicke.