Drei Datenbanken von ProQuest im Test

Bis zum 29. Juni 2011 besteht für FU-Angehörige ein kostenfreier Testzugriff auf drei Datenbanken von ProQuest:

Bertolt Brechts Werke: Die Datenbank basiert auf der 1997 vom Suhrkamp-Verlag herausgebrachten Ausgabe „Bertolt Brecht. Ausgewählte Werke in sechs Bänden. Jubiläumsausgabe zum 100. Geburtstag“.
Sie umfasst folgende Bände:
Band 1: Stücke 1
Band 2: Stücke 2
Band 3: Gedichte 1
Band 4: Gedichte 2
Band 5: Prosa
Band 6: Schriften

Die Deutsche Lyrik in Reclams Universal-Bibliothek: Die Datenbank deckt fast 500 Jahre deutscher Dichtung ab und bietet Werke von über 500 Autoren vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Sie wird in Kooperation mit dem Verlag Philipp Reclam jun., Stuttgart, veröffentlicht und enthält alle Bände mit deutscher Lyrik, die seit 1945 in Reclams Universalbibliothek erschienen sind.

Patrologia Latina Database: Die Datenbank bietet die vollständige elektronische Ausgabe der 221 Bände von „Patrologiae Cursus Completus, Series Latina“, herausgegeben 1844 – 1865 von Jacques-Paul Migne. Sie beinhaltet Werke der lateinischen Kirchenväter, von Tertullian (gestorben 230) bis Papst Innocenz III. (gestorben 1216), vollständige Texte mit Einführungen, kritischen Apparaten, Illustrationen, Indices sowie Mignes Kolumnenziffern.

Quelle: Datenbank-Infosystem – DBIS

Datenbanken zur Geschichte des Holocaust im Test

Bis zum 26. Juni 2011 besteht für FU-Angehörige ein kostenfreier Testzugriff auf drei zeitgeschichtliche Datenbanken aus der Reihe Archives Unbound des Verlags GALE:

Intergovernmental Committee on Refugees: The West’s Response to Jewish Emigration: Das Intergovernmental Committee on Refugees (IGCR) wurde 1938 in London nach der Konferenz von Évian durch Präsident Roosevelt gebildet, um das Flüchtlingsproblem zu erörtern, das aufgrund rassischer, religiöser oder politischer Verfolgung in Mitteleuropa entstanden war. Die Sammlung beinhaltet IGCR-Personenakten zu nahezu jeder Gruppe von Flüchtlingen.
Umfang: 30.100 Seiten

U.S. Relations with the Vatican and the Holocaust, 1940-1950: Aufgrund seines Schweigens während des Holocaust gilt Papst Pius XII. bis heute als umstritten. Die Sammlung beinhaltet Briefwechsel, Berichte und Analysen zur Rolle des Vatikans im 2. Weltkrieg, den Beziehungen des Vatikans zu den USA, den jüdischen Flüchtlingen in Europa, anti-jüdischen Gesetzen in Italien und zu Pius XII. selbst.
Umfang: 35.023 Seiten

World War II, Occupation, and the Civil War in Greece, 1940-1949: Records of the U.S. State Department Classified Files: Im April 1941 begannen deutsche und italienische Truppen im Verbund mit bulgarischen Einheiten den Angriff auf das griechische Festland. Die Bevölkerung war bis zum Abzug der Besatzungstruppen im Oktober 1944 schlimmen Repressalien ausgesetzt. Infolge des Machtvakuums nach dem Abzug der Besatzungstruppen kam es zu einem bis 1949 andauernden Bürgerkrieg, der ebenfalls schlimme Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung hatte. Die Sammlung beinhaltet bisher unter Verschluss gehaltene Dokumente des U.S. State Department.
Umfang: 85.413 Seiten

Quelle: Anbieter

Rafael Horzon liest in der Philologischen Bibliothek!?

In der Langen Nacht der Bibliotheken am 8.6.2011 tritt der Schriftsteller und Kult-Unternehmer Rafael Horzon („Das weiße Buch“) um 20.00 Uhr in der Philologischen Bibliothek auf.
Wie er uns gerade mitteilte, wird aufgrund seiner starken (angeborenen) Dyslexie anstelle von Rafael Horzon der Schauspieler Marc Hosemann lesen (siehe Bild). Horzon schweigt dazu.

Bitte beachten Sie: Dies ist der letzte derartige Auftritt, Rafael Horzon wird sich mit dieser Veranstaltung aus dem Literaturbetrieb verabschieden und sich fortan ausschliesslich als Botaniker betätigen.

Wir lassen uns überraschen und freuen uns auf eine ungewöhnliche Lesung und Diskussion mit Rafael Horzon, Marc Hosemann und Prof. Dr. Oliver Lubrich (Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der FU Berlin), der die Veranstaltung moderieren wird.

Nationallizenz für American Antiquarian Society (AAS) Historical Periodicals Collection: Series 4 (1853-1865).

Nachdem im Rahmen der von der DFG finanzierten Nationallizenzen schon die Serien 1-3 freigeschaltet worden sind, bekommen FU-Angehörige nun auch kostenfreien Zugang auf American Antiquarian Society (AAS) Historical Periodicals Collection: Series 4 (1853-1865).

Die American Antiquarian Society in Worcester, Massachusetts, ist eine unabhängige Forschungsbibliothek, die 1812 gegründet wurde. Ihr Bestand dokumentiert die amerikanische Kultur- und Geistesgeschichte von der Kolonialzeit bis zum Jahr 1876.

Der vierte Teil der Historical Periodicals Collection beinhaltet ca. 1.800 Zeitschriften aus dem Zeitraum von 1853 bis 1865. Die Themenbreite deckt alle Aspekte der amerikanischen Gesellschaft während dieser Periode ab.

Die Volltexte stehen über einen neuen Service von EBSCO, den „EBSCOhost Content Viewer”, zur Verfügung.

Test für Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Für FU-Angehörige besteht ein kostenfreier Testzugriff auf die Datenbank Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon in der erweiterten Fassung.

Das Biographisch-Bibliographische Kirchenlexikon umfasst Beiträge zu verstorbenen Persönlichkeiten der Kirchengeschichte, aber auch der Philosophiegeschichte, weltweit. Neben der frei im Netz verfügbaren ausführlichen Darstellung der Lebenswege von Personen aus den Bereichen der Theologie, Geschichte, Literatur, Musik, Malerei, Pädagogik und Philosophie mit einer Darstellung der Entwicklung ihrer Arbeit, erhält man über den lizenzierten Zugang des BBKL zusätzlich eine vollständige Bibliographie aller Hauptwerke der verzeichneten Personen sowie eine (teils sehr umfangreiche) Auswahl relevanter Sekundärliteratur zur weiterführenden Forschung.

Das erweiterte Angebot der Test-Version ist erreichbar über den Button „Zugang für Bibliotheken“.

Quelle: Datenbank-Infosystem – DBIS

Nationallizenz für The New Republic Archive

Im Rahmen der von der DFG finanzierten Nationallizenzen bekommen FU-Angehörige ab sofort kostenfreien Zugang auf The New Republic Archive.

Die über EBSCO angebotene Datenbank enthält die vollständigen Ausgaben der Zeitschrift The New Republic ab der Erstausgabe von 1914 bis 2010 im Volltext. Es handelt sich um eine Politik- und Kulturzeitschrift, die sich in ihren Aufsätzen, Essays, Kommentaren und Analysen sowohl mit innen- wie außenpolitischen Themen der USA als auch mit Kulturpolitik, Kunst und Literatur befasst. Zu ihren Autoren gehören viele ausgezeichnete Journalisten und Schriftsteller. Innenpolitisch vorwiegend links ausgerichtet, vertritt sie in der Außenpolitik eine eher konservative Haltung.

Quelle: DFG – Nationallizenzen

Test für Agence Europe – DanteWeb

Bis zum 31. Mai 2011 besteht für FU-Angehörige ein kostenfreier Testzugriff auf die Datenbank Agence Europe – DanteWeb.

DanteWeb bietet die elektronische Version des „Bulletin Quotidien Europe“.
Das Bulletin ist weltweit die einzige täglich erscheinende Veröffentlichung, die schwerpunktmäßig über das aktuelle Geschehen in der Europäischen Union berichtet. Die Originalausgabe erscheint auf Französisch und wird in Echtzeit ins Englische übersetzt.

Quelle: Anbieter

FRANTEXT wieder lizenziert

Nach einer Pause von etwa einem Jahr wird die Datenbank FRANTEXT jetzt erneut lizenziert.

FRANTEXT bietet eine umfangreiche Sammlung zentraler Texte der französischen Literatur vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Berücksichtigt werden sämtliche Gattungen der schönen Literatur sowie Essays, Abhandlungen und Korrespondenz.

Zu beachten ist allerdings, dass man keinen Einblick in die der Datenbank zugrundeliegenden Volloriginaltexte hat. Man bekommt lediglich die Textpassage angezeigt, in der der gesuchte Begriff auftaucht.

Auszeichnungen für Roth und Delius

Mit dem Man Booker International Prize und dem Georg-Büchner-Preis sind heute zwei der wichtigsten Auszeichnungen der Literaturszene vergeben worden.

Erstgenannter Preis wurde Philip Roth zuteil. Der Amerikaner hat sich in den vergangenen sechs Jahrzehnten einen Namen durch zahlreiche Romane, Erzählungen und Essays gemacht hat, in denen er dem jüdischen Leben in den USA, dem „Amerikanischen Idyll“ und der Ideologie der „Political Correctness“ nachgeht. 1998 erhielt er für den Roman American Pastoral den Pulitzer-Preis zugesprochen, der den Zusammenbruch einer amerikanischen Vorzeigefamilie behandelt. „Seine (Roths) Vorstellungsgabe hat nicht nur unsere Vorstellung von jüdischer Identität neu geformt, sie hat auch die Dichtung neu belebt, und nicht nur die amerikanische Dichtung.“, so die Preisjury. Roth zählt damit zu den höchstdekorierten zeitgenössischen US-Autoren. Nur der Nobelpreis fehlt in seiner Sammlung, für den er seit Jahren gehandelt wird. Ob es wohl 2011 damit klappt?

Der Georg-Büchner-Preis wird jährlich von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen und geht an Autoren, die sich durch ihre Arbeit um die deutschsprachige Literatur verdient gemacht haben. Nachdem im letzten Jahr Reinhard Jirgl geehrt wurde, geht die Auszeichnung 2011 an Friedrich Christian Delius. Der Pfarrerssohn veröffentlichte bereits als 19-Jähriger erste Gedichte und studierte in Berlin Literaturwissenschaft an der FU und TU. Bekanntheit erlange der 68er-Vertreter durch seine bissigen literarischen Dokumentationen (Wir Unternehmer, 1965; Unsere Siemens-Welt, 1972). In seinen zeitgenössischen Romanen nahm sich Delius unter anderem den Studentenunruhen, dem Deutschen Herbst 1977 (Ein Held der inneren Sicherheit, 1981; Mogadischu Fensterplatz, 1987) und der Wiedervereinigung (Die Birnen von Ribbeck, 1991) an. Weitere von der Kritik gelobte Werke sind (semi-)autobiografischen Ursprungs (Amerikahaus und Der Tanz um die Frauen, 1997; Mein Jahr als Mörder; 2004). Delius bisher letzter Roman, Die Frau, für die ich den Computer erfand (2009), erzählt von Konrad Zuse und den Beginn des digitalen Zeitalters.

Danke für das Bild an WikiCommons!

NutzerInnen der New York Public Library schreiben ein Buch

Seit mittlerweile 100 Jahren suchen Menschen die New York Public Library (NYPL) in der Fifth Avenue Ecke 42nd Street in New York auf, um dort Wissen und Inspiration zu suchen.

Am Wochenende des 20. bis 23. Mai findet zu Ehren des 100-jährigen Bestehens der NYPL ein besonderes, abwechslungsreiches Festprogramm statt.

Dazu gehört die Aktion „Find the future“, über die folgendes Video informiert:

500 ausgewählte, junge Freiwillige lassen sich in der Nacht des 20. Mai in dem Gebäude einschließen. Ausgestattet mit Laptops und Smartphones gehen Sie auf die Jagd nach Hinweisen und stöbern in den Archiven und der Geschichte, die sich zwischen den Mauern dieses Gebäudes befinden.

Spieler müssen die Schatzsuche mittels aufgespürter Literatur und eigenen Einträgen dokumentieren, so dass am Ende der Reise ein kollektiv angefertigter Erfahrungsbericht steht, den die Bibliothek als Buch binden und “für alle kommenden Jahrhunderte” in ihre Sammlung aufnehmen wird.

Ab dem 21. Mai können auch Menschen weltweit über das Internet teilnehmen, wenn Sie sich registrieren – gute Englisch-Kenntnisse und ein Smartphone sind Voraussetzung! 🙂

Cooles Event, finde ich!


https://game.nypl.org/#/how_to_play
https://game.nypl.org/#/users/sign_up
https://game.nypl.org/#/menu