Kostenfreier Zugriff auf das Russisch-Deutsche Wörterbuch

Bei der im Internet im Open Access verfügbaren Datenbank handelt es sich um die Online-Version des gedruckten Werkes Russisch-Deutsches Wörterbuch (RDW), das bis 2013 in 9 Bänden (bis zum Eintrag „po-sibirski“) bei Harassowitz erschienen ist. Für die elektronische Publikation werden die bisher erschienenen Wortstrecken sukzessive neu bearbeitet.

Unter „Optionen“ lassen sich u. a. die in der elektronischen Version umgesetzten Buchstaben auswählen (gegenwärtig die ersten drei des kyrillischen Alphabets: А, Б und В). Zusätzlich kann die Sprache der Benutzeroberfläche geändert werden. Das gedruckte RDW ist auf ca. 250.000 Lemmata ausgelegt und wird bis 2017 abgeschlossen sein.
Es enthält nicht nur den Kernwortschatz der russischen Standardsprache, sondern in Auswahl auch periphere Bereiche der russischen Lexik: veraltende und heute veraltete Stichwörter (darunter solche aus dem 19. Jh.), Neologismen, landschaftlich gebundene Benennungen, Wörter und Bedeutungen aus dem Substandard, darunter Jargonismen und Vulgarismen. In großem Umfang wurden Fachwörter aus Bereichen berücksichtigt, die auch für die gemeinsprachliche Kommunikation relevant sind. Das RDW enthält neben Einwortbenennungen auch idiomatische Wendungen, Sprichwörter und Redensarten, nichtidiomatische Mehrwortbenennungen und Kollokationen. In strenger Auswahl wurden gebräuchliche Abkürzungen sowie Eigennamen aufgenommen.

Der Text ist weitgehend der entsprechenden Informationsseite aus DBIS bzw. der Anbieterseite entnommen.

Österreichische Personendatenbanken zum Nationalsozialismus/Holocaust

Logo des DÖWDas Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes (DÖW) bietet freien Online-Zugriff auf mehrere Personendatenbanken zum Thema Nationalsozialismus bzw. Holocaust. Ab sofort können diese auch über die Digitale Bibliothek der FU gefunden werden.

Die vier Datenbanken im Überblick:

  • Gestapo-Opfer:Zugriff auf über 4600 Fotos von NS-Opfern aus der Erkennungsdienstlichen Kartei der Gestapo Wien, ergänzt durch biographische Eckdaten sowie Informationen über die Festnahme und weitere Verfolgung. Möglich sind gezielte Abfragen nach Personen ebenso wie – bei alleiniger Auswahl dieser Datenbank – ein Blättern durch einzelne Themenbereiche (Arbeiterbewegung, Katholisch-konservatives Lager, Individuelle Widerständigkeit, Jüdinnen und Juden, Roma und Sinti, Zeugen Jehovas, Römisch-katholische Kirche, Fremdarbeiter).
  • Shoah Opfer: Informationen zum Schicksal von über 63.800 österreichischen Opfern des Holocaust (laufende Erweiterung). Aufgelistet werden Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort und letzter Wohnort des Opfers, der Zielort und das Datum der Deportation und – soweit bekannt – das Todesdatum sowie der Todesort.
  • Politisch Verfolgte: Angaben zu rund 8000 Männern und Frauen, die als Opfer politischer Verfolgung während des NS-Regimes hingerichtet oder ermordet wurden oder infolge der Bedingungen der Verfolgung ums Leben kamen. (inkl. 400 Opfer der nationalsozialistischen Militärjustiz).
  • Totenbuch Spiegelgrund: Totenbuch der Wiener Euthanasie-Klinik „Am Spiegelgrund“, in dem alle Todesfälle von der Gründung der Anstalt im Juli 1940 bis zum Kriegsende penibel aufgelistet wurden.
Der Text ist weitgehend den Infoseiten des Anbieters entnommen.

Sozialdaten aus Europa kostenfrei abrufen

Neu in die Digitale Bibliothek der FU Berlin aufgenommen wurde CESSDA – Council of European Social Science Data Archives.

CESDDA  ist ein nationales Datenarchiv der 13 Teilnehmerstaaten Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Litauen, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Slowenien, Tschechische Republik und Großbritannien.

Ursprünglich 1976 als informeller Zusammenschluss der europäischen Datenarchive mit dem Zwecke eines freien sowie intensiven Erfahrungs- und Datenaustausches ins Leben gerufen, ist CESSDA seit Juni 2013 als dauerhafte, rechtmäßige Dienststelle mit einem Büro in Bergen (Norwegen) konzipiert, das von den Forschungsministerien bzw. ähnlichen Institutionen der Mitgliedsstaaten finanziert wird. Geplant sind gemeinsame Standards für Daten und Metadaten, Data Sharing und Knowledge Mobility in Europa zu konzipieren.
Norwegen hostet auch die Online-Plattform, die kostenfreien Zugriff auf ihren zentralen Data Catalogue gewährt. Dieser soll die Sozialdaten aus 16 europäischen Online-Datenarchiven miteinander vernetzen. Insgesamt werden über 9500 Studien nachgewiesen, darunter aus Deutschland Daten des GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.

E-Books via SAGE Knowledge abrufen

Encyclopedia of Social Media and Politics Neu in der Digitalen Bibliothek der FU Berlin nachgewiesen ist die E-Book-Plattform SAGE Knowledge.

Sie bietet für FU-Angehörige Zugang zu Lexika und Handbüchern des Verlages, insbesondere aus den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fachbereichen, darunter zahlreiche international ausgezeichnete Titel. Eingerichtet ist eine plattformübergreifende Volltext-Suche in allen lizenzierten Titeln. Als Dateiformat stehen HTML und PDF zur Verfügung. Der Ausdruck/Download ist kapitelweise möglich. Nach einer kostenfreien Registrierung bei SAGE kann man eigene Suchen speichern und Merklisten erstellen. Der Citation-Export zu gängigen Programmen wie Endnote, Zotero, RefWorks ist möglich.

Die FU Berlin hat gegenwärtig über 30 Titel lizenziert. Käufe weiterer E-Books sollen folgen.

Bild: Nur einer von zahlreichen Titeln – Encyclopedia of Social Media and Politics (2014)

Kostenfreier Zugang zu Melanchthons Briefwechsel

640px-Philipp_Melanchthon_3Neu in der Digitalen Bibliothek ist die Datenbank Melanchthons Briefwechsel – Regesten online.

Enthalten sind die Regestentexte – deutsche inhaltliche Zusammenfassungen – zu „Melanchthons Briefwechsel. Kritische und kommentierte Gesamtausgabe, im Auftrag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften herausgegeben von Heinz Scheible und Christine Mundhenk“ (Stuttgart-Bad Cannstatt, Verlag Frommann-Holzboog, 1977 ff, dokumentiert ca. 9.750 Briefe).

Über eine Suchmaske kann in den Regesten nach Absendern, Empfängern, Datum, Zeiträumen, Absendeorten und Empfängerorten gesucht werden. Darüber hinaus kann im Volltext der Regesten recherchiert werden. Außer der Textsorte Brief enthalten die Regesten auch Vorreden und Gutachten.

Der Text ist der entsprechenden Informationsseite aus DBIS entnommen.

Bild: Philipp Melanchthon (WikiCommons)

Bibleworks Version 9.0 erworben

Die wissenschaftliche Bibelsoftware BibleWorks, Version 9.0 eröffnet den Zugang zu den biblischen Texten in den Originalsprachen (35 Texte in Hebräisch, Aramäisch und Altgriechisch) und in historischen wie modernen Übersetzungen (200 Übersetzungen in 40 Sprachen, darunter Lateinisch, Griechisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch u.v.m.). Ferner enthalten sind mehrere philologische Wörterbücher (Hebräisch-Englisch, Griechisch-Englisch), Sachlexika in englischer Sprache mit Worterklärungen und Querverweisen zu anderen Bibelstellen sowie Programme zur morphologischen Analyse der hebräischen, aramäischen und griechischen Texte. Die neue Ausgabe enthält neue Transkriptionen für sieben der wichtigsten griechischen Handschriften des Neuen Testaments. Die Retrievalsoftware ermöglicht einfache Volltextsuchen ebenso wie komplexe morphologische und grammatikalische Untersuchungen.

Es wurden 5 simultane Zugänge erworben.

Testdatenbank Electronic Enlightenment

Die Datenbank wurde ab Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 dauerhaft für FU-Angehörige lizenziert.

Bis zum 15. November 2014 kann die Datenbank Electronic Enlightenment -letters and lives online getestet werden.

Electronic Enlightenment umfasst Briefwechsel zwischen den maßgebenden Denkern und Schriftstellern des 17.- 19. Jahrhunderts. Sie enthält über 55.000 Briefe und Dokumente, Informationen zu rund 6.500 Briefpartnern, ca. 230.000 wissenschaftliche Annotationen sowie Informationen zu über 80.000 Quellen.

Electronic Enlightenment ist ein Forschungsprojekt der Universität Oxford.

Vier juristische Grosskommentare im Test

Leipziger Kommentar StGB Online und Löwe-Rosenberg StPO Online wurden ab November 2014 dauerhaft für FU-Angehörige lizenziert.

Bis zum 07. November 2014 sind die unten aufgeführten Großkommentare aus dem Verlag De Gruyter im Test verfügbar:

  • Leipziger Kommentar StGB Online
    Der „Leipziger Kommentar“ bietet als der traditionelle Großkommentar zum Strafgesetzbuch die umfassendste Darstellung des geltenden Strafrechts. Die Onlineausgabe enthält sämtliche bisher erschienenen Bände der aktuellen Auflage und ist mit den im Kommentar zitierten Entscheidungen und Normen verlinkt.
  • Löwe-Rosenberg StPO Online
    Der Löwe-Rosenberg enthält die umfassendste und grundlegendste Kommentierung des deutschen Strafprozessrechts und gibt dem Benutzer eine Hilfe zur Lösung nicht nur häufig auftauchender, sondern auch entlegener Sachfragen. Der Großkommentar erläutert die StPO, das GVG, das EGGVG sowie die das Strafverfahren betreffenden Vorschriften der MRK und des IPBPR.
  • Staub HGB Online
    Der „Staub“ ist der umfassendste, vollständigste und bedeutendste Großkommentar zum Handelsrecht einschließlich zahlreicher Nebengebiete.
  • Großkommentar AktG Online
    Der Großkommentar zum AktG bietet die umfassendste und vollständigste Darstellung des geltenden Aktienrechts, die in deutscher Sprache erhältlich ist.

An einem Votum hinsichtlich einer möglichen Lizenzierung ist die Universitätsbibliothek sehr interessiert: digibib@ub.fu-berlin.de

Faktendatenbank zum weltweiten Terrorismus

GTDNeu in die Digitale Bibliothek der FU Berlin aufgenommen wurde die kostenfreie Global Terrorism Database (GTD).

Dabei handelt es sich um eine Datenbank des National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism (START), einer Einrichtung des U.S. Department of Homeland Security und der Universtität von Maryland. Nachgewiesen werden terroristische Ereignisse weltweit in dem Zeitraum 1970 bis 2013. Bis heute sind mehr als 125.000 Ereignisse dokumentiert. Jährliche Ergänzungen sind geplant.

Der Datensatz beschreibt pro Ereignis sofern möglich auch, welche Gruppe dafür verantwortlich war. Kontrolliert werden die Neueinträge durch ein Expertengremium aus zwölf Terrorismusforschern. Allein für den Zeitraum 1998 bis 2013 wurden laut Anbieter mehr als 4 Mio. Artikel und 25.000 Nachrichtenquellen durchgesehen.

Weiterführende Reports, Literaturhinweise, Datenbanken und Tools zum Thema lassen sich auf der übergeordneten START-Webseite finden.

Kostenfreier Zugriff auf lateinamerikanische E-Zeitschriften

scieloNeu in der Digitalen Bibliothek der FU Berlin vertreten ist SciELO – Scientific Electronic Library Online.

Über SciELO sind die Inhalte von mehr als 1100 im Open-Access-Verfahren veröffentlichten wissenschaftlichen Fachzeitschriften recherchierbar. Die fast 500.000 gelisteten Artikel stammen aus allen Wissensgebieten (hervorzuheben sind die Bereiche des öffentlichen Gesundheitswesens und die Sozialwissenschaften) und wurden in E-Zeitschriften aus Südamerika, Spanien, Portugal, Afrika und der Karibik publiziert.

Das Projekt, eine Initiative des Latin American and Caribbean Center on Health Sciences Information (BIREME) wurde ursprünglich 1997 in Brasilien initiiert und mittlerweile von der Stiftung für die Forschungsförderung des Bundesstaates São Paulo (FAPESP) und seit 2002 vom Nationalen Rat für wissenschaftliche und technologische Entwicklung in Brasilien finanziell unterstützt.

Gegenwärtig nehmen folgende Länder an SciELO teil:

  • Argentinien
  • Brasilien
  • Chile
  • Costa Rica
  • Kolumbien
  • Kuba
  • Spanien
  • Mexiko
  • Peru
  • Portugal
  • Südafrika
  • Venezuela

Darüber hinaus sind Inhalte aus Bolivien, Paraguay und Uruguay in Vorbereitung. Ebenfalls über SciELO gibt es Zugriff auf eine E-Book-Collections mit über 300 Open-Access-Titel aus Brasilien.