Hilfe bei lateinischen Autorennamen

Neu für FU-Angehörige in die Digitale Bibliothek griffbereit ist die CD-ROM-Datenbank Bibliotheca Scriptorum Latinorum Medii Recentiorisque Aevi (BISLAM).

Bei BISLAM handelt es sich um eine Autorennamen-Normdatei zur lateinischen Literatur der Zeit von 500 bis 1500. Die erste Ausgabe des Nachschlagewerks umfasst rund 12.500, aus den Jahrgängen 1989 bis 2000 der Bibliographie Medioevo latino exzerpierte Namen. Die Autoren-Sätze sind zum Teil mit detaillierten bio-bibliographischen Angaben und Verweisen auf ausgewertete Nachschlagewerke und Quelle sowie zu den entsprechenden Einträgen in Medioevo Latino versehen.

Die Datenbank, die einen gleichzeitigen Nutzer zulässt, ist in den Sprachen Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch verfügbar.

Bibliotheksnotizen aus Dänemark

Ab heute Abend läuft bei Arte die zweite Staffel der dänischen Fernsehserie Borgen an, die in Deutschland den aufmerksamkeitsheischenden Titel Gefährliche Seilschaften bekommen hat. Im Mittelpunkt der hochgelobte Serie steht die erste weibliche Premierministerin Dänemarks (gespielt von Sidse Babett Knudsen), die sich politischer Intrigen und Ränkespiele im Regierungssitz Schloss Christiansborg (Spitzname „Borgen“) erwehren muss.

Ebenfalls Raum gegeben wird dem Einfluss der Presse, stellvertretend durch die junge, ehrgeizige (und attraktive) Journalistin Katrine Fønsmark. Die Figur wird von der dänische Schauspielerin Birgitte Hjort Sørensen verkörpert, die sich in einem 2010 erschienen Artikel der Politiken-Serie Mit hemmelige sted (dt.: „Mein geheimer Platz“) als besonders bibliophil und bibliotheksliebend präsentierte. „Wenn ich Zeit hätte, könnte ich wirklich nur in der Bibliothek in Krystalgade sitzen und den ganzen Tag Bücher lesen.“, so Hjort Sørensen über ihren „geheimen Platz“ – die öffentliche Zentralbibliothek in Kopenhagen (Københavns Hovedbibliotek). „Dort gibt es Ruhe und Anonymität und es ist wie eine Art Klub, in dem jeder einbezogen ist. Du bist dort um zu Lesen, nichts weiter. Es [das Lesen] kann ermöglichen, zu verschwinden. Hineingezogen in völlig verschiedene Welten und Figuren, was ich getan habe seit ich klein war.“ Noch heute bereitet sich Hjort Sørensen eigenen Angaben zufolge mit passender Fachliteratur auf ihre Rollen vor. Ihr Rekord von elf gelesenen Büchern innerhalb von neun Tagen stammt allerdings noch aus ihrer Kindheit, als sie elf Jahre alt war.

Ebenfalls positives zu berichten gibt es von der Dänischen Königlichen Bibliothek in Kopenhagen (Det Kongelige Bibliotek). Bis voraussichtlich 2014 bietet die National- und Universitätsbibliothek einen kostenfreien Reproservice für dänische Bücher an, die im Zeitraum von 1701 bis 1900 erschienen sind. Mit wenigen Klicks kann man sein E-Book-Exemplar ohne Selbstkosten bestellen, das dann für alle Benutzer im lokalen Bibliothekskatalog hinterlegt wird. Werke von Hans Christian Andersen oder Søren Kierkegaard wären denkbar. An einem ähnlichen Service für Titel ab 1901 ff. wird aktuell gearbeitet.

Bild: Innenansicht von Københavns Hovedbibliotek, 2007 (© www.mysona.dk, Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

Zugriff auf die International Encyclopedia of Education

Mit der International Encyclopedia of Education steht ein weiteres Online-Nachschlagewerk aus dem Verlag Elsevier zur Verfügung.

Bei dem Titel handelt es sich um ein umfassendes, interdisziplinäres Nachschlagewerk mit über 1.350 ausführlichen Beiträgen von über 1.100 internationalen Fachwissenschaftlern zur Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung sowie zu den unterschiedlichen pädagogischen Fachrichtungen bzw. Teildisziplinen. Dabei werden auch Nachbarwissenschaften wie Soziologie, Psychologie, Anthropologie, Neurowissenschaften und Verhaltensbiologie miteinbezogen.

Abgedeckt werden 24 Themenbereiche, darunter u. a. Technologie und Lernen, Demographie und sozialer Wandel, Lehrplan-Entwicklung, Mitarbeiterführung und Management, Bildungs-Controlling und Erwachsenenbildung.

Der Online-Ausgabe liegt die 2010 erschienene, 8-bändige Printausgabe zugrunde. Wie die Encyclopedia of Creativity davor liegen die einzelnen Einträge liegen als PDF-Datei vor und können für den Eigengebrauch abgespeichert bzw. ausgedruckt werden.

Die Beschreibung ist weitgehend dem Text des Fachhändlers Digento entnommen.

Encyclopedia of Creativity lizenziert

Ab sofort haben FU-Angehörige Zugriff auf die Encyclopedia of Creativity.

Die internationale Fachenzyklopädie liegt die 2011 im Elsevier-Verlag erschienene, 2-bändige Printausgabe von Mark A. Runco und Steven R. Pritzker (Hrgs.) zugrunde. Behandelt wird der Themenbereich Kreativität als Objekt wissenschaftlicher Beschäftigung in verschiedenen Disziplinen, darunter Psychologie, Kunst und Geisteswissenschaften, Gesundheitswissenschaften, Pädagogik und Wirtschaft, in denen die Erforschung kreativer Prozesse und ihre Beherrschbarkeit und Berechenbarkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Inhalt sind u.a. Themenbereiche wie Kreativität und Bildung, kognitive Aspekte der Kreativität, wirtschaftliche und organisatorische Kreativität, Wechselbeziehungen zwischen Gesellschaft und Kreativität, persönliche und zwischenmenschliche Kreativität.

Sämtliche Beiträge sind mit umfangreichen Querverweisen und weiterführenden Literaturhinweisen versehen und entstanden unter Mitwirkung zahlreicher Fachwissenschaftler. Die einzelnen Einträge liegen als PDF-Datei vor und können für den Eigengebrauch abgespeichert bzw. ausgedruckt werden.

Die Beschreibung ist weitgehend dem Text des Fachhändlers Digento entnommen.

Ungarische Literatur in deutscher Übersetzung & Insel-Bücher

Ungarische Literatur in deutscher Übersetzung aus der Ehinger Bibliothek

Seit dem 9.11.2012 zeigt die Universitätsbibliothek eine Ausstellung von Büchern aus der Ehinger Bibliothek.

Zu sehen sind rund 230 Titel, eine Auswahl aus der sogenannten „Ehinger Bibliothek“ der Sammlerin Gudrun Brzoska. Die von ihr gegründete Bibliothek umfasst insgesamt mehr als 1.500 Werke. Getragen wird die Sammlung seit 2009 von der gemeinnützigen Gesellschaft „Ehinger Bibliothek – Ungarische Literatur in deutscher Sprache / Ehingeni könyvtár Magyar irodalom német nyelven“.

Die Ausstellung ist noch bis zum 22.12.2012 in der Universitätsbibliothek werktags von 9-20 Uhr in Foyer zu sehen.

100 Jahre Insel-Bücherei

Gleichzeitig werden in den Vitrinen des Informationszentrums im 1. OG rund 100 Beispiele aus der Insel-Bücherei aus dem Besitz des Sammlers Peter Kunze gezeigt. Anlass ist das 100-jährige Bestehen der Insel-Bücherei. Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Februar 2013 zu sehen.

 

 

FU-weiter Betriebsurlaub über Weihnachten und Neujahr

Auf Beschluss des Präsidiums wird es an der gesamten Freien Universität Berlin Betriebsurlaub in der Zeit vom 22. Dezember 2012 bis zum 6. Januar 2013 geben. Über die Hintergründe informiert ein Interview in campus.leben mit Peter Lange, dem Kanzler der Freien Universität Berlin vom 20.11.2012 mit dem Titel: Ferien für (fast) alle.

Alle Bibliotheken der Freien Universität Berlin sind im gesamten Zeitraum geschlossen.

Leihfristen von ausgeliehenen Büchern und Fernleihen fallen nicht in Schließtage.

Bestellungen aus den Magazinen sind in diesem Zeitraum nicht möglich. Die Fernleihbestellungen sind vom 21.12.2012 bis zum 01.01.2013 blockiert.

Versorgen Sie sich also rechtzeitig mit benötigter Literatur.

Wir wünschen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!

Primo – über 1 Million Suchanfragen im Oktober 2012

Zwei Jahre ist das Bibliotheksportal Primo (als Beta-Version) online. Im Monat Oktober 2012 hat die Anzahl der Suchanfragen für diesen Zeitraum (18.10.10 – 5.11.12) die 1 Mio.-Grenze überschritten.

Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer entdecken den grossen Mehrwert, den Primo bietet – besonders natürlich durch den Mega-Index Primo Central, der mittlerweile über 400 Mio. Datensätze mit akademischer Fachliteratur von externen Anbietern (Zeitschriftenaufsätze, Zeitungsartikel, E-Books, Bilder, Websites uvm.) umfasst und kontinuierlich wächst.

Wer sich darüber informieren möchte, welche Daten von welchen Anbietern über Primo Central zurzeit im Bibliotheksportal Primo Verfügung stehen, der findet eine aktuelle Liste der für die FU freigeschalteten Anbieter auf der Homepage der Universitätsbibliothek.

Bei Recherchen in Primo ist zu beachten, dass die Gesamtmenge der Daten aus Primo Central erst nach Erweiterung des Suchraums angezeigt wird (klicken Sie dafür in der Ergebnisliste auf „Meine Ergebnisse erweitern“ + Haken setzen bei „Auch Treffer ohne Volltextzugriff anzeigen“). Die Treffer ohne Volltextzugang können in Print vorhanden sein oder per Fernleihe besorgt werden.

Für Primo-Neulinge hat die Universitätsbibliothek (UB) ein etwa 6-minütiges Einführungsvideo zu Primo erstellt – vielleicht schauen Sie ‚mal ‚rein.

Die UB bereitet zurzeit die Implementierung der neuesten Version von Primo mit neuen Funktionalitäten vor, die den Beta-Status ablösen wird.

Karriereende für Philip Roth

Weitgehend unbemerkt hat der US-Amerikaner Philip Roth seine Tägigkeit als Schriftsteller für beendet erklärt. Bereits in einem am 7. Oktober 2012 erschienenen Interview mit dem französischen Kulturmagazin Les Inrocks gab Roth bekannt, dass das 2010 erschienene Werk Nemesis sein letztes Buch sei. Dass sich der Autor vom Schreiben zurückziehen werde, bestätigte nun am 9. November sein Verlag Houghton Mifflin. Roth habe laut dem französischen Interview mit 74 Jahren damit begonnen, seine Lieblingsautoren wie Dostojewski, Turgenew, Conrad oder Hemingway erneut zu lesen. Auch habe er seine eigene Literatur ab seinem letzten Buch Nemesis in nicht-chronologischer Reihenfolge bis Portnoys Beschwerden (1969) studiert. Er sei zu dem Ergebnis gelangt, dass er recht erfolgreich gewesen war, wolle aber danach nicht mehr als Autor arbeiten, auch keine neue Literatur mehr lesen oder darüber sprechen.

Roth gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller der Gegenwart. Er wurde 1933 in New Jersey als Kind jüdischer Eltern geboren. 1954 erwarb er den B.A.-Grad in Englisch, woraufhin Posten in der akademischen Lehre folgten. Seit Ende der 1950er Jahre ist Roth als freier Schriftsteller tätig und machte sich einen Namen durch zahlreiche Romane, Erzählungen und Essays, in denen er dem jüdischen Leben in den USA, dem „Amerikanischen Idyll“ und der Ideologie der „Political Correctness“ nachging.

Erstes internationales Aufsehen erregte er mit seinem Bestseller Portnoy’s Complaint (1969), der von der Beichte Alexander Portnoys auf der Couch seines Analytikers Dr. Spielvogel handelt. Zwischen 1979 und 1986 entstand die „Zuckerman-Trilogie“ um Roths fiktionales Alter ego Nathan Zuckerman. Ende der 1980er Jahre widmete sich Roth erfolgreich autobiographischen Fiktionen, darunter Patrimony (1991), in denen er Leben und Tod seines Vaters thematisierte. 1998 erhielt er für den Roman American Pastoral den Pulitzer-Preis zugesprochen, der den Zusammenbruch einer amerikanischen Vorzeigefamilie behandelt.

Ebenfalls viel Kritikerlob erntete Roth für The Human Stain (1998), der dem Weg eines sehr hellhäutigen Afroamerikaners folgt. Dieser hat sich als weißer Jude eine Karriere als Professor für Philosophie aufbaut, kann seiner Herkunft aber nicht entfliehen. Das Buch wurde 2003 mit Anthony Hopkins und Nicole Kidman in den Hauptrollen verfilmt. 2010 vollendete Roth mit seinem 31. Werk Nemesis eine Tetralogie an Kurzromanen, die er mit Everyman (2006), Indignation (2008) und The Humbling (2009) begonnen hatte und um den Tod und der Vergeblichkeit menschlichen Mühens kreist. 2011 wurde Roth mit dem wichtigsten britischen Literaturpreis, dem Man Booker International Prize, gewürdigt. Dieses Jahr erhielt er für sein literarisches Werk den renommierten Prinz-von-Asturien-Preis. (Literatur von Philip Roth im FU-Katalog)

Roth werde eigenen Angaben zufolge nur noch seinem Biografen Blake Bailey dabei helfen, zu Lebzeiten seine Biografie fertigzustellen.

Adress- und Firmenverzeichnis OECKL-Online im Test

Die Datenbank wurde nach dem Testzeitraum nicht weiterlizenziert.

Bis 15. Dezember 2012 können FU-Angehörige kostenfrei die Datenbank OECKL-Online – Deutschland und Europa testen.

Das Online-Nachschlagewerk vom Festland-Verlag – basierend auf den Druckausgaben – wartet mit Informationen über alle Bereiche des Öffentlichen Lebens in Deutschland und Europa auf. OECKL-Online verzeichnet Institutionen mit Postanschrift, Telefon-, Telefax-, E-Mail- und Internet-Adressen sowie leitenden Ansprechpartnern. Eine Vielzahl von Einträgen enthält zusätzlich statistische Detailangaben über Mitgliederzahlen, Mitgliederstruktur, Verbandszugehörigkeit sowie Etatzahlen. Die Datenbank wird laut Anbieter regelmäßig aktualisiert.

Der Datenbestand zu Deutschland verzeichnet mehr als 13.000 deutsche Institutionen und 23.000 Ansprechpartnern. Die Einträge zu Europa (inkl. die Europäische Union) beinhalten über 9900 europäische und internationale Institutionen und 20.000 Ansprechpartner.

Die enthaltenen Einträge lassen sich pro Sitzung u. a. zu individuellen Kontaktlisten zusammenführen, exportieren (als CSV-Datei bzw. via Outlook) oder ausdrucken. Im Testzeitraum können max. fünf Nutzer gleichzeitig auf die Datenbank zugreifen.

Mit BAM-Portal Zugriff auf Bestände von Kultureinrichtungen

Das BAM-Portal ist ein gemeinsames, kostenfreies Internetangebot von Bibliotheken, Archiven und Museen in Deutschland. 2001 ins Leben gerufen und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert, versucht es einen einfacheren Zugang zu Bibliotheksgut, Archivalien, Museumsobjekten und zu Materialien aus allen anderen kulturgutbewahrenden Einrichtungen anzubieten.

Mit einem Suchvorgang – ähnlich dem Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) für Bibliotheken und Buchhandel – können über das Portal Kataloge mehrerer regionaler Bibliotheksverbünde, die Online-Findmittel des Bundsarchivs und der staatlichen Archive aus mehreren Bundesländern, die Objektdatenbanken einer Vielzahl von Museen und Museumsverbünden sowie die Angebote anderer kulturgutbewahrender Einrichtungen durchsucht werden. Auch ist eine direkte Recherche nach Digitalisaten möglich. Über die Kurzanzeige im Portal wird man direkt zum Herkunftssystem mit den entsprechenden Informationen weitergeleitet.

Die technische Betreuung des BAM-Portals obliegt dem das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ).

Dieser Text ist weitgehend den Informationen des Anbieters entnommen.