Deutschbaltisches Biographisches Lexikon geht online

Das von Olaf Welding begonnene und von Wilhelm Lenz 1970 herausgegebene Deutschbaltische Biographische Lexikon (1998 in einer unveränderten Neuauflage erschienen) ist seit mehreren Wochen in einer kostenfreien Online-Version nutzbar. Abrufbar und durchsuchbar im neuen Baltischen Biographischen Lexikon digital (BBLd) sind über 3600 Kurzbiografien zu Deutschbalten. Die Einträge liegen sowohl im HTML-Format als auch in einer Faksimile-Version als JPG-Datei vor.

Der Herausgeber, die 1951 in Göttingen gegründete Baltische Historische Kommission (BHK), hat außerdem eine Erweiterung der Online-Datenbank angekündigt. Zum einen sollen die bereits eingepflegten Einträge aus der Druckausgabe überarbeitet und ergänzt werden, wobei die parallel angebotenen JPG-Faksimileseiten den Vergleich zum Original-Eintrag weiterhin ermöglichen. Darüber hinaus sollen neue Einträge zu Deutschbalten folgen sowie neue Kurzbiografien zu Esten, Letten und Litauern angelegt werden. Damit soll die Ressource ihrem Namen gerecht werden und aus dem deutschbaltischen ein baltisches Lexikon entstehen.

Oxford Bibliographies Online im Test

Bis zum 22. August 2012 besteht für FU-Angehörige ein kostenfreier Testzugriff auf Oxford Bibliographies Online.

Die Datenbank verbindet Eigenschaften einer annotierten Bibliographie mit denen einer Enzyklopädie. Sie enthält Artikel zu Themen unterschiedlicher Fachgebiete wie z.B. Anthropology, Classics, Philosophy, Sociology, Political Science oder Psychology.

Die englischsprachigen Artikel werden von WissenschaftlerInnen verfasst und es folgen fortlaufend neue Einträge (50-75 Artikel/Jahr je Fachgebiet). Jeder Beitrag wird um Hinweise auf verwandte Lexikoneinträge und ähnliche Themenfelder ergänzt.

Zudem werden Literaturhinweise zu den jeweiligen Themen geliefert, in Form von Büchern, Buchkapiteln, Zeitschriftenaufsätzen, Websites, Datenbanken und Blogs, bei denen zwischen Einführungsliteratur und weiterführender Literatur zu Einzelaspekten unterschieden wird.
Links führen zum Volltext oder zum Standort des Dokuments, der Export in Literaturverwaltungsprogramme ist möglich.

Zugriffsprobleme bei De-Gruyter-E-Books

Aktuell kann es beim Abruf von E-Book-Titeln auf der Online-Plattform von De Gruyter zu Zugriffsproblemen kommen, da mitunter die einzelnen Kapitel eines elektronischen Buches nicht als PDF-Dateien hinterlegt sind.

Die einzelnen Kapitel bei von der FU lizenzierten Titel (mit dem Vermerk „Zugang erworben“ gekennzeichnet) sind anklickbar und eine entsprechende PDF-Vorschau zeigt die erste Seite. Findet sich aber neben der Schaltfläche „Full Text PDF“ der Vermerk „(PDF, 0 bytes)“ sind die Dateien nicht hinterlegt (rot gekennzeichnet) und der Klick führt ins Leere.

Wenn Sie auf so einen Titel stoßen, melden Sie uns diesen bitte via sfxwork@ub.fu-berlin.de. Wir können dann den Anbieter kontaktieren und um einen schnellen nachträglichen Upload der Dateien bitten. Der Fehler ist bereits De Gruyter gemeldet und wir hoffen auf schnelle Abhilfe seitens des Anbieters.

UPDATE, 02. August: Aktuell werden von De Gruyter noch mehrere tausend E-Books auf die Plattform übertragen. Daher dürfte sich das Problem leider noch bis Ende nächster Woche hinziehen.

Kostenfrei PsycTests ausprobieren

Die Datenbank wurde nach dem Testzeitraum nicht weiterlizenziert.

FU-Angehörige haben bis zum 18. August 2012 die Möglichkeit, kostenfrei die Datenbank PsycTests via EBSCOhost auszuprobieren.

PsycTests, herausgegeben von der American Psychological Association (APA), enthält veröffentlichte und unveröffentlichte wissenschaftliche psychologische Testverfahren, die nicht im Handel erhältlich sind. Neben Psychologen als Zielpublikum werden auch Experten aus angrenzenden Feldern wie Psychiatrie, Betriebsführung, Wirtschaft, Bildung, Sozialwissenschaft, Neurowissenschaft, Recht, Medizin und Sozialarbeit angesprochen.

Die Testbeschreibung gibt Zielsetzung, Entwicklungsphasen, Testinhalte und Testmaterialien, Durchführungsmodalitäten und Validierungskriterien an. Insgesamt beinhaltet die Datenbank über 6000 Masterprofile und fast 4500 Beispiele für aktuelle Tests bzw. Testfragen. Wenn möglich sind die Tests im PDF-Volltext verfügbar und können für den Eigengebrauch abgespeichert bzw. ausgedruckt werden.

Die Datenbank wird monatlich aktualisiert. Ergänzende (englischsprachige) Informationen zum Inhalt nebst Flyer bietet auch die offizielle EBSCO-Webseite.

Neue Statistikdaten zum US-amerikanischen und chinesischen Markt

Seit kurzer Zeit bietet das von der FU lizenzierte Statistik-Portal Statista einen kompletten neuen Datenbestand zum US-amerikanischen Markt, ein Teil davon wurde laut Redaktion auch ins Englische übersetzt. Erreichbar sind die Daten mit einem Klick oben rechts auf „Englisch“.

Darüber hinaus sind laut Redaktionsangaben rund 2000 Statistiken zum chinesischen Markt eingepflegt worden, u. a. von chinesischsprachigen Statista-Mitarbeitern. Diese stehen sowohl auf der deutschsprachigen als auch englischsprachigen Plattform zu Verfügung.

2007 als Zwei-Mann-Unternehmen gegründet (s. unseren Link-des-Monats-Artikel von 2009), präsentiert die Plattform heute Statistiken & Studien zu über 60.000 Themen. Die Daten werden laut eigenen Angaben aus über 10.000 Quellen aggregiert. Zu den Datenlieferanten zählen so renommierte Einrichtungen wie das Institut für Demoskopie Allensbach, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften oder TNS Infratest.

Zu jeder Statistik werden die verfügbaren Metadaten wie Quelle, Veröffentlichungsdatum, Anzahl der Befragten usw. veröffentlicht und genügen damit auch wissenschaftlichen Standards. Die Statistiken stehen als JPG-, Powerpoint- und Excel-Download zur Verfügung und können auch ausgedruckt werden.

Kleines Olympia-Dossier

Nun ist es bald soweit. In 7 Tagen beginnen die 30. Olympischen Spiele der Neuzeit in London (s. auch www.london2012.com/).

Rechtzeitig zur Einstimmung hat die Staatsbibliothek zu Berlin (PK) ein kleines Olympia-Dossier zusammengestellt mit Hintergrundinfos und einer umfangreichen Literaturliste (u.a. „Lords of the Rings: Power, Money, and Drugs“).

P.S. Mit den 5 Ringen wird ja in vielerlei Hinsicht eine Menge Geld verdient; das Emblem ist z.B. markenrechtlich geschützt. Wir greifen daher – kostenneutral – zur Illustration auf einen Bildausschnitt einer Grafikdatei von Wikimedia zurück, s.o. (Dank an David Monniaux); hier geht es erkennbar auch um „Ringen“ … 😉

Bereichsbibliothek Erziehungswissenschaften, Fachdidaktik und Psychologie zieht um

In Vorbereitung auf den für 2015 geplanten Zusammenschluss mit der neuen Bibliothek für die Kleinen Fächer und die Naturwissenschaften wird das Gebäude der Bereichsbibliothek Erziehungswissenschaft, Fachdidaktik und Psychologie einer unumgänglichen Sanierung unterzogen und für ca. drei Jahre geschlossen.

Die Bibliothek und ihre gesamten Bestände werden während dieser Zeit weiterhin benutzbar sein.

Die wichtigsten Bestände werden in einem Interimsstandort in der Van’t-Hoff-Str. 6 (über der „Veggie No 1 – die Grüne Mensa“) untergebracht und stehen dort nach einer kurzen Umzugsphase zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung.

Der Umzug wird vom 25.07.2012 bis 20.08.2012 stattfinden, wobei die Benutzung nur
in der Zeit vom 13.08.2012 – 19.08.2012 unterbrochen wird.

Aktuelle Informationen und einen detaillierten Terminplan finden Sie auf den Seiten der Erziehungswissenschaftlichen Bibliothek.

DNB nimmt historische Periodika aus dem Netz

In den letzten Tagen hat sich bedauernswerter Weise in bibliothekarischen Mailinglisten und Blogs die Nachricht verbreitet, dass die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) den Zugriff auf die beiden Datenbanken Exilpresse digital und Jüdische Periodika in NS-Deutschland eingeschränkt hat. Waren die beiden Titel vorher kostenfrei im Fernzugriff für jeden Interessierten zugänglich, sind sie das künftig nach einer „Übergangszeit“ nur noch vor Ort in den Lesesälen der DNB in Leipzig und Frankfurt am Main. Laut den entsprechenden DNB-Seiten könnten die beiden Angebote aus „rechtlichen Gründen“ nicht mehr bereitgestellt werden. Beide Datenbanken entstammen Digitalisierungsprojekten, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurden.

Der Titel Exilpresse Digital, der auch in der Digitalen Bibliothek der FU vertreten war, enthielt 30 digitalisierte Zeitschriften mit ca. 100.000 Seiten aus dem Bestand des Deutschen Exilarchivs und der Sammlung Exil-Literatur. Diese sollten ein möglichst breites Spektrum der Exilpresse der Jahre 1933 bis 1945 präsentieren. Unter anderem waren Titel wie Aufbau (New York), Das Andere Deutschland / La Otra Alemania (Buenos Aires/Montevideo) , Das blaue Heft und Der deutsche Schriftsteller (beide Paris), Freie deutsche Kultur (London) oder Neuer Vorwärts (Karlsbad; Paris) vertreten.

Jüdische Periodika in NS-Deutschland erschloss die wichtigsten in Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 bzw. kurz zuvor gegründeten jüdischen Periodika. Dabei handelte es sich um sehr seltenes Material, zumeist Organe der Selbsthilfeeinrichtungen der jüdischen Gemeinschaft.

 

Neuauflage des Killy-Literaturlexikons lizenziert

Ab sofort steht für alle FU-Angehörigen die Online-Version der 13-bändigen Neuauflage des Killy-Literaturlexikons (2008-2011) dauerhaft zur Verfügung.

Das neue „Killy E-Book-Plus“ enthält mehr als 10.000 bio-bibliographische Artikel zu allen wichtigen deutschsprachigen Autoren (Deutschland, Österreich, die Schweiz und alle deutsche Sprachinseln inbegriffen) vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Beiträge informieren sowohl über Leben und Werk von einflussreichen Autoren einer jeden Epoche, als auch über weniger bekannte Schriftsteller (u. a. Autoren von Unterhaltungsliteratur, Reiseberichten, Gebrauchstexten und früher wissenschaftlicher Literatur). Auch Beiträge zu Journalisten, Drehbuchautoren, Literaturwissenschaftler und Fachschriftsteller sind enthalten.

Rund 800 neue Artikel

Im Vergleich zur von 1988 bis 1993 im Wissen Media Verlag erschienenen Erstauflage des „Killy“ (seinen Namen verdankt das Nachschlagewerk seinem Begründer, dem deutschen Literaturwissenschaftler Walther Killy) wurden in der komplett durchgesehenen und neu bearbeiteten zweiten Auflage von de Gruyter durchschnittlich mehr als 70 Artikel pro Band neu ergänzt. Einige frühere Artikel wurden gänzlich neu verfasst, teilweise kann es auch dazu kommen, dass die Bearbeiter beider Auflagen genannt sind. Kleinere Korrekturen oder biographische Ergänzungen wurden vom Herausgeber-Team mit dem Kürzel „Red.“ hinter dem Autorennamen gekennzeichnet.

Der Großteil der neuen Autoreneinträge betrifft das 20. Jahrhundert und die Gegenwart. Aber auch das weniger gut erforschte Werk von produktiven Schriftstellern aus dem 19. Jahrhundert, der Gruppen der radikalen Aufklärung und Gegenaufklärung, der Prosa-Autoren des 16. bis 18. Jahrhunderts, der Gelehrtenkultur der Frühen Neuzeit und der spätmittelalterlichen Kleinepik sind neu dazugekommen.

Die Artikel liegen im HTML- bzw. wahlweise auch im PDF-Format vor und können für den Eigengebrauch kopiert, ausgedruckt und abgespeichert werden.

Kostenfreies Online-Wörterbuch zur sardischen Sprache

Ditzionàriu Online ist ein kostenfreies, bidirektionales Online-Wörterbuch zur sardischen Sprache und ging aus der im Jahr 2000 erschienenen Druckausgabe „Ditzionàriu de sa Limba e de sa Cultura Sarda“ von Mario Puddu hervor. Es gilt als das erste herkömmlichen Wörterbuch zu dieser romanischen Sprache.

Die Online-Version enthält ca. 93.000 Wörtbucheinträge mit ausführlichen sardischen Erläuterungen und kurzer Übersetzung der Begriffe in die Sprachen Italienisch (18.000 Wörter), Französisch (17.000), Englisch (18.000), Deutsch (9000) sowie Spanisch. Bevorzugt wurden Quellen aus den letzten beiden Jahrhunderten.

Die Datenbank besteht aus zwei Teilen – einem Hauptteil („main database“) sowie einem separaten Teil („temporary database“) für Neueinträge oder weiterführende Informationen zu bereits bestehenden Einträgen. Nach einer Registrierung können Benutzer weitere Wörterbucheinträge zur Aufnahme vorschlagen.

Für die Suche ist keine zusätzliche Eingabe von Akzenten nötig.