In der Direktion des FU-Bibliothekssystems hat dieses Jahr ein Wechsel stattgefunden. Dr. Andreas Brandtner ist der neue Direktor der Universitätsbibliothek sowie des Bibliothekssystems der Freien Universität Berlin.
Während bereits der ehemalige Direktor Jiri Kende den digitalen Wandel der FU-Bibliotheken nicht nur begleitet, sondern auch maßgeblich organisiert hat, wird Dr. Brandtner diese Transformation nun fortführen und an die neuen Bedingungen des Informationszeitalters anpassen.
In einem Gespräch, das Sören Maahs mit dem neuen Bibliotheksdirektor für das FU-eigene Online-Magazin campus.leben geführt hat, äußert sich Dr. Brandtner skeptisch gegenüber dem „täuschendem Gefühl allwissender Informiertheit“, welches die Allgegenwärtigkeit von Suchmaschinen mit sich bringt. Deshalb sieht er in der Vermittlung von Informationskompetenz eine Kernaufgabe von Universitätsbibliotheken. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit werden der weitere Ausbau des Open Access Modells, also der freie Zugang zu wissenschaftlichem Wissen, als auch die Zusammenführung von Universitätsbibliothek und dem Center für Digitale Systeme (CeDiS) sein, um so den aktuellen Anforderungen moderner Wissensvermittlung zu entsprechen.
In den Lernangeboten der Universitätsbibliothek wird Informationskompetenz geschult, zum Beispiel wie Medien richtig eingeschätzt und sinnvoll genutzt werden. Die Kurse sind auch im Online-Vorlesungsverzeichnis (s. Abschnitt „Lernangebote zum Erwerb von Informationskompetenz“) vertreten.
Border and Migration Studies Online erschließt historische Quellen und Dokumente über mehr als dreißig wichtige Grenzgebiete, darunter interne und externe Grenzregionen der EU, die innerdeutsche Grenze, USA und Mexiko, Naher Osten, Türkei, Kongo, Thailand und andere.
Die Volltextdatenbank, die auch Videomaterial und Bilder enthält, beschäftigt sich dabei auch mit grundlegenden und aktuellen Themen wie maritime Grenzen und Migration über das Meer, Menschenhandel, illegale Einwanderung. Die Ereignisse werden nicht nur anhand institutioneller Ressourcen beleuchtet, sondern darüber hinaus auch aus individuellen Perspektiven. So findet man neben Dokumenten auch Briefe, Karten und Videos. Vollendet wird die Sammlung 100.000 Seiten Text, 175 Stunden Video und 1000 Bilder umfassen.
In umfangreichen Textquellen kann nach Kapiteln und in Videomaterial nach Timecode navigiert werden. Die Texte können ausgedruckt werden. Ausgewählte Ressourcen lassen sich zu eigenen Sammlungen zusammenfassen. Insofern ein Account angelegt wurde, können aus Videos Clips erstellt und der Sammlung hinzugefügt werden.
Die Welt hat ein Problem mit Plastikabfall. Eine gigantische Menge davon schwimmt im Meer und bedroht einen riesigen Lebensraum und nicht zuletzt uns Menschen – die Verursacher.
Viele Wissenschaftler, Ingenieure, Architekten und besorgte Menschen haben sich mit diesem Problem auf die eine oder andere Weise auseinandergesetzt. Bisher ohne signifikante Ergebnisse.
„Big problems require big solutions. Plastic pollution is a big problem.“ UN Plenary Statment – The Ocean Cleanup, June 9, 2017
Boyan Slat, Champion of the Earth, hat sich von allen Schwierigkeiten nicht abhalten lassen und mit vielen Freiwilligen und Professionellen gemeinsam das erste schwimmende Reinigungssystem für die Meere entwickelt. Nach 5 Jahren intensiver Forschung, Entwicklung und Erprobung wird ca. 250 Seemeilen vor der Küste Kaliforniens das erste Meerwassersäuberungssystem – The Ocean Cleanup – in seine betriebsbereite U-Form zusammengesetzt.
Innerhalb der nächsten 2 Wochen wird es eine Art streng überwachter Generalprobe geben. Wird diese ein Erfolg, geht es los zum ca. 1.200 Seemeilen (1 Seemeile = 1,852 km) vor der Küste liegenden, sogenannten Great Pacific Garbage Patch. Die Reise dorthin wird ca. 2 bis 3 Wochen dauern, da die Konstruktion nur mit 2-4 Knoten (1 Knoten = 1,852 km/h) geschleppt werden kann. Vor Ort kann die Reinigung beginnen.
Trotz aller Euphorie gab und gibt es auch Kritik an dem Projekt. Das Bemerkenswerteste ist jedoch, dass aus dem Gedanken, die Meere zu reinigen, das erste Mal ein reales, arbeitendes Projekt geworden ist, das in Teilen auf enormen Spenden und auf freiwilliger Arbeit beruht.
„Ich bin unglaublich dankbar für die enorme Unterstützung, die wir in den letzten Jahren von Menschen auf der ganzen Welt erhalten haben, die es uns ermöglicht hat, ein System zu entwickeln, zu testen und zu starten, dass das Potenzial hat, ein ökologisches Desaster zu mildern. Das stimmt mich zuversichtlich, dass, wenn es uns gelingt, die Technologie zum Laufen zu bringen, die Reinigung stattfinden wird „, so Boyan Slat, CEO und Gründer von The Ocean Cleanup.
Im Rahmen von Nationallizenzen kann ab sofort kostenfrei auf sieben Datenbanken für die Ostasienwissenschaften zugegriffen werden:
Area Studies: China and Southeast Asia
Die Datenbank untergliedert sich in die vier Sammlungen „Asian Economic History“ (1+2), „China Inland Mission 1865-1951“ sowie „China Through Western Eyes“ und enthält Berichte von westlichen Händlern, Reisenden, Missionaren und Diplomaten aus der Mitte des 17. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.
Area Studies: Japan
Die Datenbank bietet eine breite Palette von Quellen von Schriftstellern, Diplomaten, Touristen, Geschäftsleuten und Missionaren. Diese dokumentieren die politische, kulturelle und soziale Geschichte Japans von 1400 bis zum 20. Jahrhundert. Highlights: Mittelalterliche Manuskripte über Japan, darunter ein Bericht von Marco Polo. Das Logbuch von William Adams (1564-1620), alias Miura Anjin, der erste Engländer, der Japan besucht hat. Außerdem Zeitschriften, Druckartikel und andere Papiere von William Elliot Griffis (1843-1928), amerikanischer Autor, Lehrer und Bildungsreformer in Japan.
China: Culture and Society
Der Inhalt der Datenbank setzt sich aus Flugblättern zusammen. Sie stellen zusammen die Sammlung Charles W. Wason dar, welche in der Carl A. Kroch Library der Cornell University aufbewahrt wird. Der Großteil des Bestandes ist in englischer Sprache verfasst. Es handelt sich um ca. 12.000 Exemplare in 220 Bänden. Insgesamt handelt es sich um eine der umfangreichsten Literatursammlungen Chinas selbst und seiner Darstellung in der westlichen Welt.
China: Trade, Politics and Culture, 1793-1980
Die Datenbank bietet eine große Vielfalt von Originalquellen, die Chinas Interaktionen mit dem Westen im Zeitraum von 1793-1980 detailliert darstellen. Es wurden viele wichtige Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven dokumentiert, u.a. von Politikern, Diplomaten, Missionaren.
China, America and the Pacific
Die Datenbank aus dem Hause Adam Matthew enthält Archivmaterial aus verschiedenen amerikanischen Institutionen und Bibliotheken. Die Archivalien haben Bezug zu den Handels- und Kulturbeziehungen zwischen China, Amerika und der Pazifischen Region zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert.
Foreign Office Files for China, 1919 -1980
Die Datenbank ist eine Sub-Datenbank von Archives Direct, einer Datenbank des Herstellers Adam Matthew Digital, mit Dokumenten, die in den National Archives, Kew (London), dem Nationalarchiv Großbritanniens, lagern. Sie enthält diplomatische Korrespondenz, Briefe, Berichte, Untersuchungen, Zeitungsartikel, statistische Analysen, Pamphlete, Ephemera, Militärunterlagen, Porträts bedeutender Persönlichkeiten, Karten etc.
Foreign Office Files for Japan, 1919-1952
Die Datenbank bietet Einblicke in die Ereignisse zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Themen wie Ultranationalismus und die japanische Agenda der imperialen Dominanz im Fernen Osten, die sozialen Bedingungen und die Beschäftigungslage in der Zeit der globalen wirtschaftlichen Instabilität. Diese Dokumente stellen die Beziehungen zu den Achsenmächten im Kontext sich ändernder Allianzen, der Beziehungen zu den Alliierten und der amerikanischen Besetzung Japans nach dem Krieg dar.
Die Beschreibungstexte sind dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.
Der jährliche Wartungstag für die betriebstechnischen Anlagen des Konrad Zuse Zentrums Berlin (ZIB) findet dieses Jahr am 17./18. September 2018 statt. Dadurch bedingt muss die zentrale Hochspannungsversorgung abgeschaltet werden. Damit ist das ZIB zeitweise ganz oder teilweise ohne Strom.
Keine Fernleihe während der Wartungsarbeiten
Die Betriebsunterbrechung dauert voraussichtlich von Montag 17.09.2018 ca. 20:00 Uhr bis Dienstag 18.09.2018 ca. 24:00 Uhr. Während der Wartungsarbeiten sind keine Fernleihbestellungen möglich.
Wir bitten um Verständnis
Ihre Universitätsbibliothek
Der Betrieb des „Dokumentationszentrums UN – EU“ wird eingestellt. Die entsprechende Literatur bleibt im Bestand und ist weiterhin zugänglich.
Joint Special Envoy Kofi Annan spoke with the media at the United Nations Office at Geneva following the June 30, 2012 Meeting of the Action Group for Syria. Author: United Stats Mission Geneva, https://www.flickr.com/photos/us-mission/albums/72157630353682402
“In many ways, Kofi Annan was the United Nations.”, so der amtierende UN-Generalsekretär António Guterres.
Kofi Atta Annan wurde am 8. April 1938 in Kumasi, Ghana (zur Zeit seiner Geburt noch britische Kolonie – bis 1957) geboren.
1962 trat Kofi Annan als Verwaltungs- und Haushaltsbeamter in den Dienst der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen. Seitdem arbeitete er: für die UN-Wirtschaftskommission für Afrika in Addis Abeba; für UN-Peacekeeping (UNEF II) in Ismailia; für das Büro des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen in Genf; im UN-Hauptquartier in New York, als stellvertretender Generalsekretär für Personalmanagement und Sicherheitskoordinator für das UN-System (1987-1990) und stellvertretender Generalsekretär für Programmplanung, Haushalt und Finanzen (1990-1992). Nach der Invasion Kuwaits durch den Irak organisiert Kofi Annan im Auftrag des UNO-Generalsekretärs die Ausreise von über 900 internationalen Fachkräften und Angehörigen westlicher Nationen aus dem Irak. Er leitet die Verhandlungen mit dem Irak über die Freilassung der westlichen Geiseln und die Finanzierung humanitärer Hilfe im Rahmen des „Öl-für-Lebensmittel“-Programms der UN. Er war stellvertretender Generalsekretär für Friedenssicherungseinsätze (1993 – 1994), Untergeneralsekretär (1994 – 1996), Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für das ehemalige Jugoslawien (1995 – 1996) und überwachte in Bosnien und Herzegowina den Übergang des Schutzes durch die Vereinten Nationen (UN Peacekeeping) an die multinationale Implementation Force (IFOR), die von der NATO geführt wird.
Am 13. Dezember 1996 wurde Annan vom UN-Sicherheitsrat zum Generalsekretär gewählt. Sein Amt trat er am 1. Januar 1997 an. 2001 wurde er erneut im Amt bestätigt und blieb bis 2006 UN-Generalsekretär.
Seine erste große Initiative als Generalsekretär war sein Reformplan „Die Erneuerung der Vereinten Nationen„, den er den Mitgliedstaaten im Juli 1997 vorgelegt und der bis heute seine Bedeutung nicht verloren hat.
Sein Bericht vom April 1998 an den UN-Sicherheitsrat über „Die Ursachen von Konflikten und die Förderung dauerhaften Friedens und nachhaltiger Entwicklung in Afrika“ war eine von mehreren Bemühungen, das Engagement der internationalen Gemeinschaft für Afrika, aufrechtzuerhalten und auszubauen.
Er hat in verschiedenen schwierigen politischen Situationen seinen Einfluss geltend gemacht. Dazu gehörte 1998 der Versuch, die Einhaltung der Resolutionen des Sicherheitsrats durch den Irak zu erreichen; eine Mission im Jahr 1998, um den Übergang Nigerias zu einer zivilen Regierung zu ermöglichen; eine Vereinbarung im Jahr 1999, um die bestehende Pattsituation zwischen Libyen und dem Sicherheitsrat bezüglich des Lockerbie-Bombenangriffs von 1988 zu lösen; 1999 diplomatische Bemühungen, um eine gemeinsame internationale Reaktion auf die Gewalt in Ost-Timor zu finden und im Jahr 2000, Israel zu einem Rückzug aus dem Libanon zu bewegen und die Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern zu stoppen.
Ihm lag die Stärkung des Status von Frauen am Herzen, ebenso der Aufbau von engeren Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft, dem Privatsektor und anderen nichtstaatlichen Akteuren, um deren Stärken mit denen der Vereinten Nationen zu verbinden. Er forderte einen „Global Compact„, an dem führenden Vertreter der Wirtschaft sowie Arbeitnehmer- und zivilgesellschaftliche Organisationen beteiligt sind, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten.
Im April 2000 veröffentlichte er einen Millennium-Bericht mit dem Titel „Wir die Völker: Die Rolle der Vereinten Nationen im 21. Jahrhundert“ und forderte die Mitgliedstaaten auf, sich zu einem Aktionsplan zur Beendigung von Armut und Ungleichheit, zur Verbesserung der Bildung und zur Verringerung von HIV, zum Schutz der Umwelt und zum Schutz der Menschen vor tödlichen Konflikten und Gewalt zu verpflichten. Der Bericht bildete die Grundlage für die Millenniumserklärung, die von den Staats- und Regierungschefs auf dem Millenniumsgipfel im September 2000 im UN-Hauptquartier verabschiedet wurde.
In Annans Amtszeit werden diverse Aktivitäten angestoßen, Resolutionen verabschiedet und umgesetzt, u. a.:
Im April 2001 wird ein 5-Punkte-Plan gegen die Verbreitung von HIV/Aids veröffentlicht.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 fordert Annan die Umsetzung bestehender Rechtsinstrumente zur entschlossenen Terrorismusbekämpfung und wies auf die Möglichkeiten der UN in der Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus hin.
Im November 2002 akzeptiert der Irak eine Resolution des UN-Sicherheitsrats, die den ungehinderten Zugang von Waffeninspekteuren zu vermuteten Lagern und Produktionsstätten von Massenvernichtungswaffen (Resulution 1441) fordert.
Im Jahr 2001 erhielt Annan mit den Vereinten Nationen den Friedensnobelpreis. Er wurde ausgezeichnet für sein stehtes Bemühen um Frieden, wachsenden Wohlstand für alle Menschen und die Lösung von Konflikten weltweit.
Ebenfalls 2001 würdigte Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaft der Freien Universität Berlin seine Lebensleistung und verlieh ihm die Ehrendoktorwürde.
Nachdem er seine zweite Amtszeit als Generalsekretär der Vereinten Nationen beendet hat, ging Kofi Annan nicht in Rente, vielmehr versucht er seinen erheblichen politischen Einfluss weiter geltend zu machen:
Annan war Vorsitzender der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA), einer im Jahr 2006 mit Stiftungsgeldern gegründeten Organisation. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, die landwirtschaftliche Produktion Afrikas in den kommenden 10 bis 20 Jahren zu steigern und besonders Kleinbauern zu unterstützen.
Im März 2012 wurde er Sondergesandter der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga für Syrien. In der Syrien-Krise versucht Annan eine vermittelnde Position einzunehmen und einen Bürgerkrieg zu verhindern. Im August desselben Jahres und angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien sowie der Uneinigkeit unter den Großmächten im UN-Sicherheitsrat tritt Annan wegen „mangelnder Unterstützung“ von seinem Mandat zurück.
Die Freie Universität Berlin bietet ihren FU-Wissenschaftler*innen neben der Finanzierung von Open-Access-Zeitschriftenartikeln ab sofort nun auch eine Ko-Finanzierung von Publikationskosten (Book Processing Charges) für bislang unveröffentlichte Open-Access-Monografien und -Sammelbände an.
Die Pilotphase für die Förderung startet am 12.9.2018 und endet am 31.01.2019.
Erstattet werden Publikationskosten bis zu einer Höhe von 6.000 EUR (inkl. MwSt.). Die Kombination der Förderung mit anderen Mitteln ist möglich.
Die Förderung wird von der Universitätsbibliothek verwaltet.
Die ausführlichen Förderbedingungen und Informationen zur Antragstellung finden Sie unter https://www.fu-berlin.de/sites/open_access/finanzierung/monogr-sammelbaende/index.html
Alle geförderten Monographien und Sammelbände werden im Refubium, dem institutionellen Repositorium der Freien Universität, dauerhaft archiviert und online zugänglich gemacht.
Die Angebote zur Finanzierung sind ein wichtiger Schritt, um Open Access an der Freien Universität Berlin weiter auszubauen und so Sorge dafür zu tragen, dass die Arbeit der Wissenschaftler*innen weltweit und ohne Barrieren zugänglich gemacht wird.
Für Fragen zur Finanzierung von Open Access steht Ihnen die Universitätsbibliothek, Redaktion Dokumentenserver
(edocs@ub.fu-berlin.de) gern zur Verfügung.
Für allgemeine Fragen zu Open Access kontaktieren Sie bitte das Open-Access-Team der FU unter open-access@fu-berlin.de
Anlässlich der internationalen Open Access Week findet im Seminarzentrum der Freien Universität Berlin am 22. Oktober 2018 die Veranstaltung „Geschlechter-Effekte und wissenschaftliches Publizieren“ statt.
Die eingeladenen Referentinnen betrachten die Einflüsse der Kategorie „Geschlecht“ auf die Publikationsprozesse in der Wissenschaft. Das Thema wird auch im breiteren Kontext der Rolle von Open Access und „Openness“ bei der Förderung von Diversität in der Forschung beleuchtet.
Wann: Montag, 22. Oktober 2018 | 14:00 s.t. – 18:00
Wo: Freie Universität Berlin, Seminarzentrum, Raum: L 116 (Erdgeschoss), Otto-von-Simson-Str. 26 (Silberlaube), 14195 Berlin
Was: Vorträge und Diskussion
Zielgruppe: Hochschulangehörige sowie interessierte Öffentlichkeit
Weitere Informationen und Anmeldung: www.fu-berlin.de/open-access/weiteres/Veranstaltungen/oa-week-2018_geschlechter-effekte/
Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat die sechs Finalisten des Deutschen Buchpreis bekanntgegeben. Vier Autorinnen und zwei Autoren konnten sich mit ihren Romanen unter knapp zweihundert Titeln durchsetzen. Damit überwiegt zum ersten Mal in der Geschichte des seit 2005 vergebenen Preises die Zahl der Autorinnen gegenüber der der Autoren.
Auf der Shortlist finden sich nun (UPDATE: 24.09.2018):
María Cecilia Barbetta: „Nachtleuchten“ (S. Fischer, August 2018)
Maxim Biller: „Sechs Koffer“ (Kiepenheuer & Witsch, August 2018)
Inger-Maria Mahlke: „Archipel“ (Rowohlt, August 2018)
Susanne Röckel: „Der Vogelgott“ (Jung und Jung, Februar 2018)
Stephan Thome: „Gott der Barbaren“ (Suhrkamp, September 2018) – in Bearbeitung
Als unausgesprochenes Motto über die deutschprachige Literatur dieses Jahres stünde der berühmte Satz William Faulkners: „Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen“, heißt es auf der offiziellen Website des Buchpreises. Alle diesjährigen Romane folgten „fabulierend, spekulierend, verspielt“ unterschiedlichen Spuren in die Vergangenheit und in „mythische Schichten der Wirklichkeit“.
Vor knapp vier Wochen hatte die siebenköpfige Jury, bestehend aus Christoph Bartmann ( Leiter des Goethe-Instituts Warschau), Luzia Braun (stellvertretende Leiterin des ZDF Kulturmagazins „aspekte“), Tanja Graf (Leiterin des Literaturhaus München), Paul Jandl (freier Kritiker), Uwe Kalkowski (Literaturblogger „Kaffeehaussitzer“), der Buchhändlerin Marianne Sax und Christine Lötscher bereits eine erste Longlist von 20 Titeln erstellt. Christin Lötscher ist die Sprecherin der Jury und als Fellow der Kolleg-Forschergruppe Cinepoetics mit der Freien Universität Berlin verbunden.
Unter den Finalisten tummeln sich drei ehemalige FU-Studenten
Doch die Jurysprecherin ist nicht die Einzige aus dem FU-Kosmos. Ganze drei Finalisten, also die Hälfte der Shortlist, sind ehemalige FU-Angehörige. Inger-Maria Mahlke studierte an der FU Rechtswissenschaft, Susanne Röckel Germanistik und Romanistik und Stephan Thome Sinologie. Die Chancen, dass der nächste oder die nächste GewinnerIn des Deutschen Buchpreises ein ehemaliges Mitglied der Freien Universität ist, stehen damit bei fünzig Prozent.
Wer genau als Siegerin oder Sieger das Preisgeld von 25.000 Euro mit nach Hause nehmen darf, wird am 8. Oktober 2018 bekanntgegeben. Dann nämlich wird wie jedes Jahr zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse der deutschsprachige „Roman des Jahres“ gekürt. Die anderen fünf Finalisten gehen aber nicht leer aus. Jeder von ihnen erhält 2.500 Euro.
2017 wurde der österreichische Schriftsteller Robert Menasse für seinen EU-Roman „Die Hauptstadt“ mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.
Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist die digitale Quellenedition „Der Sturm“.
Betreut wird das Projekt von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, die umfangreichen, verstreuten digitalen Quellen des „Sturm“ in einer historisch-kritisch angelegten digitalen Edition zusammenzufassen.
Die avantgardistische Zeitschrift „Der Sturm“ wurde 1910 von Herwarth Walden gegründet. Bis 1932 war sie Sprachrohr moderner Ästhetiken wie des Expressionismus, des Dadaismus oder des Futurismus. Die Sturm-Edition erfasst neben der Zeitschrift auch andere Veröffentlichungen aus dem Kreis des Sturm-Unternehmens, wie zum Beispiel Veröffentlichungen der Sturm-Bühne, Begleitheftchen von Ausstellungen und Briefwechsel partizipierender Künstler.
Die Sturm-Edition stellt nicht nur die Quellen digital zur Verfügung, sondern veröffentlicht auch die im Projekt entstehenden Forschungsdaten unter freien Lizenzen.