Wochenvorschau der Universitätsbibliothek (43. KW) – für alle, die mehr wissen wollen!

Die neue Woche hält für Euch viele kostenfreie Lernangebote auf Deutsch und Englisch bereit. Von der klassischen Bibliotheksführung zum Semesterstart bis hin zu Kursen über wissenschaftliches Schreiben, Literaturverwaltung, Publikationsstrategien für Wissenschaftler*innen und Blended-Learning-Konzepte für Lehrende – online, vor Ort, hybrid oder als Selbstlernkurs.

Dienstag, 21.10.2025 | 14:15–15:45
🎓 Finalistenschulung II: Richtig Zitieren
(Vor-Ort-Termin – Anmeldung erforderlich)
Veranstalterin: Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaft

Dienstag, 21.10.2025 | 16:15–17:45
✏️ Schreibworkshop: Was ist wissenschaftlicher Stil?
(Hybrid-Workshop – Anmeldung erforderlich)
Veranstalterin: Zentralbibliothek

Mittwoch, 22.10.2025 | 9:00–9:30
🚶 Guided Tour – Campus Library
(on-site – no advance registration required)
Veranstalterin: Campusbibliothek

Mittwoch, 22.10.2025 | 10:00–11:30
✏️ Schreibworkshop: Wie lese und exzerpiere ich wissenschaftliche Texte
(Hybrid-Workshop – Anmeldung erforderlich)
Veranstalterin: Zentralbibliothek

Mittwoch, 22.10.2025 | 10:00–12:00
⌨️ Hörsaalinteraktion mit Slido
(online für Lehrende und lehrunterstützende Personen – Anmeldung erforderlich)
Veranstalterin: FUB-IT

Mittwoch, 22.10.2025 | 10:15–12:45
🧩 Einführung in die Literaturverwaltung mit EndNote
(Vor-Ort-Termin – Anmeldung erforderlich)
Veranstalterin: Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaft

Mittwoch, 22.10.2025 | 12:15–13:00
🚶‍♂️ Guided Tour – Library of Social Sciences and East European Studies
(on-site – no advance registration required)
Veranstalterin: Fachbibiothek Sozialwissenschaften und Osteuropastudien

Mittwoch, 22.10.2025 | 13:00–13:30
🚶‍♂️ Führung durch die Fachbibliothek Geowissenschaften
(Präsenz-Termin – ohne vorherige Anmeldung)
Veranstalterin: Fachbibliothek Geowissenschaften

Donnerstag, 23.10.2025 | 9:15–10:00
🚶‍♂️ Führung durch die Fachbibliothek Sozialwissenschaften und Osteuropastudien
(Präsenz-Termin – ohne vorherige Anmeldung)
Veranstalterin: Fachbibliothek Sozialwissenschaften und Osteuropastudien

Donnerstag, 23.10.2025 | 10:00–11:00
🔍 BibBasics – Services der Bibliothek effektiv nutzen
(online – Anmeldung erforderlich)
Veranstalterin: Zentralbibliothek

Donnerstag, 23.10.2025 | 10:00–11:30
✏️ Wie integriere ich Zitate in meinen Text? Umgang mit Quellen
(Hybrid-Workshop – Anmeldung erforderlich)
Veranstalterin: Zentralbibliothek

Donnerstag, 23.10.2025 | 10:00–12:00
️🖋️ Publikationsstrategien für Geisteswissenschaftler*innen
(Präsenz-Workshop – Anmeldung erforderlich)
Veranstalterin: Philologische Bibliothek

Donnerstag, 23.10.2025 | 15:00–16:00
🚶‍♂️ Führung durch die Fachbibliothek Rechtswissenschaft
(Präsenz-Termin – Anmeldung erforderlich)
Veranstalterin: Fachbibliothek Rechtswissenschaft

Donnerstag, 23.10.2025 | Selbstlernkurs
⌨️ Word für Seminar- und Bachelorarbeiten
(online – Anmeldung erforderlich)
Veranstalterin: Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaft

Freitag, 24.10.2025 | 9:00–9:30
🚶‍♂️ Führung durch die Campusbibliothek
(Präsenz-Termin – ohne vorherige Anmeldung)
Veranstalterin: Campusbibliothek

Darüber hinaus können Dozent*innen der Freien Universität Sondertermine und Inhalte individuell mit uns vereinbaren!

(Bildquelle: Bernd Wannenmacher)

„BerlinUP tritt für eine digitale Souveränität der Wissenschaft ein“

Interview mit Jürgen Christof, Sprecher von Berlin Universities Publishing (BerlinUP)

Am Laptop arbeitende Personen in einer Bibliothek
Arbeitsplatz an der Universitätsbibliothek


Die Universitätsbibliothek ist Teil von BerlinUP – dem gemeinsamen Open-Access-Verlag der Freien Universität, Humboldt-Universität, Technischen Universität und der Charité. In einem neuen Interview erläutert Jürgen Christof, Direktor der UB der TU Berlin und Sprecher von BerlinUP, wie der Verlag den freien Zugang zu Wissen fördert.

BerlinUP steht für Diamond Open Access: Forschungsergebnisse werden weltweit frei zugänglich gemacht, ohne Gebühren für Autor*innen oder Leser*innen. Finanziert wird der Verlag gemeinschaftlich durch die beteiligten Universitätsbibliotheken. Damit entsteht eine faire, nicht-kommerzielle Alternative zu kostenpflichtigen Publikationsmodellen.

Ziel ist es, wissenschaftliche Qualität, Offenheit und digitale Souveränität zu verbinden. BerlinUP veröffentlicht Monografien, Sammelbände und Zeitschriften aus allen Fachbereichen – bislang über 20 Bücher und zwölf Journals – und unterstützt Forschende umfassend beim Open-Access-Publizieren.

Wie das genau funktioniert, können Sie im vollständigen Interview mit Jürgen Christof auf der Website der Berlin University Alliance nachlesen.

Start ins Wintersemester 2025/26 – Universitätsbibliothek mit Infoständen vertreten

Bei der zentralen Einführungsveranstaltung für alle neuen Studierenden am Mittwoch, den 1. Oktober 2025 im Henry-Ford-Bau (Garystr. 35) ist auch die Universitätsbibliothek (UB) mit am Start. Ab 10:00 Uhr erhalten Sie an unserem Infostand und bei kurzen Führungen (auf Deutsch und Englisch) durch die angrenzende Zentralbibliothek (Garystr. 39) kompakte Tipps für den Studienstart.

  • Wo und wie leihe ich Medien zu Semesterbeginn aus?
  • Welche kostenlosen Lernangebote zur Literaturrecherche gibt es?
  • Wie komme ich an passende Online-Ressourcen für die bevorstehende Hausarbeit?

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne vor Ort. Und bei unserem Glücksrad-Quiz gibt es auch das ein oder andere zu gewinnen!

Auch bei der Orientierungsveranstaltung für den Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften am Montag, den 6. Oktober um 10:00 Uhr können Sie uns im Henry-Ford-Bau antreffen. Neben spontanen Führungen durch die Zentralbibliothek sind Sie auch dazu eingeladen, die Fachbibliothek Sozialwissenschaften und Osteuropastudien kennenzulernen. Eine deutschsprachige Führung findet an diesem Tag um 13:00 Uhr, eine englischsprachige um 14:00 Uhr statt. Treffpunkt ist jeweils das Foyer in der Garystr. 55.

Wir wünschen Ihnen einen tollen Start ins Wintersemester 2025/26!

Ist Sammeln zeitgemäß?

16. Jahrestagung für wissenschaftliche Universitätssammlungen 2025 in Berlin

Vom 9. bis zum 11. Oktober 2025 findet in Berlin die 16. Jahrestagung für wissenschaftliche Universitätssammlungen statt.
Unter dem bewusst provokant gewählten Motto „Ist Sammeln zeitgemäß?“ widmet sich die Tagung der grundlegenden Reflexion wissenschaftlicher Sammlungspraxis. Sammlungen sind mehr als bloße Ansammlungen von Objekten – sie dienen der Forschung, der Lehre, dem Wissenstransfer und der gesellschaftlichen Kommunikation. Doch was geschieht, wenn Disziplinen sich verändern oder verschwinden und Sammlungen „übrigbleiben“? Welche Kriterien leiten uns bei der Entscheidung, ob Sammlungen übernommen, weitergeführt oder neu aufgebaut werden sollen?
Ein zentrales Thema wird der Umgang mit begrenzten Ressourcen sein. Die Frage nach dem „richtigen Maß“ des Sammelns betrifft nicht nur die Finanzierung, Lagerung und Erhaltung, sondern hat auch ethische und ökologische Dimensionen.

Teilnahme & Anmeldung
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei – die Tagung wird vor allem durch Mittel der Berlin University Alliance (BUA) im Bereich „Sharing Resources“ gefördert. Eingeladen sind alle Personen, die sich für die Arbeit mit und an Universitätssammlungen interessieren.

Hier geht’s zum Programm & zur Anmeldung

Organisiert wird die Tagung von den zentralen Sammlungskoordinator*innen der Partnerinnen der BUA und der Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V.. Veranstaltungsorte sind Einrichtungen der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin.

Für eine neue Forschungskultur: Freie Universität tritt CoARA bei

Universitätsbibliothek unterstützt Umsetzung der Reform der Forschungsbewertung

Die Freie Universität Berlin ist der Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA) beigetreten – einer europaweiten Initiative für die Reform der wissenschaftlichen Leistungsbewertung. Ziel ist es, weg von eindimensionalen Metriken wie dem Journal Impact Factor zu kommen und Forschungsqualität in ihrer ganzen Vielfalt sichtbar und anerkennbar zu machen.

Mit mit Beitritt verpflichtet sich die Freie Universität, innerhalb eines Jahres einen Aktionsplan zu erarbeiten und innerhalb von fünf Jahren konkrete Reformschritte umzusetzen. Bewertet werden sollen nicht nur klassische Publikationen, sondern auch Beiträge wie Forschungsdaten, Software, Open Access-Veröffentlichungen oder gesellschaftlicher Wissenstransfer.

Wir wollen eine Forschungs- und Bewertungskultur befördern, die den Fokus auf Kreativität, Zusammenarbeit und Verantwortung legt – und damit Wissenschaftler*innen auf allen Erfahrungsstufen transparente Rahmenbedingungen und nachhaltige Karriereperspektiven eröffnet.

Professor Dr. Günter M. Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin


Rolle der Universitätsbibliothek
Die Universitätsbibliothek (UB) übernimmt bei der Umsetzung eine zentrale koordinierende Rolle. Als Partnerin für Open Science, Forschungsdatenmanagement und wissenschaftliches Publizieren bringt sie ihre Expertise in den Reformprozess ein. Die UB:
– unterstützt Forschende mit Beratungs- und Schulungsangeboten,
– stellt notwendige Infrastrukturen bereit und
– fördert die Entwicklung disziplinspezifischer, qualitativer Bewertungspraktiken in enger Zusammenarbeit mit Vertreter*innen des gesamten Fächerspektrums der Freien Universität.
Ein besonderer Fokus liegt auf Partizipation: Gemeinsam mit Fakultäten und Fachbereichen sollen neue, faire und transparente Bewertungsansätze entwickelt werden – praxisnah und auf die jeweiligen wissenschaftlichen Kontexte abgestimmt.

Warum ist das wichtig?
Der Beitritt zur CoARA ist ein Bekenntnis zu Offenheit, Diversität und Qualität in der Forschung. Er stärkt die Sichtbarkeit unterschiedlicher wissenschaftlicher Leistungen und unterstützt nachhaltige Karrierewege – gerade auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Reform trägt dazu bei, Fehlanreize abzubauen und die integrale Qualität wissenschaftlicher Arbeit stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Mehr Informationen:

Kontakt für Rückfragen:
Dr. Julian Vuorimäki
Universitätsbibliothek, Abteilung Forschungs- und Publikationsservices
vuorimaeki@ub.fu-berlin.de

Open Science in Action – Auftaktveranstaltung der Open Science Working Group an der Freien Universität

Datum: 17. Oktober 2025
Uhrzeit: 10:00–13:00 Uhr
Ort: Seminarzentrum der Freien Universität: Raum L 115, Otto-von-Simson-Str. 26


Am 17. Oktober 2025 öffnet die neu belebte Open Science Working Group an der Freien Universität erstmals ihre Türen – und lädt alle Interessierten herzlich zur Auftaktveranstaltung Open Science in Action ein.

Vielfalt der offenen Wissenschaft erleben

Die Teilnehmenden erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Kurzvorträgen, Postern und Demos, die einen Einblick in laufende Projekte und Tools aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen geben. Die Spannweite reicht von Replikationsstudien in den Wirtschaftswissenschaften bis hin zu Citizen-Science-Initiativen in der Meteorologie – ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie vielfältig und praxisnah offene Wissenschaft gelebt werden kann.

Raum für Austausch und Zusammenarbeit

Neben dem fachlichen Input bietet die Veranstaltung bewusst Raum für persönliche Begegnungen, Diskussionen und Vernetzung. Ob Einsteigerin oder Open-Science-Expertin – alle sind eingeladen, sich einzubringen, Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen zu teilen.

Mit diesem Event startet die Open Science Working Group in eine neue Phase. Künftig wird sie regelmäßig Formate zum Austausch, zur Diskussion und zur Weiterentwicklung offener Forschungspraktiken an der Freien Universität organisieren – interdisziplinär, praxisnah und offen für alle.

Jetzt anmelden!

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 10. Oktober 2025 per E-Mail an: 📧 open-science@fu-berlin.de

Bibliotheksschließungen im Dezember

Die Standorte der Universitätsbibliothek werden im Dezember betriebsbedingt an unterschiedlichen Tagen früher schließen oder ganztägig geschlossen haben. Alle Informationen dazu finden Sie hier im Überblick:

Dadurch kann es zu Verzögerungen bei der Bereitstellung bestellter Medien kommen. Bitte nutzen Sie an diesen Tagen alternative Standorte oder den Online-Zugriff auf elektronische Medien.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Weiterführende Informationen erhalten Sie bei Ihren jeweiligen Fachbibliotheken.

(Hinweis: Der Beitrag wurde am 26.11.2025 aktualisiert)


Library Closures in December 2025

Due to operational reasons, the locations of the University Library of Freie Universität Berlin will close earlier on certain days or remain closed all day in the following month. You can find all the relevant information here at a glance:

  • Campus Library
    • Closed all day on Monday, December 1.
  • Library of Social Sciences and East European Studies
    • Closed on Tuesday, December 2, from 3:00 PM
  • Philological Library
    • Closed on Wednesday, December 3, from 3:00 PM
  • Central Library
    • On Thursday, December 4, the 2nd floor will be open from 1:00 PM onwards.

This may cause delays in the provision of ordered media. Please use alternative locations or online access to electronic media on these days.

Thank you for your understanding!

Further information is available from your respective libraries.

(Editorial note: This article was updated on November 26, 2025)

Biodiversität & Umweltbildung auf Glas: Kunstbild mit affektiver Kraft am Lernort Campusbibliothek

Im Neubau der Campusbibliothek (1. Obergeschoss) blickt Kojote „Trickster“ zusammen mit einem Tagfalter schmunzelnd-interessiert auf heimische Tier- und Pflanzenarten, die es am Campus gibt. Künstlerisch festgehalten als großes Wandbild auf einer der Glasfassaden im Lesesaal, wird der Lernort Bibliothek wieder ein Stück „grüner“und schafft eine Wohlfühlatmosphäre.

Für Lernende in Bibliotheken ist es bedeutsam, Aufmerksamkeit und Konzentration durch Pausen, Bewegung aber auch durch andere optische Ablenkung zu erfahren, um effektiv den Anforderungen im Studium begegnen zu können. Echte Pflanzen schaffen dazu in der Campusbibliothek bereits eine gute Atmosphäre. Seit Ende Juni 2025 ziert nun das Kunstbild der Ethnologin und Künstlerin Lea Ebeling eindrucksvoll einen großen Teil der Glasfassade im Neubau. Es ist ein Novum für eine wissenschaftliche Bibliothek: Inspiration und Konzeption des Glaswandbildes schlägt eine wichtige Brücke zum Jahr 2024.

Die Freie Universität hat im Mai 2024 das „Jahr der Biodiversität“ ausgerufen. Schutz und Förderung der biologischen Vielfalt wurden und werden begleitet mit einer Reihe von Veranstaltungen in Studium & Lehre sowie durch Förderung von mittelfristig geförderter Projekte wie das „Living Lab – Ein Multispecies Campus für Biodiversität, Kreativität und Gesundheit“. Die aktive Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit: „GreenFUBib“ der Universitätsbibliothek erstellte das Konzept für das Fensterbild zusammen mit der Bibliotheksleitung und der Verwaltungsleitung. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Campusbibliothek wurde diesem Kunstprojekt die Finanzierung ermöglicht. Lea Ebeling kreierte unter neugierigen Blicken der Bibliotheksnutzenden und dem Bibliotheksteam das einzigartige Kunstbild. Abgebildet sind sogenannte Zielarten, die es am Campus nachweislich gibt. Ihre Habitate sind die Flächen des Blühenden Campus, die Gärten der Fachbereiche oder auch die Blätterlaube.


Kurzinterview (Fragen von Janet Wagner) mit Lea Ebeling zum Entstehungsprozess:

Wie war für dich der Prozess der Bildentstehung?

„Für ein Wandbild setze ich mich immer intensiv mit der Thematik auseinander. Für das Fensterbild in der Campusbibliothek haben wir 42 Arten ausgewählt. Um sie alle unterzubringen, habe ich mich nicht nur mit ihrem Aussehen, sondern auch mit ihren Lebensräumen beschäftigt. Die Pflanzen sind im Wandbild von links nach rechts in Pflanzen, die auf trockenen Böden wachsen, Pflanzen, die stickstoffreiche Böden bevorzugen und Frühblüher organisiert. Die Tiere habe ich grob nach Lebensräumen sortiert, z.B. unterirdisch für den Bodenquerschnitt, in der Wiese, in der Luft oder auf dem Baum. Ich habe nicht bei allen Arten vorher geplant, wo genau ich sie am Ende platziere. Das entsteht dann nach und nach im Arbeitsprozess. Da ich direkt auf das Fenster male, mache ich keine Skizzen oder Vorzeichnungen. Dadurch muss ich manchmal improvisieren und es entstehen unerwartete Dinge. Ich finde es schön, wenn etwas Ungeplantes passiert und das Kunstwerk mich überrascht.“

Wie denkst du, kann deine Kunst bei Betrachtung auf andere Menschen (in Bibliotheken) wirken?

„Persönlich liebe ich Bibliotheken. Ich mag die Ruhe und die Atmosphäre, komplett von Büchern umgeben zu sein. Man muss nur ein Buch aus dem Regal ziehen, um in eine andere Welt einzutauchen und sich neues Wissen anzueignen. Besonders moderne Bibliotheken finde ich aber manchmal etwas trist, wenn alles einfarbig grau oder weiß ist. Ich glaube, es gibt Menschen, die nicht abgelenkt werden wollen, aber ich finde es beim Lernen angenehm, wenn ich ab und zu den Blick schweifen lassen kann, während mein Gehirn eine Pause macht. Bei einer weißen Wand bleibt das Auge nirgendwo hängen und der Effekt bleibt aus. Für mich tragen Farben, Formen und ein ästhetisches Umfeld dazu bei, mich wohl zu fühlen, was ich wichtig finde, an einem Ort, an dem man sich lange aufhält. Auch Pflanzen machen den Ort lebendiger. In manchen Räumen gibt es aber keine Möglichkeit, welche aufzustellen, dann kann man sie auch malen. „

Du befasst dich mit auch mit Wissenschaftskommunikation und bist Ethnologin. Welches Wandbild bzw. künstlerische Inhalte würdest du gestalten wollen, wenn du aktuell auf die Krisen der Welt schaust? Sollte dieses Wandbild dann in einer Bibliothek stehen? Wenn ja, warum?

„In meinen Wandbildern zeige ich gerne, dass eine Welt sich aus vielen kleinen Elementen zusammensetzt, die vielleicht auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben und dennoch gemeinsam ein Ganzes ergeben. Für meine Kunstwerke sammle ich daher immer ganz unterschiedliche Elemente und Perspektiven zu einem Thema, die ich dann in Beziehung zueinander setze. Das Schöne daran ist, dass man auch Dinge zeichnen kann, die normalerweise unsichtbar sind, wie etwa Erinnerungen, Gefühle, Erfundenes und Erträumtes. Dies finde ich auch für die Wissenschaft bereichernd.

In Bezug auf die multiplen Krisen unserer Zeit, finde ich es nicht nur wichtig, die Probleme zu verstehen, sondern auch Lösungen und Alternativen zu finden. Wenn man diese z. B. in einem Bild visualisiert, ist es leichter, sich kritisch mit ihnen zu beschäftigen. Ein visuelles Objekt hat außerdem eine affektive Kraft. Während meiner Forschung habe ich bemerkt, dass es Hoffnung macht, sich bessere Zukünfte vorzustellen und Hoffnung ist eine wichtige Antriebskraft für Veränderung.

Ich finde Bibliotheken sind ein wichtiger Ort, um sich mit der Zukunft zu beschäftigen, weil sie das Wissen der Vergangenheit sammeln aus dem man lernen und sich etwas Neues überlegen kann. Sie sind ein konkreter Ort der Vielfalt, weil so viele unterschiedliche Stimmen dort gesammelt sind und von jedem der sie liest, neu interpretiert werden. Sie machen Wissen außerdem für die meisten Menschen zugänglich. Es wäre spannend, ein Wandbild zu machen, das die Zukunftsvorstellungen verschiedener Menschen zusammenbringt, um zu zeigen, dass es nicht nur eine einzelne Zukunft für alle gibt, sondern viele verschiedene, die co-existieren und miteinander verwoben sind. Damit würde auch ein Zeichen für Inklusion, Toleranz und ein respektvolles Miteinander gesetzt werden und dazu einladen, die Zukunft gemeinsam zu gestalten. „


©Fotos: Lea Ebeling

EndNote-Lizenz läuft aus – Citavi und Citavi Web als Nachfolgeoptionen

Die EndNote-Lizenz der Freien Universität wird zum April 2027 auslaufen und nicht verlängert. Grund dafür ist ein Präsidiumsbeschluss auf Basis einer Entscheidungsgrundlage des Service Portfolio Boards der Freien Universität vor dem Hintergrund haushälterischer Überlegungen. Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Lizenzierung an den Softwareservice der FUB-IT: software@fu-berlin.de.

Citavi bleibt – Citavi Web kommt
Für alle, die wissenschaftlich arbeiten und ihre Literatur strukturiert verwalten möchten, steht weiterhin Citavi zur Verfügung. Ab dem 01.08.2025 wird zudem Citavi Web bereitgestellt – eine moderne, browserbasierte Lösung, die auch für Mac-Nutzende geeignet ist. Bis zum Ende der Lizenzlaufzeit ist auch Endnote noch vollumfänglich nutzbar.
Damit bieten wir eine leistungsstarke Alternative zu EndNote, die sowohl eine lokale als auch webbasierte Nutzung abdeckt.

Unterstützung beim Wechsel
Um den Umstieg bestmöglich zu gestalten, erarbeitet die Universitätsbibliothek aktuell eine Exitstrategie für EndNote-Nutzer*innen. Diese soll Sie dabei unterstützen, Ihre vorhandenen Literatursammlungen in ein neues System zu übertragen.

Ab Spätsommer 2025 werden Informationsveranstaltungen angeboten, in denen verschiedene Umstiegsoptionen vorgestellt werden. So können Sie das für Ihre Arbeitsweise passende System auswählen. Im Wintersemester 2025/26 folgen dann gezielte Schulungen für den Wechsel – insbesondere von EndNote zu Citavi bzw. Citavi Web.

Mailingliste für Infos & Termine
Für aktuelle Informationen rund um den Ausstieg aus EndNote, zur Datenmigration und zu Schulungsterminen empfehlen wir die Anmeldung in unserer Mailingliste:
👉 https://lists.fu-berlin.de/listinfo/literaturverwaltung

Fragen?
Bei individuellen Fragen oder Unterstützungsbedarf wenden Sie sich bitte an:
📧 literaturverwaltung@ub.fu-berlin.de

Freie Universität Berlin veröffentlicht BPCs aus 2024 für Open Access-Monografien und -Sammelbände

Im September 2018 startete die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin die Ko-Finanzierung von Publikationskosten (Book Processing Charges, BPCs) für bislang unveröffentlichte Open-Access-Monografien und
-Sammelbände.

Die aktuelle Visualisierung der Gesamtkosten pro Publikation über das Projekt Open BPC der Universität Bielefeld findet sich unter

https://treemaps.openapc.net/apcdata/fu-berlin/bpc#/period=2024

Weitere Informationen s.a.

https://www.fu-berlin.de/sites/open_access/finanzierung-oa/buecher/index.html

Fragen zu den Möglichkeiten der Finanzierung von Open-Access-Publikationen für Angehörige der Freien Universität Berlin beantwortet Ihnen jederzeit gern die Redaktion Dokumentenserver | Abt. Forschungs- und Publikationsservices der Universitätsbiliothek unter edocs@ub.fu-berlin.de