biblioblog

Das Blog der Bibliotheken der Freien Universität Berlin

Primo und die chinesischen Schriftzeichen

Mit zwei Graduiertenschulen im Bereich Ostasien wird an der Freien Universität ein deutschlandweit einzigartiger Bestand von ostasiatischer Literatur aufgebaut. Im Bibliotheksportal Primo[1] verzeichnen wir derzeit rund 50.000 originalschriftliche Medien in chinesischer, koreanischer und japanischer Schrift, Tendenz steigend.

Bisher mussten chinesische Schriftzeichen, die nicht nur in China und Taiwan sondern auch in Japan sowie Nord- und Südkorea verwendet werden, in unterschiedlichen Schreibweisen eingegeben werden, um alle vorhandenen Bestände im Bibliotheksportal zu finden. Ursache ist die Herausbildung verschiedener Schreibvarianten der chinesischen Schriftzeichen, die im Verlauf der Jahrtausende ihres Gebrauchs entstanden sind (die älteste Verwendung von Schriftzeichen datiert auf die Zeit 1200-1050 v. Chr.). Um solche ideographischen Varianten bei der Suche zu berücksichtigen, wurde im Dezember 2015 auf Initiative der Campusbibliothek der Freien Universität Berlin die TSVCC Mapping Table[2] der Hong Kong Innovative Users Group (HKIUG) eingespielt, die die Vollständigkeit der Suchergebnisse deutlich verbessert. So müssen äquivalente Schreibweisen nicht mehr manuell berücksichtigt werden (z.B. 龟 OR 龜), sondern werden automatisch von der Suchmaschine einbezogen.

Ein Hinweis für Profis: Derzeit ist die Suche in CJK-Originalschriften noch nicht zuverlässig, weil die in Primo implementierte Indexierung bisher nur für lateinische Schriften optimiert ist. Wir arbeiten an einer Lösung und erwarten weitere Verbesserungen im Herbst 2016.

[1] http://primo.fu-berlin.de
[2] http://hkiug.ln.edu.hk/unicode/hkiug_tsvcc_table-UnicodeVersion-1.0.html

Der Text für dieses Postings wurde von Cosima Wagner, Amir Moghaddass aus der Campusbibliothek und Johannes Hercher aus der UB erarbeitet.

Jetzt für die EU Sustainable Energy Awards bewerben

sustainableEnergyAwardsNoch bis zum 22. Februar kann man sich für die EU Sustailable Energy Awards bewerben. Gesucht werden innovative Projekte, die sich um Energieeffizienz oder erneuerbare Energien drehen.

Die Projekte müssen als Anforderung in der EU oder weiteren, in den Wettbewershinweisen nachlesbaren Staaten angesiedelt sein. Des Weiteren muss die praktische Anwendung überall reproduzierbar sowie noch aktiv oder nach dem Juni 2015 sein.

Die Verleihung der Awards wird im Rahmen der EU Sustainable Energy Week im Juni stattfinden.

Die Preise werden in den Kategorien “consumer” (Aktionen, die einzelne Konsumenten beeinflusst), “public sector” (beispielhafte Initiativen, die von öffentlichen oder Non-profit Organisationen durchgeführt werden), “business” (für voraus denkendes Unternehmertum), und “citizens” (eine offene Online-Abstimmung für alle Nominierten der vorhergegangenen Kategorien) vergeben. Weiteres kann auf der Website der Sustainable Energy Week nachgelesen werden.

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Universitätsbibliothek veröffentlicht NS-Raub und Beutegutdatenbank

Seit 2014 beLCAmüht sich die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin im Rahmen ihrer NS-Raub- und Beutegutforschung um eine stärkere Vernetzung der Projekte in Berlin und Brandenburg. Unter dem Motto “Vier Institutionen unter einen Dach” ist mit der Veröffentlichung der gemeinsamen Provenienzdatenbank Looted Cultural Assets ein wichtiger Meilenstein erreicht.
Die Datenbank führt die Ergebnisse der Recherchen nach NS-Raub- und Beutegut in den Beständen der Bibliothek der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, der Universitätsbibliothek der Universität Potsdam und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin zusammen und stellt sie einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Die Besonderheit der Datenbank liegt darin, dass sie alle Vorbesitzermerkmale verzeichnet, die in den beteiligten Bibliotheken gefunden werden und Auskunft über die Rechercheergebnisse gibt. Intern werden die Informationen zu einzelnen Provenienzen aus den verschiedenen Projekten verknüpft und so eine gemeinsame Bearbeitung einzelner Fälle ermöglicht. Looted Cultural Assets bietet für Interessierte die Möglichkeit nach Provenienzen zu suchen, eigene Sammlungen anzulegen und Kommentare zu hinterlassen.
Interessierten öffentlichen Einrichtungen steht die Möglichkeit offen sich an der Kooperation zu beteiligen und so bei eigenen Projekten von der Erfahrung aller Kooperationsteilnehmer zu profitieren.
Mit dem Ansatz Rechercheergebnisse der beteiligten Projekte und die Erfahrung der Teams zusammenzubringen, Transparenz der eigenen Arbeit für eine interessierte Öffentlichkeit zu schaffen und Offenheit für die Mitarbeit anderer Projekte sowie interessierte Laien schließt Looted Cultural Assets eine Lücke in der Provenienzforschung in deutschen Bibliotheken.

Spektrum gibt weitere Online-Lexika frei

Der Verlag Spektrum der Wissenschaft hatte im Frühjahr 2014 mehrere Online-Nachschlagewerke zur kostenfreien Benutzung auf seiner Webseite zur Verfügung gestellt. Neben dem Online-Kompaktlexikon Biologie (über 15.000 Stichwörter) wurden auch weitere Lexika zur Chemie (ca. 10.000 Stichwörter), Geographie, Geowissenschaften (ca. 20.000 Stichwörter), Neurowissenschaft (ca. 14.000 Stichwörter) und Physik (ca. 20.000 Stichwörter) angeboten. Mittlerweile hat der Verlag weitere Nachschlagewerke zur kostenfreien Nutzung ergänzt:

  • Lexikon der Arnzeipflanzen und Drogen
  • Lexikon der Astronomie
  • Lexikon der Biochemie
  • Lexikon der Biologie (über 75.000 Artikel)
  • Lexikon der Ernährung (ca. 11.000 Stichwörter)
  • Lexikon der Kartographie und Geomatik (ca. 5500 Stichwörter)
  • Lexikon der Optik (ca. 3000 Stichwörter)
  • Lexikon der Psychologie (ca. 11.000 Stichwörter)
  • Chemie – Periodensystem der Elemente

Datenbankzugang zu “International Political Science Abstracts” weggefallen

Zum Jahreswechsel 2015/16 gab es eine weitere Änderung im Datenbankangebot der FU Berlin. Nicht mehr weiter lizenziert wurde International Political Science Abstracts (IPSA).

Die Datenbank, angeboten via EBSCO, gehört mit zu den bekannten bibliographischen Fachdatenbanken auf dem Gebiet der Politikwissenschaft. IPSA wird erarbeitet bei der International Political Science Association, mit Sitz in Montreal. Ausgewertet werden ausschließlich internationale Fachzeitschriften seit 1951. Der Inhalt der Datenbank überschnitt sich jedoch mit den ebenfalls von der FU lizenzierten E-Ressourcen PAIS, dem EBSCO-Titel Political Science Complete (PSC) und Worldwide Political Science Abstracts (WPSA). Außerdem enthält IPSA im Gegensatz zu z. B. PSC keine Volltexte.

Kostenfreies Nachschlagewerk zu deutschen Lehnwörtern

IDSNeu in der Digitalen Bibliothek der FU Berlin zu finden ist das Lehnwortportal Deutsch des Instituts für Deutsche Sprache.

Es stellt Wörterbücher zu Entlehnungen aus dem Deutschen in andere Sprachen zur Verfügung. Diese Wörterbücher können als Einzelwerke konsultiert werden; die Datenbasis des Portals ist jedoch um Vernetzungen zwischen den Wörterbüchern angereichert, so dass sämtliche lexikographischen Informationen als komplexes, wörterbuchübergreifendes Netzwerk von Lehn- und Herkunftswörtern repräsentiert sind.

Das Portal ist insbesondere als „umgekehrtes Lehnwörterbuch“ nutzbar: Im Wörterbuch der Herkunftswörter kann ausgehend von deutschen Wörtern in allen Wörterbüchern nach zugehörigen Lehnwörtern in anderen Sprachen gesucht werden. Für Experten bietet das Portal komplexe Suchfunktionen an, um Lehn- oder Herkunftswörter beispielsweise auch anhand von grammatischen Merkmalen oder zeitlich-dialektaler Zuordnung zu finden. Es sind derzeit vier Wörterbücher zu deutschen Lehnwörtern in den Sprachen Polnisch, Teschener Polnisch, Slovenisch und Hebräisch in das Portal integriert; das Portal wird laut Anbieter beständig weiter ausgebaut.

Der Infotext ist dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

„Water for Life“-Dekade der UN geendet

Logo_UN_Dekade

Anlässlich des Endes ihrer Internationalen Dekade “Water for Life” , die von 2005 bis 2015 stattfand, hat die UN nun zu den Aktionen und Ergebnissen eine Publikation erstellt, die man hier abrufen kann.

Die nächste Dekade trägt den Titel “International Decade for People of African Descent

Weitere Informationen zu den Vereinten Nationen finden Sie auch in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

 

Einladung zur International Week 2016: “Libraries in motion – Structures and Services”

Sie arbeiten in einer Bibliothek im Ausland und wollen schauen, wie die Bibliotheken der Freien Universität Berlin arbeiten?

Bewerben Sie sich mit Erasmus+ um einen Aufenthalt in Berlin in der Zeit vom 27. Juni bis zum 1. Juli 2016.

Die Teilnahme an der International Week hat für Sie folgende Vorteile:

  • Aufenthalt auf der Basis eines abgestimmten Trainingsprogramms
  • fachlicher Austausch und neue Perspektiven
  • Stärkung der eigenen Kompetenzen
  • Auf- und Ausbau von fachlichen Netzwerken

Hier finden Sie das Programm und das Anmeldeformular, das noch bis zum 24. März 2016 eingereicht werden kann.


Please vistit the International Week 2016 site at the FU homepage for more information.
Our registration phase for the International Week 2016 has begun and we will accept registrations until March 24th 2016.

Neue Zitierindizes für Zeitschriften, Personen, Institutionen und Länder

Thomson ReutersAb sofort kann über das FU-Campusnetz das Modul Journal and Highly Cited Data (JHCD) auf der Plattform InCites von Thomson Reuters genutzt werden. Das Modul beinhaltet Zugriffe auf folgende zwei Datenbanken:

Journal Citation Reports (InCites) ist eine interdisziplinäre Datenbank, die der Evaluierung von internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften hinsichtlich ihrer Reichweite sowie ihrer Nutzungs- und Zitierhäufigkeit dient. Sie ist der Nachfolger der bisherigen Journal Citation Reports (JCR) on the Web und bietet u. a. Informationen darüber, wie oft eine Zeitschrift in anderen Periodika zitiert wird, in welchen Organen und mit wie alten Beiträgen sie angeführt wird und wie häufig welche anderen Organe in der zu analysierenden Zeitschrift zitiert werden. Ausgewertet werden mehr als 8400 naturwissenschaftliche und technische (JCR Science Edition) und über 3000 sozial- und geisteswissenschaftliche Zeitschriften (JCR Social Sciences Edition) aus ca. 83 Ländern und 232 Fachgebieten. Die Daten werden jährlich aktualisiert.

Essential Science Indicators (ESI) ermöglicht Zitationsanalysen nach Personen, Institutionen, Ländern und Zeitschriften. Die Datenbank analysiert die Artikel der jeweils letzten zehn Jahre aus den bei ISI indexierten wissenschaftlichen Zeitschriften (ca. 12 Mio. aus über 12.000 Zeitschriften) und sind nach 22 Fachbereichen (u. a. Agrarwissenschaften, Biologie und Biochemie, klinische Medizin, Wirtschaftswissenschaft, Ingenieurwissenschaften, Pharmakologie, Botanik und Veterinärmedizin) geordnet. Bei den in der Datenbank aufgeführten Wissenschaftlern handelt es sich ausschließlich um diejenigen, deren Anzahl an Zitierungen im obersten Prozent der am meisten zitierten Personen liegt. Die Datenbank wird alle zwei Monate aktualisiert.

Das individuell zusammengestellte Datenmaterial kann in beiden Datenbanken ausgedruckt bzw. als PDF-, CSV- oder Excel-Datei abgespeichert werden.

Sprechstunde zu Berufsmöglichkeiten bei der Europäischen Union

Logo_EU_CareersAm 25.1. und am 8.2.  bietet Isabel Fauth als Career Ambassador der EU noch einmal die Möglichkeit an, sich im Wintersemester 2015/16 über die Berufsmöglichkeiten bei der Europäischen Union zu informieren. Dabei wird sie Fragen rund um den Berufseinstieg, die Bewerbungsvoraussetzungen und -verfahren beantworten.

Die Sprechstunde findet jeweils von 14:15 bis 15:45 Uhr statt. Anmeldungen bitte an eucareers.fuberlin@eu-careers.eu. Veranstaltungsort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Weitere Informationen zur Europäischen Union finden Sie auch in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.