International Medieval Bibliography lizenziert

Schon früher einmal und nun wieder für FU-Angehörige lizenziert wurde zum Jahreswechsel die International Medieval Bibliography.

Die IMB gehört zu den international führenden Literaturverzeichnissen zur mittelalterlichen Geschichte und Kultur Europas. Die Datenbank wird von der Medieval Academy of America unterstützt und basierend auf einem weltweiten Netz von über 50 Fachwissenschaftlern und -teams an der Universität von Leeds zusammengestellt. Die Datenbank enthält gegenwärtig ca. 365.000 internationale Literaturnachweise (Zeitschriftenartikel, Beiträge in Sammelwerken, Kongress- und Festschriften, Monographien) u.a. auf den Gebieten Philologie, Geschichte, mittelalterliche Sprachen und Literaturen, Theologie, Philosophie, Arabische und Islamstudien, Kunstgeschichte. Regelmäßig ausgewertet werden knapp 4.500 Fachjournals; der jährliche Zuwachs an bibliographischen Einträgen beträgt ca. 10.000. Die Updates erfolgen vierteljährlich.

Die Einträge sind inhaltlich nach Themen, Sachgebieten, Geographischen Raum und Zeitepoche erschlossen und können unter der etwas gewöhnungsbedürftig beschrifteten Schaltfläche „Ausfuhr“ in verschiedenen Formaten abgespeichert werden – neben html-, Excel- und xml- auch in den txt-Formaten der Literaturverwaltungsprogramme EndNote oder RefWorks.

Hinweis: In der Suchmaske gibt es auch die Möglichkeit, die Bibliographie de Civilisation Médiévale (BCM) auszuwählen. Diese ist aber nicht Bestandteil des FU-Abonnements und auch nicht durchsuchbar.

Neu in der Digitalen Bibliothek: der AGGB-Katalog

Im Vergleich zum Bibliotheksportal | Primo kommt der Online-Katalog der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB) im Handling doch etwas „altbacken“ daher, dennoch haben wir ihn in die Digitale Bibliothek aufgenommen. Nachgewiesen werden Bestände von Bibliotheken die sich an Orten von NS-Verbrechen, NS-Dokumentationszentren, Gedenkstätten und weiteren Institutionen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und zu zeitgeschichtlichen Forschungseinrichtungen befinden.

Verzeichnet werden Bücher, Aufsätze aus Zeitschriften und Sammelbänden, Broschüren und elektronische Medien, wobei laut Anbieter die Literatur vor 1945 noch nicht vollständig verzeichnet wird. Der Online-Katalog wird monatlich aktualisiert und enthält momentan Bestände folgender Bibliotheken:

  • Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.
  • Deutsche Nationalbibliothek Anne-Frank-Shoah-Bibliothek (Leipzig)
  • Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Berlin)
  • Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
  • Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
  • KZ-Gedenkstätte Neuengamme
  • NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
  • Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Neu in der Digitalen Bibliothek: Historische Online-Bibliographien

Ab sofort sind folgende freie Ressourcen aus dem Bereich Geschichte in der Digitalen Bibliothek zu finden:

Bibliografia Historii Polskiej
Die Bibliografia Historii Polskiej ist eine Bibliographie zur polnischen Geschichte und enthält Titel von Monographien aus den Jahren 1988-2007.

Bibliografia Storica Nazionale
Die Bibliografia Storica Nazionale dokumentiert in Italien erschienene geschichtswissenschaftliche Veröffentlichungen zu allen Epochen und Sachgebieten. Es werden sowohl Monographien und Sammelbände als auch Zeitschriftenaufsätze nachgewiesen. Seit dem Berichtsjahr 2000 wird die BSN nur noch als Online-Datenbank verfügbar gemacht. Im Frühjahr 2005 umfasste die Datenbank rund 18.000 Einträge. Während die Monographien und Sammelbände dem Datenbestand der Bibliografia nazionale italiana entnommen werden, resultieren die Aufsatznachweise aus der kontinuierlichen Auswertung von ca. 500 italienischen Fachzeitschriften.

Bibliografie dějin Českých zemí
Die Bibliografie dějin Českých zemí ist eine Bibliographie zur Geschichte der Böhmischen Länder. Datenbank der Bibliographischen Abteilung der Bibiothek des Historischen Instituts der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik. Erfasst sind in dieser nationalen historischen Bibliographie Monographien und Aufsätze aus Zeitschriften und Sammelbänden, die nach 1990 erschienen sind und „böhmischen Charakters“ sind (tschechische Autoren, tschechische Themen, publiziert in Tschechien). Zugang (Browsing) über Autoren, Titel, Schlagwörter, Geographische und Biographische Indices. Volltextsuche. Menüsprache Tschechisch, Englisch und Deutsch.

Bibliographie der Schweizergeschichte
Die Bibliographie der Schweizergeschichte ist eine Online-Bibliographie ab Berichtsjahr 1999, Teil der Datenbank BIBLIO, dem „Katalog der Fachbibliographien“ der Schweizerischen Nationalbibliothek. Einzeln recherchierbar. In- und ausländische Monographien und Zeitschriftenartikel zur Thematik „Geschichte der Schweiz“ von der Urzeit bis zur Gegenwart. Fortsetzung der Printausgabe (1913-1999).
Außerdem sind die Jahrgänge ab 1999 in Form von PDF-Dateien verfügbar.

Dansk Historisk Bibliografi
Die Dansk Historisk Bibliografi weist u. a. Bücher, Zeitschriften, Zeitschriftenartikel sowie Artikel in Anthologien zur dänischen Geschichte nach – von der Wikingerzeit bis heute. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals herausgegeben und gab retrospektiv Überblick über die erschienene Literatur ab 1831 ff., darunter auch fremdsprachige Werke über Dänemark. Die Datenbank besteht zum einen aus einem retrodigitalisierten Scankatalog sowie Aufnahmen für Bücher und Zeitschriften ab 1990 ff.
Die Bibliographie wird redaktionell von der Dänischen Königlichen Bibliothek (Det Kongelige Bibliotek) in Kopenhagen betreut und wächst jährlich um 2500 bis 3000 Einträge an.

Digitale Bibliografie Nederlandse Geschiedenis (DBNG)
Die Digitale Bibliografie Nederlandse Geschiedenis (DBNG) weist u. a. Bücher, Zeitschriften, Zeitschriftenartikel sowie Online-Publikationen aus verschiedenen niederländischen Sammlungen nach – von der Frühgeschichte bis heute. Die geschichtswissenschaftliche Bibliographie folgt dem von 1863 bis 1995 herausgegebenen „Repertorium Geschiedenis Nederland“ und wird seit 1998 als Online-Datenbank angeboten. Gegenwärtig verzeichnet sie über 200.000 Einträge ab den 1940er Jahren ff. Die DBNG schließt nicht nur Schrifttum aus den Niederlanden sondern auch seiner früheren Überseekolonien mit ein.
Die Bibliographie wird redaktionell von der Königliche Bibliothek der Niederlande („Koninklijke Bibliotheek“, KB) und dem Institut für Niederländische Geschichte („Instituut voor Nederlandse Geschiedenis“, ING) in Den Haag betreut.

HUMANUS
HUMANUS ist eine bibliographische Datenbank. Sie weist grundsätzlich alle Titel nach, die einen inhaltlich-sachlichen Bezug zu den ungarischen Geisteswissenschaften und der ungarischen Kultur haben (Hungarica-Material). Verzeichnet werden Aufsätze aus Zeitschriften, Jahrbüchern, Festschriften und Sammelwerken. Die Suchoberfläche ist auf Ungarisch gehalten.
Durch die Einspeisung von älteren Datenbanken wird der Verzeichnungszeitraum kontinuierlich erweitert. Die Datenbank wird laufend aktualisiert und ergänzt.
Zurzeit umfasst die Datenbank ca. 300.000 Titel, seit dem Berichtsjahr 1987.
Recherchierbar sind Sachgebiete, Schlagwörter, Autoren, Körperschaften, die Publikationsform und das Erscheinungsjahr.

IfZ-OPAC / Institut für Zeitgeschichte
Der IfZ-OPAC verzeichnet den Gesambestand der Bibliothek des Instituts für Zeitgeschichte (Aufsätze, Monographien, Serien, Zeitschriften).
Die Inhalte der Bestände sind intensiv erschlossen und thematisch recherchierbar über Notationen der IfZ-Systematik und/oder Schlagwörter.
Inhaltlicher Umfang: Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, auch in ihren internationalen Zusammenhängen, mit Schwerpunkt Nationalsozialismus und Drittes Reich.
Ersetzt quasi die Auswahlbibliographie Bibliographie zur Zeitgeschichte.

Oesterreichische Historische Bibliographie (ÖHB)
Die Österreichische Historische Bibliographie (ÖHB) ist eine Literaturdokumentation, die am Institut für Geschichte an der Universität Klagenfurt durchgeführt und automationsunterstützt bearbeitet wird. Die ÖHB verzeichnet die Publikationen der österreichischen Geschichtsforschung, soweit sie in Österreich erschienen sind. Beginnend mit dem Berichtsjahr 1945 sind Monographien, Reihenwerke, Artikel aus Festschriften, Sammelwerken, Zeitschriften und Periodika, Kongress- und Tagungsbänden, Aufsatzsammlungen und Katalogen sowie Diplomarbeiten, Dissertationen und Habilitationsschriften, aber auch Sach- und Personalbibliographien zu historischen Themen verzeichnet und sachlich erschlossen.
Die Literaturdokumentation (Bibliographie) umfasst Publikationen zur Geschichte Österreichs ebenso wie jene zur Geschichte anderer Staaten. Die ÖHB liegt auch in gedruckten Jahresbänden vor.
Für den Berichtszeitraum 1945 bis 2008 sind über 206.600 Titel in der Datenbank erfasst. Darunter befinden sich auch Ausländische Austriaca für den Zeitraum 1995 bis 1999. Der jährliche Zuwachs beträgt ca. 5500 Dokumente.

Quellen: Datenbank-Infosystem (DBIS) und Anbieter

Oral-History-Datenbank „Refugee Voices“ lizenziert

Als erste Einrichtung in Deutschland bietet die Freie Universität Berlin Zugriff auf die Oral-History-Sammlung Refugee Voices der Association of Jewish Refugees (AJR). Die Datenbank enthält 150 lebensgeschichtliche Video-Interviews von jüdischen Überlebenden des Nationalsozialismus (NS) und ergänzt die bisher angebotenen Plattformen Visual History Archive (ca. 52.000 Interviews) sowie Zwangsarbeit 1939-1945 (ca. 590).

Das Archiv umfasst insgesamt 450 Interviewstunden. Die Interviews wurden in englischer Sprache geführt. Die Interviewpartner sind zumeist selbst Mitglieder der AJR. Sie wurden zum großen Teil in Deutschland und Österreich geboren und sind während oder nach dem Nationalsozialismus nach Großbritannien immigriert. Neben dem Leben im nationalsozialistischen Deutschland und in den von Deutschland besetzten Ländern werden insbesondere Migrations- und Exilerfahrungen wiedergegeben.

Unter den Interviewten finden sich auch so bekannte Namen wie der Oscar-prämierte Filmausstatter Ken Adam, die Psychotherapeutin Helen Bamber, die Künstlerin Milein Cosman, der Historiker Edgar Feuchtwanger (Neffe von Lion Feuchtwanger), die Schriftstellerin Eva Figes, der Zionistenführer Arieh Handler, der Komponist Joseph Horovitz sowie der Wissenschaftler und Fernsehmoderator Heinz Wolff.

Die Video-Interviews sind vollständig transkribiert. Die Transkriptionen sind mit einem Timecode versehen, der ein einfaches Auffinden der entsprechenden Stellen in den Video-Aufzeichnungen und umgekehrt ermöglicht. Zwar entfällt im Gegensatz zu VHA und Zwangsarbeiter-Archiv die kostenfreie Registrierung, dafür verfügt Refugee Voices leider über keine komfortable Suchfunktion. Einzig über den Transcript Catalogue („Catalogue“) – eine statische Liste mit Informationen zu allen 150 Interviewten (mehr als 40 unterschiedliche Kategorien) – ist ein strukturierter(er) Zugriff möglich.

Wichtiger Hinweis: Momentan gibt es Schwierigkeiten, die Datenbanken Refugee Voices und Visual History Archive an den Arbeisplätzen in den FU-Bibliotheken („Thinclients“) zu nutzen. Wir bemühen uns, das Problem bis spätestens Mitte November Dezember in den Griff zu bekommen!

Bild: Einfahrt zum KZ Auschwitz (Bundesarchiv, Bild 175-04413 / CC-BY-SA)

„Bibliography of British and Irish History“ im Test

Bis zum 3. November 2011 können FU-Angehörige kostenfrei die Bibliography of British and Irish History (BBIH) testen.

Die fachbibliographische Datenbank bietet mehr als 470.000 Literaturnachweise zur Geschichte Großbritanniens und Irlands an (inkl. Empire und Commonwealth). Dabei wird ein Zeitraum von der römisch-britischen Frühzeit bis zur Gegenwart abgedeckt. Erfasst werden Monographien, Zeitschriftenaufsätze und Beiträge aus Sammelwerken. Vollständig enthalten sind u. a. die Nachweise der gedruckten Bibliographien Writings on British History (1901-1974) und Annual Bibliography of British and Irish History (1975 ff.). Der Datenbestand wird viertelmonatlich aktualisiert und wächst jährlich um ca. 10.000 Litertaturnachweise an.

BBIH Online ging aus den bis 2009 kostenfrei angebotenen Datenbanken Royal Historical Society Bibliography des UK Arts and Humanities Research Council (AHRC), London’s Past Online sowie die noch existierende freie Datenbank Irish History Online (über 75.000 Literaturnachweisen zur Geschichte Irlands von der Frühzeit bis zur Gegenwart) hervor. Nach Einstellung der Finanzierung durch das AHRC haben sich das britische Institute of Historical Research und die Royal Historical Society mit dem kommerziellen Anbieter Brepols zusammen getan, um die Datenbank unter neuem Namen kostenpflichtig anbieten zu können.

Die Datenbank selbst präsentiert sich mit einem neuen Interface einfach und intuitiv in der Bedienung und verfügt u. a. auch über eine deutschsprachige Menüführung. Eine „Autocomplete-Funktion“ ermöglicht die schnellere Eingabe von Suchbegriffen. Icons weisen ähnlich wie in Primo bereits auf die Medienart (Monografie oder Artikel) hin. BBIH Online unterstützt u. a. den Export in die Literaturverwaltungsprogramme EndNote und RefWorks.

Neu in der Digitalen Bibliothek: sehepunkte

Sehepunkte ist ein frei zugängliches Rezensionsjournal im Internet. Neben Rezensionen zu Werken der verschiedenen Epochen der Geschichte gibt es interessante zusätzliche Features wie Links zu Inhaltsverzeichnissen, Bestandsnachweise im KVK sowie Verweise auf Werke derselben Rezensenten. Neben chronologischem Browsen werden verschiedene Suchoptionen, u.a. im Volltext, angeboten.

Danke für dieses Posting an Dr. Christian Westerhoff, Bibliotheksreferendar an der ZLB.

Datenbanken zur Geschichte des Holocaust im Test

Bis zum 26. Juni 2011 besteht für FU-Angehörige ein kostenfreier Testzugriff auf drei zeitgeschichtliche Datenbanken aus der Reihe Archives Unbound des Verlags GALE:

Intergovernmental Committee on Refugees: The West’s Response to Jewish Emigration: Das Intergovernmental Committee on Refugees (IGCR) wurde 1938 in London nach der Konferenz von Évian durch Präsident Roosevelt gebildet, um das Flüchtlingsproblem zu erörtern, das aufgrund rassischer, religiöser oder politischer Verfolgung in Mitteleuropa entstanden war. Die Sammlung beinhaltet IGCR-Personenakten zu nahezu jeder Gruppe von Flüchtlingen.
Umfang: 30.100 Seiten

U.S. Relations with the Vatican and the Holocaust, 1940-1950: Aufgrund seines Schweigens während des Holocaust gilt Papst Pius XII. bis heute als umstritten. Die Sammlung beinhaltet Briefwechsel, Berichte und Analysen zur Rolle des Vatikans im 2. Weltkrieg, den Beziehungen des Vatikans zu den USA, den jüdischen Flüchtlingen in Europa, anti-jüdischen Gesetzen in Italien und zu Pius XII. selbst.
Umfang: 35.023 Seiten

World War II, Occupation, and the Civil War in Greece, 1940-1949: Records of the U.S. State Department Classified Files: Im April 1941 begannen deutsche und italienische Truppen im Verbund mit bulgarischen Einheiten den Angriff auf das griechische Festland. Die Bevölkerung war bis zum Abzug der Besatzungstruppen im Oktober 1944 schlimmen Repressalien ausgesetzt. Infolge des Machtvakuums nach dem Abzug der Besatzungstruppen kam es zu einem bis 1949 andauernden Bürgerkrieg, der ebenfalls schlimme Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung hatte. Die Sammlung beinhaltet bisher unter Verschluss gehaltene Dokumente des U.S. State Department.
Umfang: 85.413 Seiten

Quelle: Anbieter

Neues Rezensionsportal – recensio.net

Ab sofort finden Sie recensio.net auch in der Digitalen Bibliothek der FU Berlin.

Recensio im Lateinischen eine Musterung bzw. prüfende Besichtigung ist auch der Name einer neuen europäischen Open Access Plattform für geschichtswissenschaftliche Literatur. Im Fokus stehen bei recensio.net in Europa erschienene Veröffentlichungen zu europäischen Themen der Geschichtswissenschaft. Die Navigationssprachen auf der Plattform sind deutsch, englisch und französisch. Beiträge können hingegen in allen europäischen Sprachen verfasst werden.

Recensio.net will einerseits klassische Rezensionsteile historischer Zeitschriften auf einer Plattform zusammenführen und damit deren Sichtbarkeit erhöhen, andererseits sollen Autoren die Möglichkeit erhalten, dort die Kernthesen ihrer Arbeiten zu publizieren. Durch „moderierte Nutzerkommentare“ sollen so „lebendige Rezensionen und Diskussionen“ entstehen. Die Kommentare unterliegen allerdings einer redaktionellen Prüfung und sind deshalb erst drei Tage später sichtbar.

Das 2011 gestartete Projekt wird als Kooperation der Bayerischen Staatsbibliothek München, des Deutschen Historischen Instituts Paris und des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz betrieben.

Danke für dieses Posting an Gritt Brosowski, Bibliotheksreferendarin.

Wikipedia-Geschichtsartikel auf dem Prüfstand

Das Nachschlagen in der freien Online-Enzyklopädie ist heute so selbstverständlich wie früher der Griff zum Brockhaus. Oft wird Wikipedia auch als Einstieg zum Einlesen in ein Thema empfohlen. Dass dies gerade bei komplexeren Sachverhalten zu Schwierigkeiten führen kann, hat der Baseler Historiker Peter Haber festgestellt. Der Schweizer, selbst ein eifriger Wikipedia-Leser, hat 2010 an der Universität Wien im Rahmen eines Forschungsseminars gemeinsam mit Studierenden die Qualität von geschichtswissenschaftlichen Artikeln in der Online-Enzyklopädie untersucht.

Unter dem etwas aufmerksamkeitsheischenden Titel „Schlechter als erwartet“ hat Haber nun die ersten Ergebnisse seiner Stichprobe im Weblog histnet.ch vorgestellt. Überblicksartikel wie Frühmittelalter oder Aufklärung fallen seiner Meinung nach durch und taugen nicht für den Einstieg. Solche Beiträge würden sich nicht dafür eignen, kooperativ verfasst zu werden und entsprechendes Fachwissen sei bei der Aufbereitung von komplexen Begriffen unumgänglich. Eher eine Stärke seien zeithistorische Themen – Artikel über Personen und Ereignisse. Ebenfalls Bestandteile der Studie waren Vergleiche zwischen Artikeln in verschiedenen Wikipedia-Sprachversionen und (wenn auch nicht vorrangig) ein Blick auf die aktiven Teilnehmer.

Sämtliche Materialien und Zwischenergebnisse sind frei in einem Wiki zugänglich. Der österreichische Standard und Die Zeit (nur für FU-Angehörige zugänglich) warten mit Interviews auf.

„Reformation Sources Online“ und „Girolamo Savonarola“ im Test

Bis zum 6. Juni 2010 besteht für FU-Angehörige ein kostenfreier Zugriff auf die beiden Volltextdatenbanken „Reformation Sources Online“ und „Girolamo Savonarola“.
„„Reformation Sources Online“ und „Girolamo Savonarola“ im Test“ weiterlesen